Wurden mir falsche Infos zwecks Mitwirkungspflicht/Einsicht Krankenakte beim Jobcenter gegeben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Infinit

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Möchtest du die Begutachtung durch den äD schnell durch haben oder hättest du nichts dagegen, wenn das lange dauert?
Ich antworte dir etwas ausführlicher. Ich weiss nicht, was für meine Situation besser wäre. Der SB hat letztes Mal richtig Stress gemacht, es würde nicht schnell genug gehen. Aber das lag daran, dass der ÄD was verschlampt hatte. Zu mir meinte die Dame am Montag, es würde "mehrere Wochen" dauern, bis ich etwas höre. Das hatte ich mal einfach den Feiertagen zugeschrieben. Ich möchte in meinen Antworten auch freundlich-sachlich bleiben, da mir der ÄD sofort die Schlinge um den Hals gebunden hat, als ich denen mit Paragraphen kam. Davon ab: Letztes Mal hatte die Sekretärin mich erschreckt gefragt, warum denn garkeine SPE unterschrieben wurde, aber haben dann nach Aktenlage entschieden, ohne mich nochmals aufzufordern.

Untersucht werden will ich bestimmt nicht, aber das ist ja Wurst. Und der ÄD behauptete im letzten Gutachten auch dreister Weise, meine Probleme wären überwiegend psychischer Natur. Die haben mal eben meine kaputte Wirbelsäule, Schultern und Hüfte trotz meiner Befunde an die Seite geschoben, aber das kenne ich ja von Ärzten zu genüge. Also könnte es nach deren Einschätzung auch vielleicht eher auf ein berufspsychologisches Gutachten, statt auf eine körperliche Untersuchung hinauslaufen, wenn die so eingestellt sind. Ob so eine Begutachtung in Person für mich von Vor- oder Nachteil wäre, kann ich überhaupt nicht einschätzen. Ich sag's mal so: Diese Woche wurde mir von jemandem den ich als meinen Beistand mit dabei hatte gesagt, ich würde in Gesprächen keine Miene verziehen. Ich würde unnahbar sein. Der Umgang mit mir sei schwierig. Ich wäre zu sachlich und distanziert. Daraufhin entschuldigte ich mich damit, dass ich eine Arschlochpektrumsstörung hätte. Fand ich recht lustig, mein Gegenüber eher nicht. Meine Freunde hingegen sagen, dass ich sehr freundlich und hilfsbereit bin. Kann selber sehr schlecht abschätzen, wie ich bei anderen rüber komme und ob ersteres oder letzteres eher besser für so eine Untersuchung wäre.
 

Infinit

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Habe etwas verfasst. Da mir das ganze Getue ein wenig Spanisch vorkommt, habe ich ein bisschen ausgeholt und den Ablauf des Tages beschrieben, denn dann ist der in meiner Akte enthalten. Die Sekretärin hat ja plump die Schweigepflichtsentbindungen aus meinem Gesundheitsfragebogen ausgeschnitten und zugesendet, obwohl sie den Bogen am Montag bei meiner Abgabe durchgeguckt hat. Wenn ich was besser streichen sollte, sagt es mir:

" Sehr geehrte Frau X

Ich war am X den X zusammen mit meinem Beistand in ihrem Büro, um mich zu vergewissern, dass die Aussage meines Sachbearbeiters Herrn X, dass ich einen Gesundheitsfragebogen erneut nicht vollständig ausfüllen bräuchte, da meine Patientenakte dem Ärztlichen Dienst noch vorliegt, auch stimmig ist. Dies bejahten Sie, insofern mein Gesundheitszustand sich nicht verändert hätte. Demnach bemerkte ich in meinem Gesundheitsfragebogen lediglich diese Aussage und dass ich auf meine bisher eingereichten Unterlagen verweise, da sich mein Gesundheitszustand seit dem letzten Gutachten nicht verbessert hat. Hinzu fügte ich noch einen Befund von Herrn Dr. X und liess mir die Abgabe durch Sie bestätigen.

