Zählen Bewerbungen auf Stellen obwohl man nicht alle Voraussetzungen erfüllt ? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Lara Arenknecht

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Hallo liebe Leute,

ich muß jeden Monat eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen unternehmen für das Jobcenter. Manchmal finde ich Stellenangebote, die "zwingende Voraussetzungen" angeben. z.B. so und so Berufserfahrung, diese oder jene Bildung, den und den Schein usw.

Meine Frage dazu:
Darf ich mich auf Stellen bewerben, obwohl nicht alle Voraussetzungen erfülle ohne sanktioniert zu werden ?
Gibt es da differenzierte Unterscheidungen in wie weit man von den Voraussetzungen abweichen darf ?
 

Erolena

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Das würde mich auch mal interessieren.

Wenn in der Anzeige steht, "zwingend Abschluss als ....", dann bewerbe ich mich nicht. Das ist sicher dumm. Ich hab einmal miterlebt, wie eine Stellenanzeige aus der Phantasie entstand. Das Ziel des Textes war, Bewerber abzuschrecken, weil man die hohe Zahl der Bewerbungen nicht schaffte zu bearbeiten. Es trafen dann trotzdem 180 Bewerbungen auf die eine Stelle ein.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Wenn man die zwingenden Voraussetzungen für die Arbeitsstelle nicht erfüllt, kann man auch nicht eingestellt werden. Ergo - Sinnlosbewerbung. Von einer Sanktion deswegen hab ich noch nie gehört - sich dagegen wehren wird wohl schwer. Aber welcher SB schaut sich die Bewerbungen denn so gründlich an? Von meinen bisherigen bisher keiner.
 

Ahanit

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Mitunter kann man auch mit fehlender Qualifikation eine Chance haben, wenn der Rest stimmt, Weiterbilden kann man immer, einen Schluri Ordnung beizubringen ist da schwerer, wenn du verstehst was ich meine.

Du bist verpflichtet alles zu tun um deine Bedürftigkeit zu reduzieren. Jeder Versuch zählt :)

Mal davon abgesehen mein SB hatte damals nur durchgezählt, weder Stellenangebot noch Anschreiben hat ihn interessiert.

Und zum Großen Überraschen aller.... viele bekommen VV die nicht zu Ihren Qulifikationen passen, wäre also ein Eigentor wenn die bei Eigenbemühungen plötzlich das raussuchen exakter Stellenangebote prüfen würden.
 

SysW0rm

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Grundsätzlich darfst du dich auf jede freie Stelle bewerben! :biggrin:

Es heißt ja Vermittlungsvorschlag! Falls der Vorschlag deinen Qualifikationen nicht entspricht, dann kannst du diesen Vorschlag mit einer kurzen Begründung ablehnen. Wenn eine "zwingende Voraussetzungen" hier nicht erfüllt werden kann, dann ist diese Bewerbung auf die vorgeschlagene Stelle nicht erfolgsorientiert.

Bei den Voraussetzungen sollte man sich zwangsläufig an den Berufsbildern orientieren. z.B. hat ein Bäcker nichts mit IT am Hut und eine Reinigungsfachkraft nichts mit kaufmännischen Angelegenheiten!

Sonst aber gilt:

Prinzipiell, wenn es in der EGV oder EGV-VA festgehalten ist, musst du dich auf jede Stelle bewerben.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich bis jetzt jeden 2. Vermittlungsvorschlag abgelehnt habe, ohne eine Sanktion bekommen zu haben.
- da waren aber auch Dinge dabei ... :icon_neutral:
 

franzi

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Möchte eine kleine Anekdote aus meiner Bewerbungs-Erfahrung berichten:

Auch beim Arbeitgeber kann einmal ein Umdenken eintreten:

Ich hatte mich im Laufe der Zeit mehrmals bei einem Arbeitgeber beworben, wobei etwa zwei Drittel meiner Qualifikationen auf die Stelle gepasst haben.
Ich wurde nie zu einem Gespräch eingeladen.
Beim vorletzten "Versuch" rief ich einfach dort an und sprach mit der Chefin. Die sagte zu mir, dass nur Bewerber eine Chance haben, die explizit in dieser Branche Vorkenntnisse haben. Daher habe es keinen Sinn, dass ich mich weiter bewerbe.

Letzte Woche dann las ich - mit einigem Erstaunen - in der Jobbörse des Arbeitsamtes ein Stellenangebot (wieder von der gleichen Firma). Dort stand ausdrücklich: "Gerne können sich auch Quereinsteiger bewerben. Sie werden von uns angelernt. Vorkenntnisse daher nicht erforderlich."

:icon_klatsch:
 

Annkathrin

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Ich bin ja der Meinung, daß man sich auf alle Stelle, (natürlich mit ordentlichen Bewerbungsunterlagen, die Aussicht auf ein Einladung zum Vorstellungsgespräch haben) bewerben sollte bei denen man selbst der Meinung ist dafür geeignet zu sein. Gerade auch wenn es um das Thema "Umschulung, Weiterbildung oder Qualifikation" geht. Je mehr Absagen man auf derlei Stellen bekommt desto deutlicher machen o.g Schritte zur Wiedereingliederung Sinn. Aber das scheint an entsprechenden Stellen bei der AfA, dem JC und der DRV noch nicht wirklich angekommen zu sein.
 
