Zehn Jahre Hartz - Agenda Aufstieg oder Agenda Armut?

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Paolo_Pinkel

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Bis auf den Schneider vom Paritätischen kann man alle Gäste in die Tonne kloppen. Da ist jetzt schon klar, wohin die Reise geht. Clement wird als greiser Ex-Superminister diese Reform natürlich lobpreisen, Lindner schlägt in die gleiche Kerbe (Hauptsache Arbeit) usw. Ansehn lohnt nicht. Das einzige was Sinn machen würde, ist das Gästebuch zu stürmen :icon_twisted:

Edit:

Natürlich sollte man sich auch bei der Abstimmung beteiligen. Derzeit 71%, die diese Reform für Schwachsinn halten. Zu Recht!:icon_daumen:
 
E

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Gast
Bis auf den Schneider vom Paritätischen kann man alle Gäste in die Tonne kloppen.

Nur bringt das, zugegeben, meist vernünftige Gerede von Herrn Schneider auch nicht das Geringste.

Paritätischer Wohlfahrtsverband. Gut und schön, nur, was bringt der konkret?
 

Paolo_Pinkel

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Nur bringt das, zugegeben, meist vernünftige Gerede von Herrn Schneider auch nicht das Geringste.

Paritätischer Wohlfahrtsverband. Gut und schön, nur, was bringt der konkret?
Das mag sein. Zumindest muss man ihm aber eingestehen, dass er von dem, wovon er redet, auch Ahnung hat bzw. mit dieser Armut, die es ja z.B. laut Münte (es gibt keine Schichten in D) nicht gibt, sehr wohl Kontakt hat und sie auch öffentlich benennt.

Was er bringt? Keine Wunder, dass ist klar. Mal die Seite besucht und deren Berichte gelesen? Er bringt, dass zumindest noch einige wenige Organisation die Finger in die Wunder legen (Armutsatlas usw.).
==> DER PARITÄTISCHE - WIR VERÄNDERN!
 
E

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Gast
Das mag sein. Zumindest muss man ihm aber eingesehen, dass er von dem, wovon er redet, auch Ahnung hat bzw. mit dieser Armut, die es ja z.B. laut Münte (es gibt keine Schichten in D) nicht, sehr wohl Kontakt hat.

Natürlich.

Nur wie gesagt, was bringt dieser Verband konkret? Zu melden haben die ja politisch/wirtschaftlich nichts. Die können halt anprangen und Defizite benennen. Das interessiert aber die tatsächlichen Entscheidungsträger nicht die Bohne.
 

JulieOcean

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Nur wie gesagt, was bringt dieser Verband konkret? Zu melden haben die ja politisch/wirtschaftlich nichts.

Der Paritätische ist einer der Verbände, die Themen wie Armut oder Mindestlohn immer wieder thematisieren. Das wird von den Medien durchaus aufgegriffen. Und dadurch entsteht, wenn auch wenig, Öffentlichkeit um Themen, die sonst lieber gemieden werden. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch wie gesagt ein kleiner.

Clement wird als greiser Ex-Superminister diese Reform natürlich lobpreisen
Ob sich der Ex-"Super-Minister" Clement auch daran erinnert, dass ihm mal eine (für Betroffene leider erfolglose) Anzeige wegen Volksverhetzung ins Haus geflattert ist, wegen seiner Darstellungen, dass Arbeitslose Schmarotzer seien? Ich fürchte, das verschweigt er lieber.
 

wolliohne

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Diese Reformen sind eher ein Misserfolg

78,7 %
Ihre Stimme wurde gezählt.


Bitte beteiligen,sollte noch viel mehr werden!
 

Hamburgeryn1

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Zehn Jahre Hartz - Agenda Aufstieg oder Agenda Armut?
arte - Gemachte Armut - YouTube
Morgen sagen uns die FDP´ler wieder :Sozial ist, was(wer) Arbeit schafft.:icon_dampf:
Am 5. März 1933 erklärte Alfred Hugenberg "Sozial ist wer Arbeit schafft."

Diesen Spruch wandelte die INSM Anno 2000 leicht ab, und proklamierte "Sozial ist was Arbeit schafft."

Und weil der Satz so zeitlos ist :cool:,
wird er von den neofaschistisch eingefärbten Politikern der Gegenwart auch konsequent weiter benutzt.

Angela Merkel (CDU): "Sozial ist, was Arbeit schafft."
Guido Westerwelle (FDP): "Sozial ist das, was Arbeitsplätze schafft. "
Jürgen Rüttgers (CDU): "Sozial ist, was Arbeit schafft. "
Edmund Stoiber (CSU): "Sozial ist in erster Linie, was Arbeit schafft! "

Zuletzt erhielt der unsägliche Satz Einzug in das Programm der FDP zur Europawahl:
"Denn was Arbeit schafft, ist auch sozial."