Da Sie meine Unterlagen schon in meinem Beisein überprüft hatten, bin ich etwas irritiert, dass Sie mich jetzt schriftlich auffordern, Schweigepflichtentbindungen nachträglich zu erteilen und mich dabei nichtmals belehren, dass dieses optional ist und auf freiwilliger Basis geschehen muss. Ich habe Ihnen den Beizettel Informationsblatt zur Vorstellung im Ärztlichen Dienst von meinem Gesundheitsfragebogen kopiert und die entsprechenden Stellen markiert. Meiner Mitwirkungspflicht bin ich dadurch nachgekommen, einem Gutachten durch Sie zugestimmt zu haben. Auch das Ausfüllen der Gesundheitsfragebögen und die Abgabe aller vorhandenen Unterlagen aus meiner Patientenakte bei Ihnen geschieh völlig freiwillig meinerseits.

Sollten meine X Seiten an eingereichten Befunden nicht zur Erstellung eines Gutachtens ausreichen, können Sie mit mir einen Termin zur persönlichen Begutachtung vereinbaren. Sollten weitere Unterlagen nötig sein, bitte ich Sie mir dieses rechtzeitig mitzuteilen, damit diese dementsprechend erstellt und angefordert werden und zu einem eventuellen Termin mitgebracht werden können. "
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Viel zu lang.

Schreibe, dass du nicht vor hast, die freiwilligen SPE zu unterzeichnen. Du bist deinen Mitwirkungspflichten bereits nachgekommen, indem du am x Befunde deines Arztes Dr. Y gegen Nachweis eingereicht hast. Wenn weitere Befunde erforderlich sind, können diese gern bei dir angefordert werden.

Drei Sätze. Der Rest ist nicht relevant und den will auch niemand lesen, da riskiert du nur, dass die wichtigen Punkte überlesen werden. ;)


Daraufhin entschuldigte ich mich damit, dass ich eine Arschlochpektrumsstörung hätte. Fand ich recht lustig, mein Gegenüber eher nicht.
Ich hätte mich schlapp gelacht. Humor ist Geschmackssache, nicht alle mögen es tiefschwarz.
 

Kerstin_K

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Also eine persönliche Untersuchung durch den äD halte ic bi Autismus für problematisch. Die haben da doch eh null Ahnung davon.
 

Infinit

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Würde die Untersuchung gerne vermeiden, wenn es geht. Wenn nicht, nehm ich natürlich einen Beistand mit und ärgere die ein bisschen damit, dass ich das recht auf zwei Termine (getrennte körperliche Untersuchung und psychologische Befragung) habe. Ich habe das Schreiben extra lang verfasst, damit der Sachverhalt in meiner Akte landet und die mir so garnix können. Vielleicht liege ich damit auch völlig falsch. Sonst hätte ich auch nur auf meine schon mehr als erfüllte Mitwirkungspflicht hingewiesen. Lustigerweise haben die ja schon alle Unterlagen (sans Trans), demnach die Bemerkung das sollte etwas erstellt werden müssen, ich das in die Wege leiten müsste.

Werde es nicht darauf ankommen lassen, aber wenn ich auf diese Dreistigkeit garnicht antworte, wird dem SB bestimmt wieder mitgeteilt ich würde die Erstellung eines Gutachtens sabotieren und demnach in eine Massnahme zur Erprobung meiner Leistungsfähigkeit gesteckt werden, oder?
 

Kerstin_K

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Würde die Untersuchung gerne vermeiden, wenn es geht. Wenn nicht, nehm ich natürlich einen Beistand mit und ärgere die ein bisschen damit, dass ich das recht auf zwei Termine (getrennte körperliche Untersuchung und psychologische Befragung) habe.
Genau das meinte ich. Schon um das zu begreifen, dass das notwendig ist, muss man mal ansatzweise Ahnung von Autismus haben.
 

Infinit

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Hoffe, ihr habt alle schöne Feiertage gehabt. Ich habe mir vorsichtshalber das Gerichtsurteil zum barrierefreien Recht auf Untersuchung/Gutachten von Autisten ausgedruckt. Mein Beistand weiss auch bescheid.

Davon ab, einen Kindergeldantrag haben wir auch letztes Jahr noch an die Familienkasse abgeschickt und die Eingangsbestätigung erhalten.

