ZAF gleicht Krankheitstag mit Zeitkonto aus - Spezieller Fall (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

schiavo

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Servus,

erst mal zu meiner Person:
Ich bin 25 Jahre alt und arbeite seit einem Monat Vollzeit als Produktionshelfer über eine Zeitarbeitsfirma.
Mangels Ausbildung und ALG-Berechtigung bleibt mir nichts anderes übrig, von irgendetwas muss ich ja leben...
(Eltern sind Rentner).

Ich bin auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und die Verbindung ist sehr schlecht, daher stehe ich jeden Morgen um 4.00 Uhr auf, um pünktlich zur Frühschicht (6.00-14.30) zu kommen. Der Kundenbetrieb lehnt es ab, mich eine Stunde später kommen zu lassen ("Die Maschinen laufen um 6!"), also muss ich in den sauren Apfel beißen.

Heute morgen bin ich leider erst um 8.00 Uhr mit starken Bauchschmerzen aufgestanden. Anscheinend habe ich sowohl den Normalen, als auch meinen Handywecker überhört, was sonst nie passiert. Also rufe ich sofort die ZAF an, entschuldige mich und melde mich krank.
Die ZAF ist davon nicht begeistert und macht mir in aggressivem Ton klar, dass ich vor 6.00 Uhr den Kundenbetrieb anzurufen habe und das jetzt als unentschuldigtes Fehlen gewertet wird. Dabei sitzt weder im Kundenbetrieb, noch in der ZAF jemand so früh im Büro, der Kundenbetrieb hat nicht mal einen Anrufbeantworter.

Nachdem mich der ZAF-Mann mit seinen verbalen Peitschen genug eingeschüchtert hat, frage ich, was ich tun soll.
Ich soll den Kunden anrufen, und zwar sofort, er überprüft das. Er fragt mich, wie lange ich krank bleiben will, ich sage voraussichtlich komme ich morgen wieder, also schlägt er mir vor, wenn ich die Praxisgebühr sparen will, kann man den Tag mit Stunden aus dem Zeitkonto ausgleichen, da mit starken Bauchschmerzen und bereits eingeschüchtert, stimme ich dem zu, auch weil ich endlich auflegen will.

Im Arbeitsvertrag steht:
"Der Mitarbeiter ist verpflichtet, der Firma jede Dienstverhinderung unverzüglich (ohne schuldhaftes Zögern), möglichst jedoch vor Arbeitsbeginn während der betrieblichen Geschäftszeiten, sowie die voraussichtliche Dauer anzuzeigen. Auf Verlangen sind die Gründe der Dienstverhinderung mitzuteilen."
Weil mir das ganze sehr komisch erscheint,
bitte ich um eure Einschätzung der Lage.

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo
 

TimoNRW

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Was für eine ZAF ist das?

ALG2 bekommst du auf jeden Fall. Würde ich mal schauen als Produktionshelfer sind es auch nur 7,89 EUR/Stunde, also knapp 900,00 EUR/Monat.

Mir persönlich wäre das Zeitkonto viel zu wertvoll um es für AU zu opfern.
 
E

ExitUser

Gast
Der Satz aus dem Arbeitsvertrag ist eine Standard-Formulierung, ist also völlig in Ordnung.

Was nicht in Ordnung ist, ist dass die ZAF Dich jetzt einfach als an diesem Tag gefehlt unter "Überstunden abfeiern" führt, anstatt als krank.

Also, bitte ab zum Arzt oder zum Notdienst und durchaus auch ein paar Tage krank schreiben lassen. Mit Bauchschmerzen ist oftmals nicht zu spaßen! Danach die AU mit Sendebericht vorab an den AG faxen (nur den kleinen Zettel ohne die Diagnosen) und diesen kleinen Zettel dann per Post an den AG schicken.

Grüße
Arbeitssuchend
 
E

ExitUser

Gast
Auf gar keinen Fall Krankheitstage vom Zeitkonto abziehen lassen und sieh zu, dass du dich ordentlich auskurierst und nicht auf der ihr Gezeter reinfällst. Und wenn sie dich kündigen, biste besser dran, weil dieses Gesocks einfach zum :icon_kotz: ist.

