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Zeitarbeit - Entleiher sagt ab

xolo

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#1
Hallo zusammen,

zuerst mal möchte ich sagen, dass es in dem Fall nicht um mich geht, sondern um einen Freund.

Er hat vor kurzem bei einer ZAF einen Vertrag unterschrieben, dass er am 1.10.2018 bei Firma X eingesetzt werden soll. Davor hatte er mit der ZAF auch noch nichts am Hut.
Heute hat sich die ZAF plötzlich gemeldet, dass der Betrieb ihn doch nicht braucht.
Nun hat er wegen der Bezahlung gefragt und diese meinten da er weder Urlaub noch Überstunden etc. hat, wird er wohl nicht bezahlt. An dieser Stelle habe ich ihm schon gesagt, dass sein AG die ZAF ist, sie das Unternehmerische Risiko nicht auf ihn übertragen dürfen, und sie die einsatzfreie Zeit bezahlen müssen.

Jetzt stellen sich hier aber ein paar Fragen.
In Verträgen steht meist, dass bei nicht erscheinen am ersten Tag der Vertrag als nicht zustande gekommen gilt.
Wie ist das in diesem Fall zu werten, da es ja nicht sein Verschulden ist, das er sich nicht am "ersten Tag" im Einsatzbetrieb melden kann? Alternativ einfach bei der ZAF auf der Matte stehen?

Des Weiteren ist die Sinnhaftigkeit insgesamt zu hinterfragen, ob es überhaupt etwas bringt, auf Bezahlung zu pochen, da er ja quasi direkt gekündigt werden kann (oder nicht)?

Wie verhält es sich mit dem Arbeitsamt, wenn er diese direkt am Montag kontaktiert und die Situation schildert? Hat er mit einer Sperre o.ä. zu rechnen, da er sich bei diesen noch nicht gemeldet hat, aufgrund dessen, dass er von einer Beschäftigung ausging?

Über Ratschläge und Tipps würde ich mich freuen. Danke.
 

Kerstin_K

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#2
Was steht denn im Vtrag, wie er sich im Falle eines Nichteinsatzes melden muss?

Bei der ZAF im Büro auf der Matte stehen ist jedenfalls nicht verkehrt.
 

karuso

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#3
Hallo xolo,

dein Kumpel soll auf jeden Fall am 1.10.18 bei der ZAF aufschlagen und seine Arbeitskraft anbieten. Wenn sie jetzt ablehnen gleich raushauen das sie das unternehmerische Risiko tragen ihn nicht einsetzen zu können.Und das er auf Bezahlung besteht nach § 615 BGB in Verbindung mit §11 Abs 4 AÜG.Und wenn sie nicht bezahlen wollen gleich mit Arbeitsgericht drohen und sagen mal sehen ob der Richter das genauso sieht von wegen einfach nicht bezahlen wollen.
Wichtig:Wenn dein Kumpel am ersten Tag fern bleibt dann ist der Vertrag nicht zu stande gekommen aber er bekommt dann auf jeden Fall Stress mit dem Jobcenter oder BA.Dann ist auf jeden Fall eine Sperre oder Sanktion schon gebongt.Ich glaube die wollen darauf raus das er die Arbeit nicht antritt um ihn loszuwerden und dann petzen sie noch bei Jobcenter oder BA.:wink::wink:
 

xolo

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#4
Was steht denn im Vtrag, wie er sich im Falle eines Nichteinsatzes melden muss?
Die Information werde ich später einholen.

