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ZAF - ruft an ohne VV/ohne Bewerbung

Kitty79

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#1
Muss ich mich in den Bewerberpool einer ZAF aufnehmen lassen für dich ich keinen VV (auch in der Jobbörse ist nichts verzeichet) erhalten habe - und bei der ich mich auch nicht beworben habe?

In den Nutzungsbedingungen der Jobbörse steht ja, dass ZAF's und Konsorten keine "Lockangebote" erstellen dürfen, die nur der Erweiterung ihres Bewerberpools dienen.

Nun hat mich so ein ZAF-Typ schon 2x telefonisch belästigt und verlangt meine Unterlagen. - Er hat aber keine vakante Stelle!:icon_motz:
(Hatte hier schon einen ähnlichen Thread dazu: http://www.elo-forum.org/alg-ii/135231-personalservice-nervt-ohne-vv.html)
Aber denke hier wäre er angebrachter. Sorry.

Mir geht es nur darum ob ich verpflichtet bin, wenn ein AG bei der Jobbörse mich "privat" kontaktiert, überhaupt zu reagieren. Oder ob die Leihbude mir bei "Nichtreagieren" einen Strick draus drehen kann.
Dem Typen geht es ja eindeutig nur um die Erweiterung seiner "Leihsklavenkartei". :icon_motz:
 

Lilastern

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#2
@Kitty79;

Kannst du auf dein Benutzerkonto vom Jobcenter zugreifen? Dann kannst du nachschauen, ob vielleicht ein VV für dich unterwegs ist.

Auf einen Vermittlungsvorschlag musst du dich erst bewerben, wenn er dir schriftlich vorliegt. Andere Situation ist hier gegeben, wenn dir beispielsweise dein SB beim Meldetermin VV persönlich mitgibt. Bewerbungsfrist ist ja innerhalb von 3 Tagen nach Zugang des VV.

Für die AFA und das Jobcenter ist man nicht telefonisch erreichbar.
Das siehst du ja, diese Leihbuden belästigen dich mit ihren Anrufen.

Antrag auf Datenlöschung stellen. Telefonnummer und E-Mailadresse sind freiwillige Angaben. Du musst lediglich am jedem Werktag postalisch erreichbar sein.

Das ist ausreichend.

Es gibt keinen rechtskonformen § der vorschreibt, dass du telefonisch erreichbar sein musst.
 

Kitty79

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#3
Der erste Anruf kam vor ca. 4 Wochen. Der 2. vorigen Dienstag.
Es lagen bei beiden Anrufen keine VV vor. Weder online in meinem Benutzerkonto, noch schriftlich.

Der Typ hat zwar beim 2. Anruf behauptet er hätte Unterlagen vom "Arbeitsamt" und die könne er ohne meine Unterlagen nicht zurückschicken, aber er hat ja keine freie Stelle, er will nur meine Unterlagen, "wenn er mal eine freie Stelle hat".:icon_motz:

Auf deren Homepage gibt es auch keine freien Stellen.
Nur die Berufsgruppen aus denen sie neue Leihsklaven suchen.
 

Lilastern

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#4
@Kitty79

Hast du schon unter gedruckte Protokolle nachgeschaut? Da kannst du auch einsehen, ob ein VV gedruckt wurde.


Oder hat dich diese Zeitarbeitsfirma gefunden, indem sie sich die Profile anzeigen lässt. Hat dann telefonischen Kontakt mit dem Jobcenter aufgenommen und die haben dann deine Telefonnummer herausgegeben.

Ich würde deine Telefonnummer löschen lassen, sonst rufen da ständig solche Leihbuden an.

Kannst du die Telefonnummer nicht am Display des Telefons sehen, dann einfach nicht mehr rangehen wenn die anrufen.

Wenn dann suchen nur Zeitarbeitsfirmen solche Profile ab. Seriöse Firmen suchen ihre Leute selber.


Der Typ hat zwar beim 2. Anruf behauptet er hätte Unterlagen vom "Arbeitsamt" und die könne er ohne meine Unterlagen nicht zurückschicken, aber er hat ja keine freie Stelle, er will nur meine Unterlagen, "wenn er mal eine freie Stelle hat".
Die Zeitarbeitsfirmen müssen an die AFA Rückmeldung über den VV machen, oder machen Meldung wenn sich ein Bewerber nicht beworben hat. Aber wie gesagt da muss dann ein VV mit Rechtsfolgenbelehrung zugrunde liegen.
 

Kitty79

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#5
Also unter Protokolle ist der letzte VV vom 08.01.2014.
Ein VV, auf den ich eine Absage erhalten habe.
Ich denke die haben die Nummer durch die Call-Me-Funktion. :icon_motz:

Also besteht sicher kein VV. :biggrin:
Also auch keine Verpflichtung meine Unterlagen rauszugeben - oder?
 

Lilastern

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#6
@Kitty79

Es besteht keine Pflicht, dass du dich bei Zeitarbeitsfirmen in deren Bewerberpool aufnehmen lassen musst. Auch wenn ein VV zugrunde liegt.

Manche SB haben da schon versucht zu sanktionieren, sind aber dann vor dem SG gescheitert.
 

Roter Bock

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#7
Nochmal - ohne vakante konkrete Stelle keine Bewerbung bei ZAF - Ende und aus die Maus.

Roter Bock
 

Lilastern

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#8
Also unter Protokolle ist der letzte VV vom 08.01.2014.
Ein VV, auf den ich eine Absage erhalten habe.
Ich denke die haben die Nummer durch die Call-Me-Funktion. :icon_motz:

Also besteht sicher kein VV. :biggrin:
Also auch keine Verpflichtung meine Unterlagen rauszugeben - oder?
Nein, und wenn da etwas kommt von deiner SB dann sagst du hast keinen VV vorliegen.

Dann muss nämlich die AFA/Jobcenter nachweisen, dass Sie dir den VV zugeschickt haben. Mache dir irgendwie eine Aktennotiz für deine Unterlagen, dann weist du sofort Bescheid, falls da noch etwas kommt.
 

Caso

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#9
Dem Typen geht es ja eindeutig nur um die Erweiterung seiner "Leihsklavenkartei". :icon_motz:
Und wieso kann der dich anrufen?
Mach die Call-me-Funktion weg. Dann kann der nächste jedenfalls nicht mehr.
 

Texter50

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#11
Flass Du magst, hier der Standard zur Löschung aussem Forum, den Du nur noch an Deine Wünsche anpasst. :biggrin:

Name.............................................. ........
Strasse........................................... .........
PLZ/Ort............................................... .....
Kd.-Nr................................................ ......

