ZAF will Reisekosten nicht übernehmen - Auf Einladungsschreiben nicht ausgeschlossen

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 März 2015
Beiträge
671
Bewertungen
803
Hallo,

ich war zu einem Vorstellungsgespräch bei einer ZAF geladen, resultierend aus einem Vermittlungs"vorschlag".

Am Ende des Vorstellungsgespräches wollte ich natürlich die Reisekosten erstattet haben.
Oh Wunder die ZAF möchte nicht zahlen und ich soll mir das Geld beim Jobcenter abholen.
Sie machen das immer so und hier hat noch niemand Reisekosten erhalten.

Ich wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und die Reisekostenerstattung wurde nicht ausgeschlossen.
Auf der Bestätigung das ich zum Vorstellungsgespräch war, steht zwar das keine Fahrtkosten übernommen werden, aber das ist ja zu spät.

Wie sind jetzt die nächsten Schritte um die Kosten erstattet zu bekommen?
(Es geht mir nicht ums Geld, sondern ums Prinzip)

Ich würde jetzt die ZAF nochmal schriftlich auffordern innerhalb von 10 Tagen zu zahlen und dann wenns notwendig ist auch zu klagen.
Wer ist da zuständig? Das Arbeitsgericht?
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 März 2015
Beiträge
671
Bewertungen
803
@Hannes63, bedenke dabei aber, dass du für mögliche Mahnkosten in Vorkasse gehen musst. Diese kannst du der ZAF im Nachgang als Mahngebühren in Rechnung stellen. Zudem wäre zu beachten, was in deiner EGV oder VA zu dem Thema Fahrtkostenerstattung für VG enthalten ist.

In der EGV steht der Standardpassus (siehe Bild).
Ich lass das dann wahrscheinlich über meinen Gewerkschaftsrechtsschutz laufen das kostet mich dann garnix.
 

Anhänge

  • 99.jpg
    99.jpg
    61,9 KB · Aufrufe: 95

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.166
Bewertungen
28.602
Zudem wäre zu beachten, was in deiner EGV oder VA zu dem Thema Fahrtkostenerstattung für VG enthalten ist.
Nö. Der Arbeitgeber hat vorrangig zu zahlen, wenn er nicht ausgeschlossen hat. Erst danach ist das JC dran. Von daher ist es derzeit völlig egal, was in der EGV steht.
 

faalk

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Dezember 2014
Beiträge
1.661
Bewertungen
2.168
Habe noch keine EGV/VV gesehen,wo geschrieben wird,dass die Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen immer und 100%tig übernommen werden. Können übernommen werden ist das Stichwort beim JC. Wenn die einladene Firma die Fahrtkosten nicht ausschließt, Wird aus dem JC können ein zahlen wir nicht, da Firma zu zahlen hat.
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 März 2015
Beiträge
671
Bewertungen
803
Habe noch keine EGV/VV gesehen,wo geschrieben wird,dass die Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen immer und 100%tig übernommen werden. Können übernommen werden ist das Stichwort beim JC. Wenn die einladene Firma die Fahrtkosten nicht ausschließt, Wird aus dem JC können ein zahlen wir nicht, da Firma zu zahlen hat.

Also zumindest bei uns hier läuft das anders.
Da die Jobcenter und ZAF ja quasi aufeinander angewiesen sind (ZAF findet ohne Jobcenter keine Mitarbeiter, da sich niemand freiwillig bei einer ZAF bewerben würde
und andersrum würde das Jobcenter niemanden in Arbeit vermitteln können wenn es keine ZAF gebe, ich kenne keine genaue Quote, würde aber mal schätzen das zu 90% in ZA und 10% in reguläre Arbeit vermittelt wird)

Deshalb übernehmen hier die Jobcenter natürlich gerne die Reisekosten für ZAF'en. Nur ist das ja nicht richtig, denn gem. 670 BGB ist ja der Arbeitgeber zur Erstattung verpflichtet und nicht der Steuerzahler.

Weitere Frage die ich mir Stelle ist, ist denn das "legal"? Ich mein jede andere normale Firma müsste die Reisekosten zahlen und da würde das Jobcenter die Kosten nicht so bereitwillig ohne murren übernehmen.
Also im Prinzip lassen sich die ZAF'en die Menschen unter Sanktionsandrohungen vermitteln und der Steuerzahler muss für die Reisekosten aufkommen.

