ZAF Arbeitsvertrag voreilig Unterschrieben - Wegstrecke zu lang - Wiederrufen

Asterix38

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Hallo

Um was es hier geht, betrift eigentlich mein Sohn aber auch ich bin davon betroffen.

Mein Sohn hat derzeit ALG2 und wohnt bei mir.

Ich versuche es mal kurz zu formulieren:

- am 16.8 2016 hat der Chef einer ZAF Bude ( mein Sohn hatte vor ca. einen Jahr sich da mal Beworben) bei meinen Sohn angerufen, aufgrund eines Jobangebotes. ohne genaue Arbeitgeberbezeichnung. Nur das dieser übertariflich Bezahlt würde.
Er sollte doch am nächsten Tag vorbeikommen. Was er auch gemacht hatte.
- Am nächten Tag wurde er dann vor Ort von einer Frau empfangen bei der ZAF.
An diesen Tage wurde ihm dann der Betrieb und kurz den Ort gesagt. Aber keine genaue Wegstrecke.
Da man ja nicht alles wissen kann, wo und wie weit die entfernung einer Arbeitstelle ist und ja mein Sohn hatte "nur" die übertarifliche entlohnung im Kopf (9.10€ + 1€ Zulage vom Arbeitgeber - dieser aber nicht rechtsverbindlich ist und jederzeit gekündigt werden kann, hatte aber mein Sohn überlesen).
- Schön und gut, er Unterschrieben. Am 24.8.2016 wäre Arbeitsbeginn.
- Am 19.8.2016 haben wir die Strecke dann mal mit den Fahrrad abgefahren, ja stolze 2,5 Stunden bei mäßiger geschwindikeit.
- Busverbindung ist nur bedingt möglich - bis zur hälfte mit Strassenbahn dann Umstieg in Bus, der "nur" Stundenweise fährt und dieser auch "nur" die hälfte der Wegstrecke bedient, sodas dann noch mindestens 1 Stunde Fussmarsch in kauf genommen werden muß.
- Da Schichtarbeit anliegt, ist bei Spätschichtende um 23 Uhr Schluß mit Busverbindung und ein Fußmarsch von 10 km und mehr nach Hause ist anzutreten.

Im allgemeinen unzumutbar, wenn kein Führerschein bzw. Kraftfahrzeug vorhanden ist.

- Leider hatte mein Sohn den Arbeitsvertrag bereits als Kopie zum Jobcenter geschickt.
- Am Montag 22.8.2016 ein Anruf bei der ZAF, mit dem Hinweiß auf Unzumitbare Wegstrecke. Er wurde (habe mitgehört) am Telefon angeschnautz, er will doch garnicht Arbeiten und andere würden 5 Stunden zu Fuß zur Arbeit geben wollen und und. Er solle doch gleich vorbeikommen mir den Vertrag, damit es Rückgängig gemacht werden soll. Aber dann noch die Drohung, das die ZAF es dem Jobcenter melden würde. Und außderdem wuste die ZAF darüber bescheit, über die Erreichbarkeit der Firma.
- An diesen Tag wurde dann noch seine SB per Telefon darüber informiert und diese würde dann der Leistungsabteilung ein Vermerk machen, über das nichtzustande kommen.
Da er am 25.8.2016 bereits einen Termin zur Einladung hatte, sind wir da dann auch hin und da hat mein Sohn dann wären des Gesprächs 4 VV über ZAF ausgehändigt bekommen, alle ohne RFB.

Jetzt am Montag hat er ein Termin bei Randstand über ein VV mit RFB über eine Bewerberrunde, den er um 10 Uhr antretten soll.

Gestern habe ich aber bereits von der Leistungsabteilung eine vorläufige Bewilligung (änderungsbescheid) bekommen, sodas Punkt 1: für mein Sohn ab September keine Miete gezahlt wird und Punkt 2: er kein ALG2 mehr bekommt. JA da ist das Jobcenter so richtig schnell, was das einstellen von ALG2 Leisungen betrifft.

