ZDF-Doku: Macht und Machenschaften - Milliardengeschäft Steuerhinterziehung

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ABSW

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55,2 Milliarden Euro. Das ist die Summe, die ein Netzwerk aus Anwälten, Investment-Bankern und superreichen Investoren den Steuerzahlern in ganz Europa geklaut hat. Das meiste davon kommt vom deutschen Staat, den sie am energischsten geplündert haben: 31,8 Milliarden Euro.
Das sind 31,8 Milliarden Euro, die der deutsche Staat eigentlich in das Gemeinwohl hätte investieren sollen. Stattdessen ist das Geld direkt in der Tasche der Investoren und ihrer Handlanger gelandet.
Und die Reaktion der Öffentlichkeit auf die Enthüllung des "größte Steuerraubs in der Geschichte Europas"? Betretenes Schweigen, Desinteresse. Und das ist nicht neu: Eigentlich ist die Summe von 31,8 Milliarden Euro schon seit 2017 bekannt, als die Zeit sie das erste Mal veröffentlichte – und auch damals hat die Enthüllung so gut wie keine öffentliche Debatte ausgelöst, bis jetzt ist das Thema noch in keiner einzigen Talkshow aufgetaucht. Zum Thema "Flüchtlinge" gab es allein im ersten Halbjahr 2018 schon neun Talkrunden. Vielleicht haben wir es einfach verdient?
Beim Cum-Ex-Skandal ist das anders: Wir haben eine konkrete, völlig unglaubliche Summe, die aus unserer Gemeinschaftskasse gestohlen wurde – und wir zucken mit den Schultern. Am nächsten Tag findet jemand heraus, dass eine Berliner Staatssekretärin eine Rolex trägt – und löst eine Welle der Empörung aus, eine Debatte über sozialistische Werte und bekommt Reaktionen von Spitzenpolitikern wie Wir sollten uns wehren
Noch ein schönes Detail: Viele der Banken, die an Cum-Ex-Geschäften verdient haben, sind um 2008 eingestiegen – also kurz nachdem sie gerade Finanzspritzen vom Staat bekommen hatten, um sie auf Kosten des Steuerzahlers durch die Krise zu retten. Zum Dank beklauten sie die Steuerzahler.
Schuld daran haben aber nicht nur die Banken, die Anwälte und die superreichen Investoren, die zusammen den Staat ausgenommen haben. Schuld haben auch die Finanzpolitiker von CDU und SPD, die zum ersten Mal vor über 25 Jahren von einem Staatskommissar vor dieser Gefahr gewarnt wurden und Jahrzehnte gebraucht haben, diese Lücke zu schließen. Und die noch 2017 in einem Bundestagsausschuss versucht haben, das wahre Ausmaß ihres Versagens zu
vertuschen – verschwunden sei vielleicht rund eine Milliarde Euro, behaupteten CDU und SPD damals. Die Öffentlichkeit bekam das nicht mit, weil der Öffentlichkeit das Thema sowieso egal ist.
Das muss sich ändern. Wir müssen uns ärgern. Wir müssen uns ärgern, dass Menschen, die bereits Millionen oder Milliarden besitzen, es in Ordnung finden, sich auf unsere Kosten weiter zu bereichern. Wir müssen solange Druck aufbauen, bis der Staat die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht, sich das Geld zurückholt und diese Schlupflöcher für immer schließt.
https://www.vice.com/de/article/3km...ss-wir-das-leben-von-superreichen-finanzieren
 
S

SelfDelUser_63679

Gast
So ist das eben, wenn man Steuergesetze schafft, die keiner mehr so richtig durchblickt. Und dann kommen ein paar clevere Leute, durchleuchten das Dickicht der Gesetzgebung, finden eine legale Lücke und nutzen sie aus.

Schamlos.

Aber eben auch: legal. Da kann man dann weinen über das Geld, daß der "Allgemeinheit" verloren ging. Schuld ist aber eine Gesetzgebung, die sowas erst möglich macht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Es ist nicht legal.
Nur einer und zwar der erste Besitzer am Ausschüttungstag kann eine Steuergutschrift in Höhe der Ausschüttung bekommen und nicht alle Besitzer, wenn am Ausschüttungstag die Aktie mehrfach weiterverkauft wird.
Es ist vorsätzlicher Betrug und sollte so auch bestraft werden.
 
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