zahlt die ARGE zunächst den "Überbetrag"?

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ohne Worte

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Guten Abend zusammen,

ich bin neu hier im Forum, habe vor Verfassen dieses Beitrags auch schon ein wenig gestöbert und ich bin sicher, dass meine Frage schon sehr oft gestellt wurde, aber auf die Schnelle konnte ich keine Antwort finden.

Ich bin erst vor 3 Monaten in eine schöne WG gezogen (da hatte ich noch nen Job), ich bewohne 3 kleine eigene Zimmer (insges. 30 qm), hinzu kommt eine Gemeinschaftsküche, ein Bad + extra WC/ Dusche. Das Ganze kostet mich inkl. Telefon und Internetflat 415 €. Für die Lage und Gartenmitbenutzung wirklich okay.
Ich befürchte nur, dass es VIEL ZU VIEL Miete in Augen der Arge ist. Nun meine Frage: zahlt die Arge erstmal den "Überschuss", was die Miete wohl zuviel ist, oder muss ich das selbst berappen?
Oder spielt diese 6 Monatsregelung mit hinein, die ich Zeit habe, etwas Günstigeres zu finden?
Mein Vermieter (ich wohne zur Untermiete) ist auch bereit, Heiz- und Nebenkosten entsprechend in den Unterlagen und dem Mietvertrag "anzupassen" (bisher habe ich nicht mal nen Mietvertrag, das ist hier alles sehr locker)...

Für eure Antworten danke ich schon mal
 

hans wurst

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Hallo

Die Kosten der Unterkunft und Heizung beinhaltet nur Miete; Nebenkosten und Heizkosten. Erst wenn diese Kosten und dein Wohnort/Region bekannt sind, kann man etwas zur Angemessenheit deiner Kosten sagen (bzw. welche Kosten vom Vermieter "anzupassen" sind). Dabei müssen Miete; Nebenkosten und Heizkosten getrennt für sich, angemessen sein.

Kosten für Telefon; Internetflat und Strom gehören nicht dazu.
 

ohne Worte

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Hallo,

mein Wohnort ist Bielefeld, die Stadt, die eigentlich nicht existiert :)

Dass die Telefon- und Internetkosten nicht bezahlt werden, ist mir klar. Meine Frage ist auch nur, ob die Arge zunächst auch für die ersten 6 Monate die zu teure Miete komplett übernimmt oder nicht. Ich bin mir sehr sicher, dass ich innerhalb von 6 Monaten einen Job finden werde.
 

hans wurst

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https://www.harald-thome.de/media/files/KdU/KdU-Bilefeld---01.06.2009.pdf ab Seite 7 siehst du, wie die Stadt Bielefeld bei unangemessenen KdU vorgeht.

Dem Leistungsempfänger wird auferlegt, sich bei der BGW und acht weiteren Wohnungsanbietern, die auf einer Liste, die der Aufforderung beigefügt wird, verzeichnet sind, als Wohnungssuchender registrieren und sich dieses auf einer mitgeschickten Bestätigung bescheinigen zu lassen. Diese Bescheinigung ist spätestens 1 Monat nach Erhalt des o. g. Schreibens bei der ARGE vorzulegen.

Nach Ablauf von 3 Monaten nach Vorlage der Bescheinigung über die Registrierung als Wohnungssuchender hat der Leistungsempfänger nachzuweisen, ob ihm Wohnungsangebote unterbreitet worden sind und wie er darauf reagiert hat. Dazu hat er die ihm zugesandte ”Bestätigung über Wohnungsangebote” vorzulegen.

Bemüht sich der Leistungsempfänger nicht in ausreichendem Maße um günstigeren Wohnraum (z. B. keine Meldung bei den o.a. Wohnungsanbietern, Ausschlagen von Wohnungsangeboten ohne ausreichenden Grund, unbegründete Anforderungen an die neue Wohnung), sind nur noch die Kosten des ausgeschlagenen Wohnungsangebotes oder (im Falle der ”Nichtmeldung” bei den o.a. Wohnungsanbietern) die angemessenen KdU anzuerkennen, wenn nachvollziehbar ist, wie der Differenzbetrag zwischen unangemessenen und angemessenen KdU langfristig bestritten werden soll.
Ist nicht nachvollziehbar, wie der Differenzbetrag finanziert werden kann (vgl. Zf. 1.6.2.1.1 ist bei Eingang des Weiterbewilligungsantrages zum übernächsten Bewilligungszeitraum, spätestens aber einen Monat vor Ablauf des auf die KdU -Senkung folgenden Bewilligungszeitraumes zu klären, wie der Differenzbetrag bestritten wurde. Kann dies nicht nachvollziehbar dargelegt werden, ist aufgrund von Zweifeln an der Bedürftigkeit die Weiterzahlung der Leistung abzulehnen.
 
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