An das JC .............................................
Strasse .................................................. ...........
PLZ/Ort .................................................. ...........


Freitag, 21. September 2012


Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
Antrag auf Löschung meiner bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten (§ 84 Abs. 2 SGB X)


Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesbeauftragte für Datenschutz hat beim Antrag auf Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II folgende Datenerhebungen problematisiert:

Telefon- und E-Mail Angaben sind nicht notwendig (sondern freiwillig),

Ich beantrage hiermit gemäß § 84 Abs. 2 SGB X die Löschung meiner in den beanstandeten Punkten aufgrund der Verwendung des von Ihnen zugesandten Fragebogens bereits gemachten Angaben. Die Daten sind für die Erfüllung Ihrer Aufgaben nicht erforderlich und die Erhebung verstößt gegen mein informationelles Selbstbestimmungsrecht. Um die Datenlöschung überprüfen zu können, beantrage ich einen entsprechenden Nachweis.


Mit freundlichen Grüßen

Ist das dieselbe Firma?

http://www.elo-forum.org/alg-ii/135231-personalservice-nervt-ohne-vv.html
 

Neudenkender

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#12
Gerade bei solchen bei solchen Typen empfiehlt sich, schon aus erzieherischen Gründen, ein ausführliches, unentgeltliches Auskunfts- und Löschungsverlangen gemäß § 34 BDSG vorzunehmen. Nachweissicher, mit Fristsetzung zur Auskunft und zur Löschungsbestätigung, sonst Bitte um Unterstützung mindestens beim Datenschutzbeauftragten ...

In jenem Schreiben ausdrücklich jede Art der TELEFONISCHEN oder ELEKTRONISCHEN Kontaktaufnahme untersagen.

Ggf. prüfen, ob zusätzlich eine Information an die BA wegen VERDACHTS des Missbrauchs der Jobbörse gegeben KÖNNTE. Aber vorsichtig formulieren.

In sämtlichen Online-Portalen zum Thema "Werbung" für die Bude machen.

Usw.

Nur meine Meinung, keine Rechtsberatung.
 

Chrisman

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#13
Mal ne dumme Frage bzgl. der Bewerbung innerhalb von 3 Tagen. Zählt der Tag der Zustellung mit?
Beispiel: Brief kommt Mittwoch Nachmittag an, ist es dann noch ok, wenn man die Bewerbung Samstag einwirft?


@ Neudenkender: auch ich hatte heute wieder solch einen Fall. Hab mich im April bei den Ratten beworben, seither haben sie mich 1* letzten Monat und
eben heute angerufen. Von der Bewerbung an sich hatte ich jedoch nie wieder etwas gehört. Ich werde denen auch ein entsprechendes Schreiben zusenden.
 

Lilastern

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#14
@Chrisman

Mal ne dumme Frage bzgl. der Bewerbung innerhalb von 3 Tagen. Zählt der Tag der Zustellung mit?
Beispiel: Brief kommt Mittwoch Nachmittag an, ist es dann noch ok, wenn man die Bewerbung Samstag einwirft?
Ja, der Tag der Zustellung zählt mit. Daher muss die Bewerbung spätestens am Freitag eingeworfen werden.
 

Lilastern

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#15
@ Chrisman

Jede Wette diese Stelle von deinem VV vom April existiert sicherlich nicht. Die wollen dich nur für ihren Bewerberpool haben.
 

Kitty79

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#16
Danke für die guten Tipps. :icon_knutsch:

Hab jetzt ein Schreiben (Vorlage hier aus dem Forum) zum Löschen meiner Daten aufgesetzt und gebe das gleich Morgen persönlich (gegen Unterschrift) ab.
Sollten die Leihtypen nochmal anrufen werden ich denen sagen, dass die gegen die Nutzungbedingungen der AFA/JB verstoßen.:icon_mrgreen:
Und natürlich nicht mehr anrufen sollen.:icon_motz:
 

franky0815

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#17
Sollten die Leihtypen nochmal anrufen werden ich denen sagen, dass die gegen die Nutzungbedingungen der AFA/JB verstoßen.:icon_mrgreen:
Und natürlich nicht mehr anrufen sollen.:icon_motz:
wenn du das mündlich am telefon machst kannst du ebensogut einer kuh ins horn kneifen, eine variante wäre garnichmehr ans telefon zu gehn wenn man die nummer nicht kennt, die andere variante du untersagst den ratten die kontaktaufnahme per telefon und sms und mail.
 

with attitude

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#18
Hallo,

statt beantragen "fordern" und Frist von 14 tagen setzen... wenn du es bisjen schärfer mögst magst... [gibts das Wort eigentlich? mögst?]
 

Kitty79

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#21
Also langsam platzt mir echt der Kragen!

Habe jetzt die Bestätigung das meine Daten beim JC gelöscht wurden.:icon_mrgreen: Danke nochmal.

Leider haben die offensichtlich diesem Typen meine Daten überlassen. Ende Juli habe ich dem gesagt, dass kein VV vorliegt und ich nicht in den Bewerberpool will. Basta.

Jetzt war ich diese Woche viel unterwegs.
Nun habe ich 3 Tage hintereinander von früh bis abends entgangene Anrufe von der Firma. Geht's noch?:icon_motz:

Ich habe die Nase voll und will jetzt der "Chefin" der Leihbude schreiben und die Löschung meiner Daten verlangen.
Weil anrufen tu ich da ganz sicher nicht und rangehen eh nicht mehr. (Leider kann ich die Nummer bei meinem Speedport nicht blockieren.)

Möchte da auf Datenschutz und Verstoß der Nutzungsbedingungen der Jobbörse hinweisen usw.
Eine Idee wie man das sachlich formulieren kann?
Ohne das mir die eventuell beim JC einen reinwürgen können.

Wäre für Tipps dankbar.
 

Roter Bock

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#22
Die Chefin von der Leihbude anzuschreiben ist sinnfrei, außerdem solltest Du denen kein Material zur Verfügung stellen, das die als Arbeitsverweigerung uminterpretieren können, um Dir eine reinzuwürgen. Womöglich "zaubern" die noch auf die schnelle ein "konkretes" Jobangebot aus dem Hut.

Geh einfach weiter nicht ans Telefon.

