• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.
    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc...
    Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.
    (Dieser Hinweiß kann oben rechts, für die Sitzung, ausgeblendet werden)

ZAF ruft bei Verwandtschaft an!

hass4

Elo-User/in

Mitglied seit
10 August 2012
Beiträge
1.691
Bewertungen
813
im prinzip sollte man sich mal beim verbraucherschutz informieren, ob das wirklich erlaubt ist!

leider stehen diese leihbuden bundesweit unter besonderen schutz, weil sie ein stabiler pfeiler für den niedriglohnsektor bilden.

nach einer studie hat man jetzt den tieferen sinn für diesen niedriglohn veröffentlicht. in erster linie geht es gar nicht darum dem arbeitsmarkt einen gefallen zu tun, um möglichst günstig zu produzieren etc. um konkurrenzfähig zu bleiben.
menschen die in armut gehalten werden, sterben durchschnittlich 11 jahre früher, und beziehen in der regel nur 7 jahre rente.

so werden menschen ausgerottet um die sozialkassen in zukunft zu schonen, und der demographische wandel nicht zu krass ausfällt.

wenn man sich die reden von schröder anhört, wir werden immer älter und das ist auch gut so, dann sind damit nur diejenigen gemeint, die auch wirklich gut verdienen, sich gesund ernähren, zur entspannung kostspielige hobbys haben, etc.

von daher, je mehr arbeitslose in die niedrigjobs gepresst werden, egal mit welchen mitteln, desto näher kommen diese mörder ihrem ziel um auch in zukunft noch in saus und braus leben zu können.
 

Jonny79

Neu hier...
Mitglied seit
3 November 2012
Beiträge
146
Bewertungen
126
Ihr schmeißt da einiges durcheinander Leute.
Klar dürfen die bei jemandem anrufen, dessen Nummer sie aus dem Telefonbuch haben. Und den dürfen sie auch nach der Nummer eines Familienangehörigen fragen. Da is mal nichts verboten. Wer ein Telefon hat, der muss damit rechnen angerufen zu werden.
Angenommen die dürften bei Jemandem in "Cold Call Manier" anrufen, dessen Nummer öffentlich zugänglich ist z.B. Telefonbuch- was zumindest normalen Gewinnspiel und Werbedeppen versagt sein dürfte.
So bedeutet das noch lange nicht, dass deren Familienangehörige (Nummer nicht veröffentlicht) mit solchen Anrufen einverstanden/rechnen müssen, nur weil sie ein Telefon haben.

Die abschließende Frage wäre, ob ZAFs mit diesen Verkaufsheinis gleichzusetzen sind: Cold Calls = unerlaubte Anrufe.
 

Seichte Drehung

Neu hier...
Mitglied seit
22 Oktober 2013
Beiträge
126
Bewertungen
34
Angenommen die dürften bei Jemandem in "Cold Call Manier" anrufen, dessen Nummer öffentlich zugänglich ist z.B. Telefonbuch- was zumindest normalen Gewinnspiel und Werbedeppen versagt sein dürfte.
So bedeutet das noch lange nicht, dass deren Familienangehörige (Nummer nicht veröffentlicht) mit solchen Anrufen einverstanden/rechnen müssen, nur weil sie ein Telefon haben.

Die abschließende Frage wäre, ob ZAFs mit diesen Verkaufsheinis gleichzusetzen sind: Cold Calls = unerlaubte Anrufe.
Sind sie nicht, das ist ja mal ne völlig andere Geschichte.
Und wer mit einem Telefonat nicht einverstanden ist der soll bitte auflegen und nicht irgendwelche Fragen beantworten.
 
Mitglied seit
28 April 2013
Beiträge
3.541
Bewertungen
6.035
Hallo Seichte Drehung,

Falls ich Deiner Argumentation folge;
"Wer ein Telefon hat, der muss damit rechnen [dass sein Telefon von Fremden genutzt wird um darauf] angerufen zu werden."
dann müsste auch;
[IRONIE]
"Wer ein Auto hat, der muss damit rechnen [dass sein Auto von Fremden genutzt wird um damit] zu fahren."

