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Zahlungsaufforderung als Betriebsausgaben

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zorni

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#1
Hallo Leidgenossen

Jetzt hat es mich auch erwischt.

Ich hatte im letzten Bewilligungszeitraum zu wenig Betriebsausgaben und habe nun eine Zahlungsaufforderung über knapp 200 EUR wegen Überzahlung erhalten.

Widerspruch wurde als unbegründet zurückgewiesen.

Da die 200 EUR ja in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Betrieb stehen kann man diese doch als Betriebsausgaben geltend machen. Wäre doch eine Lösung und man hat im nächsten BWZ ein wenig Luft.

Hat jemand Erfahrungen mit der Anerkennung solcher Ausgaben gemacht?
 

OlliPM

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#2
Hallo,
also hier gibts eigentlich 3 Antworten von mir: 1. du möchtest uns ein wenig auf den Arm nehmen, 2. du bist wirklich sooo naiv, oder 3. du möchtest bewusst Zahlungen zum Lebensunterhalt ungerechterweise einbehalten. Wenn du zu wenige Betriebsausgaben hattest, ist das ja nicht Schuld der Arge oder sonst wem, sondern du hast eben Gewinn erwirtschaftet. (was ja auch im Sinne eines Unternehmens sein sollte). Ist es so, dann ist es "Deine" Einnahme und mindert deinen Anspruch auf Beihilfe, ganz einfach. Oder verstehe ich was falsch?
Gruss Olli
 

zorni

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#3
Richtig. Es wurde Gewinn erwirtschaftet.

Dieser Gewinn wird mir aber durch die Zahlungsaufforderung wieder weggenommen und ist in meinen Augen als gewinnmindernd anzusehen.

Wäre natürlich ein Kreislauf.

Wie ist denn das rechtlich zu sehen?

P.S. Mir liegt es natürlich fern, unrechtmäßig Steuergelder zu beziehen.
 

Martin Behrsing

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#4
Ist aber keine Betriebsausgabe. Betriebsausgaben müssen belegt werden. du könntest dies allerhöchstens in einer Steuererklärung als Verlustvortrag angeben. Dazu müsstest du dann aber zu versteuernde Gewinne machen.
 

Koelschejong

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#5
Ist aber keine Betriebsausgabe. Betriebsausgaben müssen belegt werden. du könntest dies allerhöchstens in einer Steuererklärung als Verlustvortrag angeben. Dazu müsstest du dann aber zu versteuernde Gewinne machen.
Entnommener und in Brötchen umgesetzter Gewinn als Verlustvortrag in der Steuererklärung - das nenne ich eine gewagte Konstruktion:
Er hat € 200 Gewinn gemacht, er wird durch das SGB gezwungen, diese € 200 zu verfuttern, wo soll da der Verlustvortrag herkommen? :icon_kinn:
 

zorni

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#6
Wie wäre es denn hiermit:

Ich erstelle der ARGE eine ordentliche negative Rechnung (Gutschrift) in Höhe der Zahlungsaufforderung, so wie man es bei Kunden macht, die Ware zurückgeben.

Wird der Rechnung nicht innerhalb von 14 Tagen widersprochen, ist diese rechtsgültig. Als "Auftrag" zu der Rechnung gibt es die Zahlungsaufforderung und es sind belegte Betriebsausgaben.

Nochmal zum Verständnis:

Ich möchte keine unberechtigten Gelder erhalten. Die Sache ist nur die, dass im Folgebewilligungszeitraum ein Verlust von ca. 500 EUR entstanden ist, welcher ja auch nicht von der ARGE erstattet wird.

Auf das Wirtschaftsjahr gesehen entstand also ein negativer Gewinn von ca. 300 EUR. Und das wollen die Damen und Herren der BA nicht verstehen. (jahresbezogene Betrachtung aufgrund einer Außergewöhnlichkeit des Gewerbes wurde abgelehnt)

Das möchte ich mir einfach nicht gefallen lassen, weil die Berechnungsart der ARGE kaufmännisch, betriebswirtschaftlich und steuerrechtlich vollkommener Unsinn ist und das Betriebsergebnis extrem verfälscht wird.
 

Koelschejong

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#7
Vergiß den Weg mit Rechnung etc. Das einzig Sinnvolle ist, weiter dafür zu kämpfen, dass Du eine jährliche Betrachtung hinbekommst. Das mildert es etwas, löst es aber nicht, denn einen Verlustvortrag in den nächsten Bewilligungszeitraum wirst Du der ARGE nicht auf's Auge drücken können.

Im Übrigen kann ich Dir nicht zustimmen, die "Berechnungsart" der ARGE ist sehr nah an der steuerrechtlichen Berechnungsart bei Vorlage einer EÜR.
 

zorni

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#8
Sorry, mit Berechnungsart meinte ich die Methode der Berechnungszeiträume (sprich BWZ).

Ich bin im Online-Handel tätig und durch das Fernabsatzgesetz und das Widerrufsrecht kommt es zu Überschneidungen zwischen Ausgaben und Einnahmen über verschiedene BWZ hinweg. Insbesondere wenn ein Kunde die Ware zurücksendet und der Rechnungsbetrag erstattet werden muss.

Deshalb stimmt die Ergebnisrechnung für einzelne BWZ hinten und vorne nicht. Ich bin ausgebildeter Betriebswirt und bei solchen Berechnungen sträuben sich mir die Haare.

Wie dem auch sei, ich bedanke mich für die Antworten und wünsche alles Gute.
 
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