Zahnersatz nach erreichen der Zuzahlungsgrenze- was ist da möglich?

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wheelie

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Moin,

Ein Freund von mir braucht eigentlich Zahnersatz, lebt knapp über Grundsicherung und kann mejr als die gesetzliche Zuzahlung nicht löhnen. Zahnarzt meint, das ginge nicht, ist das korrekt?

Weiß da jemand was? Zähne sind glücklicherweise so gar nicht meine Baustelle....
Danke und LG
Wheelie
 

saurbier

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Na ja, was heißt hier knapp über der Grundsicherung.

Er bekommt kein Geld vom JC bzw. SGB XII?

Dann sieht es eher schlecht aus, weil ihm dann auch ein amtlicher Nachweis für eine mögliche finanzielle Hilfe fehlt. Dann wird er den Zahnersatz leider aus seiner eigenen Tasche finanzieren müßen.

Hier gibt es ja bereits seit Jahren die Möglichkeit einer entsprechend preiswerten Zusatzversicherung mit ca. 10,-€/mtl. (Erwachsene) als Risikoabdeckung. Ich hab damals das Angebot angenommen und es bis heute noch nicht bereut, denn auf diese Weise werden die Kosten zu 100% abgedeckt, wohlgemerkt bei der Regelvorsorgung, Implantate etc. muß man auch da aus eigener Tasche bezahlen bzw. mit einem höheren Beitrag absichern.

Vielleicht sollte er sich von seinem Zahnarzt mal einen Kostenvoranschlag ausfertigen lassen und dann damit zu KK gehen, je nach Bonusheft gibt es ja bereits einen Rabatt und anhand seines Einkommens kann dann die KK mögliche Freigrenzen berechnen.

Nur eins sollte er dabei bedenken, die eher kostenlose Regelversorgung wie z.B. bei ALG-II Empfänger bzw. SGB XII Empfänger wird er nicht bekommen.


Grüße saurbier
 

AsbachUralt

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Trotzdem kann die Härtefallregelung zum Tragen kommen wenn die Voraussetzungen erfüllt sind:

Härtefallregelung:
Versicherte werden beim Zahnersatz von den Eigenanteilen weitgehend befreit, wenn sie unzumutbar belastet werden. Eine unzumutbare Belastung liegt vor, wenn ihre monatlichen Bruttoeinnahmen 2019 die Grenze von 1.246,00 Euro (mit einem Angehörigen 1.713,25 Euro, mit zwei Angehörigen 2.024,75 Euro und mit drei Angehörigen 2.336,25 Euro) nicht übersteigen.

 

saurbier

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Hallo AsbachUralt,

aber ja doch, da hast du vollkommen recht. War damals bei meiner Mama nichts anderes, denn mit ihrer Rente war sie auch relativ gut dabei.

Nur es ist hier ja die Rede von "er könne" und das interessiert die KK mal mitnichten. Die rechnen da knallhart anhand der vorliegenden Einkünfte. Wenn du alleine den Unterschied zwischen Grundsicherung und eben der Belastungsgrenze nimmst, kommt da ein schönes Sümmchen zusammen - nicht wahr.

Nichts desto trotz muß er zuerst einmal mit einem Kostenvoranschlag zur KK um ihn dann Prüfen zu lassen.


Grüße saurbier
 

wheelie

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Moin und Danke für den Tipp mit der härtefallregelung. Es wird deutlich mehr sein als die gesetzliche Zuzahlung für ein Kalenderjahr, und damit ist ihm sehr geholfen.

Er wird das dann bei der Kasse beantragen. Und mit knapp über Hartz 4 war auch genau das gemeint, ich glaub, er hat 20 Euro mehr als der Regelsatz und kommt deutlich unter die Grenze für den Bruttoverdienst, die oben angegeben ist .

LG wheelie
 

saurbier

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Nun ja, aber das hätte eigentlich der Zahnarzt alles mit ihm selbst bereits klären können.

Ich hab bisher immer von meinem Zahnarzt einen Kostenvoranschlag für die KK erhalten, mit welchem ich dann da vorgesprochen hab. Letzten klärt das dann der KK SB was man da ggf. aus eigener Tasche zu zahlen hat und das bevor der Zahnarzt überhaupt einen Handschlag gemacht hat, denn dafür gibt es ja das KK-Formular das der Zahnarzt ausfüllen muss.

Wichtig ist eben heute, daß man auch immer fleizig die Vorsorgeuntersuchungen mit macht, denn die bringen eben auch Geld bzw. helfen einem zu sparen. Wenn er die Vorsorgeruntersuchung einmal vergessen oder absichtlich ausgelassen hat, dann sind die Prozente futsch. Wie sich das jetzt bei der Härtefallregelung auswirkt kann ich allerdings nichts sagen, aber dafür gibt es ja die SB´s.


Grüße saurbier
 

Julian

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Der Betroffene fällt sehr wahrscheinlich in die Härtefall-Regelung und bekommt den Zahnersatz komplett erstattet. Ansonsten ist es so dass die Krankenkassen die Regelversorgung mit einem Festzuschuss unterstützen. Die Regelversorgung ist das Minimum an Zweckmässigkeit, nicht immer schön, aber im medizinischen Sinne ausreichend.
Wer sich für die Regelversorgung entscheidet und den Zahnersatz im Ausland machen lässt kommt auch zuzahlungsfrei davon, auch als Normalverdiener.
Noch Hinzufüg: bei der Härtefallregelung spielt das Bonusheft keine Rolle.
 

wheelie

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Ja, das war mir klar, nur die Nummer mit dem Bonusheft nicht. Das ist viel wert, weil das bei der betreffenden Person durchaus sonst ein Problem gewesen wäre.
 
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