Also poste doch bitte wo Du gedenkst in Zukunft deinen Autoschlüssel zu deponieren damit nicht jeder die Scheibe einschlagen und den Wagen kurzschließen muss.
Noch ist kein "Cabrio-Wetter" und es sitzt sich auch so unbequem auf Glassplitter.
[/IRONIE]

Und zu Deiner Aussage:
[...] Klar dürfen die bei jemandem anrufen, dessen Nummer sie aus dem Telefonbuch haben. Und den dürfen sie auch nach der Nummer eines Familienangehörigen fragen. (Sozialdatenschutz und Geheimnisverrat???) Da is mal nichts verboten. [...]
lese ich in den folgenden Zitaten nichts, dass einer Firma erlaubt Privatpersonen für Werbezwecke anzurufen.
Im Gegenteil es wird sogar ausdrücklich verboten dies zu tun!!
Bitte beachte auch die rot hervorgehobenen Passagen.

Unerwünschte telefonische Werbung (<= Link)
Als unerwünschte telefonische Werbung, auch Cold Calls, Kaltanrufe oder Kaltakquise, gelten so genannte Initiativ-Anrufe durch Unternehmen gegenüber Privatpersonen. Derartige, vom Angerufenen nicht ausdrücklich genehmigte Anrufe werden in Deutschland durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb untersagt.
Bei Missbrauch oder Zuwiderhandlung ist [...] ein Bußgeld bis zu [...] € möglich, § 20 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).
Quelle: Wikipedia
Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) (<= Link)
ist in Deutschland die gesetzliche Grundlage gegen unlauteren Wettbewerb. Es gewährt Unterlassungs-, Schadensersatz-, Beseitigungs-, Gewinnabschöpfungs- und Auskunftsansprüche. [...]

[...] darum geht, bestimmte Verhaltensweisen im Absatz- oder Nachfragewettbewerb als unlauter und damit unzulässig zu verbieten.

Derzeitige Rechtslage : (<= Link)
[...]
Das Gesetz beginnt nunmehr in § 1
UWG mit der Definition des gesetzlichen Schutzzwecks. Danach sollen Mitbewerber, Verbraucher und sonstige Marktteilnehmer vor unlauteren geschäftlichen Handlungen geschützt werden und dabei dem Interesse der Allgemeinheit an unverfälschtem Wettbewerb Rechnung getragen werden.

Dem schließt sich in § 2
UWG ein Katalog von Definitionen an. Vormals wurde hier unter Ziffer 1 die Wettbewerbshandlung als „jede Handlung mit dem Ziel der Förderung des eigenen oder fremden Absatzes oder Bezugs von Waren oder Dienstleistungen” definiert. Durch das 1. UWGÄndG wurde statt dessen nunmehr die „geschäftliche Handlung” definiert. Unter einer solchen versteht man das Verhalten einer jeden Person zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmers vor, bei oder nach einem Geschäftsabschluss, das mit der Förderung des Absatzes oder des Bezuges von Waren oder Dienstleistungen oder mit dem Abschluss oder der Durchführung eines Vertrages über Waren oder Dienstleistungen objektiv zusammenhängt; als Waren gelten auch Grundstücke, als Dienstleistungen auch Rechte und Verpflichtungen.

[...] In 3 UWG findet sich dann die neue Generalklausel, die nicht mehr auf die guten Sitten im Wettbewerb abstellt, sondern jede unlautere geschäftliche Handlung verbietet, soweit sie geeignet ist, Interessen der Genannten „spürbar zu beeinträchtigen“, § 3

[...]

Welche Wettbewerbshandlungen noch unlauter sind, ist beispielhaft in den folgenden Vorschriften geregelt. Zu beachten ist dabei, dass seit der UWG Novelle von 2008 § 7 UWG nicht mehr nur eine bloße Konkretisierung der Unlauterkeit von § 3 Abs. 1 UWG ist, sondern ein eigenständiger Tatbestand (vgl. § 8 Abs. 1 UWG). Im Einzelnen regeln:
Ausnutzung der geschäftlichen Unerfahrenheit oder einer Zwangslage, Angstwerbung
unzumutbare Belästigung (unaufgeforderte Telefonwerbung, unangeforderte Newsletter, Spam-E-Mail etc.)


UWG enthält das insoweit zum Nebenstrafrecht zählende Gesetz einige Straftatbestände. Dies sind
Geheimnisverrat (einschließlich Verleiten und Erbieten hierzu)
Quelle: Wikipedia
Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung
Unerwünschte telefonische Werbung Quelle: Wikipedia

[...] Abs. 2 Nr. 2 UWG wurde so umformuliert, dass ein Werbeanruf nur dann als zulässig zu betrachten ist, wenn der Angerufene vorher ausdrücklich erklärt hat, Werbeanrufe erhalten zu wollen.

[...]