Wenn sie jetzt ablehnen gleich raushauen das sie das unternehmerische Risiko tragen ihn nicht einsetzen zu können.Und das er auf Bezahlung besteht nach § 615 BGB in Verbindung mit §11 Abs 4 AÜG.Und wenn sie nicht bezahlen wollen gleich mit Arbeitsgericht drohen und sagen mal sehen ob der Richter das genauso sieht von wegen einfach nicht bezahlen wollen.
Ist ja alles schön und gut, aber im Prinzip könnten sie ihn ja einfach sofort kündigen. Er würde dann also 1-2 Tage bezahlt bekommen und dann wäre er gekündigt (je nach Kündigungsfrist)


Ich glaube die wollen darauf raus das er die Arbeit nicht antritt um ihn loszuwerden und dann petzen sie noch bei Jobcenter oder BA
Nein, das glaube ich nicht. Ich bin selbst (noch) bei dieser ZAF tätig (habe diese Woche gekündigt, da ich übernommen werde) und sie sind eigentlich ziemlich ok, auch wenn Zeitarbeit natürlich grundsätzlich etwas schlechtes ist.

Zumal wie gesagt, er doch einfach gekündigt werden kann, aufgrund der Probezeit.

Meinem Kumpel habe ich die ZAF empfohlen, auf der Grundlage, dass bei uns im Einsatzbetrieb jemand gesucht wurden. Leider kam seine Bewerbung etwas zu spät, bzw. die Stelle war zu schnell weg. Ihm wurden daraufhin Alternativen angeboten, unter anderem die genannte Stelle, die plötzlich doch nicht mehr zu vergeben war.
 

Birt1959

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#5
Karusos Beitrag sehe ich genauso. Auf jeden Fall dort am Montag auftauchen und sich gemäß Karusos Vorschläge verhalten. Ansonsten hat xolos Bekannte*r die berühmte A...karte, denn die ZAF wird ja in dem Fall behaupten, der/die Bekannte hätte ein Zustandekommen des Vertrages verhindert.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die ZAF in dem Fall, in dem sie die kaufmännischen Mitarbeiter*innen nicht bei Entleiher 1 wegen dessen Rückzug "unterbringen" konnten, die Mitarbeiter*innen bis zu einem passenden Auftrag die Ablage aufräumen, irgendwas sortieren, Botengänge oder auch kurze Sekretariatsarbeiten machen ließen. Die besagten ZAF bewegten sich aber ausschließlich im kaufmännischen Bereich. Ob das nun auch im gewerblichen Bereich funktionieren kann, weiß ich nicht.

Wenn die ZAF nun wirklich keinen passenden Auftrag für xolos Bekannte*n haben, soll sie formal zu nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen. Die meisten ZAF haben ja eine Probezeit, in der die Kündigungsfrist verkürzt ist. Beim Überfliegen des AÜG konnte ich leider nicht sehen, ob der AN ein Recht um Auskunft der ZAF über die vorliegenden Aufträge hat. Erzählen kann deren Personaler*in ja vieles.
 

dagobert1

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#6
In Verträgen steht meist, dass bei nicht erscheinen am ersten Tag der Vertrag als nicht zustande gekommen gilt.
Wie ist das in diesem Fall zu werten, da es ja nicht sein Verschulden ist, das er sich nicht am "ersten Tag" im Einsatzbetrieb melden kann?
Das greift in diesem Fall nicht, da der Grund für die Nichtaufnahme der Tätigkeit bei der ZAF liegt, nicht beim LAN.

Nach § 615 Satz 1 BGB hat der Arbeitgeber die vereinbarte Vergütung fortzuzahlen, wenn er mit der Annahme der Dienste in Verzug gerät. Die Voraussetzungen des Annahmeverzuges richten sich nach den §§ 293 ff. BGB. Ist für die vom Gläubiger vorzunehmende Handlung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt, bedarf es nach § 296 BGB keines Angebots des Arbeitnehmers. wenn der Arbeitgeber die Handlung nicht rechtzeitig vornimmt. Der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts hat die nach dem Kalender bestimmte Mitwirkungshandlung des Arbeitgebers darin gesehen, dem Arbeitnehmer für jeden Arbeitstag einen funktionsfähigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Nach einer unwirksamer Kündigung müsse deshalb der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, wenn er nicht in Annahmeverzug geraten wolle, die Arbeit wieder zuweisen (...). Dem stimmt der erkennende Senat zu. Dem Arbeitgeber obliegt es als Gläubiger der geschuldeten Arbeitsleistung, dem Arbeitnehmer die Leistungserbringung zu ermöglichen. Dazu muß er den Arbeitseinsatz des Arbeitnehmers fortlaufend planen und durch Weisungen hinsichtlich Ort und Zeit näher konkretisieren. Kommt der Arbeitgeber dieser Obliegenheit nicht nach, gerät er in Annahmeverzug, ohne daß es eines Angebots der Arbeitsleistung durch den Arbeitnehmer bedarf.
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.01.1999, 9 AZR 679/97

