Zahnersatz Härtefall: muss man ein Kind über 25 Jahren, welches als Untermieter wohnt und nicht familienversichert ist, im Antrag eintragen. Und ist nur der Sozialhilfebescheid als Nachweis ausreichend?

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sentientcreatur

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Meine Bekannte bekommt neben Leistungen nach Kapitel 3 SGB XII auch Witwenrente. Ich habe gelesen, dass bei Sozialhilfebeziehern keine Einkommensprüfung erfolgt.
Reicht es aus, wenn sie nur den Sozialhilfebescheid vorlegt oder muss man auch den Witwenrentenbescheid beifügen?
Auch wohnt bei ihr in der Wohnung ihr schon fast 26 jähriger Sohn als Untermieter. Muss man ihn als in dem Haushalt lebende Person im Antrag eintragen?
 

Zermürbt38

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Hallo und Herzlich Willkommen im Forum!

Sie muss vom Zahnarzt sich einen Heilund Kostenplan aufstellen lassen und bei Härtefall ein Kreuz setzen. Das Ganze wird dann bei der Krankenkasse abgegeben. Sozialhilfebescheid brauch sie nicht, da alles im Computer der Krankenkasse gespeichert ist und diese sehen, dass man Leistungen bezieht. Der Bescheid über Witwenrente würde ich zur Krankenkasse aber sicherheitshalber mitnehmen. Natürlich kannst du den Sozialilfebescheid auch mal in die Tasche packen. Wird in der Regel aber nicht benötigt.

Ich selber bekomme Alg2 und die Beantragung war kein Problem. Innerhalb 2 Wochen hatte ich den Bescheid. Haben alle Kosten übernommen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Auch aus der Witwenrente werden Beiträge zur Krankenversicherung abgeführt, also sollte auch diese bei der KK bekannt sein.

Ausserdem wird eine EM-Rente mit Sicherheit bei der Sozialhilfe angerechnet, also dürfte sie sehr gering sein und sich auf die Härtefallberechtigung nicht auswirken.
 

bondul

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Sozialhilfebescheid brauch sie nicht, da alles im Computer der Krankenkasse gespeichert ist und diese sehen, dass man Leistungen bezieht.
Das sehe ich nicht so, die Einkommensverhältnisse könnten sich ja geändert haben...
Meine KK weiß jedenfalls nicht, wovon ich gerade lebe.

Der Sozialhilfebescheid ist aber ausreichend, den hättest du ja nicht ohne Bedürftigkeit.

Auch wohnt bei ihr in der Wohnung ihr schon fast 26 jähriger Sohn als Untermieter.
... der wohl für sich selbst wirtschaftet und deshalb nicht zur Einstandsgemeinschaft zählt.

lg, bondul
 

sentientcreatur

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Den Kostenplan hat sie schon bekommen, dort wurde aber der Härtefall verneint und nur die Hälfte der Behandlungskosten zugesichert.
Per Fax wurde dann der KK mitgeteilt, dass der Härtefall aufgrund der Sozilalhilfe vorliegt und es soll ein korrigierter Plan zugeschickt werden.
Daraufhin schickte die Krankenkasse den Antrag auf einen erhöhten Zuschuss für Zahnersatz.
 

bondul

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Ich brauchte meinen Hartz4 Bescheid nicht, da alles im PC gespeichert ist.
Und dieser hat auch noch Gültigkeit, wenn du wieder arbeiten solltest, geerbt oder bei der Lotterie gewonnen hast? Einkommen- und Vermögensverhältnisse können sich ändern, ich teile dies meiner KK jedenfalls nicht jedes Mal gesondert mit.

lg, bondul
 

Zermürbt38

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Und dieser hat auch noch Gültigkeit, wenn du wieder arbeiten solltest, geerbt oder bei der Lotterie gewonnen hast? Einkommen- und Vermögensverhältnisse können sich ändern, ich teile dies meiner KK jedenfalls nicht jedes Mal gesondert mit.

lg, bondul
Wenn man wieder arbeiten geht, wird man eh wieder durch den AG versichert und das automatisch. Wow was ein Zufall what?
 

bondul

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Daraufhin schickte die Krankenkasse den Antrag auf einen erhöhten Zuschuss für Zahnersatz.
Also nur ein organisatorischer Fehler, wahrscheinlich bei der Übermittlung von Zahnarztpraxis zu KK. Sende der KK den neu ausgefüllten Antrag, füge den Soz.besch. bei und das ganze wird neu bewertet. § 55 SGB V sagt nichts dazu, wann der Antrag gestellt werden soll.

lg, bondul
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Wenn man wieder arbeiten geht, wird man eh wieder durch den AG versichert und das automatisch. Wow was ein Zufall what?
Selbst dann wird die KK bei Anträgen deine EK-Verhältnisse prüfen wollen.

lg, bondul
 

ZynHH

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Für den Härtefall und doppelten Zuschuss der Kasse, und damit keine Zuzahlung des Patienten, setzt natürlich voraus, das nur Zahnersatz / Leistungen zum Einsatz kommt, der auch von der Kasse gezahlt wird.
 

bondul

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Für den Härtefall und doppelten Zuschuss der Kasse, und damit keine Zuzahlung des Patienten, setzt natürlich voraus, das nur Zahnersatz / Leistungen zum Einsatz kommt, der auch von der Kasse gezahlt wird.


Dies sollte doch wohl hoffentlich im Vorfeld der Behandlung abgeklärt worden sein.
Der/die Zahnarzt/ärztin hätte hier ansonsten evtl. sogar seine Informationspflichten nach § 630c BGB verletzt:


Weiß der Behandelnde, dass eine vollständige Übernahme der
Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist oder ergeben
sich nach den Umständen hierfür hinreichende Anhaltspunkte, muss er den
Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der
Behandlung in Textform informieren.

Wer lässt sich schon Implantate setzen, ohne im Vorfeld die Kosten dafür zu klären.:)

lg, bondul
 

ZynHH

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Wer lässt sich schon Implantate setzen, ohne im Vorfeld die Kosten dafür zu klären.
Das passiert leider täglich. Oft " kümmert " sich auch der Zahnarzt um den Heilkostenplan.
Man muß dem Zahnarzt von Anfang an darauf hinweisen, das keine Zuzahlungspflichtigen Behandlungen aktzeptiert werden, sondern alles über Härtefall geht.
Ich habe da mit Dr. Z seht gute Erfahrungen gemacht.
 
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