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Zeitarbeit,nun alles gestrichen,kein Fahrgeld

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Rame

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#1
Hallo,

mein Partner (sind nicht verh.) hat nun einen Job über eine Zeitarbeitsfirma mit reeller Chance auf Übernahme.. (nach jahrelanger Arbeitslosigkeit) vorher bezogen er,unser Kind & ich ALG2. Mit der Bekanntgabe bei der ARGE wurde uns sofort komplett alles gestrichen.Wir bekamen also im Juni (Anfang) das letzte Mal ALG2, Mitte Juli am 15. kam das erste Gehalt. Der ARGE-SB machte uns große (mündliche) Zusicherungen, das er die Umzugskosten (Umzug wird notwendig nun,in ein anderes BL wg. Arbeit) bewilligen wird, ebenso wie die Fahrtkosten, wir sollten alles beantragen, denn ist ja alles für den Arbeitsplatz. Haben wir auch getan (ausser Umzugskosten, da noch keine Wohnung gefunden)

Ergebnis: ich (Risikoschwanger) stehe nun ohne alles, also auch ohne Krankenversicherung da, bekommen das Gehalt nun,und der Fahrtkostenantrag wurde - abgelehnt :( Begründung: einerseits, weil die ZA-Firma Fahrtkosten bezahlt und zum 2. weil es nicht um die strecke von der wohnung zum Arbeitsplatz geht, sondern von einer "vorübergehenden Unterbringungsmöglichkeit" aus - ist das alles normal?!

Muss ich mich nun selbst versichern? Musste zwischendurch schon ins KH etc. Unser Kind ist GsD über ihn versichert aber mich nehmen sie nicht mit rein, da unverh. Kann jemand weiterhelfen wie ich nun vorgehen muss?
 

Purzelchen

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#2
Hallo,ich bin bald in der selben Klemme.:icon_frown:Kann dich daher sehr gut verstehen.Ja das mit der Krankenversicherung ist so ne Sache.Du musst dich selber weiter versichern leider.Denn leider erkennen die das bei den Krankenversicherungen nicht als Eheähnliches Verhältnis an.Nur wenn man Schwul oder Lesbisch ist und auch mit Schwulen oder Lesbischen Partner zusammenlebt wird es anerkannt.Hab da mal angerufen deswegen weis ich das.Da muss man verheiratet sein dann ist man über den Partner mitversichert.Aber trotzdem ich finds ne Frechheit.:icon_kratz:Vorallem kostet das ne Menge Geld.
 

Sönke H.

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#3
Hallo,ich bin bald in der selben Klemme.:icon_frown:Kann dich daher sehr gut verstehen.Ja das mit der Krankenversicherung ist so ne Sache.Du musst dich selber weiter versichern leider.Denn leider erkennen die das bei den Krankenversicherungen nicht als Eheähnliches Verhältnis an.Nur wenn man Schwul oder Lesbisch ist und auch mit Schwulen oder Lesbischen Partner zusammenlebt wird es anerkannt.Hab da mal angerufen deswegen weis ich das.Da muss man verheiratet sein dann ist man über den Partner mitversichert.Aber trotzdem ich finds ne Frechheit.:icon_kratz:Vorallem kostet das ne Menge Geld.
Hey wow das 21te Jahrhundert...so siehts hier also aus ?

Bist nicht verheiratet hast du volle Pflichten wie BG...

aber Rechte ? fehlanzeige ! ... schreiende Ungerechtigkeit.

Wie wäre es mit doppelter Haushaltsführung und darum ALG2 Bezug ? - kenn ja das Gehalt von Deinem Mann nicht - aber wenn er Fahrtkosten braucht kanns ja nicht so hoch sein.
Dann wärste wenigstens erstmal wieder in der Krankenkasse.
 

Dopamin

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#4
Rame,

SOFORT dem Aufhebungsbescheid widersprechen "Begründung" folgt und zur nächsten Beratungsstelle oder zum Anwalt für Sozialrecht!!!

Adressen findest Du HIER...

Ich weiß aber nicht wie gut die Beratungsstellen bzw. Anwälte sind...

Dopamin
 

Rame

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#5
Hallo,

vielen Dank für die Antworten!

@purzelchen; ist wirklich wahnsinn, da hofft man mit wieder-Einstieg ins Arbeitsleben wird alles besser, statt dessen werden einem nun zusätzlich "Knüppel zwischen die Beine geschmissen".

@Sönke; wir haben zur Zeit weniger als vorher, also weniger als ALG2 ( :( ) - den ZA-Job haben wir bzw. mein Mann auch nur deswegen angenommen, weil wir hier relativ sicher sein können das er auch wirklich übernommen wird, daher nun also der "sauer Apfel"

@Dopamin; das ist der größte Witz, wir haben gar keinen Aufhebungsbescheid bekommen - die Zahlungen wurden einfach eingestellt, buff! Der ablehnende Bescheid der kam war wegen der Fahrtkosten.
 