Alternativ einfach bei der ZAF auf der Matte stehen?
Kann er machen, spart aber wahrscheinlich nur der ZAF das Porto für die Kündigung.
Des Weiteren ist die Sinnhaftigkeit insgesamt zu hinterfragen, ob es überhaupt etwas bringt, auf Bezahlung zu pochen, da er ja quasi direkt gekündigt werden kann (oder nicht)?
Den ersten Arbeitstag und die Kündigungsfrist, also zusammen 2-3 Tage Lohn. Ob sich das für ihn lohnt, muss er selber wissen.
Wie verhält es sich mit dem Arbeitsamt, wenn er diese direkt am Montag kontaktiert und die Situation schildert? Hat er mit einer Sperre o.ä. zu rechnen, da er sich bei diesen noch nicht gemeldet hat, aufgrund dessen, dass er von einer Beschäftigung ausging?
Nein, bis jetzt ist der Vertrag noch nicht gekündigt, also greift auch die Meldepflicht beim AA (noch) nicht.
Beim Überfliegen des AÜG konnte ich leider nicht sehen, ob der AN ein Recht um Auskunft der ZAF über die vorliegenden Aufträge hat.
Hat er nicht.
 

xolo

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#7
Danke für die Antworten.
Zusammengefasst kann man also sagen, am besten sollte er sich am Montag direkt mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzten und vorbeugend Arbeitssuchend melden.
Sowie bei der ZAF auf Bezahlung beharren, falls er es als Lohnenswert erachtet, ein paar wenige Tage bezahlt zu bekommen.
 

Kerstin_K

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#8
Arbeitssuchend kann man sich melden, wenn die Kündigung da iat. Warum vorbeugend?
 
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#9
Ich würde an meinen ersten AT bei der LAF pünktlich auf der Matte stehen. Damit bin ich erst mal meiner „Pflicht“ nachgekommen, und keiner kann mir eine Lampe bauen. Was die ZAF dann macht muss man sehen, ein alternativen zumutbaren Einsatz; eine Kündigung (in der Probezeit) oder, oder …; Parallel dazu würde ich auch bei der AfA vorstellig werden, und den die Sachlage Schildern (mit Protokoll) und mich Arbeitssuchend melden, denn mit den Hintergrund ist eine durch die ZAF sicher nicht weit.

@xolo; dann hast Du mi Deiner ZAF mehr wie Glück gehabt, was ich von mir leider nicht behaupten kann ich habe mehrfach bei ZAF gearbeitet, und wurde jedes Mal über den Nuckel gezogen, einige versuchten mich sogar schon bei der Vorstellung zu beExkrementn. Ich bin durch mit ZAF!
 