Roter Bock
 

Kitty79

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#23
Leider triffst du den Nagel auf den Kopf. So penetrant wie die sind wäre die glatt dazu fähig. :(
Vielleicht abonniert ich doch dieser Sicherheitspaket meines Anbieters für 2,99 € um den Typen auf die Blacklist setzen zu können.
Denn nach 3 Monaten reichts irgendwann. :icon_motz:
 

Julchen68

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#24
Möchte da auf Datenschutz und Verstoß der Nutzungsbedingungen der Jobbörse hinweisen usw.
Eine Idee wie man das sachlich formulieren kann?
Ohne das mir die eventuell beim JC einen reinwürgen können.
Wenn Du das auf der Schiene "Da rufen doch tatsächlich Arbeitgeber bei mir an" machst, dann wischen die mit Dir mit Sicherheit den Boden auf.

Wenn Deine Kontaktdaten (zumindest einige zeitlang) öffentlich sichtbar gewesen sein sollten, dann ist es ja gerade Sinn und Zweck der Nutzungsbedingungen, daß sie auch zur Kontaktaufnahme verwendet werden.

Wenn Du bislang keinen Einspruch gegen Weitergabe Deiner gespeicherten Kontaktdaten in Deiner Akte erhoben hattest ... dann mag zwar irgendeine Mauschelei dahinterstecken, daß die sozusagen unter der Hand an AGs weitergereicht werden ... aber schwierig nachzuweisen bzw. draufrumzureiten, ohne daß findige quotengesteuerte SBs daraus einen eklatanten Arbeitsunwillen konstruieren.

Wenn üb erhaupt, würd ich den Brief vielleicht in einer reinen Auflistung (buchstäblich. also als "bullets") von Fakten formulieren.
wie z.b.
- anruf ohne VV oder sonstige Bewerbungsaktivitäten deinerseits
- eingeständnis, daß nicht einmal eine konkrete Stelle vorliegt
- angeblich vorliegende Unterlagen von Amt
usw
immer schön mit Angabe dazu, was wann wer geäußert hat, wenn Du entsprechende Gesprächsnotizen oder ein supergutes Gedächtnis hast.

Darunter dann sowas wie "Ich betrachte dies als Mißbrauch meiner Daten und fordere sie hiermit letztmalig auf ...."

So entstehen zumindest keinerlei Mißverständnisse, weswegen.
Daß dann nicht doch jemand hingeht und das einer willigen und willfährigen Ansprechperson beim Amt nach dem Motto "guckmal dieses arbeitsscheue gesindel" unter die Nase hält ... das weißt Du nicht und kannst Du auch nicht verhindern.

Schweigen ist Gold würd ich sagen. Außer die greifen zu "härteren" Mitteln als Telefonen.
 

Julchen68

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#25

Kitty79

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#26
Wir haben noch den analogen Anschluss, wollten aber umsteigen da der ip-basierende günstiger ist.
Werde mir das gleich mal ansehen. Danke!

Das mit dem Schreiben lasse ich dann wohl besser, denn am Ende steht das JC eh auf der Seite der (wenn auch unseriösen) Arbeitgeber.:icon_motz:
Ist leider so, dass wir meist "am kürzeren Hebel" sitzen.:icon_frown:
 

Rotwolf

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#27
Gerade bei solchen bei solchen Typen empfiehlt sich, schon aus erzieherischen Gründen, ein ausführliches, unentgeltliches Auskunfts- und Löschungsverlangen gemäß § 34 BDSG vorzunehmen. Nachweissicher, mit Fristsetzung zur Auskunft und zur Löschungsbestätigung, sonst Bitte um Unterstützung mindestens beim Datenschutzbeauftragten ...

In jenem Schreiben ausdrücklich jede Art der TELEFONISCHEN oder ELEKTRONISCHEN Kontaktaufnahme untersagen.

Ggf. prüfen, ob zusätzlich eine Information an die BA wegen VERDACHTS des Missbrauchs der Jobbörse gegeben KÖNNTE. Aber vorsichtig formulieren.

In sämtlichen Online-Portalen zum Thema "Werbung" für die Bude machen.

Usw.

Nur meine Meinung, keine Rechtsberatung.
@Neudenkender
Kannst du dich noch erinnern, dass mit § 34 BDSG später scharf nachgewaschen wird ? Das hatten wir hier >http://www.elo-forum.org/zeitarbeit...hread-vorlagen-90326/index32.html#post1703575.

  • Nach § 34 BDSG muss die ZAF auf Verlangen gespeicherte und übermittelte Daten preisgeben.

  • § 35 Abs. 2 Nr. 3 BDSG sind Daten zu löschen, wenn der Zweck erfüllt ist. Es keine gesetzl. oder vertragliche Grundlage zur Speicherung gibt.
Diese zwei §§ könnte man der ZAF über einen Gerichtsvollzieher per Schreiben übermitteln. Die ZAF soll Auskunft über die gesp. -und übermittelten Daten preisgeben (§ 34 BDSG). Die ZAF soll die Daten löschen (§35 BDSG).

Im Schreiben dann auf den Datenschutzbeauftragten hinweisen, wenn die ZAF nicht reagiert. Unternimmt die ZAF nach einer gesetzten Frist nichts, so würde ich die beim Datenschutzbeauftragten melden.

Gemeint ist der Datenschutzbeauftragte für das jeweilige Bundesland >Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit - Anschriften und Links - Die Datenschutzbeauftragten der Länder.
 

franky0815

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#28
wenn du noch nie mit denen zu tun hattest, dann is das ein unverlangter werbeanruf, dagegen kannst du vorgehn, wenn die das nächste mal anrufen, fragst du den der am telefon is nach der genauen firmenbezeichnung und adresse und stellts eine klage in aussicht, falls die wieder anrufen sollten.
 
E

ExitUser

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#29
Zustellung per Gerichtsvollzieher und Klage bedeuten nur Stress und Kosten. Wenn die beim nächsten Mal anrufen und nach kitty79 fragen, antworte denen "Die wohnt nicht mehr hier. Und mich rufen sie gefälligst nicht mehr an. Falls doch gibt es rechtliche Schritte."
Ob es hilft kann ich Dir nicht garantieren. Aber es wäre die einfachste Möglichkeit.
 
E

ExitUser

Gast
#30
In den Nutzungsbedingungen der Jobbörse steht ja, dass ZAF's und Konsorten keine "Lockangebote" erstellen dürfen, die nur der Erweiterung ihres Bewerberpools dienen.
Stimmt. Das ist aber jetzt nicht Dein Thema. Wenn es einen den Nutzungsbedingungen widersprechenden Eintrag gäbe, könntest Du den melden.

