Zahlungsnachforderung nach Begleichung

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Skabe

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Hallo Zusammen,

Ein Kumpel von mir hat ein Problem mit einer privaten Versicherung, die sich wie folgt deutet:

Aus finanziellen Gründen konnte er den monatlichen Betrag nicht mehr bezahlen, weshalb sein Vertrag wegen Zahlungsverzug gekündigt wurde und die gesamte Summe beglichen musste, welche ihm auch in Rechnung gestellt wurde.

Nachdem diese Summe beglichen wurde und folglich damit die Angelegenheit erledigt sein sollte, folgte nach 6 Monaten ein weiteres Schreiben der Versicherung, indem beschrieben wurde, dass weitere 4 Monatsbeiträge fehlen, wobei laut der ersten Rechnungsstellung diese schon in diesen 4 Monat beinhalten sollen.

Woraufhin dann seitens meines Kumpels ein Rückantwortsschreiben verfasst wurde, warum jetzt weitere Kosten berechnet werden, wurde im nächsten Schreiben beschrieben, dass die Beiträge nur bis zu Datum x berechnet wurden, und für die andere Monate noch nicht einkalkuliert waren (wobei es in der ersten Rechnung so beschrieben wurde, dass es bereits miteinberechnet wurde).

Des Weiteren hat der Vertrag keinerlei Mindestvertragslaufzeit, dass man jetzt mit Schadensersatzforderung kommen könnte, sondern nur bis zum Vertragsende in dem Fall das Kündigungsdatum.

Jetzt stellt sich die Frage, wer ist im Recht? - die Versicherung oder mein Kumpel? - weil der Fehler von der Versicherung ausging.
 

Skabe

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Nur ist die Frage, ist dem so richtig?

Wenn die in ihrem ersten Schreiben reinschreiben, dass zum Datum x endet die Versichung und das hast du noch zu zahlen, da nehme ich auch an, dass dieser Betrag zu zahlen ist und somit bindend für mich ist. (Hätte ja auch sein können, dass die einfach paar Posten fallen gelassen haben, aufgrund des Zahlungsverzugs).

Und das die einfach mal 4 Monatsbeiträge ausgeblendet haben, sollte ihm doch egal sein, weil mit der Einmalzahlung die in der Rechnungsstellung nahm man an, dass die Angelegenheit somit auch erledigt sei.

Zumal die Aufklärung der 4 Monatsbeträge erst auf Nachfrage erfolgt ist. Beim ersten Schreiben, welches nach 6 Monaten ausgestellt wurde, wurde nur geschrieben nachdem Motto "Ach übrigens, zahl noch x Euro an uns nach" - in welchen Bezug war egal.

Und der Knackpunkt der Geschichte ist jetzt, kann man sich auf die falsche Rechnungsstellung berufen, zumal die Nachforderung erst nach 6 Monaten erfolgt ist - gibt es da rechtliche Möglichkeiten?
Unabhängig der 3 jährigen Verjährungsfrist.
 

arbeitslos in holland

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zumal die Nachforderung erst nach 6 Monaten erfolgt ist - gibt es da rechtliche Möglichkeiten?
Unabhängig der 3 jährigen Verjährungsfrist.

kaum :icon_kinn:

solche fehler können zb erst bei einer innenrevison oder bei der bilanzierung auffallen.

ist eben überall der faktor "mensch"

deinen frust, oder den frust des anderen kann ich menschlich verstehen. die forderung besteht me trotzdem zurecht :icon_kinn:
 

Skabe

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Nunja, wenn bei Kündigung aufgrund Zahlungsverzug eine "Abschlussrechnung" entsteht, sollte diese meiner Erinnerung nach auch binnend sein.

Beim Autohändler bei dem ich ein Auto kaufe, der kann auch nicht sagen, "ach Moment, der kostet statt 25.000 - doch 30.000€"..