Ich habe demnächst wieder einen Termin bei meinem Psychiater und schildere ihm die Umstände. Er sagte mir letztes Mal, sobald der ÄD oder das JC Stress machen, soll ich ihn informieren und dann gucken wir, was wir machen. Das Problem ist ja immer, ihn zu erreichen. Er sprach mich darauf an, wie ich mir meine Zukunft vorstelle und was meine Wünsche sind - Vermittlung, Behindertenwerkstatt, studieren, ALG II, EM Rente, Grundsicherung, etc. Ich erklärte ihm, wie der Prozess ablaufen würde und das ich keine Rentenansprüche habe, diese aber erst mal vom DRV überprüft werden würden. Und das ich (wenn es nach mir gehen würde) in die Grundsicherung möchte, da mich die ganze Situation unglaublich stresst und sich an meinem Gesundheitszustand erst mal so garnichts verändert wird. Er sagt, er kann meine Sicht verstehen und möchte auch, dass ich vom JC weg komme.

Ich weiss ja noch nicht, wie der ÄD auf mein Schreiben reagiert. Meine Fragen jetzt wären:

1) Wenn er eine ärztliche Stellungnahme über meinen Gesundheitszustand verfasst, sei es diesen Monat oder für das nächste Gutachten... Wäre es sinnvoll, eine Empfehlung an die Überstellung an das Sozialamt zwecks Grundsicherung auszuprechen? Er hatte sich ja auch gegenüber dem Landesamt für einen GdB und SBA ausgesprochen (auch da warten wir seit Monaten auf eine Antwort). Oder ist das wirkungslos, bzw. sogar unangebracht?

2) Das ich Transsexualität nirgendwo als Krankheit angebe und mir damit den SBA, Rentenansprüche, etc. versaue, haben wir geklärt. Sollte die Diagnose denn überhaupt als Fussnote enthalten sein? In meinen Schreiben stehen jetzt immer drei Diagnosen: Autismus, PTBS und Transsexualität. Natürlich kann ich ihn bitten, das nicht zu schreiben oder es zur Not selber schwärzen.
 
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gila

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Hallo liebe Infinit, leider konnte ich aus verschiedenen Gründen nicht alles von dir oder sonstiges im Forum so verfolgen, habe jetzt die letzten Postings mal gelesen und will dir spontan zu verschiedenen Punkten Rückmeldung geben

Würde die Untersuchung gerne vermeiden, wenn es geht.
Theoretisch ginge das schon, in dem man ein Schreiben macht, dass man MÖGLICHST um eine Begutachtung nach Aktenlage BITTET, da solche Termine nachhaltigen Stress verursachen würden, unter dem man mehrere Tage und Wochen zu leiden hat, und man ZUDEM befürchtet, dass ein umfassendes fachärztliches Verständnis für die komplexen Schwierigkeiten, die ein autistisches Persönlichkeitsbild mit sich bringen, im Rahmen eines derartigen Untersuchungstermins nicht ausreichend erfasst werden können.
Das bedingt natürlich, dass ausreichende ärztliche Unterlagen zur Verfügung gestellt werden, aus denen der Gutachter sich dann sein Reimchen basteln kann

Er sagt, er kann meine Sicht verstehen und möchte auch, dass ich vom JC weg komme.
Das ist schon mal eine sehr gute Haltung von deinem Psychiater, auch meine Tochter hat eine Psychiaterin, die sie über die ganzen Jahre wirklich voll unterstützt hat, und so hat sie auch eine Empfehlung formuliert für den ärztlichen Dienst damals, ebenso für die Rentenversicherung, dass aus ihrer Sicht eine Erwerbsfähigkeit auf unbestimmte Zeit nicht gegeben sein kann und auch die Abläufe, die damit verbunden sind wie Arbeitsvermittlung, Jobcenter, Termine, Bewerbungen, Vorstellungen und so weiter für sie nicht zu bewältigen sind und ihr Krankheitsbild eher verschlimmern, was auch kleinste Erfolge und die Bemühungen, die sie für sich anstrengt, zunichte machen würde.

So eine Art der schriftlichen Äußerung eines Psychiaters kann nicht ignoriert werden.

Und wenn er das noch fachlich ein wenig untermauert mit Beschreibungen, wie sich dein Persönlichkeitsbild auswirkt, muss das ja auch seine Berücksichtigung finden.

Daher solltest du auch eine Weitergabe eines Gutachtens blockieren. Das heißt, eine Erklärung abgeben, dass du die Weitergabe des Gutachtens an das Jobcenter unterbindest und darauf besteht, dein Recht wahrzunehmen, in das Gutachten, wenn es fertig ist, zunächst persönlich Einblick zu nehmen, nach der Einsichtnahme in das Gutachten würdest du dann die Weitergabe des Teils B, in dem sich keine konkreten Diagnosen befinden dürfen, schriftlich gestatten.
Das fertige Gutachten sei zu Händen deines Psychiaters zu senden, damit dieser dir das verklickern kann!