Nun hat mich so ein ZAF-Typ schon 2x telefonisch belästigt und verlangt meine Unterlagen. - Er hat aber keine vakante Stelle!:icon_motz:
Dann sind nicht die Nutzungsbedingungen der Jobbörse der Hebel, sondern das BDSG.
§ 1 Abs. 2 Nr. 3 BDSG zur Einschlägigkeit des Gesetzes
§ 13 Abs. 1 BDSG zur Zulässigkeit der Datenerhebung
Beabsichtigt der Vogel nicht, Dich einzustellen oder zu vermitteln, hat er - von persönlicher Neugierde abgesehen - keinen Grund für die Datenerhebung. Daß das sein Chef anders sieht, soll nicht Dein Problem sein.

Woher hat er Deine Telefonnummer? Laß die aus dem Portal und den Datenbeständen des JC löschen!

Mir geht es nur darum ob ich verpflichtet bin, wenn ein AG bei der Jobbörse mich "privat" kontaktiert, überhaupt zu reagieren.
Das kommt drauf an. Im konkreten Fall gibt es keine Arbeitsstelle, also könntest Du auch keine Anstellung vereiteln.

Oder ob die Leihbude mir bei "Nichtreagieren" einen Strick draus drehen kann.
Dem Typen geht es ja eindeutig nur um die Erweiterung seiner "Leihsklavenkartei".
Das ist zwar sein Job (der macht nichts anderes, als Daten zu sammeln), aber nicht Dein Problem. Sag' ihm beim nächsten Mal, er ist auf dem besten Wege, sich eine Strafanzeige gem. § 238 Abs. 1 Nr. 2 StGB einzufangen, falls er nochmal anruft. Das könnte ihn persönlich mehr beeindrucken, als eine Beschwerde beim Bundesdatenschutzbeauftragten über seinen Laden.

§ 238
Nachstellung


(1) Wer einem Menschen unbefugt nachstellt, indem er beharrlich
1. seine räumliche Nähe aufsucht,
2. unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht,
3. unter missbräuchlicher Verwendung von dessen personenbezogenen Daten Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für ihn aufgibt oder Dritte veranlasst, mit diesem Kontakt aufzunehmen,
4. ihn mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit seiner selbst oder einer ihm nahe stehenden Person bedroht oder
5. eine andere vergleichbare Handlung vornimmt

und dadurch seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
...
 
E

ExitUser

Gast
#31
  • § 35 Abs. 2 Nr. 3 BDSG sind Daten zu löschen, wenn der Zweck erfüllt ist. Es keine gesetzl. oder vertragliche Grundlage zur Speicherung gibt.
Wenn es von vornherein keinen zu erfüllenden Zweck gibt, wäre es Unsinn, der Speicherung erst zuzustimmen, um dann auf die Löschung zu drängen.
 

Neudenkender

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#32
Diese zwei §§ könnte man der ZAF über einen Gerichtsvollzieher per Schreiben übermitteln.
Kann man ja mal um des "It's showtime!!!"-Effekts gern nutzen. Wenn man das Geld hat. Ist nämlich rel. teuer (über 20 Euro).

Ein Einwurf-Einschreiben mit dem dezent-auffälligen Hinweis rechts neben dem Anschriftenfeld "Unter Zeugen kuvertiert und aufgegeben" reicht meiner Erfahrung nach in der Regel hin. Ich habe Antwortquoten von knapp über 90 % auf die Tour.
 

Walter999

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#33
Also, bei unerwünschten Anrufen hat sich bei mir folgende Vorgehensweise bestens bewährt:

1. Telefon klingelt.
2. Ich geh ran und frag wer denn dran ist (ich nenne meinen Namen nicht)
3. Anrufer bzw. Störer gibt sich zu erkennen
4. Ich: "Einen Moment bitte".......
5. Ich lege das Telefon, mit bestehender Verbindung, beiseite und gehe anderen, für mich wichtigeren Geschäften nach.
6. Nach ca. 30 Minuten nehme ich das Telefon und schaue ob noch wer dran ist. Falls ja, zurück zu Punkt 5. Falls nicht lege ich auf.

Und innerhalb kürzester Zeit lernen auch die dümmsten Vollpfosten, dass Anrufe bei mir kenen Sinn haben.

Aber: Bei ZAF könnte der nächste Schritt sein, dass die unangemeldet vor der Tür stehen und klingeln. Hab ich auch einmal erlebt. Aber auch da gilt:
Keine Zeit, habe einen dringenden Termin....welchen? Das geht die gar nix an :popcorn:
 

Fotoz

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158
#34
Hat schon mal einer die Nutzungsbedingungen der Arbeitsagentur in Bezug zur Jobbörse gelesen, bevor man sie akzeptiert hat?

Nutzungsbedingungen - www.arbeitsagentur.de

§ 9 Besonderheiten bei anonym veröffentlichten Angeboten

(1) Wenn ein Bewerberangebot im Portal mit dem Status „anonym veröffentlicht“ eingestellt wird, beachtet die Bundesagentur für Arbeit nach Maßgabe der folgenden Regelungen den Wunsch des Bewerbers nach Wahrung seiner Anonymität.
(2) Der Bewerber kann einer telefonischen Kontaktaufnahme durch einen Arbeitgeber zustimmen, indem er ein entsprechendes Kontrollfeld markiert bzw. – bei von der Bundesagentur für Arbeit betreuten Nutzern – eine Markierung auf Wunsch durch Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit erfolgt. Der anonyme Veröffentlichungsstatus des Bewerberangebots im Portal wird davon nicht berührt.
(3) Der an einer Kontaktaufnahme mit dem Bewerber interessierte Arbeitgeber erhält automatisiert vom System eine Servicerufnummer angezeigt, die nur innerhalb einer Zeitspanne von 48 Stunden gültig ist. Bei Anwahl dieser Servicerufnummer wird die telefonische Verbindung zum ausgewählten Bewerber hergestellt. Bei einem Zustandekommen der telefonischen Verbindung zum Bewerber erfolgt keine Rufnummernrückübertragung an den Arbeitgeber. Die Rufnummer des Bewerbers bleibt somit unbekannt. Es ist zu beachten, dass die Übertragung der Rufnummer an den Arbeitgeber erfolgt, wenn der Bewerber ohne Rufnummernunterdrückung am eigenen Telefonapparat den Arbeitgeber aufgrund des vorausgegangenen Anrufs zurück ruft. Bei Anschluss einer Mailbox oder eines Anrufbeantworters wird zur Sicherstellung der eigenen Anonymität empfohlen, die Formulierung eines Ansagetextes auf einer Mailbox oder einem Anrufbeantworter so zu gestalten, dass die Anonymität nicht gegen den erklärten Willen aufgehoben wird.

