Zahlt das Jobcenter seit 2011 keine Rentenbeiträge?

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kakashix

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Hallo,


ich habe gelesen, das seit 2011 das Jobcenter keine Rentenbeiträge mehr für die "Kunden" bezahlt?

Stimmt das? Und was ist eigentlich eine "Meldebescheinigung für die gesetzliche Rentenversicherung" die man vom Jobcenter erhält und die man unbedingt aufbewahren muss?

Wird damit nicht bescheinigt das eingezahlt wurde?
 

Seepferdchen 2010

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@kakashix

Ja das stimmt, es wird seit 2011 kein Rentenbeitrag mehr gezahlt.

die man unbedingt aufbewahren muss?

Auf jeden Fall, daraus geht hervor, das deine Anwartschaftszeit der DRV gemeldet wurde.Das heißt das dir die Anrechnungszeiten dazu genommen werden bei der DRV, darum ist es wichtig diese Meldung vom JC gut aufzubewahren.


Wird damit nicht bescheinigt das eingezahlt wurde?

Nein
 
Zuletzt bearbeitet:

Glossy79

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Hallo


aus welchem Grund kam es dazu das das JC keine Beiträge mehr in die Rentenversicherung einzahlt ? Um ALG 2 Bezieher zu bestrafen? Als ich das vor kurzem entdeckte dachte ich auch erst das kann nicht wahr sein.
 

vidar

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bla47

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Hallo


aus welchem Grund kam es dazu das das JC keine Beiträge mehr in die Rentenversicherung einzahlt ? Um ALG 2 Bezieher zu bestrafen? Als ich das vor kurzem entdeckte dachte ich auch erst das kann nicht wahr sein.
In einer Fach Info der Rentenversicherung von 2011 wurde es seitens des Jobcenters so begründet, das H 4 NUR noch den aktuellen Hilfebedarf übernimmt, NICHT mehr einen möglichen zukünftigen Bedarf ( Grundsicherung im Alter ) verhindern soll.
Da stand auch noch -überspitzt formuliert-, das Schnäppchen Jäger der Hahn zugedreht werden sollte. Also Leute, die mit dem bereits vorhandenen Rentenanspruch schon über der Grundsicherung im Alter liegen,

Ab 2011 gibt es nur noch über Umwege Rentenbeiträge. Hier eine Auswahl:
Als Aufstocker NICHT die Rentenversicherung Pflicht abwählen. Volle RV = weniger netto = weniger H4 Anrechnung. Ergebnis: 80 % vom Beitragsunterschied sponsort das JC, da du nur 20 % vom Netto behalten darfst.
Eine Maßnahme mit schulischer Ausbildung über 6 Monate. So wird aus der unbewertete Anrechnungszeit wegen ALG 2 Bezugs dann eine BEWERTETE Anrechnungszeit wegen Fachschulausbildung.
Versorgungsausgleich wäre noch denkbar, falls du als Gewinner da rausgehst.
Arbeit annehmen und schnell krank werden. Ergibt dann Krankengeld incl. RV/AV Beiträge.
 

Kerstin_K

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Und Du meinst, das ändert sich, indem man jeden Job gleich wieder hinschmeisst?
 

Pauer

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Lebst Du auf dem Mond ? Selbst wenn jemand Arbeit findet bei den Löhnen ,gibt es nur Rente auf H4
Das sehe ich nicht so.
Es ist traurig, wenn du diese eingeschränkte Sichtweise hast. Es gibt jedoch genügend Beispiele, bei denen es anders läuft.

Möglich ist also alles; wenn man will ;)
 

Glossy79

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Hallo



ich mag es nicht wenn jemand ständig seinen Senf dazu abgibt ob man den guten Willen zeigt oder nicht. Mir bietet das JC auch nur Zeitarbeit und Jobs an die auf ausnützen ausgerichtet sind. Die Frage ist wie lange ich da durchhalte. Und der Lohn ist Mindestlohn. Man soll dazu gute Miene machen. Ich kann verstehen wenn Leute das auf die Dauer kaputt macht. Wollte auch niemand angreifen.
 

Katzenstube

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Hey Glossy,
was meinst Du, was die Freunde von der AFA mir alles angeboten haben, weit weit weg von meinem Kaufmann. Angefangen von Küchenhilfe in einem asiatischen Restaurant über Taxifahrer, Zeitarbeit und Dinge, die ich als Person einfach nicht kann.

Genau da habe ich angefangen erst frustriert zu sein, fast aufzugeben. Ich wurde aggressiv, ärgerlich und dann innerhalb eines schlimmen Jobs mit unmöglichen Arbeitsbedingungen bin ich aufgewacht und habe begonnen mich zu fragen was ich will, wie ich es will und unter welchen Voraussetzungen.