Sozial ist, was Arbeit schafft? | Politische Unklarheiten
 

Paolo_Pinkel

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@ Hamby

:icon_daumen: Nicht zu vergessen wäre, dass dieser Spruch sein "Debüt" in der Nazi-Zeit feierte. Aus der Zeit stammen ja auch Parolen wie "Arbeit macht frei". Einstellungen, denen wir uns leider wieder zu nähren scheinen.
 

gismo41

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Diese Reformen sind eher ein Misserfolg

78,7 %
Ihre Stimme wurde gezählt.


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Komisch habe gerade für den Misserfolg von Hartz gestimmt .Ihre Stimme wurde gezählt 78,6 % .
Da stimmt doch was nicht ?Die manipulieren .Ich wette bis heut Abend haben ,die die Stimmen auf 50 % oder weniger runtergestuft ,so das die Stimme Hartz 4 ist ein Erfolg in der Mehrzahl ist .
:icon_neutral:
Ist doch wirklich zum:icon_kotz:
 

gismo41

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Sagt ich doch, da stimmt was nicht .Die verarschen uns.
:icon_sad:
 

JulieOcean

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Jetzt sind es 78,6 Prozent...

Die Formulierung der Sätze in der Umfrage ist auch interessant: Es heißt "Diese Reform war eher ein Misserfolg". Warum so zögerlich?
Es war ein Misserfolg! Daran gibt es nichts zu deuteln.
 
E

ExitUser0090

Gast
Die Spezialisten sind in den Kommentaren auch wieder unterwegs:

Wer arbeitsfähig ist, bekommt - so wie in den meisten anderen Ländern der Welt - kein Geld ohne erbrachte Leistung. Hartz ist wirklich allenfalls ein schlechter Witz und eine Einladung an die Hängematten-Fraktionen weltweit, in Deutschland abzuchillen.
 

jockel

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Die Hartzgesetzgebung ist kein Mißerfolg - sie ist von Unternehmerverbänden und ihrer gekauften Politik ein organisiertes Staatsverbrechen am Volk.

Der Kettenraucher Helmut Schmidt hatte zur Aufnahme der BRD in die UNO 1977 die allgemeine Menschenrechtserklärung unterschrieben und damit zugesichert, daß Menschenrechte in der BRD endlich gesetzliche Anwendung finden.

Die Menschenrechtserklärung ist von ... 1948 und von der BRD 1977 mit hohlen Worten pro forma anerkannt, nur praktisch bis heute in der BRD keine Realität dank der Profit- und Machtgier der Unternehmer. Die trampeln täglich auf den Artikel 23 dieser Erklärung rum:

Artikel 23 UN-Mwenschenrechtserklärung


1. Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.
2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.
3. Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.
4. Jeder hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.
Auf welcher bundesdeutschen Rechtsgrundlage ist das Menschenrecht auf Arbeit in der BRD einklagbar?

Im Grundgesetz steht nichts, im Arbeitsrecht nichts, in den Sozialgesetzen nichts.

Die Prekarisierung der Arbeit in der BRD durch die Hartzgesetzgebung - (1-Euro-, Minijob, Aufstockerjob, Kostenlos-Firmenpraktikas, Leih- und Zeitarbeit, Bürgerarbeit) verstoßen auf alle 3 Absätze der UN-Menschenrechtserklärung zugleich.

Also ist die BRD keine Demokratie, sondern eine Diktatur von Kapital und Profit. Wäre die BRD eine Demokratie, dann müssten in den Parlamenten der Länder und des Bundes keine Berufspolitiker, Berufsbeamten, Berufsjuristen, Unternehmer sitzen, die allesamt der Klasse der Bourgeoisie angehören, sondern Arbeiter, Angestellte, Bauern, Händler, Handwerker der unteren und mittleren Einkommensgruppen. Genau diese Klassen und Schichten haben den größten, zahlenmäßigen Anteil am Volk, aber keine politische Machtausübung.

Dann müßte es auch keine Dläten geben, die leistungslos mit Aufwandsentschädigungen gezahlt werden. Und Palaverreden mit schönen Honoraren und Nebenjobs in der Wirtschaft müßten tabu sein.

Wie in der Wirtschaft müßte Nebentätigkeit neben Abgeordnetenarbeit nur mit Zustimmung des Dienstherrn erlaubt sein. Sobald ein Parlamentarier sein Abgeordnetenmandat nicht mehr erfüllt und statt dessen sich besser durch Firmenreden aushalten läßt - Beispiel Steinbrück und das 25.000-Euro-Palaverhonorar - muß es fristlose Entlassungen aus dem Abgeordnetensitz und Streichung aller Privilegien geben.

Dann müssen solche Gauner, genauso schlecht behandelt werden wie sie es mit Emily und an den anderen Untertanen verüben.

Der Diätenkram muß abgeschafft werden und durch Leistungslohn ersetzt werden. Maßstab in der Abgeordnetenbezahlung muß werden, welche Menge und Qualität fürs Volk erbracht wurde.