§ 10 Weitere Besonderheiten bei anonym veröffentlichten Stellenangeboten

(1) Ein als Nutzer des Portals registrierter Arbeitgeber kann bestimmte Einzelheiten eines mit dem Status „anonym veröffentlicht“ im Portal eingestellten Bewerberangebotes einsehen, wenn das im Portal eingestellte Stellenangebot von der Bundesagentur für Arbeit betreut wird und er einen Vermittlungsvorschlag erhalten hat. In diesem Fall kann der Arbeitgeber über die Seite „Bewerbungen“ alle Vermittlungsvorschläge einsehen und den Bearbeitungsstand der Bewerbungen abfragen. Auf diese Weise kann der Arbeitgeber Kenntnis des Namens und der Anschrift des Bewerbers erlangen. Darüber hinaus ist eine Kenntnisnahme der Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) des Bewerbers aber nur möglich, wenn dieser mit der Veröffentlichung der eigenen Kontaktdaten einverstanden ist.
(2) Diese Daten darf der Arbeitgeber ausschließlich für die konkrete Stellenbesetzung nutzen und nicht an Dritte weitergeben. Ein Verstoß gegen diese Bestimmungen berechtigt die Bundesagentur für Arbeit, die betreffenden Angebote – ohne Benachrichtigung der Anbieter – zu löschen und den Zugang zum Portal zu sperren.


Damit dürften sich schon einige Fragen geklärt haben.
Und auch, dass jeder, der "nur mal schauen will", was dann so bei der Jobbörse so an Daten über ihn gibt, mit dem Einloggen dies alles zustimmt oder zugestimmt hat.
Mit dem erstmaligen Einloggen in der Jobbörse muss man die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Ansonsten ist das Einloggen und Benutzen nicht möglich.

Nun stellt sich die Frage, wer das beim ersten Einloggen getan hat?

Solange das Stellengesuch anonym veröffentlicht ist, gelten auch diese Nutzungbedingungen.

Leider ist es nach Aussagen der Datenschutzbeauftragten mit Hinweis auf Gesetzte der Arbeitsförderung die Handhabe so erlaubt.

Einige SB lassen sich aber darauf ein, das Stellengesuch nur intern zu veröffentlichen...

(sofern der SB die Telefonnummer erst mal hat..., sieht man, was dann alles passieren kann, oh, da hat wohl der SB ausversehen den Haken in "Telefonkontakt erwünscht", gesetzt...)
 
E

ExitUser

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#37
Hat schon mal einer die Nutzungsbedingungen der Arbeitsagentur in Bezug zur Jobbörse gelesen, bevor man sie akzeptiert hat?
Vermutlich nicht. Interessant sind ja nicht nur die §§ 9 und 10: http://www.elo-forum.org/zeitarbeit...-bewerbung-zaf-136518/index2.html#post1726187
(Beitrag 56)

Damit dürften sich schon einige Fragen geklärt haben.
Und auch, dass jeder, der "nur mal schauen will", was dann so bei der Jobbörse so an Daten über ihn gibt, mit dem Einloggen dies alles zustimmt oder zugestimmt hat.
Mit dem erstmaligen Einloggen in der Jobbörse muss man die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Ansonsten ist das Einloggen und Benutzen nicht möglich.
Das ist freilich Unsinn im mehrfacher Hinsicht.

Erstens: Um im Bewerberdatenpool zu wühlen, braucht man sich mitnichten zu registrieren und einzuloggen. Man geht einfach auf die Seite, klickt rechts oben auf "Jobbörse für Arbeitgeber", wählt sinnvollerweise im nächsten Schritt die "erweiterte Suche" und los geht's. Damit akzeptiert man überhaupt nichts. Denn das bloße Ansurfen irgendeiner Internetseite allein kann rechtlich nicht mit irgendwelchen Bedingungen verknüpft werden.

Zweitens: Sollte Dir aufgefallen sein, daß die Nutzungsbedingungen lediglich das Einstellen von Einträgen reglementieren. Das Ansehen von Bewerberprofilen hat die BA schon deshalb nicht an Bedingungen geknüpft, weil das bei einem offenem Zugang für jedermann eben nicht geht.

(sofern der SB die Telefonnummer erst mal hat..., sieht man, was dann alles passieren kann, oh, da hat wohl der SB ausversehen den Haken in "Telefonkontakt erwünscht", gesetzt...)
Oder die Nummer auf entsprechend nette Anfrage der ZAF am Telefon herausgegeben.
 

Fotoz

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#38
Das ist freilich Unsinn im mehrfacher Hinsicht.

Erstens: Um im Bewerberdatenpool zu wühlen, braucht man sich mitnichten zu registrieren und einzuloggen. Man geht einfach auf die Seite, klickt rechts oben auf "Jobbörse für Arbeitgeber", wählt sinnvollerweise im nächsten Schritt die "erweiterte Suche" und los geht's. Damit akzeptiert man überhaupt nichts. Denn das bloße Ansurfen irgendeiner Internetseite allein kann rechtlich nicht mit irgendwelchen Bedingungen verknüpft werden.

Wer hat hier von, in Bewerberpool zu wühlen und damit verbundenen Einloggen?

Es war die Aussage vom Einloggen in das eigene Bewerberprofil und damit akzeptiert man die Nutzungbedingungen.
Und so habe ich es auch geschrieben.


Zweitens: Sollte Dir aufgefallen sein, daß die Nutzungsbedingungen lediglich das Einstellen von Einträgen reglementieren. Das Ansehen von Bewerberprofilen hat die BA schon deshalb nicht an Bedingungen geknüpft, weil das bei einem offenem Zugang für jedermann eben nicht geht.
Und Zweitens, hab ich davon gar nicht geredet.
 
E

ExitUser

Gast
#39
Wer hat hier von, in Bewerberpool zu wühlen und damit verbundenen Einloggen?
Einfach mal den Eingangsbeitrag der Diskussion lesen.

Zu Deiner Information: Hier geht es darum, daß ein ZAF-Mensch telefonisch einer Leistungsempfängerin nachstellt, obwohl er keine Stelle zu besetzen, keine Anzeige auf der jobbörse geschaltet hat und es weder einen VV noch eine Bewerbung der Fredstarterin gibt. Was hat das jetzt mit dem Einloggen eines LE im eigenen Profil zu tun?
 