Meine Fresse, was sich heutzutage junge Menschen von so Firmen gefallen lassen. :icon_neutral:

Und bitte gehe zum Arzt und lass dich krank schreiben!!!
 
E

ExitUser

Gast
wie die schon geschrieben haben
AU hollen und gut ist
du bist in so einen fall nicht verpflichtet den kunden betrieb anzurufen wenn die ZA darüber bescheid weiss

um ersatz oder sonnst was zu klähren ist der dispo zuständig sich mit den kunden in verbindung zu setzten und nicht du
dein AG ist die ZA und da bist du meldepflichtig und nicht beim kunden

ich würd den dispo aber was anderes erzählen
 

Holger01

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Dein AG ist allein die ZAF, also informierst du auch nur die ZAF.

Manche ZAF-Disponenten sind gern rund-um-die-Uhr informiert; dafür geben sie dem MA ihre Handynr.
Wenn du keine Handynr. erhalten hast, bleibt dir nur der Büro-Anruf während der Geschäftszeiten.
Niemand kann dir einen Vorwurf machen.

Lt. Tarifverträgen braucht es eine ärztliche AU erst am dritten Tag.
Bis dahin reicht die telefonische Meldung.

Eine Hernahme des Zeitkontos für Krankheitstage ist unzulässig,
kann unter keinen Umständen verlangt werden.

Du bist ja schon "seit einem Monat" bei der ZAF; das bedeutet, du hast Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Du brauchst dich nicht, wie in den ersten 28 Tagen, an deine KK wenden. Die ZAF muss dir den Lohnausfall zahlen.
 

schiavo

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Servus,

danke für die Antworten. Hätte ich euch nur vor dem Telefonat gefragt...
Ich war heute wieder auf der Arbeit, es geht mir schon etwas besser, deshalb werde ich morgen auch nicht "schwänzen".
Nur frage ich mich, welche Vorgehensweise jetzt angebracht ist, damit mir die Stunden vom Mittwoch doch nicht vom Zeitkonto abgezogen werden.

Das Problem ist einfach, ich habe dem "Freizeitausgleich" bereits zugestimmt, darauf werden sich die ZAF-Schergen berufen. Psychisch bin ich derzeit nicht wirklich stabil genug, um mit denen effektiv diskutieren zu können, ich habe genug andere Sorgen, die mich belasten.

Also, mal angenommen, ich gehe morgen nach der Frühschicht zum Arzt (sofern ich einen Termin bekomme) und besorge mir die AU , werfe sie gleich in den Briefkasten, die ZAF erhält sie also frühestens am Montag. Ein Faxgerät besitze ich nicht. Reicht das noch aus?

Morgen muss ich den Stundenzettel vom Schichtleiter unterschreiben lassen, unter Mittwoch werde ich erst mal "KRANK" anstatt "Freizeit" eintragen.

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo
 

Holger01

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Das Problem ist einfach, ich habe dem "Freizeitausgleich" bereits zugestimmt, darauf werden sich die ZAF-Schergen berufen.
Umgekehrt wird ein Schuh d'raus:

Lt. den mir bekannten ZAF-Tarifverträgen genügt nicht dein Zustimmen, schon gar nicht im Fall von Erkrankung.

Vielmehr ist zu seiner Wirkung erforderlich, dass du die Entnahme von Stunden aus deinem Zeitkonto aktiv beantragst.
Dass du dies beantragt hast, muss die ZAF nachweisen können, deshalb legen Disponenten gern ein Formular zum Unterschreiben vor.

Keine Unterschrift auf dem Formular = Kein wirksamer Antrag
= keine Entnahme aus dem Zeitkonto.

Im übrigen: Krank, psychisch down, und dann ein Telefonat mit dem Disponenten - Nein: Kein wirksamer Antrag.
 