karuso

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#10
Zusammengefasst kann man also sagen, am besten sollte er sich am Montag direkt mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzten und vorbeugend Arbeitssuchend melden.
Vorbeugend Arbeitslos melden so etwas gibt es nicht.Entweder er hat die Kündigung bekommen oder nicht.Solange wie der Arbeitsvertrag nicht gekündigt ist haben sich alle beiden Parteien an den Vertrag zu halten.Und wenn einer den Vertrag nicht mehr haben will dann ist er unter Einhaltung der Kündigungsfrist zu kündigen.
Noch eins das wird bei euch beim Mobcenter oder BA genauso sein wie überall die wollen als erstes wenn man sich arbeitslos meldet die Kündigung sehen und wenn man keine hat weil man nicht gekündigt ist dann werden sie sagen wir sind nicht zuständig wenden sie sich an ihren Arbeitgeber.So ist es bei uns.Anders ist es wenn er kein Lohn bekommt und den Arbeitgeber auch abgemahnt hat und trotzdem nicht zahlt dann kann man fristlos kündigen und sich dann arbeitlos melden.Aber das trifft hier nicht zu er fängt ja morgen erst an.:wink:
 

Kerstin_K

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#11
Karuso,

hier wr von Arbeitssuchendmelduung die Rede. DAs geht auch, wenn man noch in Arbeit it, aber trotzdem die Vermittlungsdinste der AfA in Anspruch nehmen möchte.

Ihhalte das aber auch nicht für dinnvoll, weil die AfA einfach nicht in der Lage ist, in vernünftige Arbeit zu vermitteln.
 

avalanche

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#12
Beitrag #1 sagte :
Heute hat sich die ZAF plötzlich gemeldet, dass der Betrieb ihn doch nicht braucht.
Telefonisch gemeldet, nehme ich an, damit sich später kein Nachweis über die Absage führen lässt.

Die Sache mit dem Annahmeverzug aus Beitrag #3 sehe ich rechtlich genauso, ist aber praktisch sehr (Zeit-)aufwendig und rechnet sich kaum.

Beitrag #1 sagte :
Alternativ einfach bei der ZAF auf der Matte stehen?
Lieber nicht! Es ist überhaupt nicht klar, ob und wie dieser Montag bezahlt wird und Aufwendungsersatz im Sinn des §670 BGB lässt sich aus meiner Sicht für den LAN nur geltend machen bei vorausgegangener (schriftlicher) Anweisung durch die ZAF.


Ich würde der ZAF per email (am besten heute) die Absage des Einsatzes bestätigen und die ZAF in Annahmeverzug setzen gemäß Beitrag #3. Gemäß Arbeitsvertrag Montag nachmittag gegen 15 Uhr telefonisch die Arbeitskraft anbieten und gut ist.


Der AfA würde ich heute auch per email mitteilen, dass der Einsatz beim Entleiher abgesagt wurde.


Vielleicht fällt ein anderer Mitarbeiter am Montag aus und es gibt einen Ersatz. Wahrscheinlich kommt aber die Kündigung, weil Mittwoch nationaler Feiertag ist und wohl viele Arbeitnehmer Brückentage genommen haben.


SG ave
 

dagobert1

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#14
Zusammengefasst kann man also sagen, am besten sollte er sich am Montag direkt mit dem Arbeitsamt in Verbindung setzten und vorbeugend Arbeitssuchend melden.
Solange er keine Kündigung hat, kann er sich den Weg sparen. Die würden ihn doch nur wieder nach Hause schicken.

Der AfA würde ich heute auch per email mitteilen, dass der Einsatz beim Entleiher abgesagt wurde.
Das geht denen so weit am Allerwertesten vorbei, als würde er auf dem Mars sitzen ...
 

karuso

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#15
Die Sache mit dem Annahmeverzug aus Beitrag #3 sehe ich rechtlich genauso, ist aber praktisch sehr (Zeit-)aufwendig und rechnet sich kaum.
Und wenn es hier um 150-200 brutto gehen wurde wurde ich mich da mit die rumstreiten vor Gericht.Wie heist das Sprichwort Kleinvieh macht auch Mist.Und sich mit einer ZAF vor Gericht herumzustreiten ist doch ein Anspurn nie wieder genommen zu werden.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

karuso

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#16
hier wr von Arbeitssuchendmelduung die Rede. DAs geht auch, wenn man noch in Arbeit it, aber trotzdem die Vermittlungsdinste der AfA in Anspruch nehmen möchte.
Das setzt aber vorraus das der Arbeitgeber schon die Kündigung ausgesprochen hat und der Arbeitnehmer noch arbeiten muß weil die Kündigungsfrist einzuhalten ist.Und dann meldet man sich schon arbeitssuchend und muß noch arbeiten.Da aber bis jetzt keine Kündigung ausgesprochen ist kann er sich auch nicht und muß sich auch nicht arbeitssuchend melden.:wink:
 