Sönke H.

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#6
Hallo,

vielen Dank für die Antworten!


@Sönke; wir haben zur Zeit weniger als vorher, also weniger als ALG2 ( :( ) - den ZA-Job haben wir bzw. mein Mann auch nur deswegen angenommen, weil wir hier relativ sicher sein können das er auch wirklich übernommen wird, daher nun also der "sauer Apfel"

@Dopamin; das ist der größte Witz, wir haben gar keinen Aufhebungsbescheid bekommen - die Zahlungen wurden einfach eingestellt, buff! Der ablehnende Bescheid der kam war wegen der Fahrtkosten.
Habt Ihr nen Antrag auf aufstockendes ALG2 gestellt ?

kannst du die ablehnung fahrtkosten mal ( ohne BG-Nr. und Namen) hier einstellen ?
 

Rame

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#8
Hi,

konnte mich nicht eher melden, da ich des öfteren ins KH musste..

Muss etwas korrigieren von o.g. - wir haben "damals", direkt nach dem Aufhebungsbescheid einen erneuten Antrag gestellt damit neu berechnet und weitergezahlt wird bzw. ergänzendes ALG2 weitergezahlt wird.. wir hörten nichts mehr von der ARGE und wissen inzwischen auch warum.. die "Dame" hat uns an unsere alte Adresse einen Brief zukommen lassen das sie um den Antrag weiter zu bearbeiten unsere Kontoauszüge benötigt.

Wir waren zu diesem Zeitpunkt zwar noch unter dieser Adresse gemeldet, die Arge-Frau war aber darüber informiert (und hatte die Adresse, unter der wir erreichbar sind, bekommen) das wir uns -eigentlich ja logischerweise- in einem anderen BL aufhalten (immerhin hat sie mit dieser Begründung ja auch die Übernahme der Fahrtkosten abgelehnt), da hier ja mein Partner die Arbeitsstelle hat, die er ja auch sofort antreten sollte.. somit haben wir die Aufforderung, das wir Kontoauszüge zuschicken sollen erst mit größerer Verspätung erhalten. (Nachdem uns Bekannte die Post aus dem Briefkasten holen und uns zuschicken konnten.)

Nun bekam ich wieder Post..

"die von Ihnen am 19.06.07 beantragte Leistung nach dem SGB2 versage ich gemäß §66 (SGBI).

Begründung:
Zur Prüfung der Voraussetzungen für die Bewilligung von Leistungen nach dem SGB II habe ich Sie bei Antragsstellung unter Hinweise auf die Folgen fehlender Mitwirkungen gebeten, verschiedene (anm.: es ging ausschließlich um die Kontoauszüge!) Unterlagen fristgerecht einzureichen. Trotz dieser.. (...)"
Nun sind wir also unserer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen und haben eine Ablehnung bekommen. Kann man nun überhaupt noch irgendetwas tun? Sie weis noch darauf hin, das wir die Mitwirkung praktisch jetzt noch nachholen könnten, dann aber erst ab diesem Zeitpunkt der Antrag auch gilt..

Der ganze Rattenschwanz, der nun übrigens noch dranhängt: Umzugskosten, Renovierungskosten, Fahrtkosten, meine KV sind alles dinge die ja nun von dieser ARGE hätten übernommen werden müssen.. hat sie nun einen Weg gefunden, das sie dies nun nicht mehr muss? Wir sind nun bereits umgezogen etc., aber ich hatte (war evtl. dumm?) nach dem abgelehnten Fahrtkostenantrag keinen weiteren Antrag mehr gestellt, da wir ja offiziell quasi nicht mal mehr ALG 2 bezogen.

P.S. @Sönke; Mein Scanner will grad nicht, wenn ich das hingebogen habe scanne ich den Bescheid (selbstverst. teils geschwärzt) ein.
 

Hartzbeat

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#9
Hi Rame,

1. Von Deiner SB die Beratungsvermerke (dieses Zeitraumes v. Umzug bzw. Mitteilung) abfordern. Darauf hast Du ein Recht. Müsste ja eine Mitteilung der neuen Adresse vermerkt sein (das geht nicht mehr zu löschen!). Diese als Belege als zum Widerspruch hinzulegen.

2. Gegen Versagungsbescheid Widerspruch einlegen. Begründung: Infolge der SB verursachten Fehlpost konntest Du die Kontoauszüge nicht rechtzeitig vorlegen. Auf die Belege hinweisen.

3.
Wir waren zu diesem Zeitpunkt zwar noch unter dieser Adresse gemeldet, die Arge-Frau war aber darüber informiert (und hatte die Adresse, unter der wir erreichbar sind, bekommen)
Das schriftlich belegen, wenn's geht - Kopie der Mitteilung v. neuer Adresse, Gesprächsnotiz des evt. Telefonats. (Muster im Anhang).


RECHT viel Erfolg wünscht Dir und Deiner Familie
Hartzbeat
 

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