"…jede Äußerung bei der Ausübung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufes mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen zu fördern."
- 97/55/EG
Meiner Meinung nach gehört auch das anbieten einer Dienstleistung (Vermittlung eines Arbeitsvertrages ohne Bewerbung des ELOs) zur Werbung.

AnonNemo

PS: Keine Rechtsberatung / Meine Meinung
 

Seichte Drehung

Neu hier...
Mitglied seit
22 Oktober 2013
Beiträge
126
Bewertungen
34
Hallo Seichte Drehung,

Falls ich Deiner Argumentation folge;
"Wer ein Telefon hat, der muss damit rechnen [dass sein Telefon von Fremden genutzt wird um darauf] angerufen zu werden."
dann müsste auch;
[IRONIE]
"Wer ein Auto hat, der muss damit rechnen [dass sein Auto von Fremden genutzt wird um damit] zu fahren."

Also poste doch bitte wo Du gedenkst in Zukunft deinen Autoschlüssel zu deponieren damit nicht jeder die Scheibe einschlagen und den Wagen kurzschließen muss.
Noch ist kein "Cabrio-Wetter" und es sitzt sich auch so unbequem auf Glassplitter.
[/IRONIE]

Und zu Deiner Aussage:

lese ich in den folgenden Zitaten nichts, dass einer Firma erlaubt Privatpersonen für Werbezwecke anzurufen.
Im Gegenteil es wird sogar ausdrücklich verboten dies zu tun!!
Bitte beachte auch die rot hervorgehobenen Passagen.






Meiner Meinung nach gehört auch das anbieten einer Dienstleistung (Vermittlung eines Arbeitsvertrages ohne Bewerbung des ELOs) zur Werbung.

AnonNemo

PS: Keine Rechtsberatung / Meine Meinung

Aber nicht nach der Meinung des Gesetzgebers. Nur weil ein Unternehmen eine Privatperson anruft ist das noch lange kein Akquiseanruf. Demnach wäre es für ein Unternehmen ja schon verboten sich zu verwählen.

Telefonieren ist nichts verbotenes Leute. Zieht nicht immer irgendwelche Dinge komplett aus dem Kontext und missbraucht sie für euren Sachverhalt, weil ihr das gerade so haben wollt.

Das Beispiel mit dem Auto war mal eher schwach. Immerhin trägt der Anrufer die Kosten des telefonats, mir etseht dadurch kein finanzieller Nachteil.
 
Mitglied seit
28 April 2013
Beiträge
3.541
Bewertungen
6.035
Beitrag #46 von Seichte Drehung:
Aber nicht nach der Meinung des Gesetzgebers.
Es geht hier nicht um die Meinung des Gesetzgebers, sondern um gültige Gesetze an die jeder gebunden ist.

In diesem Thread geht es vor allem darum, dass eine ZAF anruft und den Angerufenen belästigt, droht und nötigt ohne dass eine geschäftliche Beziehung besteht. Zu den Verwandten schon mal gar nicht.

Im Gesetz steht: (siehe Beitrag #45)
[...] Abs. 2 Nr. 2 UWG wurde so umformuliert, dass ein Werbeanruf nur dann als zulässig zu betrachten ist, wenn der Angerufene vorher ausdrücklich erklärt hat, Werbeanrufe erhalten zu wollen.
Hat die Verwandtschaft ihre Zustimmung zu Anrufen gegeben? Ich glaube nicht.


Nur weil ein Unternehmen eine Privatperson anruft ist das noch lange kein Akquiseanruf.
Hat auch niemand behauptet

Demnach wäre es für ein Unternehmen ja schon verboten sich zu verwählen.
Wenn sich jemand (egal ob Unternehmen oder Privatperson) verwählt, wird normalerweise auch KEINE Werbung gemacht sondern sich für die Belästigung entschuldigt und dann aufgelegt.

Telefonieren ist nichts verbotenes Leute.
Stimmt. Telefonieren nicht, aber Drohung, Erpressung und/oder Nötigung schon. Deshalb verweise ich auf die rot hervorgehobenen Passagen im Beitrag #45.

Zieht nicht immer irgendwelche Dinge komplett aus dem Kontext und missbraucht sie für euren Sachverhalt, weil ihr das gerade so haben wollt.
... dass musst gerade Du den anderen (mir) vorwerfen. Sowas von selektiven Gegenargumenten und Scheinrechtfertigungen. *Kopfschüttel*

Das Beispiel mit dem Auto war mal eher schwach.
Na, da ist ja Dein Argument mit verwählen noch um einiges schwächer als mein (von dir sogar korrekt erkanntes) Beispiel mit dem Auto.