Das kann doch nicht richtig sein, welche Behörde oder Institution könnte sich für solche Sachen interessieren? Ja wahrscheinlich niemand weil das alles so gewollt ist in unserem schönen Deutschland.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
20 Cent gibt es gemäß Bundesreisekostenordnung die der Ödi oder die Ämter erstatten würden.
Hier anzuwenden wäre hier das was steuerlich abzugsfähig wäre. Und das sind bezüglich der Fahrtstrecke 30 Cent pro Kilometer hin und zurück.
 

apfelkuchen

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Februar 2018
Beiträge
565
Bewertungen
1.277
Deshalb übernehmen hier die Jobcenter natürlich gerne die Reisekosten für ZAF'en. Nur ist das ja nicht richtig, denn gem. 670 BGB ist ja der Arbeitgeber zur Erstattung verpflichtet und nicht der Steuerzahler.

Weitere Frage die ich mir Stelle ist, ist denn das "legal"? Ich mein jede andere normale Firma müsste die Reisekosten zahlen und da würde das Jobcenter die Kosten nicht so bereitwillig ohne murren übernehmen.
Also im Prinzip lassen sich die ZAF'en die Menschen unter Sanktionsandrohungen vermitteln und der Steuerzahler muss für die Reisekosten aufkommen.

Du musst das Spielchen ja praktischerweise nicht mitspielen. Du kannst die Fahrtkosten ja trotzdem vom ZAFfen fordern, zwingt dich ja keiner, sie vom JC zu fordern. Und wenn du das einmal durch hast, kannst du praktischerweise das gleiche Schreiben und die gleiche Methode bei jeder ZAF-Klitsche anwenden. Das sollte sie dir vom Leib halten.

Sollte es hart auf hart kommen, macht sich vor dem Gericht eventuell ein Satz wie "du möchtest nicht dem Steuerzahler für Leistungen, die eine private Firma zu übernehmen hat, zur Last fallen" bestimmt auch gut. :icon_mrgreen:
 

Holler2008

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2008
Beiträge
2.389
Bewertungen
1.906
Ich fordere auch immer 30 Cent, bzw. eben die seltenen Male, wo die Reisekosten nicht ausgeschlossen wurden. Bei dir gehen nur die Kosten für den Fahrschein plus die Kosten durch das Besorgen des Fahrscheins.

Bevor du aber Mahnst würde ich erst noch eine Schriftliche Rechnung schicken, wie in deinem anderen Thread gepostet.
Am liebsten kostengünstig per online-Fax übermittelt. (eines wo deine Faxnummer nicht angezeigt wird, bei Simplefax kann man die z.B. entfernen. Da steht sonst standardmäßig deine Email als Absender.)
 
B

bibumuc

Gast
Das geschieht einer solchen Klitsche echt recht. Sehr gut, wenn man dann Gewerkschaftsrechtschutz hat.

Und der Gewerkschaftsrechtschutz wird für 5,00 Euro, 10,00 Euro, tätig? Die gehen bei solchen Beträgen bis zur Vertretung vor Gericht? Ohne oder mit Selbstbeteiligung?


Bei dir gehen nur die Kosten für den Fahrschein plus die Kosten durch das Besorgen des Fahrscheins.

Welche Kosten, außer nunmal der Ticketpreis/Fahrpreis, fallen denn beim Kauf einer Fahrkarte für die Besorgung an?
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 März 2015
Beiträge
671
Bewertungen
803
Und der Gewerkschaftsrechtschutz wird für 5,00 Euro, 10,00 Euro, tätig? Die gehen bei solchen Beträgen bis zur Vertretung vor Gericht? Ohne oder mit Selbstbeteiligung?

Beim Gewerkschaftsrechtsschutz gibt es keine Selbstbeteiligung. Die Höhe des Streitwerts ist irrelevant, denn vor allem vertritt einem die Gewerkschaft ja bei Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber z.B. wenn unberechtigt Abmahnungen ausgesprochen werden oder es um Kündigungsschutzklagen geht. Da geht es ja in vielen Fällen nicht ums Geld.

Ich bin selbstverständlich auch in der Arbeitslosigkeit Gewerkschaftsmitglied geblieben denn meine Gewerkschaft vertritt mich nicht nur in arbeitsrechtlichen Sachen sondern auch im Sozialrecht (d.h. auch wenn es gegen das Jobcenter geht ist der Rechtsschutz inklusive).
 

Hannes63

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
21 März 2015
Beiträge
671
Bewertungen
803
Ja denn ich wusste ja nicht ob die bereit sind nun doch zu zahlen wenn die Klageandrohung eingeht.
Von daher haben die erst mal keine Bankverbindung von mir bekommen sondern ich wollte erst mal die Zahlungsbereitschaft abklopfen (Wenn die eh nicht zahlen wollen, dann brauchen die auch meine BV nicht)
Und so waren die gezwungen nochmal einen Brief zu schreiben und sind bestimmt im Dreieck gesprungen :icon_lol:
Nun warte ich auf den Zahlungseingang.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten