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ZAF: 1 Monat beschäftigt - Kündigung

ubrukelig

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Eigentlich nichts ungewöhnliches:

Ware jetzt insgesamt einen Monat bei einer ZAF (unbefristet) angestellt. Geplant und bei Einstellung war eine längerfristige Beschäftigung beim Kundenunternehmen.
Doch dann lief alles anders...
Jetzt sollte mir zum 15.01.19 gekündigt werden. Brief mit Kündigung soll angeblich am 08.01.19 (Einwurfeinschreiben) zugestellt worden sein. Nur erhalten habe ich ihn nicht!

Im Netz habe ich auf RA-Sites gelesen, das ein Einwurfeinschreiben auch nicht rechtssicher sei, da die Zustellungan die Zielperson schwerlich nachzuweisen ist und fehlschlagen kann. So wie in meinem Falle.

Gilt jetzt dennoch die Kündigung als zugestellt? Greift die Kündigungsfrist (1 Woche)? Oder erst ab tatsächlicher Zustellung an mich (persönlich entgegen genommen)?
Eigentlich müsste ich dem JC über die Kündigung unterrichten, sofern wirklich rechtsicher. Was soll ich dem JC vorlegen, wenn ich keine Kündigung erhalten habe?

Der MA der ZAF sagte mir, ich sollte dennoch heute (3-Tagesfrist) meiner ehemaligen SB eine Mail schreiben mit der Nachricht über die Kündigung (die ich ja noch nicht erhalten habe).
Muss ich das wirklich? Der MA sagte, ich könnte ja am Montag in der Filliale eine Kopie der Kündigung abholen. Also muß ich meiner Kündigung jetzt selbst hinterher laufen?

Gruß
 

erwerbsuchend

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Jetzt sollte mir zum 15.01.19 gekündigt werden. Brief mit Kündigung soll angeblich am 08.01.19 (Einwurfeinschreiben) zugestellt worden sein. Nur erhalten habe ich ihn nicht!
Wenn du diese Kündigung nicht erhalten hast, woher weißt du dann, dass du gekündigt werden sollst? Diese Information fehlt in deinem Eröffnungspost.

Hast du dir von der ZAF den Versand- oder Empfangsnachweis zeigen lassen? Allerdings sagt ein Einschreiben nur aus, dass ein Umschlag von A nach B verschickt wurde. Es trifft keine Aussage darüber, welchen Inhalt dieser Umschlag hatte.

Gilt jetzt dennoch die Kündigung als zugestellt? Greift die Kündigungsfrist (1 Woche)? Oder erst ab tatsächlicher Zustellung an mich (persönlich entgegen genommen)?
Eigentlich müsste ich dem JC über die Kündigung unterrichten, sofern wirklich rechtsicher. Was soll ich dem JC vorlegen, wenn ich keine Kündigung erhalten habe?
Wurde dir die Kündigung erneut zugestellt oder soll sie dir erneut zugestellt werden? Welche Regelungen zur Kündigung enthält dein Arbeitsvertrag?

Stellst du deinem AG weiterhin deine Arbeitskraft zur Verfügung? Nimmt dein AG diese an und setzt dich weiter auf deinem Arbeitsplatz ein?
 

Doppeloma

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Hallo ubrukelig,

Doch dann lief alles anders...
Jetzt sollte mir zum 15.01.19 gekündigt werden. Brief mit Kündigung soll angeblich am 08.01.19 (Einwurfeinschreiben) zugestellt worden sein. Nur erhalten habe ich ihn nicht!
Da eine Kündigung eine einseitige (in diesem Falle vom AG) aber empfangsbedürftige (in diesem Falle von dir) Erklärung ist, tritt die Rechtswirkung erst ein wenn du die Kündigung auch zur Kenntnis nehmen konntest.

Im Netz habe ich auf RA-Sites gelesen, das ein Einwurfeinschreiben auch nicht rechtssicher sei, da die Zustellungan die Zielperson schwerlich nachzuweisen ist und fehlschlagen kann. So wie in meinem Falle.
Darüber würde ich (an deiner Stelle) gar nicht weiter diskutieren, du hast KEINE Kündigung erhalten, schon gar nicht fristgerecht für eine "ordentliche" Kündigung, bei einem "Einwurf-Einschreiben" wird nur vom Postboten unterschrieben, dass er einen Brief eingeworfen haben will ...

Gilt jetzt dennoch die Kündigung als zugestellt? Greift die Kündigungsfrist (1 Woche)? Oder erst ab tatsächlicher Zustellung an mich (persönlich entgegen genommen)?
Warum sollte das also als zugestellt gelten können wenn du NICHTS bekommen hast, warum bitte macht dein AG das nicht direkt vor Ort mit dir klar, deine Arbeitsstunden müssen doch auch jeweils in der Zentrale abgegeben werden ...
Die Kündigungsfrist beginnt jedenfalls erst zu laufen, wenn dir auch (schriftlich) bekannt gegeben wurde, dass du zum XX gekündigt bist (hilfsweise zum nächsten möglichen Termin) ... das müsste dann aber auch genau so da mit erwähnt sein.