Immerhin trägt der Anrufer die Kosten des telefonats, mir etseht dadurch kein finanzieller Nachteil.
Bei Flatrate?
Solche Telefonate sind; Nötigung, (Telefon)Terror, Diebstahl von Zeit.
Solche Telefonate können (ACHTUNG!!!! KÖNNEN!!) einen psychischen Schaden verursachen.


Deine Schlussfolgerung (mit meinen Worten):
"Der Besitz eines Telefons gibt einer ZAF das Recht alle Privatpersonen mit ihren Anrufen zu belästigen und setzt geltendes Recht außer Kraft." :icon_neutral:
By the way: Du hast bis jetzt weder Deine Adresse noch den frei zugängigen Aufbewahrungsort Deines Autoschlüssels gepostet.

AnonNemo
 

Seichte Drehung

Neu hier...
Mitglied seit
22 Oktober 2013
Beiträge
126
Bewertungen
34
Beitrag #46 von Seichte Drehung:
Aber nicht nach der Meinung des Gesetzgebers.
Es geht hier nicht um die Meinung des Gesetzgebers, sondern um gültige Gesetze an die jeder gebunden ist.

In diesem Thread geht es vor allem darum, dass eine ZAF anruft und den Angerufenen belästigt, droht und nötigt ohne dass eine geschäftliche Beziehung besteht. Zu den Verwandten schon mal gar nicht.

Im Gesetz steht: (siehe Beitrag #45)
[...] Abs. 2 Nr. 2 UWG wurde so umformuliert, dass ein Werbeanruf nur dann als zulässig zu betrachten ist, wenn der Angerufene vorher ausdrücklich erklärt hat, Werbeanrufe erhalten zu wollen.
Hat die Verwandtschaft ihre Zustimmung zu Anrufen gegeben? Ich glaube nicht.


Nur weil ein Unternehmen eine Privatperson anruft ist das noch lange kein Akquiseanruf.
Hat auch niemand behauptet

Demnach wäre es für ein Unternehmen ja schon verboten sich zu verwählen.
Wenn sich jemand (egal ob Unternehmen oder Privatperson) verwählt, wird normalerweise auch KEINE Werbung gemacht sondern sich für die Belästigung entschuldigt und dann aufgelegt.

Telefonieren ist nichts verbotenes Leute.
Stimmt. Telefonieren nicht, aber Drohung, Erpressung und/oder Nötigung schon. Deshalb verweise ich auf die rot hervorgehobenen Passagen im Beitrag #45.

Zieht nicht immer irgendwelche Dinge komplett aus dem Kontext und missbraucht sie für euren Sachverhalt, weil ihr das gerade so haben wollt.
... dass musst gerade Du den anderen (mir) vorwerfen. Sowas von selektiven Gegenargumenten und Scheinrechtfertigungen. *Kopfschüttel*

Das Beispiel mit dem Auto war mal eher schwach.
Na, da ist ja Dein Argument mit verwählen noch um einiges schwächer als mein (von dir sogar korrekt erkanntes) Beispiel mit dem Auto.

Immerhin trägt der Anrufer die Kosten des telefonats, mir etseht dadurch kein finanzieller Nachteil.
Bei Flatrate?
Solche Telefonate sind; Nötigung, (Telefon)Terror, Diebstahl von Zeit.
Solche Telefonate können (ACHTUNG!!!! KÖNNEN!!) einen psychischen Schaden verursachen.


Deine Schlussfolgerung (mit meinen Worten):
"Der Besitz eines Telefons gibt einer ZAF das Recht alle Privatpersonen mit ihren Anrufen zu belästigen und setzt geltendes Recht außer Kraft." :icon_neutral:
By the way: Du hast bis jetzt weder Deine Adresse noch den frei zugängigen Aufbewahrungsort Deines Autoschlüssels gepostet.

AnonNemo
Ich glaub wir reden nicht ganz über das gleiche. Ich meine den Anruf bei der Cousine von Anna B. Da war weder eine Drohung, Nötigung oder sonst was.
 

Jonny79

Neu hier...
Mitglied seit
3 November 2012
Beiträge
146
Bewertungen
126
Wobei natürlich anzumerken wäre, dass es natürlich prinzipiell auch "legale Drohungen" gibt. Und das Drohen (und Anschwärzen) mit dem Arschamt ist ja vom Gesetzgeber ausdrücklich gewollt.

