Zeitarbeit und Schwerbehinderung kann ich meine psychischen Erkrankung im Lebenslauf bzw. beim Vorstellungsgespräch schreiben/mitteilen ohne eine Sanktion zu bekommen?

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Otvi

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13 Mai 2019
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Guten Tag Forenmitglieder,

ich selbst bin einem Schwerbehinderten Menschen wegen einer psychischen Erkrankung gleichgestellt.
Mich beschäftigt seit geraumer Zeit, falls es irgendwann mal dazu kommen sollte, wie ich sauber ohne Sanktionen aus einem Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma herauskomme, weil ich sehr große Angst habe dort irgendwann unter Vertrag zu kommen.
Wie würdet ihr dort vorgehen?
Im Lebenslauf und im Vorstellungsgespräch unbedingt mitteilen, dass es sich hierbei um eine psychischen Störung handelt?
Wie sind eure Erfahrungen und Empfehlungen dazu.
Es geht mir nicht darum nicht zu arbeiten nur wie bereits geschrieben, habe ich sehr große Angst irgendwann dort unter Vertrag zu kommen

Vielen herzlichen Dank fürs lesen!
 
G

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Gast
Um Himmels Willen, keine Diagnosen beim Arbeitgeber nennen. Schon gar nicht bei einer ZAF. Wenn überhaupt nur die Einschränkungen die Du durch die Erkrankung hast, wie z.B. keinen Kundenkontakt oder ähnliches.
Die Gleichstellung würde ich allerdings bei einer ZAF erwähnen. Wird dann wahrscheinlich sowieso ein Ausschlusskriterium sein.
 

Erforderlichkeit

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Guten Tag Forenmitglieder,

ich selbst bin einem Schwerbehinderten Menschen wegen einer psychischen Erkrankung gleichgestellt.
Mich beschäftigt seit geraumer Zeit, falls es irgendwann mal dazu kommen sollte, wie ich sauber ohne Sanktionen aus einem Vorstellungsgespräch bei einer Zeitarbeitsfirma herauskomme, weil ich sehr große Angst habe dort irgendwann unter Vertrag zu kommen.
Wie würdet ihr dort vorgehen?
Im Lebenslauf und im Vorstellungsgespräch unbedingt mitteilen, dass es sich hierbei um eine psychischen Störung handelt?
Wie sind eure Erfahrungen und Empfehlungen dazu.
Es geht mir nicht darum nicht zu arbeiten nur wie bereits geschrieben, habe ich sehr große Angst irgendwann dort unter Vertrag zu kommen

Vielen herzlichen Dank fürs lesen!

Hi,
erstmal darf kein Zwang ausgeübt werden- Vertrag kommt nur bei Übereinkunft zustande. Niemals vor Ort unterschreiben.
Nicht alle Fragen auf dem Personalbogen müssen rechtlich beantwortet werden. Unterschrift nur bei Einwilligung!
Arbeitsbereich selbst definieren.
Eigene Vorstellungen ( Gehalt- muss für Miete reichen- Equal pay!) vermitteln!
Nur einen Probetag, wenn überhaupt, anbieten.
Selbstbestimmt. Auch den Arbeitgeber unter die Lupe nehmen. Datenschutzrichtlinien! mit auf Bewerbung schreiben.

Angst ist der schlechteste Ratgeber! Gleich über Bord werfen.
 
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Otvi

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Hi,
erstmal darf kein Zwang ausgeübt werden- Vertrag kommt nur bei Übereinkunft zustande. Niemals vor Ort unterschreiben.
Nicht alle Fragen auf dem Personalbogen müssen rechtlich beantwortet werden. Unterschrift nur bei Einwilligung!
Arbeitsbereich selbst definieren.
Eigene Vorstellungen ( Gehalt- muss für Miete reichen- Equal pay!) vermitteln!
Nur einen Probetag, wenn überhaupt, anbieten.
Selbstbestimmt. Auch den Arbeitgeber unter die Lupe nehmen. Datenschutzrichtlinien! mit auf Bewerbung schreiben.

Angst ist der schlechteste Ratgeber! Gleich über Bord werfen.
Hi,
erstmal darf kein Zwang ausgeübt werden- Vertrag kommt nur bei Übereinkunft zustande. Niemals vor Ort unterschreiben.
Nicht alle Fragen auf dem Personalbogen müssen rechtlich beantwortet werden. Unterschrift nur bei Einwilligung!
Arbeitsbereich selbst definieren.
Eigene Vorstellungen ( Gehalt- muss für Miete reichen- Equal pay!) vermitteln!
Nur einen Probetag, wenn überhaupt, anbieten.
Selbstbestimmt. Auch den Arbeitgeber unter die Lupe nehmen. Datenschutzrichtlinien! mit auf Bewerbung schreiben.


Erstmal vielen Dank an euch allen,
wie genau müsste der Satz lauten bzgl. der Datenschutzrichtlinien in einer Bewerbung, sollte es mal dazu kommen?


Angst ist der schlechteste Ratgeber! Gleich über Bord werfen.

Ich bin selbst schwer psychisch krank und muss mich gar nicht bei einer ZAF bewerben.