Auch in der Politik muß sich Leistung lohnen. Ansonsten sollen sich unsere Politganoven gefälligst ein anderes doofes Volk zum Belügen und Betrügen suchen.

Politik hat dem Volk und nicht dem Kapital zu dienen.

Ganz im Sinne des Reichstagsspruches - dem deutschen Volke.
 

Daddel

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Scheint wie festgenagelt.
mal sehen ob es sich kurz vor der Sendung genau umkehrt.:icon_kinn:
 
E

ExitUser

Gast
Aus der Zeit stammen ja auch Parolen wie "Arbeit macht frei". Einstellungen, denen wir uns leider wieder zu nähren scheinen.

Wieso nur nähern (ich denk du meintest das)?

Speziell als "Hartzer" bin ich dem Repressionssystem voll und ganz ausgeliefert.
Wenn ich jetzt eine (zumindest normale) Arbeit finde, bin ich aus der Agenda 2010 raus und somit befreit.
 

Dingenskirschen

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@ Hamby

:icon_daumen: Nicht zu vergessen wäre, dass dieser Spruch sein "Debüt" in der Nazi-Zeit feierte. Aus der Zeit stammen ja auch Parolen wie "Arbeit macht frei". Einstellungen, denen wir uns leider wieder zu nähren scheinen.

Da fällt mir noch der Spruch " Arbeit schändet nicht" ein. Wenn die wüssten!
 
S

Steamhammer

Gast
Hört man Clement und co, so wird einem immer bewusster: Man braucht die nächste RAF-Generation, zumindest aber sowas wie die Fritz Teufelsche Spaa Guerilla, die diese Menschenschinder der Lächerlichkeit preis gibt.
 

jockel

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Hat sich jemand den Müll angeschaut?

Ja, ist wie immer - ganz nach Art des Hauses - Georg Schramms viel zitierte öffentlich-rechtliche, emotional geprägte P i s s rinne (mit dem Ersten und dem Zweiten sieht man besser), aber diesmal mit ernüchternder Ablehnung zur Hartzgesetzgebung von der Engelen-Kefer (Ex-DGB) und Ulrich Schneider sowie der eingeladenen Vorzeige-Arbeitslosen.

Einen Ex-Zeitarbeiter stellte man vor, der durch Zufall an ein weiißes AG-Schaf von Leih- und Zeitarbeitsbude geraten ist, der den Sprung in einen Job nach einer Fortbildung zum Controller bei einem Frachtflugunternehmen in Frankfurt am Main geschafft hatte.

Clement und FDP-Christian Lindner erhoben wieder gebetsmühlenartig ihr großes Mantra auf die segensreiche Liberalisierung des Arbeitsmarktes durch die Verhartzung und das eine Vielzahl von Jobs im Angebot wären und die Gegenseite erklärte das tariflich gebundene, sv-pflichtige Vollerwerbsarbeit zerstückelt in zig Prekärjobs entstanden sind, die soziale Verarmung hervorrufen.

Clement biß reflexartig zu und behauptete neoliberal: Verarmung sei relativ und in der BRD nicht vorhanden, weil es wieder Tariflohnsteigerungen gab. Dadurch steige auch die 60% Verarmungsgrenze künstlich nach oben.

Komisch nur, daß im gleichen Tempo nicht die Alg-II-Regelsätze so steigen wie die Tarifabschlüsse oder erst recht nicht wie die Diätenerhöhungen.

Die Lebenshaltungskosten steigen schneller als Löhne und Gehälter und erst recht schneller als die Alg-II-Regelsätze. Diese Halbwahrheit zur künstlichen Anhebung der Verarmungsgrenze erwähnte Clement mit keiner Silbe.

Clement ist eben das Lobbyisten-Sprachrohr der Wirtschaft!!!!

10 Min. vor 22:00 Uhr schaltete ich weg und auf einen Sender, der die 45-Min-Reportage ausstrahlte - dem NDR.
 
S

Snickers

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Hartz war wegen Untreue nach einem umstrittenen Deal mit der Justiz zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und über 500.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte dem Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats bei VW, Klaus Volkert, über Jahre hinweg Sonderbonuszahlungen in Millionenhöhe zugeschanzt und auch teure Reisen und Geschenke für dessen Geliebte auf VW-Kosten finanziert.

Wir würden für ein Bruchteil von diesen Vergehen, öffentlich gehängt werden!

Arbeitsmarkt: Peter Hartz kritisiert nach ihm benannte Gesetze als Betrug
 

götzb

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Der Clement ,typischer Technokrat ohne Sinn und Verstand.
Freute sich das Arbeitslosen die nicht wollen, mehr Druck entgegen schlägt. Und redete ZA Sklaventreiber schön.
Und der FDP Mann mit den typischen Extra dämlich Argument "Schlechte Arbeit besser als keine".
 
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