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Hallo
innerhalb der ersten 4 wochen ist die KK für die Lohnfortzahlung zuständig
erst danach greift die Lohnfortzahlung

wie heisst die klitsche denn?

die entnahme der stunden aus demm Stundenkonto ist illegal
also aufpassen und nach der abrechnung wieder einfordern schriftlich
Du gibst für den kranktag den gelben ab und fertig

Den entleiher hat die ZAF anzurufen nicht du

Und nur Du entcheidest wann aus deinem stundenkonto stunden entnommen werden niemand sonst.
Und schon garnicht für Krankheit oder wenn die keinen Einsatz haben

Gebe denen schriftlich 7 tage zeit das Stundenkonto zu berichtigen oder es geht vors Gericht
Gruß Uwe
 

schiavo

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Servus,

die Lage scheint komplizierter als gedacht. Weil ich heute (Freitag) arbeiten werde, kann ich erst am Samstag zur Sprechstunde, um eine AU für Mittwoch ausstellen zu lassen, aber gerade lese ich Folgendes:

Wenn der Arzt den Beginn der Arbeitsunfähigkeit rückwirkend festgestellt hat und die Rückwirkung zwei Tage überschreitet, ist in der Regel der Beweiswert der AU-Bescheinigung erschüttert.
In meinem Fall wären es 3 Tage, außerdem ist fraglich, ob mir ein Arzt rückwirkend für Mittwoch eine AU ausstellt, wenn ich am Samstag schon wieder "gesund" bin. Ich habe keine Lust, 10€ Praxisgebühr aus dem Fenster zu schmeißen, meinen Samstag in Wartezimmer zu verbringen, um dann mit leeren Händen nach Hause zu gehen.

Was bleibt mit übrig? Soll ich heute "blau machen", zum Arzt gehen und mir eine AU für Mittwoch und Freitag ausstellen lassen? Bitte um schnelle Antwort, in 3 Stunden muss ich los.

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo
 

schiavo

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Servus,

heute war ich wieder auf der Arbeit und habe in der Pause versucht, meine Hausarztpraxis anzurufen. Leider sind dort alle im Urlaub, wenn mir jemand aus Kulanz rückwirkend eine AU für Mittwoch ausgestellt hätte, dann meine Hausärztin, ein fremder Arzt wird mir wohl kaum glauben.

Jetzt befinde ich mich in der Situation, dass ich am Mittwoch krank war, aber keine Möglichkeit mehr habe, das mit einer AU zu belegen.
Ich hätte gleich am Mittwoch einen Arzt aufsuchen oder mich gestern und heute nicht zur Arbeit quälen sollen. Das war ein Fehler und ich bereue es.

Die ZAF schickte mir per Post einen "Gleitzeitantrag", den ich unterschreiben soll. Ich habe keine Ahnung, wie ich darauf reagieren soll, eigentlich ist es doch Jacke wie Hose, ob ich dem Antrag zustimme, da ich die "individuelle regelmäßige Arbeitszeit" durch Samstagsarbeit sowieso längst weit überschritten habe.

Wäre es ein Nachteil dem Antrag zuzustimmen, in Anbetracht dessen, dass ich keine Möglichkeit mehr habe, eine AU zu erhalten?

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo
 

Holger01

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Bei dem Gleitzeitantrag scheint es sich um jenes Formular zu handeln, von dem ich in meinem Beitrag #8 schrieb, wonach die ZAF dein Einverständnis schriftlich benötigt.

Also: NICHT UNTERSCHREIBEN !

Du warst krank, und du hast einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Quelle: EntgFG - Einzelnorm

(hier siehst du in Abs. 3 auch, was ich in #6 mit den vier Wochen Dauer des Arbeitsverhältnisses meinte, bei dir ist es ja schon über 1 Monat)

Und: Normalerweise, so steht es in den Tarifverträgen (außer: Du hast vielleicht eine abweichende Vereinbarung in deinem Arbeitsvertrag), brauchst du eine ärztliche AU erst "am dritten Tag" beibringen.

Zitat: "Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen."
Quelle: https://dejure.org/gesetze/EntgFG/5.html Absatz 1, Satz 2.

Für deinen AU-Tag Mittwoch brauchst du nicht mehr zum Arzt.
Du benötigst keine AU-Bescheinigung!

Edit: Kannst du das Formular interessehalber anonymisiert hier einstellen?