So würdest du vorbeugen, dass irgendein Schmarrn vom ärztlichen Dienst zum Jobcenter weitergeleitet wird und man könnte rechtzeitig reagieren, bevor ein falsches fertiges Gutachten Schaden angerichtet hat.
Die Thematik haben wir hier überall und es gibt auch eine fertige Formulierung für den ärztlichen Dienst dafür ... falls wir das nicht schon besprochen hatten und du das nicht schon irgendwo abgespeichert hast... Wenn nicht sag Bescheid dann wird es irgendjemand raussuchen.

wird dem SB bestimmt wieder mitgeteilt ich würde die Erstellung eines Gutachtens sabotieren und demnach in eine Massnahme zur Erprobung meiner Leistungsfähigkeit gesteckt werden, oder?
Du sabotierst gar nichts, sondern nimmst lediglich deine Rechte war.

Umso brisanter ist das Ganze wenn man an einer psychischen Erkrankung leidet oder ein anderes Persönlichkeitsbild lebt, wie ich es gerne ausdrücke, dass dem Mainstream nicht geläufig ist.
Viel zu schnell ist man hier durch Naivität in einer Psychofalle.

ich persönlich würde im übrigen auch bei deiner Intelligenz dazu übergehen hier offensiv mit meiner sogenannten Krankheit umzugehen, und den Leuten klipp und klar machen, wenn sie eventuell das Ganze als "lästig" empfinden oder tief atmen, wenn du erscheinst, dass das genau zu deinem sogenannten Krankheitsbild gehört, dass du hier sehr penibel und eher angstvoll vorgehst, um irgendwelche Missverständnisse zu vermeiden, die dann letztlich zu Situationen führen, welche dich gesundheitlich schwerst belasten können.
Denn du leidest, nicht die anderen!

Da ich hochsensibel bin, merke ich natürlich auch immer wieder wie meine Gegenüber bei Diskussionen nach Luft schnappen, aber ich sage das dann auch jedesmal, dass es ihnen etwas überspitzt vorkommen mag, aber das bin halt ich. Auf der anderen Seite profitiert dann so mancher von genau dieser Penibilität 😉
 
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G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Das Problem ist ja immer, ihn zu erreichen.
Mein Psychiater ist per E-Mail erreichbar. Die Praxis hat inzwischen eine Mitarbeiterin komplett im Backoffice, die saß früher auch vorne, erledigt nun aber nur Papierkram, Mails und macht etwas Telefondienst.
Schon die einfache Rezeptbestellung geht so ohne nervige Wartezeit am Telefon oder in der Praxis, vor allem hat man so aber auch die Möglichkeit, dem Psychiater Infos zukommen zu lassen, ohne Telefon und Termine zu blockieren.
Vielleicht kannst du ja mal vorschlagen, dass eine Mailadresse für Rezepte, Verordnungen und Formulare total toll wäre. ;)

1) Wenn er eine ärztliche Stellungnahme über meinen Gesundheitszustand verfasst, sei es diesen Monat oder für das nächste Gutachten... Wäre es sinnvoll, eine Empfehlung an die Überstellung an das Sozialamt zwecks Grundsicherung auszuprechen? Er hatte sich ja auch gegenüber dem Landesamt für einen GdB und SBA ausgesprochen (auch da warten wir seit Monaten auf eine Antwort). Oder ist das wirkungslos, bzw. sogar unangebracht?
Ich würde sagen, er kann das machen. Ob es was bringt, hängt halt vom Empfänger ab.
Vielleicht kann er es ja "unverfänglicher" formulieren und schreiben, dass der Kontakt mit dem Jobcenter deiner Gesundheit schadet und eine Reduktion dieses Kontaktes medizinisch absolut notwendig wäre? Damit hat er das Problem benannt, überlässt aber die Schlussfolgerung mit der GruSi dem Leser.

