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ZAF mit Bildschirm mit Namen aller heutigen Bewerbungstermine in Aufenthaltsraum.

Holler2008

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#1
Wie verträgt sich das denn mit dem Datenschutz?

Ich hatte heute Termin bei einer ZAF. Im Flur=Aufenthaltsraum hing ein recht großer Flachbildschirm mit einer Art Diashow darauf.

Es haben sich Bilder einer Betriebsfeier, das Firmenlogo, Fotos der Angestellten, Auszeichnungen, Positive Bewertungen aus dem Internet und eine Seite mit den Namen aller Bewerber, die am Aktuellen Tag ein Vorstellungsgespräch haben, abgewechselt.

also so:

"Wir erwarten heute:

- Herrn Müller
- Holler2008
- Herrn Maier
- Herrn Schmidt"

Ich finde das recht bedenklich und ihr ahnt es, habe mich nicht getraut, etwas zu sagen.

Wegen dem Neuen Datenschutz gab es übrigens auch überhaupt nichts.
Es stand aber auch nirgends, dass ich in einen Pool aufgenommen werde.
Den Bogen, den es auszufüllen gab, mit meinen Fähigkeiten, war explizit nur für die Stelle auf die ich mich bewerben musste.
 

Regensburg

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#2
Nicht hier meckern -> Bildschirm mit deinem Namen Fotografieren und Datenschützer um Einschätzung bitten.
 

Onkel Tom

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#4
Ist der Betroffene durch die Einblendungen identifizierbar, liegt eine Verletzung des Persönlichkeitsrecht
vor und das war schon vor der neuen DSVO so..
Das gleiche, wenn Masnahmenträger meinen, Teilnehmer und ihre Anzahl deren Bewerbungen für andere
einsehbar an die Pinnwand zwecks "Motivation" zu bekunden.

Ja, ohne Foto als Beweismittel, kannst Du alles weitere knicken...

:sorry:
 
Zuletzt bearbeitet:

Holler2008

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#6
Ja, ohne Foto als Beweismittel, kannst Du alles weitere knicken...

:sorry:
Damit hätte sich das leider erledigt. Obwohl, warum sollte ich beim Landesdatenschutzbeauftragten nicht trotzdem mal nachfragen ob das in Ordnung war?
Dann hat die ZAF evtl. etwas Arbeit damit und das geht Kostensparend per Email.
 

RobbiRob

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#7
Aber nur „Herr Mustermann“ ist ja ohne weiteres Merkmal nicht identifizierbar.

Da finde ich letztens beim Werkstattermin* schon bedenklicher:
M- XY- 1234 - Frau Holle - Porsche 911- 09:10 Uhr bei H. Schloss





* alter Sack > alte Rechtschreibung .. ;-)
 

erwerbsuchend

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#8
Bildschirm mit deinem Namen Fotografieren und Datenschützer um Einschätzung bitten.
Mir stellt sich dabei jedoch die Frage, ob diese Fotografie zum Beweis eines möglichen Verstosses gegen den Datenschutz nicht ebenfalls gegen den Datenschutz verstößt? Was hätte man dann gewonnen, außer der Erkenntnis, dass man selbst kein Unrecht begehen darf, um anderes Unrecht zu beweisen?
 

Regensburg

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#9
Ich meine - nein.
Ich fotografiere es als Beweissicherung und nicht um es irgendwo allgemein zu verbreiten.

Und hier greift mMn auch kein Schutz gesprochenes Wortes, rechte auf eigenem Bild oder Urheberschutz.
 

karuso

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#10
Im Flur=Aufenthaltsraum hing ein recht großer Flachbildschirm mit einer Art Diashow darauf.

Es haben sich Bilder einer Betriebsfeier, das Firmenlogo, Fotos der Angestellten, Auszeichnungen, Positive Bewertungen aus dem Internet und eine Seite mit den Namen aller Bewerber, die am Aktuellen Tag ein Vorstellungsgespräch haben, abgewechselt.

also so:

"Wir erwarten heute:

- Herrn Müller
- Holler2008
- Herrn Maier
- Herrn Schmidt"
Geht garnicht es ist von allen Peronen die gezeigt und genannt werden schriftlich im vorraus eine Datenerklärung einzuholen das gilt auch für eine ZAF.Hier hätte ich mal ganz schnell wenn die Peronen angezeigt werden die noch erwartet werden ein Photo gemacht und ab zum Datenschützer und um Aufklärung gebeten. Das Thema hatten wir bei uns im Verein auch, da müssen auch alle eine Datenerklärung abgeben, wenn die Personen nur genannt werden ohne Photo auf dem Internetplattform des Vereins.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

Unspoken

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#11
Wie macht man denn davon ein Foto, wenn man schon angegeben hat, dass man kein Handy hat? In dem Fall wäre das ungünstig, oder nicht?
 