Kerstin_K

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#17
Wenn mann die Kuendigung hat MUSS man sich arbeitssuchend melden, aber man KANN sich jederzeit arbeitssuchend melden, auch, wenn man nur den Job wechseln will.
[>Posted via Mobile Device<]
 

xolo

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#18
Also ich möchte mit euch kurz das "Ergebnis" teilen.
Erstmal wollte die ZAF einen Auflösungsvertrag. Wäre er darauf eingegangen, wäre wohl eine Sperre sicher gewesen. Ziemlich dreist und frech von der ZAF, zumal die mit Sicherheit wussten, was die Konsequenz dessen gewesen wäre. Zum glück wusste er Bescheid und hat das abgelehnt.
Es folgte eine Kündigung. Als er meinte, dass der eine Tag bezahlt werden müsse, argumentierte die ZAF, dass sie eine Stelle hätten und er dann direkt dort hin müsste (50km entfernt), wenn er die Bezahlung für den einen Tag möchte.

Letztendlich hat die ZAF das Kündigungsdatum manipuliert (auf einen früheren Tag gesetzt), so das sie nicht zahlen müssen und er auch keine Nachteile im Bezug zum Arbeitsamt hat.

Man könnte jetzt natürlich darüber debattieren, ob das legitim gewesen wäre oder nicht, mit der Bezahlung für den einen Tag und der 50km entfernten Stelle. Ich bezweifle es ja, aber letztendlich spielt das jetzt ja keine Rolle mehr.

Achja, einen tollen Vorschlag hatten sie auch noch. Er könnte ja auch erstmal unbezahlt zuhause sitzen, während sie eine Stelle für ihn suchen...
 

faalk

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#19
argumentierte die ZAF, dass sie eine Stelle hätten und er dann direkt dort hin müsste (50km entfernt)
Hätte er durchziehen können, in dem er gefragt hätte, "Fahren Sie mich sofort dahin, oder soll ich auf ihren Fahrdienst warten?

Gut kann man machen um der ZAF noch nen Seitenhieb mitzugeben, muss man aber nicht. :wink:
 

karuso

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#20
Achja, einen tollen Vorschlag hatten sie auch noch. Er könnte ja auch erstmal unbezahlt zuhause sitzen, während sie eine Stelle für ihn suchen...
Ist nicht zulässig. Ich hätte denen schon die richtigen Paragrafen an den Kopf geknallt.Genau die die ich ihr schon mal im Post 3 angegeben habe.Spätestens da hätten sie keine Lust überhaupt einzustellen.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

xolo

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#21
Ist nicht zulässig. Ich hätte denen schon die richtigen Paragrafen an den Kopf geknallt.Genau die die ich ihr schon mal im Post 3 angegeben habe.Spätestens da hätten sie keine Lust überhaupt einzustellen.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
Sicher wäre das zulässig gewesen, da das Prozedere natürlich unter unbezahlter Urlaub gefallen wäre und er das mit einer Unterschrift besiegeln hätte müssen.
Was das dann letztendlich mit dem genannten unternehmerischen Risiko zu tun haben soll, verstehe ich nicht.

Des Weiteren belief sich seine Kündigungsfrist auf einen Tag, somit war die Option also diese, unbezahlt zuhause bleiben, oder eben die Kündigung. Er hat letzteres gewählt.