2) Das ich Transsexualität nirgendwo als Krankheit angebe und mir damit den SBA, Rentenansprüche, etc. versaue, haben wir geklärt. Sollte die Diagnose denn überhaupt als Fussnote enthalten sein? In meinen Schreiben stehen jetzt immer drei Diagnosen: Autismus, PTBS und Transsexualität. Natürlich kann ich ihn bitten, das nicht zu schreiben oder es zur Not selber schwärzen.
Schwärzen ist keine Option, dann sieht ja jeder, dass da irgendwas versteckt ist.
In einer idealeren Welt könnte die Diagnose da stehen, sie ist ja nunmal da, und jeder würde verstehen, dass sie nicht das eigentliche Problem ist.
Diese Welt haben wir aber nicht, und mit der Diagnose läufst du immer Gefahr, dass sich jemand darauf einschießt, dass du halt geschlechterverwirrt bist, deswegen vielleicht etwas depressiv, aber die anderen Erkrankungen gar nicht echt sind.

Da deine Probleme mit der Geschlechtsidentität nichts zu tun haben, würde ich die komplett rauslassen.
Dein Arzt soll ja auch nur für die Fragestellung eines Berichts relevante Informationen geben, nur dafür kann er von der Schweigepflicht entbunden werden. Deine Geschlechtsidentität hat damit nix zu tun, also gehört sie da ruhigen Gewissens nicht rein.
 

gila

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Leider ist Transsexualität eine Diagnose - F64.0 und dies kann mit verschiedenen der Befindlichkeiten sehr wohl im Kontakt stehen. Ich würde mich dazu mal einlesen oder beraten lassen ob es Sinn macht das herunterzuspielen oder ob es eher Sinn macht das als weitere Diagnose mit den Befindlichkeiten, die nun mal dem Bild angehören, für dein eigentliches Ziel zu nutzen, das kannst du natürlich nur für dich alleine wissen, welche deiner Geschichten mit dem Thema zu tun haben

Vielleicht kannst du ja mal vorschlagen, dass eine Mailadresse für Rezepte,
Seit den neuen Datenschutzbestimmungen haben bei uns in unserem weitläufigen Dunstkreis einige Ärzte und Therapeuten den E-Mail-Verkehr für ärztliche Befunde etc eingestellt, der ein oder andere sogar die normale Termin Abwicklung über E-Mail oder Webseite ... manchen ist es einfach schlicht zu lästig sich hier rechtsicher zu machen
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

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Leider ist Transsexualität eine Diagnose - F64.0 und dies kann mit verschiedenen der Befindlichkeiten sehr wohl im Kontakt stehen.
Das Thema hatten wir schon an anderer Stelle. Diese Diagnose selbst wird nachweislich nicht als Ursache für eine Behinderung oder Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anerkannt.
Selbst daraus entstehende Probleme, wie z. B. Depressionen durch Mobbing o.ä. Kann man kaum durchsetzen.
Im Prinzip ist diese Diagnose immer schädlich, wenn man irgendwas wegen "Psyche" durchsetzen will, weil es darauf geschoben und deswegen nicht anerkannt wird.

Davon ab hab ich mich mit @Infinit schon über genau das Thema ausgetauscht und denke tatsächlich, dass diese Diagnose keins ihrer Probleme ist - also zumindest keins, dass die Arbeitsfähigkeit einschränkt.

Seit den neuen Datenschutzbestimmungen haben bei uns in unserem weitläufigen Dunstkreis einige Ärzte und Therapeuten den E-Mail-Verkehr für ärztliche Befunde etc eingestellt, der ein oder andere sogar die normale Termin Abwicklung über E-Mail oder Webseite ... manchen ist es einfach schlicht zu lästig sich hier rechtsicher zu machen
Man bekommt auch keine inhaltlichen Antworten per Mail - nur, dass das Rezept bereit ist, die Info weitergegeben wurde, Formular oder Befund bereit zur Abholung sind oder per Schneckenpost auf dem Weg.
Ich kann die Panik zwar verstehen, finde es aber gut, dass sich da nicht jeder ins Bockshorn jagen lässt.
 

gila

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Davon ab hab ich mich mit @Infinit schon über genau das Thema ausgetauscht und denke tatsächlich, dass diese Diagnose keins ihrer Probleme ist - also zumindest keins, dass die Arbeitsfähigkeit einschränkt
Ich hatte ja schon angemerkt, dass ich in der letzten Zeit das Thema nicht verfolgen konnte, jedoch ist es eine unbestrittene Tatsache, dass daraus auch verschiedene Befindlichkeiten gefolgert werden können.
Es ist zwar schön, dass ihr schon eine rege Diskussionen darüber hattet, aber auch du bist nun kein Psychiater und Diagnostiker und kennst sie nicht, daher ist der Vorschlag, dass sie es überprüft, ob es nützlich ist oder nicht nützlich und wenn ja in welcher Form, einfach nur das was er ist: ein Vorschlag.