E

ExitUser

Gast
#12
Wie macht man denn davon ein Foto, wenn man schon angegeben hat, dass man kein Handy hat? In dem Fall wäre das ungünstig, oder nicht?
Es gibt noch kleine Digitalkameras.

Man sollte generell etwas zum Fotos machen mit sich führen.
Allein schon um z.B. Beweisfotos zu machen, dass man überhaupt zum VG da war. Die Zeitbude von aussen z.B. mit Datumsangabe im Bild.
 

Kerstin_K

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#13
Kann man nur mit Handy fotografieren? Muss man eine SiM Karte haben, wenn man ein Handy hat? Muss man ein Hand angeben, wenn man eins hat?
 
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#14
Es ist in größeren Firmen üblich, daß die für den jeweiligen Tag angekündigten Besucher mit Name und Funktion per Bildschirm begrüßt werden. Ich wäre überrascht, wenn das gegen irgendeine Verordnung verstoßen würde.

In Hotels wird man ja im Zimmer auch mit dem Namen auf dem Fernseher begrüßt.
 

erwerbsuchend

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#17
Allein schon um z.B. Beweisfotos zu machen, dass man überhaupt zum VG da war. Die Zeitbude von aussen z.B. mit Datumsangabe im Bild.
Dabei sollte man aber beachten, dass man selbst keinen Rechtsverstoß begeht.

Welche Aussagekraft haben Fotos, deren eingeblendete Datumsangabe mit geeigneter Software bearbeitet werden kann?
 

Onkel Tom

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#18
...
Welche Aussagekraft haben Fotos, deren eingeblendete Datumsangabe mit geeigneter Software bearbeitet werden kann?
Modifikationen des Orginalbildes hinterlässt entsprechende Datenspuren in dem nachbearbeiteten Bild.

Beweisfotos gelten dann als Dokumenntenecht, wenn sie nicht kopiert wurden und auf dem Datenträger
übermittelt werden, auf dem das Bild durch die Knipse gespeichert wurde.

So musste ich gleich bei der Polizei den ganzen Chip überlassen um Beweismittel wegen
Körperverletzung auf einer Jobmesse geltend machen zu können..
Der ging dann an die Forensik und ein Tach später durfte ich ihn mir bei der Wache wieder abholen.

Um die Datenspuren (EXIF) zu manipulieren, muss man schon ganz schön ausgeschlafen sein.
 

erwerbsuchend

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#19
Beweisfotos gelten dann als Dokumenntenecht, wenn sie nicht kopiert wurden und auf dem Datenträger
übermittelt werden, auf dem das Bild durch die Knipse gespeichert wurde.
Du würdest also in dem Fall deine Speicherkarte dem JC übergeben? :sorry:, aber das wäre mir ein bisschen zuviel, nur um zu beweisen, dass ich bei einer ZAF zum VG war.

Selbst wenn man die Speicherkarte mit jenem Bild vor der ZAF abgibt, welchen Beweis hat man dabei, dass dieses Bild tatsächlich im Original mit den originalen Exif-Daten auf dieser Speicherkarte ist und auch lesbar ist? Das JC könnte ja sagen, dass da kein lesbares Bild drauf war. Die einzige Möglichkeit wäre, dass man eine echte 1:1-Kopie von diesem Bild machst. Die dafür benötigte Kopiersoftware gibt es schließlich.
 

Onkel Tom

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#20
Du würdest also in dem Fall deine Speicherkarte dem JC übergeben?
...
Das Beweisfoto, hier war es ein Video ging an die Polizei um eine Anzeige wegen Körperverletzung
zu stellen.. Auf dem Datenträger befindet sich im Inhaltsverzeichnis ein Zeitstempel und ist der
identisch mit dem Erstellungsdatum der Datei, ist alles ok..
So erklärte mir das der Polizist..

JC etc. hatte nix damit am Hut, da der Vorfall sich auf einer Jobmesse außerhalb des JC ereignete..
Für ZAF-Besuche sacke ich mir ne Visitenkarte ein und das reicht..
 