Mein Ding mit den Cold Calls war etwas undeutlich formuliert: Kann man solche Buden - Genau wie andere Firmen, welche Privatleute unerlaubt anrufen der Bundesnetzagentur melden, welche die Verstöße dann ahndet?
Schätze irgendwie das die dafür nicht zuständig sind, sonst hätte ja schon ne Privatperson oder Gewerkschaft das Ding durchgezogen.

Naja Die Bilanz ist dabei eh übel wie ich gerade lese:

Zitat: Ahndung...

57.000 schriftliche Beschwerden gingen nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 4. August 2009 bis April 2010 bei der Bundesnetzagentur ein. Die Behörde verhängte in elf Verfahren Bußgelder in einer Gesamthöhe von 694.000 €. Die Bundesnetzagentur rief die Verbraucher weiterhin zu Anzeigen auf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Unerwünschte_telefonische_Werbung#Bek.C3.A4mpfung_unerlaubter_Telefonwerbung
 

Seichte Drehung

Neu hier...
Mitglied seit
22 Oktober 2013
Beiträge
126
Bewertungen
34
57.000 schriftliche Beschwerden gingen nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes am 4. August 2009 bis April 2010 bei der Bundesnetzagentur ein. Die Behörde verhängte in elf Verfahren Bußgelder in einer Gesamthöhe von 694.000 €. Die Bundesnetzagentur rief die Verbraucher weiterhin zu Anzeigen auf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Unerwünschte_telefonische_Werbung#Bek.C3.A4mpfung_unerlaubter_Telefonwerbung
Na wie schon gesagt. Wenns halt nicht unter den Tatbestand fällt passiert auch nichts. Und das bestimmt halt nicht meine persönliche Einbildung...
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juni 2012
Beiträge
1.411
Bewertungen
383
[...]"Wer ein Auto hat, der muss damit rechnen [dass sein Auto von Fremden genutzt wird um damit] zu fahren." [...]
Ja durchaus, nennt sich aber Diebstahl, Unterschlagung oder ggf. Gebrauchsanmaßung. :icon_mad:

[...]
Meiner Meinung nach gehört auch das anbieten einer Dienstleistung (Vermittlung eines Arbeitsvertrages ohne Bewerbung des ELOs) zur Werbung.

[...]
Der Unterschied zwischen Angebot und Werbung ist, dass ein Angebot auf die Herbeiführung einer konkrete Rechtsfolge abzielt, während Werbung auf eine Umschreibung des Produktes gemünzt ist. Angebot und Werbung sind also zwei verschiedene paar Schuhe.

m.M

:icon_pause:
 
Mitglied seit
28 April 2013
Beiträge
3.541
Bewertungen
6.035
Hallo Indeclinabilis,

:icon_psst: nicht verraten war doch [IRONIE]
"Wer ein Auto hat, der muss damit rechnen [dass sein Auto von Fremden genutzt wird um damit] zu fahren."

Deine Bemerkung:
Ja durchaus, nennt sich aber Diebstahl, Unterschlagung oder ggf. Gebrauchsanmaßung.

Deine erste "Unterschlagung":

Also poste doch bitte wo Du gedenkst in Zukunft deinen Autoschlüssel zu deponieren damit nicht jeder die Scheibe einschlagen und den Wagen kurzschließen muss.
Noch ist kein "Cabrio-Wetter" und es sitzt sich auch so unbequem auf Glassplitter.[/IRONIE] hört hier auf
..., und jetzt ist es, meiner Meinung nach, schon mal kein Diebstahl oder Unterschlagung. Ob es eine Gebrauchsanmaßung ist kann (=> bin kein Jurist), und will, ich nicht beurteilen.

Was Du noch "unterschlagen" hattest:
Falls ich Deiner (@Seichte Drehung’s) Argumentation folge;
"Wer ein Telefon hat, der muss damit rechnen [dass sein Telefon von Fremden genutzt wird um darauf] angerufen zu werden."
dann müsste auch; [... siehe vorheriges Zitat]


Der Unterschied zwischen Angebot und Werbung ist, dass ein Angebot auf die Herbeiführung einer konkrete Rechtsfolge abzielt, während Werbung auf eine Umschreibung des Produktes gemünzt ist. Angebot und Werbung sind also zwei verschiedene paar Schuhe.
Danke für Deine grundsätzliche Erklärung.
Das heißt also; Prospekte von z. B. Supermärkten, die regelmäßig meinen Briefkasten verstopfen, sind gar keine "Werbe"flyer sondern "Angebots"flyer?
Immerhin macht der Supermarkt das Angebot auf die Herbeiführung einer konkreten Rechtsfolge (Kaufvertrag zwischen Unternehmen und Kunde) und es erfolgt im Flyer keine(?) Umschreibung des Produktes.