Denn es mag durchaus Situationen geben, in denen eine Anerkennung Sinn macht, angesichts der und hier unbekannten und nicht weiter zu diskutierenden künftigen Pläne der TE


Daher als Anregung sich darüber intensiv Gedanken zu machen wo man welche Karten ausspielen soll und wo nicht, und nicht gleich alles vom Tisch fegen worüber sich ganz alleine Infinit Gedanken machen muss
 

Infinit

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Ich bin unterwegs und antworte auf den Rest später ausführlicher. Danke für eure Beiträge und schön, dass du wieder hier bist, gila!

Daher solltest du auch eine Weitergabe eines Gutachtens blockieren. Das heißt, eine Erklärung abgeben, dass du die Weitergabe des Gutachtens an das Jobcenter unterbindest und darauf besteht, dein Recht wahrzunehmen, in das Gutachten, wenn es fertig ist, zunächst persönlich Einblick zu nehmen, nach der Einsichtnahme in das Gutachten würdest du dann die Weitergabe des Teils B, in dem sich keine konkreten Diagnosen befinden dürfen, schriftlich gestatten.
Das fertige Gutachten sei zu Händen deines Psychiaters zu senden, damit dieser dir das verklickern kann!

So würdest du vorbeugen, dass irgendein Schmarrn vom ärztlichen Dienst zum Jobcenter weitergeleitet wird und man könnte rechtzeitig reagieren, bevor ein falsches fertiges Gutachten Schaden angerichtet hat.
Die Thematik haben wir hier überall und es gibt auch eine fertige Formulierung für den ärztlichen Dienst dafür ... falls wir das nicht schon besprochen hatten und du das nicht schon irgendwo abgespeichert hast... Wenn nicht sag Bescheid dann wird es irgendjemand raussuchen.
Das tat ich bei meinem letzten Gutachten im Sommer und bekam als Strafe eine EGV und Termin zum Massnahmebeginn vom SB vorgelegt, da ich die Erstellung eines Gutachtens verweigert hätte. Das habe ich natürlich alles nicht unterschrieben. Also sofort hin zum ÄD, welcher sich auf mein Schreiben (welches ich von dir kopiert hatte) bezog. Das haben die auch in meiner Akte so festgehalten, dass dieses Schreiben das Gutachten blockiert hat. Ich forderte die Sekretärin auf, ein Gutachten einzuleiten, hatte ja meine gesamte Patientenakte schon abgegeben (also ja, Gutachten nach Aktenlage hat schon mal geklappt). Sie meinte, so lange dieses Schreiben in meiner Akte ist, darf der ÄD nicht handeln. Ob das so stimmt, weiss ich nicht. Auf jeden Fall hatte ich für den nächsten Montag eine Aufforderung, in einer Massnahme für 6 Monate zur Leistungserprobung zu erscheinen und keinen Hausarzt, welcher mich AU schreiben könnte. Demnach habe ich das Schreiben aus meiner Akte entfernt. Dann kam das Gutachten nach Aktenlage, bis zu 6 Monaten Leistungsunfähig, zu stande. Der ÄD will sich momentan an das alles (oder meine Patientenakte) wohl nicht erinnern.

Ein Bekannter von mir hat auch die gleiche Erfahrung gemacht. Ich fand die Idee super, sonst hätte ich sie nicht angewandt. Aber wollte das mal als Feedback geben, für mich war diese Methodik ein Reinfall und ich hatte keine Zeit, dagegen anzugehen.

Und zum Thema meine Problematik und Erfahrungen mit Untersuchungen zu schildern, da habe ich mich bewusst gegen entschieden und lasse es einfach mal drauf ankommen und gehe zur Not bewaffnet mit Gerichtsurteil und Beistand zum ÄD und bestehe auf mein Recht, auch wenn es mir wieder das Leben schwer macht. Aber dieses Mal habe ich Mittel, mich zu wehren. In den Schreiben von meinem Psychiater sind meine sensorischen und zwischenmenschlichen Probleme schon detailiert geschildert, und wie ich tagtäglich versuchen muss, mit Stress und Belastungen umzugehen. Ich werde den ÄD nicht anbetteln, oder ihm eine Idee geben, wie man mich quälen kann. Deshalb auch die Aussage in meinem letzten Schreiben an die, sollte meine freiwillig komplett eingereichte Patientenakte immer noch nicht zur Erstellung eines Gutachtens reichen, muss mir gesagt werden, welche Stellungnahme und Papiere ich von meinem Arzt anfordern und nachreichen soll. Denn mehr Papiere existieren derzeit garnicht. Es war mir wichtig, dass das in meiner Akte so auftaucht, sollte es das nächste mal Knallen.
 