Eigentlich müsste ich dem JC über die Kündigung unterrichten, sofern wirklich rechtsicher. Was soll ich dem JC vorlegen, wenn ich keine Kündigung erhalten habe?
Du musst das JC persönlich über die Kündigung unterrichten wenn du sie auch erhalten hast (und die schriftliche Kündigung ist dort auch vorzulegen), wie kommt der ZAF-Mitarbeiter darauf, dass eine Mail an deinen SB als rechtsicher gelten soll ... ???

Wenn der gerade in Urlaub ist oder die nächsten Wochen krank und seine Mails gar nicht liest, dann hast du gleich den nächsten Ärger ... und wirst kein Geld vom JC bekommen.

Aktuell wird wohl dein AG noch weiter zahlen müssen, bis er eine ordentliche / fristgerechte Kündigung mit sicherer Zustellung an dich zu Wege gebracht hat ... du selbst musst dabei rein gar nichts "beweisen" ...:icon_evil:

Woran lag es denn aus deiner Sicht, war die Einsatz-Firma nicht zufrieden mit deiner Arbeit ?

MfG Doppeloma
 

ubrukelig

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Nein,
ich habe nichts Blödes gemacht, auch lag es nicht an der Zufriedenheit der Einsatz-Firma. Schlicht und einfach war ich eine Arbeitskraft zuviel. Da ich der Letzte war, der gekommen war, durfte ich auch wieder gehen.
Einfache Regelung...
Einsatz sollte eigentlich bis voraussichtlich Ende 2019 laufen, aber da wurde offenbar "Mist" gebaut bzw. wurde ein Mitarbeiter für eine andere Abteilung gesucht, für die ich aber nicht zur Verfügung stehe (Schichtarbeit, Nachschicht). Mein Fehler wars nicht, Leihbude wusste auch erst über eine Woche gar nicht, was wirklich Sache ist. Und dann hiess es, es sei für mich schon ein Nachfolgeauftrag da bei einem anderen Kundenunternehmen.
Zwei Tage später dann wieder neue Nachricht, auch dort wäre Nachschicht (die ich aufgrund meiner Erkrankung nicht machen darf...). Dann wurde mir am selben Tag gegen mittag am Telefon gesagt, ich sollte gekündigt werden zum 15.01.
Wie oben geschrieben, die Kündigung liegt mir bis heute nicht schriftlich vor. Anruf beim Überlasser gestern: Angeblich wäre Brief am 08.01. zugestellt (Einwurfeinschreiben). Bekommen habe ich definitiv diesen Brief bis jetzt noch nicht.
Könnte mir ja am Montag eine Kopie im Büro abholen....

Gehen wir mal davon aus, ich werde Montag ins Büro des Überlassers bestellt, erscheine dort und man übergibt mir dort die Kopie der Kündigung. Gilt dann die angeblich versendete Kündigung mit allen Angaben dort? Oder muss zwingend eine neue Kündigung mit neuer Frist ausgestellt werden?

Meine Arbeitskraft kann ich nicht zur Verfügung stellen bzw. hatte ich das schon nach Beendigung des Einsatzes getan. "Freigestellt sei ich nicht, da ich nicht über genügend + Stunden verfüge". Ich solle einfach zuhause bleiben...

Klingt komisch, ist aber so ^^

Also bin ich derzeit noch nicht wirklich gekündigt, oder wie jetzt?

MfG
 

Doppeloma

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Hallo ubrukelig,

Dann wurde mir am selben Tag gegen mittag am Telefon gesagt, ich sollte gekündigt werden zum 15.01.
Telefonisch kündigen geht schon mal gar nicht, schriftlich ist gesetzlich vorgeschrieben und wie ich es oben schon erklärt habe beginnt die reguläre Kündigungsfrist erst mit der Übergabe / Kenntnisnahme durch dich.

Wie oben geschrieben, die Kündigung liegt mir bis heute nicht schriftlich vor.
Dann bist du auch nicht gekündigt und die Frist beginnt erst zu laufen wenn du das schriftlich bekommen hast ...

Anruf beim Überlasser gestern: Angeblich wäre Brief am 08.01. zugestellt (Einwurfeinschreiben). Bekommen habe ich definitiv diesen Brief bis jetzt noch nicht.
Könnte mir ja am Montag eine Kopie im Büro abholen....
Seine Kopie kann er sich einrahmen und ins Büro hängen, du hast Anspruch auf ein Original, das mit deinem Arbeitsvertrag vereinbar ist, also druckfrisch mit dem Datum vom Montag (als Ausstellungstag) unter Einhaltung der regulären Kündigungsfrist ...