Während ich als Oldie mich mit knapp 50 verkauft habe wie Fallobst und kaum Vorstellungsgespräch hatte wurde ich mit Mitte 50 (also noch schwerer vermittelbar) bockig und habe mich so beworben wie ich bin auch mit den Aussagen was ich will und nicht will. Siehe da: seit rund 12 Jahren bekam ich erstmalig einen unbefristeten Job.

Ganz viel lag daran, wie ich selber mit mir umgiing und wie ich mich einschätzte. Den Job und die Schnuppertage und Vorstellungsgespräche bekam ich durch Eigeninitiative. Denn bei der Afa war ich zu den Mrs. Ingas geschickt worden, die mir gleich erklärten ich sei schwer vermittelbar. Es war ein so geiles Gefühl nach drei Monaten anzurufen und zu sagen "ich habe eine Beschäftigung". Der Clou war dann die Antwort auf den Kommentar: "Sie wissen ja, dass Sie sich drei Monate vor Ende der Befristung arbeitslos melden müssen." Danke, aber mein Vertrag ist unbefristet..... Der Vertrag der Inga-Lady eventuell nicht, denn die Reaktion war ein bissle komisch..... Ich konnte es bisher nicht erfahren, ich musste nicht wieder zu dieser traurigen Behörde. Ich verdiene nicht die Welt, aber weit über Mindeststundensatz.... und somit 1/2 Rentenpunkt pro Jahr. Da es bei mir auch noch früher oder später nach Erwerbsminderung (einäugige Blindheit, Arthrose ect.) aussieht war diese Kleinigkeit sehr wichtig....

Gruß von Katzenstube
 

Glossy79

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Hallo


was ist AfA ? Ich finde es gut das du dich allen Konflikten stellst. Ich bin gespannt was der ÄD mir attestiert wenn ich ggf zur Untersuchung muss. Denn ich habe ehrlich keine Ahnung ob ich im Berufsleben noch bestehen kann .Was meinst du mit einem Rentenpunkt ich verstehe gar nix.
 

xxHoehrerxx

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Eine Maßnahme mit schulischer Ausbildung über 6 Monate.

Bitte genauer erläutern.
Maßnahme mit schulischer Ausbildung ist z.B.???????
 

Katzenstube

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Hallo Glossy,
da ich erwerbstätig bin erhalte ich zu meinem Rentenanspruch jährlich ca. 1/2 Punkt weil ich ein Klein(st)verdiener bin. Otto Normalverbraucher erhält mindestens 1 Punkt pro Jahr (was dann am Schluss in Euros/Rente umgewandelt wird).

Hm, der ÄD ist wohl abhängig von der einzelnen Person, die einen haben Verständnis und prüfen wirklich fair, die anderen wollen eben einfach dass irgendein Job angenommen wird. Ich hatte mit denen bisher noch nichts zu tun.

Könnte es in Deinem Fall - das frage ich hier die Profis - nicht die Möglichkeit einer Erprobung geben? In Verbindung mit ärztlichen Attesten und einem Zutun der Krankenkasse? Ich befürchte eben einfach, ab dem Moment, wo ein Mensch mit Hartz4 gestempelt ist machen sich Krankenkassen ect. noch weniger Mühe als bei Otto-Normalverbraucher.

Viel Glück wünscht Katzenstube,
die nämlich nachvollziehen kann dass es richtig Mist ist wenn keine Unterstützung kommt und man/frau selber nicht weiß wohin der Weg gehen könnte.
 
G

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Gast
Heutzutage das wichtigste wie man zu Rente kommt:

Über eine Pflegetätigkeit.
Damit läßt sich ein virtuelles Einkommen für die Rentenzahlung erwirtschaften.
Also rechnet es euch durch.
Der Höchstsatz ist im Moment ein Rentenpunkt pro Pflegejahr - also 7 - 29 € pro Monat mehr Rente.
Wie es mit möglichen jährlichen Erhöhungen aussieht - genau wie bei Hartz IV am Anfang gibt es dazu mal wieder nichts. Hauptsache die Diäten werden jährlich erhöht.
 

Kerstin_K

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Das kann aber nicht jeder leisten.
[>Posted via Mobile Device<]
 
G

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Gast
AW: Zahlt das Jobcenter seit 2011 keine Rentenbeiträge?m

Das kann aber nicht jeder leisten.
[>Posted via Mobile Device<]

Mir fällt eh in letzter Zeit auf, dass dieses ernste Thema ein wenig, ich sage es vorsichtig, missbraucht wird.

Aber lassen wir das und kommen zu den Fakten:

Der Höchstsatz ist im Moment ein Rentenpunkt pro Pflegejahr - also 7 - 29 € pro Monat mehr Rente.
Wie es mit möglichen jährlichen Erhöhungen aussieht - genau wie bei Hartz IV am Anfang gibt es dazu mal wieder nichts. Hauptsache die Diäten werden jährlich erhöht.

Natürlich gibt es Erhöhungen, denn wie Du schon richtig erkannt hast, gibt es als Höchstsatz 1 Rentenpunkt.