Nach welchem Tarifvertrag wirst du denn entlohnt? Dann kann ich da auch noch nachschauen.
 

schiavo

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Servus,

ich habe den "Gleitzeitantrag" eingescannt:

https://img440.imageshack.us/img440/3038/gleitzeitantragano.jpg

Ich werde nach dem iGZ-Tarifvertrag entlohnt.

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo

Edit: Mir ist gerade etwas Entscheidendes aufgefallen, mit "seit einem Monat" habe ich mich sehr unpräzise ausgedrückt.
Mein erster Arbeitstag war am 01.08.12, der Arbeitsvertrag wurde ein Tag davor unterschrieben.
Wenn man es genau nimmt, gehört der Mittwoch (29.08.12) noch zu den ersten vier Wochen, damit wäre das Thema Lohnfortzahlung wohl erledigt, bzw. muss ich mich an die Krankenkasse wenden. :icon_sad:
 
E

ExitUser

Gast
Vier Wochen = 28 Tage = 01.08. - 28.08.

Der 29.08. wäre somit der erste Tag der fünften Arbeitswoche.
 

schiavo

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Servus,

@Malus:

Du hast recht, ich habe mich verguckt.
Eigentlich schade, meine Krankenkasse ist wesentlich entgegenkommender als die ZAF.

@Holger01:

Ich befürchte, dass es nicht so einfach ist, denn der Arbeitgeber kann laut LAG Köln eine AU ab dem ersten Krankheitstag fordern:

Nach § 3 EFZG hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber zur Leistung verpflichtet bleibt, obwohl er die arbeitsvertraglich geschuldete Gegenleistung nicht erhält. Um ihn in dieser Situation vor einer Pflichtverletzung des Arbeitnehmers (“blau machen”) zu schützen, ordnet § 5 EFZG an, dass der Arbeitnehmer eine AU-Bescheinigung vorlegen muss, wenn die Erkrankung länger als drei Tage andauert. Dem Arbeitgeber wird aber ausdrücklich das Recht eingeräumt, eine AU-Bescheinigung auch früher zu verlangen. Dieses Recht räumt der Gesetzgeber dem Arbeitgeber ein, weil dieser ein effektives Mittel zur Kontrolle der Vertragstreue des Arbeitnehmer und damit auch seiner eigenen Leistungspflicht haben muss. Dieses Interesse besteht aber unabhängig davon, ob der Arbeitgeber ein berechtigtes Misstrauen hegt oder nicht. Die nach der Dauer der Erkrankung differenzierende Regelung trifft vielmehr einen Interessenausgleich: Vor Ablauf der drei Tage ist es eine Obliegenheit des Arbeitgebers, die Vertragstreue seines Arbeitnehmers zu prüfen. Nach Ablauf der drei Tage ist es hingegen eine Pflicht und Obliegenheit des Arbeitnehmers, seine eigene Vertragstreue zu beweisen.
LAG Köln: Arbeitsunfähigkeitbescheinigung ab erstem Krankheitstag | Juraexamen.info

Verstehe ich das richtig, oder ist es so gemeint, dass der Arbeitgeber eine AU ab dem ersten Tag nur dann fordern kann,
wenn ich min. 3 Tage krank bin?

Weder im Arbeitsvertrag, noch im iGZ-Tarifvertrag wird auf diesen Punkt eingegangen,
so wie ich die ZAG einschätze, werden sie sagen "Keine AU, kein Geld!"

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo
 

Holger01

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Ich finde im aktuellen IGZ-Tarifvertrag auch keine Regelegung zu diesem Thema mehr.

Aber wenn auch im Arbeitsvertrag nichts hierzu d'rin steht, gilt die gesetzliche Regelung.


Dein Zitat:

"Dem Arbeitgeber wird aber ausdrücklich das Recht eingeräumt, eine AU-Bescheinigung auch früher zu verlangen."

sieht lediglich "das Recht" vor...


Dieses Recht hat dein Arbeitsgeber, die ZAF, aber nicht wahrgenommen. Wenn, dann geht das nur im voraus, niemals im nachhinein. Wäre ja auch unlogisch...
 
H

hass4

Gast
Servus,

erst mal zu meiner Person:
Ich bin 25 Jahre alt und arbeite seit einem Monat Vollzeit als Produktionshelfer über eine Zeitarbeitsfirma.
Mangels Ausbildung und ALG-Berechtigung bleibt mir nichts anderes übrig, von irgendetwas muss ich ja leben...
(Eltern sind Rentner).