Was Anderes solltest du NICHT akzeptieren und schon gar nicht den Empfang quittieren, scheint ja ein "echter Saftladen" zu sein, wenn man dich am 01.01. aus Versehen unbefristet einstellt um dich am 09.01. wieder abservieren zu wollen.

Gehen wir mal davon aus, ich werde Montag ins Büro des Überlassers bestellt, erscheine dort und man übergibt mir dort die Kopie der Kündigung.
Gilt dann die angeblich versendete Kündigung mit allen Angaben dort?
Klares NEIN, diese Kopie ist wertlos ... die beweist auch NICHT, dass dir das Original zugegangen sein muss ...:icon_evil:

Oder muss zwingend eine neue Kündigung mit neuer Frist ausgestellt werden?
Klares und deutliches JAAA ...

Und bis zum letzten Tag hat er dich zu bezahlen, wenn er keinen Einsatz (mehr) für dich hat ist das NICHT dein Problem, ich nehme an die Grenzen deiner Leistungsfähigkeit waren von Beginn an bekannt ???

So viele Überstunden kannst du doch in den paar Tagen gar nicht angesammelt haben, außerdem sind die extra zu vergüten und dienen NICHT als "Sparpotential" für den AG bei der Entlassung ...
Was die AG sich inzwischen alles erlauben können ist wirklich unfassbar ... :doh:

MfG Doppeloma
 

ubrukelig

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Vertrag haben ich ab/seit 03.12.18 und beschäftigt war ich bei dem Kundenunternehmen vom 04.12.18 bis einschließlich 04.01.19.
Wie gesagt, geplant war das ich längerfristig dort eingesetzt werden sollte. Hatte damals (vor Vertragszeichnung) noch weitere Angebote von anderen Überlassern.
Hatte mich jedoch hierfür entschieden, weil es mehrere Aspekte gab, die den Entschluß dafür trugen. Das es schlußendlich dann doch anders kam ist für mich übel.
Jetzt darf ich wieder suchen, suchen...sondieren usw. Bin mit über 55 Jahren auch nicht mehr der Jüngste. Könnte sofort viele Einstellungen bekommen, wenn ich
wie in diesem Beruf zumeist üblich auch Vollkontischicht machen würde/könnte. Fachkräfte mit Ausbildung, so wie ich sie habe, werden sehr stark gesucht. Weit weniger
Angebote gibt es dort auf Tagschicht und ggf. im 2 Schichtsystem (Tag + Mittagschicht).

Hatte vom Überlasser am 21.12.18 eine Einsatzmeldung erhalten, die aussagte das ich vom 01.01.19 - 31.12.19 (vorraussichtlich) weiter bei dem Kundenunternehmen beschäftigt
werde. Und dann kam am 27.12.18 der Kracher...

Fühle mich, nachdem ich über einem Jahr wegen des letzten Jobs und den Folgen daraus (Mobbing, Bossing...) über 1,5 Jahre Krank war (Depression) und mich ohne wirkliche therapeutische
Hilfe (auch da hatte ich mehr Pech mit Ärzten und unwilligen Therapeuten (nur Vorgespräche, Hinhalten....Abkassieren)) selbst wieder aufgemacht und beworben. Und dann gleich wieder so
ein Erlebnis.

So zurück zum Punkt:
Also sollte ich jetzt abwarten, bis man mich einbestellt und die Kündigung dann übergibt. Oder soll ich am Montag selbst dort aufkreuzen oder mich telefonisch melden? Wer ist jetzt am Zuge?
Ich müsste ja jetzt wieder nachfragen, ob es einen Einsatz für mich gibt, oder nicht?

MfG
 

Kerstin_K

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Du musst deine Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Wenn der Arbeitgeber diese nicht abruft und kein rechtswirksam Kuendigung zustande bringt, ist das sein Problem.

Abrechnungen genau kontrollieren!
 

Doppeloma

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Hallo ubrukelig,

Ich müsste ja jetzt wieder nachfragen, ob es einen Einsatz für mich gibt, oder nicht?
Richtig, da du immer noch im Arbeitsverhältnis bist bietest du natürlich auch weiter an arbeiten zu WOLLEN, für den Einsatz ist der AG zuständig, wenn er keinen Einsatz für dich hat muss er dich trotzdem bezahlen.

Und wegen der (bisher missglückten) Kündigung bist du selbst zu NICHTS verpflichtet, du willst ja nicht gekündigt werden ... da muss schon der AG selber die gesetzlichen Regelungen beachten und bisher gibt es KEINE rechtskonforme Kündigung in schriftlicher Form in deinen Händen ...:icon_evil:

Darüber brauchst du auch am Telefon nicht mit dem AG zu diskutieren, du willst nur wissen wo du arbeiten sollst und notiere dir bitte deine Anfragen, mit Datum / Uhrzeit und Gesprächspartner.