Das Beste ist in dieser Berechnung: die Berechnen ein fiktives Einkommen von 1800€ Brutto und 1500€ Netto bei 9,10€ plus 1€ = 10,10€ Stundenlohn bei ca. 160 Stunden. Kann doch nicht war sein sowas ?? :icon_neutral:

Heute kam per Post dann die offizelle Abmeldung von ALG2 für mein Sohn.


Jetzt die Frage an euch:

1. Muß er jetzt am Montag bei Randstand antreten ? oder
2. sollte er mit mir am Monatg gleich zum Jobcenter um den Sachverhalt abzuklären ?

Laut Leistungsabteilung ist er NICHT mehr gemeldet beim Jobcenter.
Wenn er jetzt NICHT am Montag nach Randstand erscheint aber dann wegen der Abklärung zum Jobcenter geht, kann ihm das negative ausgelegt werden ?? Nicht das er dann eine Kürzung von 3 Monaten bekommt.

Ich hoffe das eine uns Ratschläge geben kann.
 

Porks

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hi

ganz einfach er geht Montag dort in Büro und sagt so hier bin ich und jetzt beginnt meine Arbeitszeit denn ich stehe ihnen ja zur Verfügung und was und wo ihr mich braucht ist euer Problem den ihr seit meine Firma und somit Beginne ich hier meine Arbeitszeit und sie endet auch hier.

Oder halt er gibt so ein Pech weil er krank geworden ist den Gelben ab.

Denn noch ist der Mitarbeiter bei diesen ... und muss halt seine Arbeitskraft zur Verfügung stellen außer er ist halt so krank geworden.

Dann gibt es die Kündigung und da er ja noch keine 2 Wochen in der Firma war gibt es das Geld halt von der Kk und dann mit der Kündigung wieder zum Amt.

Und da können sie nix Sperren usw.
 

faalk

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Weshalb wurde das JC schon darüber informiert, dass die schnell alles gestrichen haben, wurde der AV schon rückgängig gemacht?

Wenn ja, kann man sich natürlich die von Porks vorgeschlagene Vorgehensweise sparen.

Läuft der Vertrag noch, würde ich es genauso machen, wie von Porks vorgeschrieben (AU) Aber Achtung, am besten wäre es, er würde zumindestens für einen Tag (den Monatg) die Zähne zusammenbeissen und bei der Firma arbeiten gehen und dann ab Dienstag halt nen Besuch beim Hausarzt:wink:. Selbstverständlich den JC sofort melden, "Am Ar..... habe den Job angetreten" und noch wichtiger, wenn man ab dem ersten Arbeitstag krank ist und von der ZAF gekündigt wird, zahlt auch die KK kein Krankengeld.
 

Asterix38

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Sorry du nicht gelesen : - Am Montag 22.8.2016 ein Anruf bei der ZAF, mit dem Hinweiß auf Unzumitbare Wegstrecke. Er wurde (habe mitgehört) am Telefon angeschnautz, er will doch garnicht Arbeiten und andere würden 5 Stunden zu Fuß zur Arbeit geben wollen und und. Er solle doch gleich vorbeikommen mir den Vertrag, damit es Rückgängig gemacht werden soll. Aber dann noch die Drohung, das die ZAF es dem Jobcenter melden würde. Und außderdem wuste die ZAF darüber bescheit, über die Erreichbarkeit der Firma.

Noch mal zum verstehen: Er sollte den unterschriebenden Vertrag am Montag Mitnehmen um ihn bei der ZAF abzugeben, somit wäre der Vertrag dann hinfällig. Das hat er auch gemacht. Ich bin als Zeuge dabei gewesen. Ob das so richtig war, weiß ich auch nicht.

Es gab auch keine Kündigungsbestätigung oder sowas. Nur der Vertrag wurde der ZAF Tante ausgehändigt.

faalk:
siehe oben.

Und weshalb habe ich auch schon erwähnt :
- Leider hatte mein Sohn den Arbeitsvertrag bereits als Kopie zum Jobcenter geschickt.

und seine SB (nicht Leistungsabteilung) wurde darüber Informiert, das der Vertrag "aufgehoben" ist von der ZAF, Sie würde das an die Leistungsabteilung weiterleiten. Aber da war die Leistungsabteilung etwas schneller mit dem Bearbeiten (geht ja bei den schnell) und schwubs war mein Sohn weg von ALG2.