E

ExitUser

Gast
Eben, und da mann sich das Soll je nach Menge und Verfügbarkeit durch eine hirnrissige fixe Summe in einer EGV teilweise aus den Rippen schneiden muss, produziert man oft Bewerbungen die ohnehin sinnfrei sind.

@TE:
Wenns nicht so ganz passt, mach doch einfach eine Initiativbewerbung draus und fertig.
 

Heidschnucke

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Grundsätzlich darfst du dich auf jede freie Stelle bewerben! :biggrin:
Nicht ganz richtig es heißt grundsätzlich ist jede Stelle ist zumutbar und du kannst Dich darauf bewerben und von der Sache her musst du das auch.

Aus Diesem Grund habe ich schon die verschiedensten Streitereien mit dem JC gehabt, die waren der Meinung als Fleischermeister QLB könnte ich jede Arbeit machen! Und so habe ich mich beworben als Anästhesist im Krankenhaus; als Bundespräsident; als Parteivorsitzender (aber Rösler bliebt ja dann) das war ein Spaß zahlen wollten die nicht aber ich war ja mit Beistand da und im Protokoll war zu lesen, ich muss mich auf jede freie Stelle bewerben.

Bewirb Dich auf jede Stelle auf die Du Bock hat, ich habe mich als Fleischermeister beworben in der min drei Fremdsprachen gefordert waren, braucht kein Schwein, es wird eine Fertige Ausschreibung genommen der Beruf ausgetauscht und fertig!
Und glaub blos nicht das jede Stelle die ausgeschrieben ist auch zu besetzen ist!
 

SysW0rm

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Nicht ganz richtig ...
Klar darf ich mich auf jedes Stellenangebot bewerben (unabhängig vom Jobcenter).
Nur der Sinn und Zweck sollte hier in Frage gestellt werden!

Sollten Vermittlungsvorschläge "zwingende Voraussetzungen" haben, welche vom Bewerber nicht erbracht werden können, z.B. wegen mangelnde Qualifikationen, dann kann ein solcher Vorschlag ruhig abgelehnt werden.

Sollte in einem Vermittlungsvorschlag die Möglichkeit einer vom Arbeitgeber durchführbaren Schulung/Qualifizierung aufgeführt sein, um z.B. fehlende Qualifikationen zu erwerben, dann ist eine Ablehung des Vorschlags nicht ratsam!
 
E

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Ich denke das kannst du halten wie ein Dachdecker ..so machen es die JC ja auch ...die meisten meiner Vermittlungsvorschläge waren nicht auf mich zugeschnitten .
Oft wurde ausdrücklich ein Führerschein verlangt ...ich habe keinen .
Wenn ich mich dann darauf beworben habe , wurde ich noch blöd angemacht .
 
E

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Gast
Ich denke das kannst du halten wie ein Dachdecker ..so machen es die JC ja auch ...die meisten meiner Vermittlungsvorschläge waren nicht auf mich zugeschnitten .
Oft wurde ausdrücklich ein Führerschein verlangt ...ich habe keinen .
Wenn ich mich dann darauf beworben habe , wurde ich noch blöd angemacht .
Das JC schickt dir nen VV indem ein Führerschein verlangt wird, du aber keinen hast? :icon_neutral:
Brauchst dir wenigstens bei Nichtbewerbung keine Gedanken wegen fehlender Mitwirkungspflicht machen.

Natürlich geht sowas wieder konsequenzlos am zuständigen Versager von SB vorüber.

Wieso werden solche Leute vom Steuersäckel mitfinanziert? Unbegreiflich, dieses Absurdistan hoch 10.
 

franzi

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Ich habe letzte Woche auch wieder einen Stellenvorschlag erhalten, der überhaupt nicht zu mir passt. Dennoch habe ich mich brav beworben.
Ist ja nicht meine Schuld und auch nicht mein Problem.

Es gibt durchaus Berufe, wo man sich einarbeiten kann bzw. wo man angelernt wird. Das sollte man auch nicht außer Acht lassen. :icon_exclaim:

Wenn ich mich als Bewerber interessiert, motiviert und willig zeige, dann kann mir auch keiner unterstellen, dass ich eine Spaßbewerbung verschicken wollte.

Umgekehrt sollte man auch mal daran denken: auf wieviele Stellen, für die unsere Qualifikationen super gepasst hätten, haben wir uns bereits beworben und keine Chance auf ein Vorstellungsgespräch erhalten? Da sagt auch kein Mensch, dass das ein Spaß-Arbeitgeber sei (obwohl es solche durchaus auch gibt, die nur Fake-Jobs anbieten) ...