Letztendlich hätte er natürlich noch auf Bezahlung für den einen Tag pochen können, es darauf anlegen können, dass er doch in irgend einer Form zu der 50 Km entfernten Arbeitsstelle gebracht wird oder die ZAF eben nachgibt.

Letztendlich hat er sich vielleicht nicht für die gerechteste Möglichkeit entschieden, aber zumindest für die adäquateste.
Sein Datum der Kündigung wurde manipuliert und vorverlegt, so das die ZAF nichts bezahlen muss, er aber im Umkehrschluss dennoch Geld für den Tag erhält, nämlich nachträglich vom Arbeitsamt.

Gleichzeitig (auch wenn das viele nicht hören möchten) hat er sich damit die Option für mögliche zukünftige Zusammenarbeit offen gehalten. Hätte er auf Bezahlung bestanden, hätte die ZAF sicherlich keinerlei Interesse mehr an ihm in der Zukunft.
Ich weiß das hier sicherlich viele die Augen verdrehen, das hätte ich vor einiger Zeit wohl auch, aber jetzt, ganz objektiv betrachtet, bin ich klar der Meinung, dass man sich lieber alle Optionen offen halten sollte.

Man muss den Arbeitsmarkt ganz nüchtern betrachten und sich leider den Gegebenheiten etwas anpassen. Zu viel Stolz, oder gar falscher Stolz ist hier unangebracht.
Ich sage nicht, man soll auf seine Rechte verzichten und ohne Rückgrat fungieren.
Aber man sollte seine Worte weise wählen und durchdacht agieren.
Sicherlich, mit Wut im Bauch und Frustration ist so etwas nie einfach, aber man sollte zumindest versuchen, rational und nicht emotional zu handeln.

Mit klug gewählten Worten, kommt man meist zu einem besseren Ergebnis, als wenn direkt wegen kleinen Ungereimtheiten, mit Dutzenden Paragraphen um sich geworfen wird und mit Arbeitsgericht und Anwalt gedroht wird. Dadurch verschließt sich die Gegenseite nur sofort und ist unkooperativ.


Die Worte lege ich auch dir nahe, Karuso, denn ohne dich angreifen zu wollen, bezeugen deine Beiträge doch einiges an Unwissenheit, gepaart mir einer fast schon querulatorischen Haltung.
Verzeihung, aber wem nicht mal die Grundsätze im Bezug auf die arbeitssuchend Meldung bekannt sind, der sollte nicht unbedingt mit Paragraphen um sich werfen.
 

Kerstin_K

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#22
Och, Zeitarbeitsfirmen schießen wie Pilze aus dem Boden. Da macht es gar nichts, wenn man es sich mit einer verscherzt.
[>Posted via Mobile Device<]
 

faalk

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#23
Sein Datum der Kündigung wurde manipuliert und vorverlegt, so das die ZAF nichts bezahlen muss
Wo die ZAF ausnahmsweise mal Profi drin sind.

Gleichzeitig (auch wenn das viele nicht hören möchten) hat er sich damit die Option für mögliche zukünftige Zusammenarbeit offen gehalten
Bei DER ZAF, also eine von hunderten?

Man muss den Arbeitsmarkt ganz nüchtern betrachten und sich leider den Gegebenheiten etwas anpassen
Es geht hier immer noch um eine ZAF. Also für nen Hungerlohn arbeiten, ausbeutung, von heute auf Morgen von Pontius bis Pilatus geschickt werden, nicht einhalten der (Arbeits) Gesetze etc. pp.? Applaus Applaus.

mit Dutzenden Paragraphen um sich geworfen wird und mit Arbeitsgericht und Anwalt gedroht wird. Dadurch verschließt sich die Gegenseite nur sofort und ist unkooperativ.