Ich denke das sich alles jetzt Überschneidet und man nur am montag früh alles regeln kann.
Aber da ist ja noch der Termin bei Randstand den mein Sohn hat ??? , dieser ist um 10 Uhr.


 

faalk

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Noch mal zum verstehen: Er sollte den unterschriebenden Vertrag am Montag Mitnehmen um ihn bei der ZAF abzugeben, somit wäre der Vertrag dann hinfällig. Das hat er auch gemacht. Ich bin als Zeuge dabei gewesen. Ob das so richtig war, weiß ich auch nicht.
Das war wohl der Fehler.

Das das JC sofort die Leistungen einstellt, ist arm aber wohl nicht zu beanstanden.

Zu Frage 1. Das liegt an Ihm selber. Hingehen in der Hoffnung eine neue Anstellung zu finden und damit weg vom JC. Oder halt die Sanktion so bitter sie auch ist, hinnehmen.

Zu Frage 2. Versuchen kann man es. Denke aber nicht, dass sich das JC da auf irgendwas einlässt. So hart wie es klingen mag, aber der Fehler liegt hier meiner Meinung nach nicht gerade bei der ZAF. Vertrag bekommen > unterschrieben und dann erst auf Zumutbarkeit geprüft. :icon_frown:
 

doppelhexe

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am montag zu randstatt und am dienstag zum jobcenter...

alles was er dienstag klärt geht auch nicht schneller, wenn er es am montag macht. zumindest hat er dann aber den termin bei randstatt absolviert.

dort aber bitte die selben fehler nicht wieder machen!!!

nichts unterschreiben!
alles einstecken zur prüfung!!!
 

karuso

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Bei Randstad ist es eigendlich einfach nicht genommen zu werden indem man die Datenklausel nicht unterschreibt damit hat sich das automatisch erledigt.Dann stellen sie nicht ein.Dei Datenklausel muß man nicht unterschreiben damit verzichtet man auf den Datenschutz was die Bewerbung angeht.Das ist ein Freibrief für die deinen Daten überall hinzugeben.Nicht unterschreiben.
Die werden sicherlich drohen das an Mobcenter weiterzugeben und es könnte Stress mit dem Amt geben zwecks Sanktion.Nicht einschüchtern lassen vom Mobcenter.Notfalls muß man vor dem Sozialgericht ziehen sollte eine Sanktion ausgesprochen werden.:icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen:
 

faalk

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Nicht einschüchtern lassen vom Mobcenter.Notfalls muß man vor dem Sozialgericht ziehen sollte eine Sanktion ausgesprochen werden.:icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen:
Die Sanktion (100%) wurde doch schon ausgelöst!

Ob und wie man sich dann bei dem Gespräch bei Randstadt verhält, kommt darauf an, ob man mit der Sanktion leben kann oder nicht.
 

Helga40

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Ich kann noch nichts von Sanktion lesen. Das JC hat vorläufig für den Sohn eingestellt bzw. mit einem fiktiven Einkommen gerechnet, mit dem er keinen Anspruch hätte, weil wohl die Mitteilung, dass der AV wieder aufgehoben wurde, noch nicht in der Leistungsabteilung angekommen ist.

Es wird also über kurz oder lang sicherlich noch mind. ein neuer Bescheid kommen.

Eine Sanktion wird wohl definitiv geprüft werden und erscheint mir auch wahrscheinlich, denn ich gehe davon aus, dass ggf. auch Umzug/Zweitwohnsitz möglich gewesen wäre.
 
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Eine Sanktion wird wohl definitiv geprüft werden und erscheint mir auch wahrscheinlich, denn ich gehe davon aus, dass ggf. auch Umzug/Zweitwohnsitz möglich gewesen wäre.
Typisches Denken einer SB.
Für eine ZAF einen Zweitwohnsitz nehmen, oder sogar umziehen.
Sonst geht es aber noch?
 