Ich bin auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und die Verbindung ist sehr schlecht, daher stehe ich jeden Morgen um 4.00 Uhr auf, um pünktlich zur Frühschicht (6.00-14.30) zu kommen. Der Kundenbetrieb lehnt es ab, mich eine Stunde später kommen zu lassen ("Die Maschinen laufen um 6!"), also muss ich in den sauren Apfel beißen.

Heute morgen bin ich leider erst um 8.00 Uhr mit starken Bauchschmerzen aufgestanden. Anscheinend habe ich sowohl den Normalen, als auch meinen Handywecker überhört, was sonst nie passiert. Also rufe ich sofort die ZAF an, entschuldige mich und melde mich krank.
Die ZAF ist davon nicht begeistert und macht mir in aggressivem Ton klar, dass ich vor 6.00 Uhr den Kundenbetrieb anzurufen habe und das jetzt als unentschuldigtes Fehlen gewertet wird. Dabei sitzt weder im Kundenbetrieb, noch in der ZAF jemand so früh im Büro, der Kundenbetrieb hat nicht mal einen Anrufbeantworter.

Nachdem mich der ZAF-Mann mit seinen verbalen Peitschen genug eingeschüchtert hat, frage ich, was ich tun soll.
Ich soll den Kunden anrufen, und zwar sofort, er überprüft das. Er fragt mich, wie lange ich krank bleiben will, ich sage voraussichtlich komme ich morgen wieder, also schlägt er mir vor, wenn ich die Praxisgebühr sparen will, kann man den Tag mit Stunden aus dem Zeitkonto ausgleichen, da mit starken Bauchschmerzen und bereits eingeschüchtert, stimme ich dem zu, auch weil ich endlich auflegen will.

Im Arbeitsvertrag steht:


Weil mir das ganze sehr komisch erscheint,
bitte ich um eure Einschätzung der Lage.

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo
unvorstellbar wie du dich zu den sprüchen verhalten hast!

hör mal zu mein kleiner gerne groß, verschon mich mit deinen sprüchen sonst platzt mir hier gleich der kragen!

ich lege jetzt auf und wähle mich noch einmal ein um dir gelegenheit zugeben darüber nachzudenken welche tonart zu einem gesunden arbeitsklima beiträgt oder ob ich mich aus gesundheits bedingten gründen nicht doch die woche krank schreiben lasse.

eine entschuldigung ist das mindeste was ich gleich hören will!!

bis gleich!!

das ist das minseste was man bei so einem verhalten von sich geben sollte, auch wenn es schwer fällt!!!!!!!!!!!
 

schiavo

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Servus,

das ist das minseste was man bei so einem verhalten von sich geben sollte, auch wenn es schwer fällt!!!!!!!!!!!
Das fällt wirklich nicht leicht, die gute Erziehung abzulegen und die ZAF so zu behandeln, wie sie es verdienen.
Ich wollte, ich könnte das.

Meine Vorgehensweise:
Stundenzettel abschicken, Mittwoch als "Krank" angegeben, Gleitzeitantrag ignorieren und abwarten, was passiert.

Die Abrechnung für August erfolgt laut Tarifvertrag sowieso erst am 15. September, also bleibt noch genug Zeit.

Mit freundlichen Grüßen,

schiavo
 

münchnerkindl

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4 Stunden Anfahrtszeit ist selbst bei einem Vollzeitjob nicht zumutbar. Ich würde den Job kündigen- aus gesundheitlichen Gründen.
 
H

hass4

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wenn das gesetzlich nicht erlaubt ist die krankheitstage mit dem arbeitszeitkonto auszugleichen, dann würde ich mich 5 tage krankschreiben lassen. im anschluss würde ich denen sagen dass die stunden sofort wieder dem arbeitszeitkonto zugeführt werden sollen.

wenn die sich weigern, was ich mir wünschen würde, dann hätte ich einen schönen grund zum arbeitsgericht zugehen!!

das mögen die, da fahren die so richtig drauf ab.
 
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