Spaß beiseite!
Das eine (Angebot/Werbung) schließt das andere (Werbung/Angebot) nicht aus. Denn in jedem Angebot/Werbung ist auch eine Werbung/Angebot enthalten.

Bei einem Telefonanruf von einem Unternehmen (ZAF), in dem eine Dienstleistung (Weitervermittlung meiner Arbeitskraft an Dritte) angeboten wird, macht dieses Unternehmen Werbung für sich selber und seine Dienstleistung.
Wenn diese Anrufe "ungefragt" (ohne Einwilligung) gemacht werden ist es ein unerlaubter Werbeanruf, Telefonterror oder Kaltakquise, die verboten sind.
Was noch erschwerend dazu kommt; es wurde nicht beim Bewerber sondern bei Anderen angerufen. Auch wenn es "nur" die Verwandten und keine Wildfremden waren.

AnonNemo

PS: Keine Rechtsberatung / Meine Meinung
 

Indeclinabilis

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juni 2012
Beiträge
1.411
Bewertungen
383
[...]Was Du noch "unterschlagen" hattest:[...]
War nur ein Spaß am Rande.


[...]
Spaß beiseite!
Das eine (Angebot/Werbung) schließt das andere (Werbung/Angebot) nicht aus. Denn in jedem Angebot/Werbung ist auch eine Werbung/Angebot enthalten.[...]
Wenn dem so wäre, bestände für jedermann der Werbung schaltet, die Gefahr der Mehrfachverpflichtung, weil eine unbestimmte Anzahl Dritter könnte das Angebot sofort annehmen (vgl. § 147 I S. 1 BGB). Die Mehrfachverpflichtung wäre wiederum möglich, weil die Grundsätze der Vertragsfreiheit und der Privatautonomie dem Einzelnen erlauben so viele Rechtsverhältnisse über eine Rechtsposition einzugehen wie er will. Eine Gefahr besteht dabei in dem Umstand, dass die vorhandene Ware (etc.) nicht für die Erfüllung der Mehrfachverpflichtungen ausreicht. Was letztendlich zu potenziellen Schadensersatzansprüchen einer unbestimmten Anzahl Dritter führen kann. Infolge dessen bestünde also u.U die Gefahr der Existenzvernichtung, durch die unbestimmbare Anzahl von Mehrfachverpflichtungen.

In Anbetracht dieser potenziellen Gefahr, lässt sich für einen obj. Dritten (§§ 133, 157 BGB) kein Rechtsbindungswille erkennen, weil der Betroffene bei Kenntnis dieser Umstände wohl nicht wollen würde, dass er gebunden wird.

Daher ist Werbung oder ein Ausstellen von Waren vielmehr als eine Aufforderung an den anderen Teil zu sehen, selbst ein Angebot abzugeben - "invitatio ad offerendum". Jetzt wird hoffentlich auch ersichtlich warum zwischen Angebot und Werbung Unterschieden werden muss.

[...]
Bei einem Telefonanruf von einem Unternehmen (ZAF), in dem eine Dienstleistung (Weitervermittlung meiner Arbeitskraft an Dritte) angeboten wird, macht dieses Unternehmen Werbung für sich selber und seine Dienstleistung.
[...]
Wenn eine Dienstleistung konkret und individuell angeboten wird, dann kann derjenige demgegenüber das Angebot gemacht wird, dieses sofort Annehmen (vgl. § 147 I S. 1 BGB).

Mit Werbung hat das dann nichts zu tun.


[...]
Wenn diese Anrufe "ungefragt" (ohne Einwilligung) gemacht werden ist es ein unerlaubter Werbeanruf, Telefonterror oder Kaltakquise, die verboten sind. Was noch erschwerend dazu kommt; es wurde nicht beim Bewerber sondern bei Anderen angerufen. Auch wenn es "nur" die Verwandten und keine Wildfremden waren.

AnonNemo

PS: Keine Rechtsberatung / Meine Meinung
Durch das Angebot eröffnet sich dem anderen Teil lediglich die Option der Annahme.

m.A

:icon_pause:
 
Oben Unten