MfG Doppeloma
 

avalanche

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Vertrag haben ich ab/seit 03.12.18 und beschäftigt war ich bei dem Kundenunternehmen vom 04.12.18 bis einschließlich 04.01.19.
Dann gilt bei dir die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und ich darf hier davon ausgehen, dass alle Arbeitszeiten per Stundenzettel quittiert sind.

Also sollte ich jetzt abwarten, bis man mich einbestellt und die Kündigung dann übergibt. Oder soll ich am Montag selbst dort aufkreuzen oder mich telefonisch melden? Wer ist jetzt am Zuge?
Ich müsste ja jetzt wieder nachfragen, ob es einen Einsatz für mich gibt, oder nicht?
Wenn ich (54j, Elektriker in der ANÜ) in dieser Lage wäre, würde ich mich AU (mit der Option auf Fortsetzung) schreiben lassen und dies dann auch Montag morgen der ZAF telefonisch zu Bürobeginn mitteilen.
Die Krankenkasse zahlt dann bei Nahtlosigkeit erstmal (unregelmäßig) Krankengeld.
Bei einer AU (per se intercurrent) würde ich engen telefonischen Kontakt zur Krankenkasse halten, damit ich, falls die ZAF mich dort wegen Kündigung abmeldet, mich bei der AfA persönlich ASU melden kann.

Mit ZAF, AfA und JC würde ich erstmal nur schriftlich (per email) verkehren, um gegebenenfalls einen Anscheinsnachweis schriftlich führen zu können.

Viel Erfolg und weitere Rückfragen immer gern,
SG ave
 

ubrukelig

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So,

heute morgen gleich bei der ZAF angerufen und nach einem Arbeitseinsatz/auftrag nachgefragt. Disponentin sagte mir, ich sei zum 15.01.19 gekündigt, diese sei zugestellt worden (Einwurfeinschreiben) und das reicht für sie.
Sie meint, die Kündigung hätte so Bestand. Es würde ein weiteres Schreiben....man achte darauf: per Einwurfeinschreiben an mich herausgehen, in dem man dieses nochmal bestätigt. Sie könne mir gerne auch eine Kopie der Kündigung zukommen lassen.
Daraufhin sagte ich ihr, das ich a) keine Kopie von ... haben möchte, diese hätte eh keinen Wert und b) man mir die Kündigung persönlich in schriftlicher Form mit entsprechender neuer Kündigungsfrist zukommen lassen muss.
Die Dame ist der Meinung, das Einwurfeinschreiben würde ausreichend sein und die Kündigung hätte für sie und der ZAF so Bestand. Ich sagte, das ich laut Gesetz weiterhin Beschäftigter bei ihrer ZAF bin, und zwar solange bis ich eine rechtskonforme Kündigung in Händen halte.

Jetzt bemühe ich mich gerade um einen Anwalt in Sachen Arbeitsrecht/Vertragsrecht/Kündigung.

MfG
 

Kerstin_K

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Da brauchst du nur einen Arbeitsrechtler.

Das Ding wird sein, ob die ZAF beweisen kann, dass die Kuendigung in deinem Briefkasten gelandet ist.
 

ckl1969

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Ich würd mich aber rein vorsorglich dennoch persönlich unverzüglich/sofort beim Arbeitsamt/JC melden.

Es ist das eine, ob die Kündigung tatsächlich erfolgt/wirksam ist, daß andere die Zeit die es braucht, bis du dein Recht (vor Gericht) durchgesetzt hast.

Da du also derzeit in keiner (ab)gesicherten Position bist, geh zum Arbeitsamt/JC!
 

ubrukelig

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Habe nun einen Termin bei einem RA für Arbeitsrecht am Donnerstag.
Da nach der Privatisierung der Post die Briefzusteller keine Beamten mehr sind, sind sie auch nicht Urkundenzeichnungsberechtigte nach dem Gesetz.
D.h. der Briefzusteller kann zwar behaupten, er hätte zugestellt (per eigener Unterschrift), dies hat aber keinen Bestand vor Gericht. Er kann den Brief ja genau so gut ins Gebüsch geworfen haben...

Beim JC habe ich mich unter Vorbehalt der rechtlichen Situation schon zumindest telefonisch und per EMail gemeldet. Meine SB ist Teilzeitkraft und nur 3 Vormittage in der Woche da.

Danke für eure Ratschläge und Informationen.

MfG
 

Kerstin_K

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Arbeitsgerichtsprozesse gehen aber ein ganzes Stück schneller as Sozialgerichtssachen.Trotzdem kann es einige Monate dauern und wenn der AG dann auch noch stur ist und den Instanzenweg beschreitet.....
 
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