Helga40

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Ob nun typisch oder nicht: so wird es kommen. Und ggf. denkt auch so mancher Richter genauso. Im SGB II gibts zur Zumutbarkeit keine Sonderregelung für ZAFs oder Niedriglöhne. Von daher: ja, es geht noch.
 

dagobert1

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- Am Montag 22.8.2016 ein Anruf bei der ZAF, mit dem Hinweiß auf Unzumitbare Wegstrecke. Er wurde (habe mitgehört) am Telefon angeschnautz, er will doch garnicht Arbeiten und andere würden 5 Stunden zu Fuß zur Arbeit geben wollen und und.
Ja, so kennen wir die ZAF. Ist der AV erstmal unterschrieben, ist es mit der Höflichkeit vorbei.
Jetzt am Montag hat er ein Termin bei Randstand über ein VV mit RFB über eine Bewerberrunde, den er um 10 Uhr antretten soll.
Bewerberrunde mit RFB? Mit konkreter Stelle oder nur blabla?
Gestern habe ich aber bereits von der Leistungsabteilung eine vorläufige Bewilligung (änderungsbescheid) bekommen, sodas Punkt 1: für mein Sohn ab September keine Miete gezahlt wird und Punkt 2: er kein ALG2 mehr bekommt.
Für September ist die Leistungseinstellung auf jeden Fall rechtswidrig, da in einer Woche niemals ein voller Monatslohn erarbeitet werden kann.
Das Beste ist in dieser Berechnung: die Berechnen ein fiktives Einkommen von 1800€ Brutto und 1500€ Netto bei 9,10€ plus 1€ = 10,10€ Stundenlohn bei ca. 160 Stunden.
151,67 Stunden wären bei Randstad korrekt, siehe BAP-Tarifvertrag.

Im SGB II gibts zur Zumutbarkeit keine Sonderregelung für ZAFs oder Niedriglöhne.
Die Tatsache dass die ZAF einen jederzeit woanders einsetzen kann und ein Umzug demnach nicht sehr sinnvoll ist, muss aber berücksichtigt werden.
 

hans wurst

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Eine Sanktion wird wohl definitiv geprüft werden und erscheint mir auch wahrscheinlich, denn ich gehe davon aus, dass ggf. auch Umzug/Zweitwohnsitz möglich gewesen wäre.
Dann erklär mir mal, wie man innerhalb von 8 Tagen, eine Wohnung finden und umziehen soll?
 

Asterix38

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Also Umziehen im gleichen Wohnort und dazu noch im Industriegebiet wo es keine Wohnungen gibt ?
Und erst recht, weil der Arbeitgeber eine ZAF Bude ist und man nie weis wie lange man in einen Betrieb Arbeitet. Wie oft will er den Umziehen?

Seine SB meinte ja am Donnertag beim Termin, das mit der Wegstrecke sei ja laut Routenplan innerhalb einer Stunde zu schaffen. Ich habe ihr aber gesagt, das die Busverbindung erstens nur alle Stunde fährt, mindesten 120-150 MinutenUnterwegs ist und er dazu noch mindenstens 1 Stunde zu Fuss Unterwegs sei.
Und als auswichmöglichkeit hat er zwar ein Fahrrad aber dafür brauchte er 2,5 Stunden. Und wenn er Unterwegs sein Fahrrad kaputt geht (z.b. Platten) ? egal geht er halt zu Fuß ?

Jetzt macht mal das bei jeden Wetter einer von euch !! Und dazu noch KEINE möglichkeit abends nach 23 Uhr mit Bus oder Bahn nach Hause zu kommen. Ich glaube wohl kaum, das einer von euch nach Feierabend noch 5 Stunden per Füsse bei jedem Wetter nach Hause geht.

Und dazu noch, hatte ich ja bereits geschrieben, das es die ZAF es wuste aber nix gesagt hat. So etwas bietet man keinen an, der kein Führerschein und Auto bzw. Zweirad hat an.

Die ZAF hat mit ihm den Vertrag am Montag beendet nicht er. Sie haben noch nicht mal versucht ihm etwas anderes Anzubieten. Sie wollten nur den Vertrag wiederhaben, was ist daran verkehrt.