Also jeder soll mal schön vor der eigenen Tür kehren, bevor er anderen etwas unterstellt ... :biggrin:

Gerade, wenn man schon längere Zeit arbeitslos ist, und das trifft ja auf immer mehr Menschen zu, kommt man irgendwann zu dem Punkt, wo es sehr schwierig wird, noch Stellenangebote zu finden, auf die man sich noch bewerben kann, zumal man sich bei den immer gleichen Arbeitgebern nicht zigmal bewerben will/kann, weil das ja definitiv irgendwann sinnlos wird.

Also: aus der Mangelverwaltung das Beste machen. Mehr kann man nicht tun.
 

hartz5

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Das JC schickt dir nen VV indem ein Führerschein verlangt wird, du aber keinen hast? :icon_neutral:
Das ist noch harmlos......ich habe reihenweise VVs bekommen, in denen sehr gute polnische Sprachkenntnisse zwingend erfoderlich waren....weil mein Nachname polnisch klingt, wie mir der SB auf Nachfrage, was dieser Scheibenkleister andauernd soll, mitteilte....

Oder VVs, in denen abgeschlossene Studien gefordert wurden...ich hab nicht mal ne Berufsausbildung uswusf......

Klar, sanktionieren können sie einen nicht, aber man hat ne Menge Ärger mit diesem ganzen Müll......
 

Lara Arenknecht

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Danke für Eure Beiträge :icon_smile: Interessant, dass einige von euch ganz forsch manche VVs ablehnen!

Ich muss allerdings sagen, dass meine Fragen eher auf Eigenbemühungen ausgerichtet waren. Wenn z.B. in der EGV drin steht: 6 Eigenbemühungen nachweisen.

Könnte mir dann ein SB einen Strick draus drehen und sagen, die Bewerbung zählt nicht, weil Zulassungsschein XY zwingend nötig war und Sie den nicht haben ?

:icon_smile:
 

franzi

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Ist die Frage, wie genau dein AV deine Bewerbungen ansieht.

Meiner hat die noch nie im Detail angesehen, weil er dazu gar nicht die Zeit hat ...
 
E

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Könnte mir dann ein SB einen Strick draus drehen und sagen, die Bewerbung zählt nicht, weil Zulassungsschein XY zwingend nötig war und Sie den nicht haben ?
Natürlich könnte er das. Und wenn er, vom Charakter her, ein richtiger SB ist, wird er das auch versuchen.

Kommt wohl auch immer auf die Größenordnung an.

Wenn du jetzt zb keinen LKW Führerschein hast und dich als Fernfahrer für Schwertransporter bewirbst, ist das sinnfrei.

Oder als Fahrradmonteur als Pilot bei der Lufhansa.

Aber warum solltest du dich zb als Groß- und Aussenhandelskaufmann nicht als Einzelhandelskaufmann bewerben können?
 

franzi

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Man soll sich ja auch in artverwandten Bereichen bewerben.

Hinzu kommt noch, dass man Kenntnisse und Fähigkeiten haben kann, die man sich privat angeeignet hat, über die man jedoch kein Zeugnis hat.

Wenn man sich eine Tätigkeit zutraut, warum sollte man sich nicht bewerben? Einarbeiten muss man sich überall, auch in Bereichen, wo man qualifiziert ist.

In manchen Branchen werden sogar Quereinsteiger gesucht.
 

SysW0rm

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Habe heute einen Vermittlungsvorschlag bekommen, wo Programmierkenntnisse im Bereich C++ und SQL-Datenbanken erfolderlich sind. Laut der Beschreibung der Tätichkeit soll ich irgendwelche Module programmieren. :icon_neutral:

Da ich keine der o.g. Programmiersprachen gelernt habe, werde ich den VV dankend ablehnen.

In meiner EGV-VA wurde u.a. festgelegt, dass ich mich individuell und erfolgsorientiert bewerben soll!
 
E

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Gast
Habe heute einen Vermittlungsvorschlag bekommen, wo Programmierkenntnisse im Bereich C++ und SQL-Datenbanken erfolderlich sind. Laut der Beschreibung der Tätichkeit soll ich irgendwelche Module programmieren. :icon_neutral:

Da ich keine der o.g. Programmiersprachen gelernt habe, werde ich den VV dankend ablehnen.

In meiner EGV-VA wurde u.a. festgelegt, dass ich mich individuell und erfolgsorientiert bewerben soll!
Ich würde diesen Weg wählen:
Sehr geehrter Arbeitgeber:
Zwar habe ich keinerlei Programmierkenntnisse und keinerlei Erfahrung im Bereich C++ und SQL-Datenbanken. Ich kann Ihnen aber versichern, dass ich mir diese Kenntnisse mit Ihrer und der Hilfe der zukünftigen Kollegen zielorientiert aneignen kann.
Damit wäre das Thema vom Tisch. :biggrin:
 

SysW0rm

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Ja ne, is klar :icon_daumen:

Ich habe ja nichts gegen Voraussetzungen, welche ich in kurzer Zeit erlernen/erwerben könnte (um einen Job anzunehmen)! Doch eine Programmiersprache zu erlernen, gehört ganz bestimmt nicht dazu :icon_evil:
 

franzi

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Da fällt mir wieder das Beispiel ein von der Heilpraktikerin, die eine Stelle als Heilerziehungspflegerin antreten sollte :icon_party:
 
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