Deren Problem. Warum sollte der AN auf seine Rechte verzichte, nur weil der AG das gerne so hätte. Der Duden nennt es auch "Duckmäusertum"
 

xolo

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#24
Och, Zeitarbeitsfirmen schießen wie Pilze aus dem Boden. Da macht es gar nichts, wenn man es sich mit einer verscherzt.
Bei DER ZAF, also eine von hunderten?

Man muss das ganze auf seine Ortschaft bzw. dessen Nähe begrenzen. Was bringt es, wenn es hundert/e Zeitarbeitsfirmen Deutschland weit gibt, wenn sich davon "nur" ein gewisser Teil in meiner Reichweite befindet?
Des Weiteren geht es insbesondere darum, dass manche ZAF mit wesentlich besseren Betrieben "zusammenarbeitet" und diesbezügliche auch erhebliche Gehaltsunterschiede vorhanden sind.
Es geht also nicht um die schiere Masse, sondern darum, sich dem geringsten Übel mit den besten Konditionen auszusetzen.

Wenn ihr den Thread gelesen habt, dann solltet ihr eigentlich wissen, dass es sich bei der ZAF um eine Empfehlung von mir handelte, da ich selbst über diese in einem Betrieb eingesetzt bin/war.
Es war eine Stelle in dem Betrieb frei und seine Bewerbung kam leider zu spät.
Wenn ihr jetzt weiter gedacht hättet, dann hättet ihr ja vielleicht in Erwägung ziehen können, dass dort vielleicht irgend wann wieder eine Stelle frei sein könnte, weshalb es klüger wäre, die ZAF in der Rückhand zu haben.


Es geht hier immer noch um eine ZAF. Also für nen Hungerlohn arbeiten, ausbeutung, von heute auf Morgen von Pontius bis Pilatus geschickt werden, nicht einhalten der (Arbeits) Gesetze etc. pp.? Applaus Applaus.
Lagerarbeit, nach 10 Monaten Stundenlohn auf Daimler Niveau, oder gar minimal darüber (gestaffelter steigender Lohn), nach 12 Monaten Übernahme.
Wenn du jetzt dies und das etwas darüber in Zusammenhang bringst, versteht du vielleicht, warum man sich gerade diese EINE ZAF besser offen halten sollte.
Denn im Großen und Ganzen stimme ich dem Satz nämlich zu.
 

faalk

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#25
Lagerarbeit, nach 10 Monaten Stundenlohn auf Daimler Niveau, oder gar minimal darüber (gestaffelter steigender Lohn), nach 12 Monaten Übernahme.
Aha, Das ist bei dieser EINEN ZAF so Vertraglich geregelt?

Nicht dass diese eine ZAF dann vor Ablauf der 9 Monate es genauso macht wie das Groh der ZAF. Abmelden!
 

karuso

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#26
Ja und wenn dann nach 9 Monate gleicher Lohn gezahlt werden muß dann ist man als Sklave zu teuer. Also wird man abgemeldet für immer oder für 3 Monate und einen Tag damit sie wieder Sklavenlohn zahlen können. Das ist asozial.:icon_kotz2:
 

xolo

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#27
Aha, Das ist bei dieser EINEN ZAF so Vertraglich geregelt?

Nicht dass diese eine ZAF dann vor Ablauf der 9 Monate es genauso macht wie das Groh der ZAF. Abmelden!
In dem Betrieb in welchem ich gelandet bin, findet der Staffellohn zumindest Anwendung und dementsprechend wurde es natürlich auch Vertraglich geregelt.
Da im Vertrag eine stillschweige Klausel vorhanden ist, mache ich einfach mal ein Beispiel mit Annäherungswerten:
Start 11,40€
2 Monate 13,00€
4 Monate 14,20€
6 Monate 15,40€
8 Monate 16,00€
10 Monate 17,80€

Dementsprechend ist es also nicht so, dass wenn sie einen nach 9 Monaten rausschmeißen würden, man die gesamte Dauer für einen Hungerlohn gearbeitet hätte.