Holler2008

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#21
Der Landesdatenschutz betrachtet den Datensatz aus Vor- und Nachnahme plus der Tatsache, dass man einen Termin hat (was leicht folgern lässt, dass man Arbeit sucht) durchaus als schützenswerten Datensatz.
Man glaubt mir auch ohne Foto und aktuell läuft die Frist der ZAF den Fragenkatalog des Datenschutzes zu beantworten:
(von mir zu Stichworten zusammengefasst)

- Wer ist verantwortlich für den Bildschirm?
- Wird das in jeder Filiale gemacht?
- Wer hat dieses Vorgehen angeordnet?
- Aufgrund welcher Rechtsgrundlage glaubt die ZAF, dass das zulässig sei?
- Wie und wie lange erfolgt die Speicherung der Daten?
- Wer hat Zugriff auf die Daten/wer kann alles den Bildschirm sehen?
- Wie wird der Informationspflicht nach DSGV Art.13 und 14 nachgekommen?

Dann noch Info aufgrund von was sie Auskunft geben müssen, wann sie die verweigern dürfen und dass keine Auskunft ihnen zum Nachteil ausgelegt werden wird.
 

franky0815

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#22
Finde ich Super wenn denen mal auf die Füsse getreten wird, hoffentlich hat das auch finanzielle folgen für die Zaf.

Wenn du es jetzt noch schaffst ganz unauffällig darauf aufmerksam zu machen das die Aktion von dir kommt, dann biste die für alle Zeit los.
 

dagobert1

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#23
Finde ich Super wenn denen mal auf die Füsse getreten wird, hoffentlich hat das auch finanzielle folgen für die Zaf.
Wenn die das Problem umgehend beheben, wird da finanziell wohl eher nichts nachkommen.
Die Datenschutzbehörden sind ja schließlich keine JC, die beim geringsten Naserümpfen sofort Sanktionsbescheide rausschicken.

Wenn du es jetzt noch schaffst ganz unauffällig darauf aufmerksam zu machen das die Aktion von dir kommt, dann biste die für alle Zeit los.
Das könnte klappen. :biggrin:
 

Holler2008

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#24
Wie macht man das geschickt, bevor es zu einem erneuten VG kommt? Denn bei einem solchen ist das einfacht mit "ich sehe, Ihr Bildschirm im Wartebereich ist weg."

Anschreiben und fragen, ob die noch diesen einen Bildschirm mit den Leuten, die Termine haben, aufgestellt haben?

@dagobert11:
Ich dachte mit der DSGV sind die Zeiten vorbei, wo einer einfach straffrei nachbessern darf.
Ich meine, der Verstoß ist begangen und den kann keiner rückgängig machen.
 
Zuletzt bearbeitet:

franky0815

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#25
Anschreiben und fragen, ob die noch diesen einen Bildschirm mit den Leuten, die Termine haben, aufgestellt haben?
Fragen ob es den Bildschirm mit den Namen noch gibt und gleichzeitig darauf aufmerksam machen das es so lange mit dir kein VG gibt sol lange das noch so ist, mit hinweis darauf das auch der Datenschützer das kritisch sieht.

Du kannst natürlich auch schreiben das sie den Kontakt mit den Datenschützer dir zu verdanken haben und das für dich die Sache erst geklärt ist wenn die Fragen beantwortet sind und wiederholst nochmal den Fragenkatalog.

Unauffällig ist natürlich was anderes.
 

faalk

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#26
das für dich die Sache erst geklärt ist wenn die Fragen beantwortet sind und wiederholst nochmal den Fragenkatalog.
Sicher das Holler2008 den beantworteten Fragebogen zugestellt bekommt und nicht der Datenschützer?
 

tomk

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#27
Der Landesdatenschutz betrachtet den Datensatz aus Vor- und Nachnahme plus der Tatsache, dass man einen Termin hat (was leicht folgern lässt, dass man Arbeit sucht) durchaus als schützenswerten Datensatz.
Aber der Datensatz bestand ausweisslich deines Vortrages nicht aus Vor- und Nachnamen, folglich ist es auch kein schützenswerter Datensatz.
 

Holler2008

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#28
Aber der Datensatz bestand ausweisslich deines Vortrages nicht aus Vor- und Nachnamen, folglich ist es auch kein schützenswerter Datensatz.
Ja, ich habe nicht mehr genau nachgeschaut, was ich anfangs schrieb. Der Datenschützer weiß das aber genau. Er sagt jedenfalls das sei ein Verstoß.
 
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