Zeit-/Leiharbeit Sozialbeiträge (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

hartaber4

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Eilantrag scheitert vor Hessischem LSG: Leiharbeitgeber muss wegen nichtiger Tarifverträge höhere Sozialbeiträge zahlen

Eilantrag scheitert vor Hessischem LSG -L 1 KR 95/12 B ER-

Leiharbeitgeber muss wegen nichtiger Tarifverträge höhere Sozialbeiträge zahlen

14.05.2012
Der Rentenversicherungsträger hatte von einem Zeitarbeitsunternehmen aus Südhessen im November 2011 Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von knapp 12.000 Euro nachgefordert. Hiergegen war das Unternehmen im einstweiligen Rechtsschutz vorgegangen - ohne Erfolg, wie aus einem Beschluss des LSG vom Montag hervorgeht.

2.

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LSG NRW zur Leiharbeit: Zeitarbeitsfirmen müssen Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen

Zeitarbeitsfirmen müssen Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen

11.05.2012
Wie am Freitag bekannt wurde, hat das LSG NRW (L 8 R 164/12 B ER) wegen der Tarifunfähigkeit der christlichen Gewerkschaft CGZP eine Vereinbarung von geringerem Lohn für Leiharbeitnehmer für unwirksam erklärt. Auf die Arbeitgeber kommen deshalb Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen in erheblichem Umfang zu.
 

Holger01

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Ist zwar schon aus Mai 2012, dennoch: ein dreifach :icon_klatsch::icon_klatsch::icon_klatsch:

Die Nachzahlung höherer SV-Beiträge sollte für betroffene, auch ehemalige ZAN bedeuten:

- nachträglich höheres Arbeitslosengeld
- nachträglich höheres Krankengeld
- Anhebung der Rentenanwartschaften (was leider nur sehr wenig ausmachen dürfte...).

Wer betroffen ist, sollte sich an AfA bzw. KK wenden zwecks Korrektur der damaligen Bescheide.

Denn das Bemessungsentgelt, das der jeweiligen Leistungshöhe zugrunde lag, hat sich ja durch die Nachentrichtung der SV-Beiträge erhöht.


P.S.: Lohn kann man i.d.R. nicht nachfordern; die Verfallfristen in den ZA-Tarifverträgen sind sehr kurz, i.d.R. höchstens drei Monate nach Beendigung des Arbeitsvertrages.
Das haben Politik, Gewerkschaften und Verbände der ZAF sehr geschickt gemacht.

Denn: Der Staat und die Träger der SV dürfen noch mehrere Jahre lang nachfordern, doch dem ZAN werden nur wenige Monate zugestanden, seine Rechte gegen die ZAF geltend zu machen.
 
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