gila

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Ein Bekannter von mir hat auch die gleiche Erfahrung gemacht. Ich fand die Idee super, sonst hätte ich sie nicht angewandt. Aber wollte das mal als Feedback geben, für mich war diese Methodik ein Reinfall und ich hatte keine Zeit, dagegen anzugehen.
Nun ist das ja nicht einfach eine Idee, sondern dein gutes Recht Punkt zum einen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, denn nur du darfst darüber bestimmen wer deine Unterlagen hier in diesem Fall eben medizinisches Gutachten zu lesen bekommt und wer nicht, und hat natürlich jederzeit das Recht vor der Weitergabe dieses Gutachten erst einmal zu lesen, gegebenenfalls mit deinem Arzt oder Psychiater auch zu besprechen ... denn hinterher ist das Kind in den Brunnen gefallen und gegen ein Gutachten kann man keine Widerspruch einreichen, sondern nur gegen Verwaltungsakte, die auf einem falschen Gutachten erstellt.

Eine Garantie dafür, dass das auf Gegenliebe stößt oder jemand sich damit auskennen mag, gibt es leider nicht. Bei meiner jüngsten Tochter hatte es ja auch zwei Jahre gedauert diese überflüssigerweise beim Jobcenter noch passiv verweilte, weil das Jobcenter die Erklärung auch nicht anerkennen wollte und es bedurfte einiger Schreiberei Punkt das Gesundheitsamt selber hatte mir dann schriftlich gegeben dass es überhaupt gar kein Problem damit hat dass meine Tochter ihr Recht auf Einsicht wahrnimmt und erst danach das Gutachten an das Jobcenter weitergegeben wird. Es ist auch nicht nur einfach eine Idee oder Formulierung sondern in verschiedenen Gerichtsurteilen ist dies auch so ausgeführt worden. Auch die Handlungsanweisungen für Gutachter lassen sich über dieses Recht der Patienten aus.
Das Jobcenter hätte dir hier keine Weigerung geben dürfen und schon gar nicht dich mit irgendwelchen zweifelhaften Maßnahmen zu ebenso zweifelhaften Leistungsfeststellungen schicken dürfen.
 

Infinit

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Das verstehe ich. Und wenn mir nicht an einem Donnerstag gesagt worden wäre, ich hätte am Montag 6 Monate lang zu einer Massnahme zu erscheinen, oder wenn ich einen Arzt gehabt hätte, der mich im Notfall AU schreibt, hätte ich das auch weiter verfolgt. Ich wusste, dass ein Gutachten nach Aktenlage für mich (mit gesundem Menschenverstand) nur gut ausgehen hätte müssen. Das heisst lange nicht, dass es das auch tut. Ich habe auf das Gutachten bestanden, welches sie aber nicht unter meinen geforderten Umständen haben gelten lassen. Also bin ich so unter Zeitdruck auf Nummer sicher gegangen.

Hattest du das Gesundheitsamt formlos angeschrieben, gila? Oder einen Schriftverkehr mit ÄD/JC an die weitergereicht?

ich persönlich würde im übrigen auch bei deiner Intelligenz dazu übergehen hier offensiv mit meiner sogenannten Krankheit umzugehen, und den Leuten klipp und klar machen, wenn sie eventuell das Ganze als "lästig" empfinden oder tief atmen, wenn du erscheinst, dass das genau zu deinem sogenannten Krankheitsbild gehört, dass du hier sehr penibel und eher angstvoll vorgehst, um irgendwelche Missverständnisse zu vermeiden, die dann letztlich zu Situationen führen, welche dich gesundheitlich schwerst belasten können.
Denn du leidest, nicht die anderen!
Danke. Ich versuche, offener mit dem Ganzen umzugehen. Ich fühle schnell, dass man in meine Intimsphäre eingreift, deshalb ist vieles für mich etwas schwerer darzustellen. Ich habe leider immer die Erfahrung gemacht, dass desto ehrlicher ich bin, ich weniger verstanden werden (will). Aber du hast natürlich recht, am Ende leide ich, nicht die und da muss ich auf den Tisch hauen.