LG

Mona Lisa

Hallo Lisa,
wie hast du das hinbekommen, dass du dich auf ZAF Stellen nicht bewerben musst?

Auch ohne weitere Details wird dich eine ZAF bei bestehender Gleichstellung nicht nehmen. Reicht also völlig, darauf in der Bewerbung hinzuweisen, und das kann dir auch nicht negativ ausgelegt werden.

Hallo Caye,
danke, dass beruhigt mich ein wenig.



Moderationshinweis...

Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL



 

deori1

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Also zu mir hatte mal das eine Mitarbeiterin beim Arbeitsamt gesagt bloss nicht das mit der Psyche erwähnen (1€ Job),bei der Vorstellung habe ich das sehr wohl erwähnt,und ab diesem Zeitpunkt wurde mir niemehr was angeboten(ist allerdings schon 9 Jahre her).
 

Mona Lisa

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Hallo Lisa,
wie hast du das hinbekommen, dass du dich auf ZAF Stellen nicht bewerben musst?
Vor Jahren verlor ich einen Arbeitsplatz bei meinem Arbeitgeber. Da meinte mein SB, er wolle den ÄD beauftragen, damit er wisse, wo er mich überhaupt noch vermitteln kann. Daß ich gesundheitliche Einschränkungen habe, war dem JC schon vorher bekannt.

Alleine durch die Stellungnahmen meines Psychiaters stand in Teil B, daß ich nicht bei wechselnden Arbeitgebern bzw. wechselnden Orten wie in der ZAF arbeiten muß. Das hat mich damals auch gewundert. Ist mir aber recht.

Vielleicht hat auch die Diagnose "bipolare Störung" geholfen.

LG

Mona Lisa
 

karuso

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Krankheiten oder gewisse Einschränkungen nicht anzugeben bei einer Bewerbung ist das schlimmste was man machen kann. Der Arbeitgeber kann dann wenn es sich auf die Arbeit auswirkt natürlich den Arbeitsvertrag vor Gericht anfechten und er könnte hinterher auch noch Schadensersatz verlangen wenn er finanziele Einbußen dadurch hat.So etwas immer angeben und gerade bei einer ZAF.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

Otvi

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Krankheiten oder gewisse Einschränkungen nicht anzugeben bei einer Bewerbung ist das schlimmste was man machen kann. Der Arbeitgeber kann dann wenn es sich auf die Arbeit auswirkt natürlich den Arbeitsvertrag vor Gericht anfechten und er könnte hinterher auch noch Schadensersatz verlangen wenn er finanziele Einbußen dadurch hat.So etwas immer angeben und gerade bei einer ZAF.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:

Hallo karuso,
nur für die richtige Sanktionsfreie Vorgehensweise:
- In der Bewerbung und im Lebenslauf erwähnen, dass man Schwerbehindert ist bzw. einem Gleichgestellt ist.
- Sollte es doch zu einem Vorstellungsgespräch mal kommen, dann auf keinen Fall die Diagnose mitteilen, aber wenn mich der Personaler darauf anspricht, könnte ich doch erwähnen, dass es sich um eine psychische Erkrankung handelt?

Vor Jahren verlor ich einen Arbeitsplatz bei meinem Arbeitgeber. Da meinte mein SB, er wolle den ÄD beauftragen, damit er wisse, wo er mich überhaupt noch vermitteln kann. Daß ich gesundheitliche Einschränkungen habe, war dem JC schon vorher bekannt.

Alleine durch die Stellungnahmen meines Psychiaters stand in Teil B, daß ich nicht bei wechselnden Arbeitgebern bzw. wechselnden Orten wie in der ZAF arbeiten muß. Das hat mich damals auch gewundert. Ist mir aber recht.

Vielleicht hat auch die Diagnose "bipolare Störung" geholfen.

LG

Mona Lisa

@Mona Lisa
Danke für deine ausführliche Beschreibung.
Werde ich mit meinem Therapeuten mal besprechen, ob er in Teil B auch sowas erwähnen kann, wenn es soweit sein sollte.

LG Otvi
 
E

ExUser 2606

Gast
Werde ich mit meinem Therapeuten mal besprechen, ob er in Teil B auch sowas erwähnen kann, wenn es soweit sein sollte.
Der Therapeut kann gar nicts im Teil B erwähnen. Er kann dir nur etwas zur Verfügung stellen, was Du bei an den äD weitergibst un/oder dem äD auf Anfrage nach Schweigepflichtentbindung entsprechend antworten. Das sollte dann in den Teil A eingehen, der bleibt beim äD. Was der äD im Teil B, der an den SB geht, daraus macht, das kannst Du nicht beeinflussen.
 

Otvi

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Der Therapeut kann gar nicts im Teil B erwähnen. Er kann dir nur etwas zur Verfügung stellen, was Du bei an den äD weitergibst un/oder dem äD auf Anfrage nach Schweigepflichtentbindung entsprechend antworten. Das sollte dann in den Teil A eingehen, der bleibt beim äD. Was der äD im Teil B, der an den SB geht, daraus macht, das kannst Du nicht beeinflussen.

Hallo Kerstin_K
Ok, danke für diesen hinweis.
 
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