Fotoz

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#40
Einfach mal den Eingangsbeitrag der Diskussion lesen.
Und warum kommentierst du das als meinen Beitrag?

Also tatsächlich wurde wohl angerufen und das gegen den Willen des TE.
Und woher kommen die Daten dazu? Sicherlich sind die nicht absichtlich herausgegeben worden.
Aber real bei der ZAF gelandet.
Und da bleibt wohl nur der Hinweis auf,

In diesem Fall kann der Arbeitgeber über die Seite „Bewerbungen“ alle Vermittlungsvorschläge einsehen und den Bearbeitungsstand der Bewerbungen abfragen. Auf diese Weise kann der Arbeitgeber Kenntnis des Namens und der Anschrift des Bewerbers erlangen. Darüber hinaus ist eine Kenntnisnahme der Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) des Bewerbers aber nur möglich, wenn dieser mit der Veröffentlichung der eigenen Kontaktdaten einverstanden ist.
 

Rotwolf

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#41
Wenn es von vornherein keinen zu erfüllenden Zweck gibt, wäre es Unsinn, der Speicherung erst zuzustimmen, um dann auf die Löschung zu drängen.
Hier hatte ich zu § 35 BDSG verwiesen.
Nach § 35 BDSG sind Daten zu löschen, wenn der ZWECK erfüllt ist.

Einen Zweck hat es hier nicht gegeben - stimmt.
§ 35 BDSG >http://www.buzer.de/gesetz/3669/a51605.htm ist es hier also nicht.

Und wenn ich so recht überlege ist das mit dem Einschreiben oder Gerichtsvollzieher teuer.
Probiere einfach die anderen preiswerten und unkomplizierten Dinge aus, die andere Vorschlagen.

Bei Anruf falsch verbunden, oder nicht auflegen und Hörer 30 Minuten weglegen. Eben was hier schon andere vorgeschlagen haben (Telefontricks).

Eine Sanktion vom JC gibt es hier nicht.
Für eine Sanktion muss es einen VV (Vermittlungsvorschlag) mit Rechtsfolgenbelehrung geben.
Selbst wenn die ZAF was dem JC meldet, bleibt es sanktionsfrei.
Man kann also gefahrlos die hier vorgeschl. Telefontricks anwenden.
 
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#42
Hallo Fotoz,

in dem von Dir zitierten Auszug aus den "Spezifische Regelungen zur Nutzung der JOBBÖRSE und des Veranstaltungsportals" kann nichts eindeutiges bzgl. Quelle der erweiterten Kontaktdaten herausgelesen werden.
In diesem Fall kann der Arbeitgeber über die Seite „Bewerbungen“ alle Vermittlungsvorschläge einsehen und den Bearbeitungsstand der Bewerbungen abfragen. Auf diese Weise kann der Arbeitgeber Kenntnis des Namens und der Anschrift des Bewerbers erlangen. Darüber hinaus ist eine Kenntnisnahme der Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) des Bewerbers aber nur möglich, wenn dieser mit der Veröffentlichung der eigenen Kontaktdaten einverstanden ist.
... alle VV einsehen und den Stand abfragen ...
=> welche alle VV?
  1. Alle übermittelten VVs von verschiedenen Bewerber an diesen einen AG?
    Im Prinzip das Benutzerkonto des AGs.
  2. Alle übermittelten VVs, auch an andere AGs, von diesem einen Bewerber?
    Im Prinzip das Benutzerkonto des ELOs.

Sollte 2. möglich sein, so wäre es ein Verstoß gegen den Datenschutz.
=> Weil, was geht irgendeinen Arbeitgeber mein komplettes (VV) JOBBÖRSEN-Profil an??

Kann ein AfA-Mitarbeiter oder ein Arbeitgeber seine Kenntnisse/Erfahrungen dazu posten?

Auf den Fall von @Kitty79 bezogen:
Ich gehe mal davon aus; Fall 2 ist nicht möglich!!
Dann stellt sich mir die Frage; Woher hat die ZAF die Adresse von @Kitty79? Deshalb ...

hallo Kitty79,

der ZAF-Typ der Dich telefonisch belästigt hat; hast Du die Rufnummer während der Anrufe gesehen oder noch im Rufnummernspeicher?
Wenn ja => war es die Nummer der ZAF oder eine andere?
Wenn eine andere => war es eine Nummer der AfA oder eine andere?
Wenn Nr. der AfA => war/ist bei Dir die Call-Me-Funktion aktiv?
Wenn ja => Wir haben die Lösung für @Kitty79!!

Eine andere Möglichkeit:
Ein SB hat einen VV erstellt. Diesen an die ZAF aber nicht an @Kitty79 geschickt (ist bei mir auch schon vorgekommen, war aber in meinem Profil der JOBBÖRSE zu sehen!)
=> ZAF hat die Adresse und kann im Telefonbuch nach der Nummer suchen.

AnonNemo
 
E

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Gast
#43
Und warum kommentierst du das als meinen Beitrag?
Weil Du das geschrieben hast oder postet hier jemand unter Deinem Zugang?

Also tatsächlich wurde wohl angerufen und das gegen den Willen des TE.
Und woher kommen die Daten dazu? Sicherlich sind die nicht absichtlich herausgegeben worden.
Woraus ist das zu schließen?

Und da bleibt wohl nur der Hinweis auf,

In diesem Fall kann der Arbeitgeber über die Seite „Bewerbungen“ alle Vermittlungsvorschläge einsehen und den Bearbeitungsstand der Bewerbungen abfragen. Auf diese Weise kann der Arbeitgeber Kenntnis des Namens und der Anschrift des Bewerbers erlangen. Darüber hinaus ist eine Kenntnisnahme der Kontaktdaten (Telefon, E-Mail) des Bewerbers aber nur möglich, wenn dieser mit der Veröffentlichung der eigenen Kontaktdaten einverstanden ist.
Das ist ein Grund, nicht anzurufen, aber kein Hindernis. Ruft die ZAF im JC an, dann wird die überwiegende Mehrzahl der SB die Nummer dem ZAF-Dispo ohne lange zu fackeln diktieren, sofern die beim JC in irgendeiner Akte steht. Und sich einen feuchten Kehrricht darum scheren, ob sie das dürfen und ob der LE zugestimmt hat.
 
E

ExitUser

Gast
#44
Sollte 2. möglich sein, so wäre es ein Verstoß gegen den Datenschutz.
=> Weil, was geht irgendeinen Arbeitgeber mein komplettes (VV) JOBBÖRSEN-Profil an??
Wenn das nicht ein martialischer Skandal wäre, den sogar die BA scheuen dürfte (und die schreckt ja so schnell vor nichts zurück), müßte man selbst das für möglich halten.