Aber ich weiß was du meinst, die ZAF müssen ja entweder solch einen Staffel Vertrag aufweisen, oder nach ?9-10? Monaten Equal Pay zahlen. Bei letzteren könnte ich mir gut vorstellen, dass es einigen ZAF in den Fingern juckt, kurz davor die Arbeitskraft abzuziehen und woanders einsetzten zu wollen.

Da die Arbeit dort allerdings auch eine ziemlich lange Anlernzeit benötigt, würde der Kunde da wohl schon auf die Barrikaden gehen, wenn einfach so einer wieder abgezogen werden würde.

Ob die ZAF letztendlich gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt (grundsätzlich kann das Modell natürlich nicht gut sein, aber du weißt was ich meine), aber der Betrieb, an welchen sie entleihen, ist super und bietet auch gute Konditionen.
 

Regensburg

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#28
Moin :)
Start 11,40€
2 Monate 13,00€
4 Monate 14,20€
6 Monate 15,40€
8 Monate 16,00€
10 Monate 17,80€

Aber ich weiß was du meinst, die ZAF müssen ja entweder solch einen Staffel Vertrag aufweisen, oder nach ?9-10?
Es riecht stark nach "Branchenzuschlag" die ZAFs gerne unterschlagen.

Im Anhang ein grober Übersicht -> man hat ja noch Gooockel :)
 

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karuso

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#29
In dem Betrieb in welchem ich gelandet bin, findet der Staffellohn zumindest Anwendung und dementsprechend wurde es natürlich auch Vertraglich geregelt.
Da hast du Glück was die meisten nicht haben das du in einem Betrieb gelandet bist der vieleicht tarifgebunden ist und ein Branchenzuschlag für Leiharbeiter vorsieht. Und da kommt die ZAF nicht drum herum weil sie es muß. Wenn sie aber könnte würde sie dir EG 1 nach BAP oder IGZ zahlen dann sieht die Welt schon anders aus mit 9,49 €. Kommt darauf an welchen Tarifvertrag sie anwendet.:wink::wink:
 
Zuletzt bearbeitet:

Regensburg

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#30
Hi :)
tarifgebunden ist
:icon_daumen:
und gleichzeitig ein Branchenzuschlag für Leiharbeiter vorsieht.
diese Voraussetzung / Regelung kenne ich nicht.
MMn reicht wenn der Betrieb tarifgebunden ist -> aber darüber sprechen die ZAFs sehr ungern. Man darf z.B. bei der AfA anfragen ob es der Fall ist - Betrieb in irgendeinem Tarifverbund ist. Nicht nur das -> sondern auch:
Der Verleiher ist jedoch
an die Regelungen des Tarifvertrags gebunden. Dies bedeutet:
Wenn ein Entleiher Zeitarbeit in Anspruch nimmt, ist er
indirekt von den Regelungen des Tarifvertrags betroffen, da
der Verleiher diese anwenden muss. Bei einem Verstoß riskiert
der Verleiher bei einer Prüfung durch die Bundesagentur für
Arbeit seine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung und eventuelle ›Equal -Treatment-Klagen‹ von Seiten seiner Mitarbeiter.
Quelle: Anhang
 

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xolo

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#31
Moin :)

Es riecht stark nach "Branchenzuschlag" die ZAFs gerne unterschlagen.

Im Anhang ein grober Übersicht -> man hat ja noch Gooockel :)
Absolut richtig, es handelte sich dabei um Zuschläge, der Grundlohn blieb unverändert.

Genau darüber habe ich mir auch Gedanken gemacht, dass sie eigentlich die Zuschläge hätten einbehalten könnten und ich davon wohl niemals etwas gemerkt hätte.
Schließlich waren meine Anforderungen 12€+ und in meiner unmittelbaren Umgebung, was ich auch bekommen habe.
Von den Zuschlägen wusste ich bis zur eigentlichen Unterzeichnung nichts, war eine tolle Überraschung.
 
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