Zeitarbeit nach Umschulung ablehnbar? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Peter_Pan

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Hallo,

ich bin zur Zeit in einer durch einen Bildungsgutschein geförderten Umschulung und werde diese demnächst beeneden. Nun steht natürlich die Jobsuche an und es kam die Frage auf ob man Vermittlungsvorschläge für Zeitarbeitsfirmen ablehnen kann. Ein Kollege meinte das man als Umschüler nach der Umschulung als neu arbeitslos gilt und deswegen die ersten 3 Monate danach Zeitarbeit abgelehnt werden kann, wenn sie unter dem bisherigen Lohn liegt. Ist dieses wirklich so? Gilt das auch für Umschüler nach der Umschulung und ist man dann wirklich "neu" arbeitslos? Und welcher Lohn ist gemeint? Der der vor der Umschulung gezahlt wurde oder welcher während der Umschulung gezahlt wurde (wäre ja dann ALGI)?

Ich hoffe man kann mir ein wenig Klarheit in die Sache bringen.

LG
Peter
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Nach der Umschulung wird ALG 1 bezogen.
Dann gilt:
"(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoein-kommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhän-genden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld. "

(§ 140 SGB III) Hier auch bezüglich der anderen Kriteren nachlesen.

Bewerben musst Du Dich nur auf VV mit RFB (oder gemäß EGV) die in diesem Sinne zumutbar sind.
 

Peter_Pan

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OK. Danke schon mal für die Antworten (y):)

Das heißt also das man nach der Umschulung wirklich als neu arbeitslos gilt? Oder sehe ich das jetzt falsch?

Bekomme ich dann einen VV mit RFB und die obigen Kriterien bezüglich des Lohnes sind nicht erfüllt, kann ich diesen Vorschlag also ablehnen?

Und dann noch eine vielleicht dumme Frage ;): Wie lehne ich das am besten ab? Also wie soll ich das schreiben? Einfach darauf berufen das es nach §140 SGB III unzumutbar ist?

LG
Peter
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Ganz generell:
Das Problem bei VV mit RFB ist das Du oft noch garnicht abschätzen kannst ob zumutbar oder nicht.
Dann würde ich mich bewerben. Es ist ja nicht gesagt das Du die Stelle auch bekommst.
Du kannst auch noch ablehnen wenn ein Arbeitsvertrag vorgelegt wird, der nicht zumutbar ist.
 

Peter_Pan

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mit Bestehen der IHK Prüfung + 30 Tage bist du raus aus Alg1
Wenn ich § 148 Abs. 1 Nr. 7 SGB III richtig deute, ist das nicht der Fall.

Die Umschulung begann am ersten Tag der Arbeitslosigkeit und dauert 16 Monate. Somit würden nur 8 Monate angerechnet und es würde ein Restanspruch von 4 Monaten bestehen. Sehe ich das falsch? Lasse mich gerne eines besseren belehren.

LG
Peter
 

Nena

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Willst Du Dich erst nach Abschluss der Umschulung bewerben? Warum?
 

Peter_Pan

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Nein! Habe ich doch gar nicht geschrieben!

Ich bin nur nicht daran interessiert mich bei Zeitarbeitsfirmen für einen Hungerlohn bewerben zu müssen! Wann nach der Umschulung ein Arbeitsverhältniss zustande kommt, steht noch in den Sternen. Vielleicht klappt es jetzt ja auch ganz schnell.

Ich möchte nur vorsorglich wissen, wenn denn kein neuer Job rauskommt, ob ich dann die VV für Zeitarbeit annehmen muss oder nicht. Ein größerer Puffer nach der Umschulung, gibt auch mehr Zeit sich nach "vernünftigen" Arbeitgebern und somit Jobs umzusehen, wenn es zeitlich nicht jetzt sofort klappt.
 

Elgaucho

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Du kannst ja jetzt auch schon mal bei potentiellen...seriösen Firmen vorfühlen.....nicht selten
endet auch ein mehrtägiges Praktikum in einer Festanstellung.
 
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