Kann ein AfA-Mitarbeiter oder ein Arbeitgeber seine Kenntnisse/Erfahrungen dazu posten?
Nein. Wenn sich jemand Frau Hannemann anschließen will, dann sicher nicht auf einen Zuruf im elo-Forum.

Auf den Fall von @Kitty79 bezogen:
Ich gehe mal davon aus; Fall 2 ist nicht möglich!!
Dann stellt sich mir die Frage; Woher hat die ZAF die Adresse von @Kitty79? ...
Die ZAF sieht in der jobbörse ein anonymes Profil und holt sich beim SB auf dem kurzen Dienstweg die restlichen Daten. Das ist ja nun oft genug thematisiert worden, nicht nur von mir.

Eine andere Möglichkeit:
Ein SB hat einen VV erstellt. Diesen an die ZAF aber nicht an @Kitty79 geschickt (ist bei mir auch schon vorgekommen, war aber in meinem Profil der JOBBÖRSE zu sehen!)
=> ZAF hat die Adresse und kann im Telefonbuch nach der Nummer suchen.
Ein heimlich in die jobbörse gestellter VV sollte normalerweise mit der Inhaltslos-email

Sehr geehrte Nutzerin der JOBBÖRSE,
sehr geehrter Nutzer der JOBBÖRSE,

Sie haben einen neuen Vermittlungsvorschlag erhalten.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Bundesagentur für Arbeit

Dies ist eine automatisch generierte Nachricht. Eine Antwort auf diese Nachricht ist nicht möglich.

an den betreffenden LE enttarnt werden.
 

Kitty79

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#45
@AnonNemo

Also die Nummer konnte ich sehen (dank Rufnummererkennung.)

Es ist eindeutig die Nummer der ZAF (hab online nachgesehen). Nummer stimmt mit der online angegebenen Nr. überein - auch im Telefonbuch ist es die gleiche Nummer.

Zwar steht in meiner EGV "... nimmt Ihr Bewerberprofil in... auf und veröffentlicht es anonym mit der Call-Me Funktion." Aber das "Häkchen" für die CM-Funktion ist im Bewerberprofil nicht gesetzt.
Ich habe auch im Profil bei der Jobbörse nachgesehen, kein VV online und auch unter "Protokolle" ist kein VV erstellt worden.

Und im Telefonbuch kann er nicht suchen - da kein Eintrag erfolgt ist.
Daher kann nur irgendwer meine Nummer rausgegeben haben.:icon_motz:
Zurückgerufen habe ich auch nicht - so kann er meine Nummer also auch nicht bekommen haben.

Hätte der eine Stelle könnte ich ja verstehen, dass jemand die Nummer rausrückt - aber er hat ja keine. (Es gibt keine Stelle, deshalb kann ich keinen VV erhalten.)
Nur seinen leeren Bewerberpool will er füllen. - Hat er ja selbst zugegeben.

@P123
Hab auch diese inhaltslose mail nicht erhalten.
 
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#46
Hallo P123,

Mit meiner Frage:
Kann ein AfA-Mitarbeiter oder ein Arbeitgeber seine Kenntnisse/Erfahrungen dazu posten?

habe ich eigentlich User wie z. B. @BurnsTorn(?) als Ex-SB oder @rounddancer als Arbeitgeber/-vermittler gemeint die in der Lage sein könnten meinen Vorwurf zu entkräften bzw. zu bestätigen.

Nachtrag: mir ist schon klar, dass sehr viel auf dem kleinen Dienstweg (AfA/JC -> ZAF) geregelt wird.

AnonNemo
 
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ExitUser

Gast
#47
Hätte der eine Stelle könnte ich ja verstehen, dass jemand die Nummer rausrückt - aber er hat ja keine. (Es gibt keine Stelle, deshalb kann ich keinen VV erhalten.)
Eine unzulässige Schlußfolgerung. Konservativ geschätzt haben drei Viertel des Datenbestandes in der Jobbörse entweder gar keine Vakanz zum Hintergrund oder teilen sich die mit einem halben Dutzend anderer Anzeigen.

Die Nutzungsbedingungen der BA beeindrucken niemand, dessen einzige Arbeitsaufgabe es ist, den Datenpool seines Arbeitgebers zu füllen. Der hat bekanntlich nur die Alternativen, sich krankschreiben zu lassen oder sich mit der freundlichen Bitte um eine Sperrzeit bei der BA registrieren zu lassen.

Nur seinen leeren Bewerberpool will er füllen. - Hat er ja selbst zugegeben.
Den seines Chefs. Und ist darob offenbar nicht besonders glücklich. Freilich, man kann da Mitleid haben, aber letztlich hat man als LE selbst genug Probleme und kann die der Dispos nicht zu den eigenen machen.

@P123
Hab auch diese inhaltslose mail nicht erhalten.
Wenn es keinen VV gibt, dann kriegst Du die auch nicht. War nur eine Antwort auf Nemo's Vermutung, daß die Papierausfertigung des VV gar nicht erstellt / noch unterwegs / auf dem Postweg verloren gegangen sei.
 

Kitty79

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#48
Man kann die Disponenten ja iwie auch verstehen.
Die stehen ständig unter dem Druck Leihsklaven zu aquirieren.
Aber deshalb muss man sich - auch als Elo nicht monatelang belästigen lassen.

Ist genau wie bei Call-Center-Leuten - besch***ener Job, müssen Leuten was aufschwatzen was sie nicht brauchen/wollen und das zu Dumpinglöhnen. - Aber deshalb kaufe ich nix am Telefon. :icon_mrgreen:

Das Problem liegt eben im System. Firmen, die früher selbst eingestellt haben, nutzen jetzt ZAF's um Geld und Zeit zu sparen. Dass sie dann aber unmotivierte und schnell wieder "abspringende" Leute im Betrieb haben ist dann ihre eigene Schuld.

Da die Afa einen zwingt sich bei ZAF's zu bewerben bekommen die natürlich "Aufwind". Denn der kleine Elo muss ja dann jeden noch so bescheidenen Job annehmen - sonst Sanktionen.:icon_motz:
 

Jonny79

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#49
Man kann die Disponenten ja iwie auch verstehen.
Die stehen ständig unter dem Druck Leihsklaven zu aquirieren.
Das ist nicht unser Problem!!! Soll er sich doch nen anderen Job suchen. Wer arbeiten will findet Arbeit:biggrin: Dementsprechrend würde auch er was anderes finden.
 