In meinen Augen stellt die Abschlussrechnung eine Art "Vereinbarung" da, mal ganz unabhängig von der Dienstleistung die diesen Vertrag mal hatte, weil der Vertrag wurde gekündigt und man erfuhr, dass der Kunde die Leistung nicht mehr bezahlen konnte, weswegen im Normalfall auch davon ausgehen kann, dass sich im Rahmen dieser "Abschlussrechnung" der Gläubiger auch Teile seiner Forderung in Abstand nehmen kann bzw. der Schuldner arbeitet mit dieser Summe.

Weiterhin hat der Schuldner es schon schwer genug, die Gesamtsumme aufzutreiben und wenn in weiteren Monaten, wiederrum eine Rechnung erscheint, wo auf dem ersten Blick nichtmal der Bezug erkennbar ist (keinerlei angabe von wieviel Monatsbeiträgen und welchen Monaten, diese Auskunft geschar erst auf Nachfrage).

Es muss doch für diese Situtation irgendein rechtliches Schlupfloch geben.
 

rechtspfleger

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Wann kam denn diese Abschlussrechnung? Nach Bezahlung der ursprünglich geforderten Summe und bevor die weiteren vier Monatsraten auftauchten? Wenn ja, was stand da drin: evtl. irgendwas in der Art, das man so auslegen könnte, dass die Versicherung erklärt hat, alles ist erledigt?
 

Skabe

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Soweit ich weiß stand sowas drin wie: Nach dem gekündigten Vertrag zum Datum x, fallen folgende Beiträge an:

Beitrag: x Euro.

Zahlen per Überweisung etc...

---

Mehr stand da nicht drin, nach 6 Monaten kam dann ein Schreiben in dem beschrieben wurde, dass noch viermonate Fehlen, worauf man beim ersten Schreiben, überhaupt nicht sieht, beim Schreiben welches nach viermonate kommt ebenso wenig, erst ab Nachfrage bekam man die Rückmeldung, das galt für Monat x bis Monat y..wobei man bei der Abschlussrechnung rein von der Formulierung her davon ausgehen musste, dass diese Kosten schon beinhaltet sind.

Deswegen stellt sich mir die Frage, ob dass ein grober und fahrlässiger fehler war von der Versicherung.
 

rechtspfleger

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Hmmm. :icon_kratz:

Ist etwas schwierig zu beantworten ohne Kenntnis der Versicherungsbedingungen und des Schriftverkehrs.

Möglicherweise liegt hier auch ein Berechnungs- oder Buchungsfehler seitens der Versicherung vor, wenn die fraglichen vier Monate schon im ursprünglich geforderten Betrag für den Zeitraum Monat x bis Monat y enthalten waren.

Evtl. mal hierhin wenden:

Versicherungsombudsmann e. V. / Home
 

Skabe

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Sogar wenn ein Buchungsfehler vorlegen sollte, kann man doch erwarten, wenn eine solche "Abschlussrechnung" erstellt wird, dass der enthaltende Betrag auch stimmt.

Einfach vier Monatsbeiträge nicht einberechnet zu haben (wobei im ersten Schreiben das Anschein hat, dass diese bereits einberechnet wurden), ist mir als fahrlässig in meinen Augen.

Der Schuldner kalkuliert anhand der Abschlussrechnung die mögliche Tilgung und ich sehe das mehr als unverschämt erst nach 6 Monaten nachdem für den Schuldner das Thema bereits erledigt war, nochmal anzutraben und die fehlende Beiträge einzufordern, wobei man von den Vorgängernschreiben davon ausgehen musste, dass diese bereits mitenthalten waren.


Ich hoffe, die Sachlage stellt sich für euch klar, worum es geht..

Die Frage die sich mir auch stelle, kann diese Abschlussrechnung nachdem die Versichung wegen Zahlungsverzug gekündigt wurde, auch als eine Art "Einigungsvertrag" angesehen werden? - nachdem Motto "Du zahlst uns den Beitrag x und die Angelegenheit ist somit erledigt" - kann man sich anhand dessen festnageln?

Gibt es da keinerlei Grundlagen auf diesen man sich berufen kann?
 
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