Deine Bemessung ist also aus 2017, wahrscheinlich von der Seite der DRV.
https://www.deutsche-rentenversiche...erige_pflegen_Wir_belohnen_Ihren_Einsatz.html
Mittlerweile haben wir aber 2018 und da gibt es eben im Westen 32,03€.
https://de.wikipedia.org/wiki/Aktueller_Rentenwert

Das ganze basiert eh auf Bruttobeträgen und da kommt es dann zu unterschiedlichen Bewertungen, je nach Pflegegrad.
https://sozialversicherung-kompeten...erungspflicht-von-pflegepersonen-ab-2017.html

Den Höchstsatz gibt es also bei Pflegegrad 5c!

Ich kann mir kaum vorstellen, dass viele überhaupt in der Lage sind, solch eine Person zu pflegen.
Auch wenn mittlerweile auch Betreuung und kognitive Leistung mitzählt.

Arbeiten darf man max. 30h, was natürlich bei dem hohen Pflegegrad gar nicht möglich ist.

Andererseits lese ich hier von Leuten, die meinen mit 5h Aufwand pro Woche nicht mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen zu müssen.

Da kann ich nur aus eigener, jahrelanger Erfahrung reden und sagen, dass das wohl ein wenig überdacht werden sollte.

Zumindest in meiner Familie haben wir neben dem Job jahrelang eine Person mit Pflegegrad 2 betreut.
Ja, das war trotz relativ niedrigem Pflegegrad auch keine leichte Sache, wenn mal wieder ein Anruf kam oder dies und das besorgt werden musste.

Aber gar nicht mehr arbeiten oder sich bewerben bei Pflegegraden bis 2 passt schon vom Stundenaufwand her nicht.

Imho braucht man da mindestens 3-4, wobei jeder zu Pflegende so individuell ist, wie Menschen auch so schon sind.

Heutzutage das wichtigste wie man zu Rente kommt:

Über eine Pflegetätigkeit.
Damit läßt sich ein virtuelles Einkommen für die Rentenzahlung erwirtschaften..
Nein.

Arbeiten in einem gut bezahlten Beschäftigungsverhältnis, das einem auch noch Spaß macht und Lebensfreude und Kommunikation bringt.

Reales Einkommen, das auch unsere Sozialsysteme sichert.

Wie unterschiedlich doch Ansichten sein können, erstaunt mich ein weiteres Mal.

In diesem Sinne, frohes Schaffen, wobei auch immer.

Gesund bleiben ist wichtig und ich persönlich wäre sehr froh um jeden zu pflegenden Menschen weniger.
 
G

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Als Aufstocker NICHT die Rentenversicherung Pflicht abwählen.

Die meisten Aufstocker haben ein Einkommen im sozialversicherungspflichtigen Bereich und haben demnach diese Option überhaupt nicht.

Zusätzlich können Aufstocker die Beiträge zur privaten Altersvorsorge vom Einkommen absetzen lassen.
 

vidar

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Aufstocker ist nicht gleich Aufstocker.

Aufstocker mit einem monatlichen Einkommen bis zu 450 € (Mini-Job) > hier gibt es die Wahlmöglichkeit keinen Rentenversicherungsbeitrag entrichten zu wollen (nicht zu empfehlen) <

https://www.minijob-zentrale.de/DE/...r_rvpflicht/01_befreiung_rv_pflicht/node.html
https://www.welt.de/finanzen/verbra...r-Minijobber-lohnen-sich-Rentenbeitraege.html

Aufstocker mit einem monatlichen Einkommen über 450,01 € (ab Midi-Job) > Keine Wahlmöglichkeit, denn hier zahlen sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer den Beitrag zur Rentenversicherung
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Ich dachte, die Unterscheidung wäre nun klar. Deshalb heißt es ja versicherungspflichtig.

nicht zu empfehlen)

Warum nicht?

Wenn man eh keine bedarfsdeckenden Ansprüche bei der Rente haben wird, kann man das Geld wohl besser verwenden, z.Bsp. für eine private Rentenversicherung, deren Ertrag man dann wenigstens im Alter (bis zu bestimmten Freibeträgen) behalten darf. :icon_hihi:
 

vidar

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Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Ich rede nicht von mir. Ich mache keine Minijobs, da ich kein Rentner oder Student bin, der sich ein Taschengeld verdienen möchte.

Wenn die Rente nicht zum Leben reicht, macht das finanziell keinen Unterschied ob man sich Ansprüche gesichert hat oder nicht. Bürokratisch wird es aufwendiger, wenn man sich mit zwei Behörden rumschlagen muss, um seine Grundabsicherung zusammenzukratzen.

Ich denke da auch an EM-Rente, Übergangsgeld, Rehaleistungen etc.

Das ist die persönliche Sicht der Betroffenen. In der Rentenkasse fehlt natürlich jeder Cent, aber das ist ja auch nicht ganz unbeabsichtigt.
 
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