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ExitUser

Gast
#50
Man kann die Disponenten ja iwie auch verstehen.
Die stehen ständig unter dem Druck Leihsklaven zu aquirieren.
Dafür werden sie bezahlt (sollte man meinen, wissen kann man das freilich nicht). Also macht man deren Problem erst dann zu seinem eigenen, wenn man die Kohle dafür bekommt.
 

Regensburg

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#51
Hu Hu AN :)
=> ZAF hat die Adresse und kann im Telefonbuch nach der Nummer suchen.
Frag mich jetzt nicht nach §§, aber ich habe schon mehrmals gelesen, das die ZAF eben nicht im Telefonbuch oder im Internet nach einem Bewerber suchen darf.

LG aus der Ostfront
 

franky0815

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#52
Hu Hu AN :)
Frag mich jetzt nicht nach §§, aber ich habe schon mehrmals gelesen, das die ZAF eben nicht im Telefonbuch oder im Internet nach einem Bewerber suchen darf.
die telefonnummer suchen dürfen sie natürlich, aber sie dürfen nicht einfach anrufen, dass ist ein verstoss gegen diese telemediengesetz oder wie das heisst, genauso verboten wie diese werbeanrufe wo sie dir einen handy oder stromvertrag andrehn wollen.

Der Deutsche Bundestag beschloss am 26. März 2009 in zweiter und dritter Lesung das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen. Es trat am 4. August 2009 in Kraft. Das Gesetz sieht verschiedene Änderungen und Klarstellungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), dem Telekommunikationsgesetz und der BGB-Informationspflichten-Verordnung vor.

Verstöße gegen das schon zuvor bestehende Verbot der unerlaubten Telefonwerbung können nun mit einer Geldbuße bis zu 50.000 € geahndet werden. Der § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG wurde so umformuliert, dass ein Werbeanruf nur dann als zulässig zu betrachten ist, wenn der Angerufene vorher ausdrücklich erklärt hat, Werbeanrufe erhalten zu wollen. Bei Werbeanrufen darf der Anrufer seine Rufnummer nicht mehr unterdrücken, um seine Identität zu verschleiern. Bei Verstößen gegen diese Regelung drohen den Anrufern Geldbußen bis zu 10.000 €. Der Verbraucher bekommt außerdem mehr Möglichkeiten, Verträge zu widerrufen, die telefonisch abgeschlossen wurden. Auch Verträge über den Bezug von Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierten sowie Lotterie-Dienstleistungen können nun – anders als zuvor – widerrufen werden.

Schon das UWG in der alten Fassung stellte werbende Telefonanrufe ohne Einwilligung des Verbrauchers als unzumutbare Belästigung dar. Untersagt waren und sind Telefonanrufe, die eine Wettbewerbshandlung darstellen, d. h. Anrufe, die den Zweck verfolgen, den Absatz oder den Bezug von Waren, die Erbringung oder der Bezug von Dienstleistungen zu fördern. Eingeschlossen sind hierin unbewegliche Sachen, Rechte und Verpflichtungen (§ 7 Abs. 1 und 2 Nr. 2, 1. Alt. i. V. m. § 3 und § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG).

Nach einem Urteil des Oberlandesgericht Frankfurt am Main aus dem Jahre 2005[2] genügt das Vorliegen einer Geschäftsbeziehung nicht zur Annahme einer konkludenten oder ausdrücklichen Einwilligung eines Verbrauchers zu Werbeanrufen. Im vorliegenden Fall hatte eine Versicherungsgesellschaft eine Verbraucherin, die als Kundin bei dieser versichert war, angerufen, um den Abschluss weiterer Versicherungen zu erreichen. Das OLG Frankfurt am Main in seiner Urteilsbegründung:

„Die demnach erforderliche Einwilligung des Versicherungsnehmers in solche Anrufe kann nicht darin gesehen werden, dass der Kunde bei Abschluss des Versicherungsvertrages ohne nähere Erläuterung seine Telefonnummer mitgeteilt hat. Denn hiermit bringt der Versicherungsnehmer regelmäßig nur sein Einverständnis zum Ausdruck, im Rahmen des bestehenden Versicherungsverhältnisses und des durch ihn begründeten Bereichs des Versicherungsschutzes angerufen zu werden (vgl. BGH a.a.O. – Telefonwerbung V, Seite 220, 221). Hierzu gehören etwa Anrufe anlässlich der Bearbeitung eines Schadensfalles oder zur Erinnerung an die Zahlung der Versicherungsprämien.“

Der Begriff der „Werbung“ wird nicht im UWG selbst, sondern auf europäischer Ebene definiert. Er geht letztlich auf Art. 2 Nr. 1 der EU-Irreführungsrichtlinie vom 10. September 1984[3] zurück, die durch die EU-Richtlinie zur vergleichenden Werbung vom 6. Oktober 1997[4] geändert und ergänzt worden war. Danach ist Werbung

„…jede Äußerung bei der Ausübung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufes mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen zu fördern.“

– 97/55/EG

Rechtlich bislang nicht abschließend geklärt ist die Frage, ob bei einem Anruf eines Unternehmens mit bestehendem Geschäftsverhältnis dieses innerhalb eines das Vertragsverhältnis betreffenden Gesprächs ein branchenfremdes Angebot unterbreiten darf.
 
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#53
Hi Regensburg,
Frag mich jetzt nicht nach §§, aber ich habe schon mehrmals gelesen, das die ZAF eben nicht im Telefonbuch oder im Internet nach einem Bewerber suchen darf.
natürlich darf die ZAF im Telefonbuch/Internet nach (m)einer Nummer suchen. Das ist nicht verboten!!

Es wird, für die ZAF (als Firma), erst problematisch wenn sie ohne meine Telefoneinwilligung bei mir anruft => nennt man Kaltakquise / Cold Call.

siehe auch: https://www.elo-forum.org/zeitarbeit-firmen/zaf-ruft-verwandtschaft-125626/index2.html#post1636725 #44 und folgende.
Bitte beachte auch #47 von @Seichte Drehung!!
Hat zu einer interessanten Diskussion zwischen uns beiden geführt.

Nachtrag:
Hallo fanky0815,

es gibt inzwischen eine Aktualisierung dieses Gesetztes:
Bei Missbrauch oder Zuwiderhandlung ist seit dem 9. Oktober 2013 ein Bußgeld bis zu 300.000 € möglich

AnonNemo
 
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