Ich werde am Montag zum Jobcenter hingehen um es abzuklären. Weil sein Mietanteil jetzt fehlt.
Sofern eine Sanktion kommt, sind es 100% für 3 Monate, dann werde ich mit ihm klagen.

Bewerberrunde mit RFB? Mit konkreter Stelle oder nur blabla?
Ist ein VV als Kommissionierer mit RFB für den TV Sender 123tv.
 

Kerstin_K

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Alleine schon, dass die den Vertrag zurueck haben wollten, also eine geordnete Geschäftsführung sieht irgendwie anders aus.
 

AnonNemo

Vorlagenmoderation
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Asterix38 meinte:
Wie oft will er den Umziehen?
Maximal 1x, und zwar in die Nähe seines Arbeitgebers ~> die ZAF!
Es ist das Problem der ZAF, wie der LAN zum Einsatzort kommt ... deshalb war der Vorschlag von @Porks #2 eigentlich der richtige Weg um von der ZAF gekündigt zu werden.
Porks meinte:
ganz einfach er geht Montag [am ersten Arbeitstag] dort in Büro und sagt so hier bin ich und jetzt beginnt meine Arbeitszeit denn ich stehe ihnen ja zur Verfügung und was und wo ihr mich braucht ist euer Problem den ihr seit meine Firma und somit Beginne ich hier meine Arbeitszeit und sie endet auch hier.
Auch das
Asterix38 meinte:
Und dazu noch KEINE möglichkeit abends nach 23 Uhr mit Bus oder Bahn nach Hause zu kommen.
... ist das Problem der ZAF.
Soll der Disponent eben Überstunden machen und deinen Sohn vom Einsatzort zum Büro chauffieren ... gibt dann schön Nachtzuschläge für beide.
 
E

ExitUser

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Ob nun typisch oder nicht: so wird es kommen. Und ggf. denkt auch so mancher Richter genauso. Im SGB II gibts zur Zumutbarkeit keine Sonderregelung für ZAFs oder Niedriglöhne. Von daher: ja, es geht noch.
Bis ein Umzug über die Bühne ist, kann man schon wieder gekündigt sein, oder der Einsatzort kann sich schon wieder geändert haben.
Als SB solltest Du wissen, dass eine ZAF kein verlässlicher Arbeitgeber ist.
Und abgesehen davon solltest Du auch wissen, dass die ZAF der AG ist, und dafür zu sorgen hat, wie der Arbeitnehmer zum Entleiher kommt.
 
E

ExitUser

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Eine Sanktion wird wohl definitiv geprüft werden und erscheint mir auch wahrscheinlich, denn ich gehe davon aus, dass ggf. auch Umzug/Zweitwohnsitz möglich gewesen wäre.
Das führe die Unzumutbarkeitsregelung aber ad absurdum. Denn dann kann man immer argumentieren, dass die gesetzlich definierte unzumutbare Wegstrecke immer zumutbar ist, da man ja umziehen kann/muss.

Zwar hast du recht, dass so ein Passus in den FH zu § 10 steht:
(4) Ist tägliches Pendeln aus wirtschaftlichen Gründen unzumutbar,
ist zu prüfen, ob den Leistungsberechtigten eine doppelte Haus-
haltsführung/Umzug zuzumuten ist.
Das bezieht sich aber auf den wirtschaftlichen Aspekt und nicht die Dauer der Wegezeit.

Daher ist dieser Argumentation/Begründung nicht zu folgen.

In obigem Fall sehe ich den Grund für die Ablehnung der Arbeit als wichtig an.
Da es in den TVn der ZAF m.W. die ersten paar Wochen eine drastisch verkürzte Kündigungsfrist gibt (mitunter sogar nur 1-2 Tage) könnte der Sohn m.E. auch selbst kündigen.

Denn entweder eine Wegstrecke ist unzumutbar, oder eben nicht. Ist sie unzumutbar, muss dies auch als wichtiger Grund anerkannt werden. Alles andere wäre Unsinn, was das JC aber sicher nicht davon abhalten wird, dennoch eine Sanktion zu verhängen. Gegen diese sollte man dann klagen.
 
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