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Zeitarbeit gerät in arge Nöte

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Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Erst die Wirtschaftskrise, jetzt ein folgenschweres Gerichtsurteil – der im Zuge der Konjunkturkrise bereits heftig gebeutelten Zeitarbeitsbranche stehen raue Zeiten bevor. Warum die Branche um einen Eckpfeiler ihres Geschäftsmodells bangt.

BERLIN. Nach dem jüngsten Urteil des Berliner Arbeitsgerichts gegen die christlichen Gewerkschaften und ihre Tarifverträge müssen nicht nur Hunderte Zeitarbeitsfirmen Lohn-Nachforderungen fürchten. In der Folge könnte die gesamte Branche einen Pfeiler ihres Geschäftsmodells verlieren: den Lohnkostenvorteil gegenüber Stammbeschäftigten etwa in der Industrie.
Hessens IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild strebt nach dem Urteil an, die Lohnpolitik für Zeitarbeiter künftig generell stärker dem Prinzip einer Gleichbehandlung mit Stammkräften („Equal Pay“) anzunähern. „Ich plädiere für ein schlankes und tarifautonomiegerechtes Equal Pay per allgemein verbindlichem DGB-Tarifvertrag“, sagte er dem Handelsblatt. Bisher musste der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit IG Metall & Co. in der Zeitarbeit stets Rücksicht auf Konkurrenz durch niedrigere Tarifverträge der christlichen Gewerkschaften nehmen.
Schon infolge der Rezession muss die Branche derzeit einen drastischen Aderlass hinnehmen. Nach einem Rekord von 821 000 Zeitarbeitern Mitte 2008 ist deren Zahl mittlerweile unter 550 000 gesunken, ermittelte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für den Bundesverband Zeitarbeit (BZA). Das ist ein Abbau von fast einem Drittel. Die Industrie gibt reihenweise Zeitkräfte zurück. Da es fast nirgendwo Nachfrage gibt, können die Zeitarbeitsfirmen ihr Personal nicht halten...

Zeitarbeit gerät in arge Nöte - Politik - Konjunktur - Konjunktur-Nachrichten - Handelsblatt.com

Gruss

Paolo
 

Ingvar

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Sehr begrüßenswerte Entwicklung.
Leiharbeit in Deutschland ist und bleibt nunmal moderner Sklavenhandel und gehört endgültig abgeschafft!
 

pagix

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Ganz recht, trifft hier mal nicht die Falschen!
 

Rote Socke

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Oohh, die arme, arme Zeitarbeit ohhh, schluchs.
Müssen jetzt "richtige" Löhne gezahlt werden.
Tut mir aber leid....hehehe

:icon_klatsch::icon_smile::icon_twisted::icon_lol:
 
E

ExitUser

Gast
was haben die denn? Es ist nun an der Zeit die Arbeit nicht mehr von ihr abhängig machen zu wollen. In diesem Sinne hat die Zeitarbeit -wie sie sich ja gerne selber genannt haben möchte- nun ihren Zenit erreicht. Die Zeit für Dieses -sich nicht selbst als ausbeuterisch deklariert sehen wollende- Modell ist um.

...hoffentlich...
 

sleepy5580

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Leider ist es noch nicht soweit das geht mit 99%iger Wahrscheinlichkeit in die nächste Instanz ist ja schon von den "Christen" angekündigt worden. Und der Amp beruhigt seine Kunden mit den Worten dieses Urteil wird nicht bestand haben. Das wird sich wohl noch das ein oder andere Jährchen hinziehen
 

mercator

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Tja, aber schön wäre es schon, wenn man auf diesem Wege die Axt an diese unmenschliche Form des modernen Menschenhandels legen könnte. Bis die ganze Branche in sich zusammen bricht. Die Gelegenheit ist wg. der Wirtschaftskrise günstig.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Hi,

in der Tat muss man diesen Schlächtern die finanzielle Grundlage entziehen. Und das könnte man am besten mit "equal pay". Orientiert natürlich an echten Tarifabschlüssen und nicht den von den Unternehmen gekauften oder in Leben gerufenen Gewerkschaften.

Ein erster Schritt wäre schon mal die Einführung von Mindestlöhnen. Somit wird nämlich die Marge - die durch den Stundenlohn den die ZAF der entleihenden Firma in Rechnung stellt und das was die ZAF an den AN weitergibt - geringer. Und schon lichtet sich der (Geschwür) Wald ZAF:icon_twisted:

Gruss

Paolo
 

sleepy5580

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Och um die Marge so gering wie möglich zu halten, wäre es erstmal wichtig wenn jeder LAN mal seine Rechte bei seiner ZAF einfordern würde, leider machen es die meisten nicht. Also bei Abzug von Stunden vom Arbeitszeitkonto etc wegen Nichteinsatz einfach mal die Klappe aufreissen usw. usv.
 
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