Mein Psychiater ist per E-Mail erreichbar. Die Praxis hat inzwischen eine Mitarbeiterin komplett im Backoffice, die saß früher auch vorne, erledigt nun aber nur Papierkram, Mails und macht etwas Telefondienst.
Schon die einfache Rezeptbestellung geht so ohne nervige Wartezeit am Telefon oder in der Praxis, vor allem hat man so aber auch die Möglichkeit, dem Psychiater Infos zukommen zu lassen, ohne Telefon und Termine zu blockieren.
Ja, der gute Herr gab mir auch seine E-mail Adresse. Da er aber auch da nicht antwortet, hilft die mir nicht. Seine Sekretärin gab mir ebenfalls ihre Arbeits E-mail und ist da viel schneller, aber wie du schon sagst, inhaltlich gibt es da wenig, was sie schreiben kann oder darf. Sie kann mir halt lediglich sagen, ob schon was rausgegangen ist, oder dass sie ihn noch mal erinnen wird.

Ich würde sagen, er kann das machen. Ob es was bringt, hängt halt vom Empfänger ab.
Vielleicht kann er es ja "unverfänglicher" formulieren und schreiben, dass der Kontakt mit dem Jobcenter deiner Gesundheit schadet und eine Reduktion dieses Kontaktes medizinisch absolut notwendig wäre? Damit hat er das Problem benannt, überlässt aber die Schlussfolgerung mit der GruSi dem Leser.
Gut, kann man das dann nicht als Aufruf, unbedingt vermittelt zu werden, sei es in einer Behindertenwerkstatt und sonstigem, auffassen? Wenn die mich zu Vorstellungsgesprächen oder in Massnahmen schicken, ist das ja zu jenem Zeitpunkt kein Kontakt mit dem JC.

Schwärzen ist keine Option, dann sieht ja jeder, dass da irgendwas versteckt ist.
Warum nicht? Natürlich wirkt das etwas polemisch, aber im Notfall? Gerade wenn es für den Fall irrelevante Informationen sind, oder welche, die das Persönlichkeitsrecht verletzen? Mein Arzt meint über meine geäusserten politischen Parolen, sexuellen Präferenzen, etc. schreiben zu dürfen, aber das heisst nicht, dass ich so ein Schreiben an irgendeine Stelle weiterreichen muss.

Da deine Probleme mit der Geschlechtsidentität nichts zu tun haben, würde ich die komplett rauslassen.
Dein Arzt soll ja auch nur für die Fragestellung eines Berichts relevante Informationen geben, nur dafür kann er von der Schweigepflicht entbunden werden. Deine Geschlechtsidentität hat damit nix zu tun, also gehört sie da ruhigen Gewissens nicht rein.
Er hat auch bei anderen Schreiben diese Diagnose erwähnt, obwohl ich ihm erklärte, dass das unangebracht ist. Er weiss, dass ich geoutet bin, und das ja momentan mit der Krankenkasse und den Ärzten diskutiere, also denke ich, er hat auch das einfach vergessen. Aber dieses Diagnosebild geht viele Stellen, an die wir Schreiben schicken, natürlich garnichts an.

Leider ist Transsexualität eine Diagnose - F64.0 und dies kann mit verschiedenen der Befindlichkeiten sehr wohl im Kontakt stehen. Ich würde mich dazu mal einlesen oder beraten lassen ob es Sinn macht das herunterzuspielen oder ob es eher Sinn macht das als weitere Diagnose mit den Befindlichkeiten, die nun mal dem Bild angehören, für dein eigentliches Ziel zu nutzen, das kannst du natürlich nur für dich alleine wissen, welche deiner Geschichten mit dem Thema zu tun haben
Grund meiner Frage: Der VDK und diverse Internet Foren rieten, die Diagnose Trans nicht anzugeben bei einem Antrag auf SBA oder EM-Rente, da der MDK diese in fast 100% der Fälle zur Ablehnung nehmen wird. Obwohl es nach den alten MDK Richtlinien noch eine angebliche Krankheit ist (nach der neuen S3 Leitlinie, welche 2018 in Kraft getreten und 2021/2022 von Versicherungen und MDK finalisiert wird, ist es keine Krankheit mehr). Trotzdem behauptet der MDK, dass dann jeder transsexuelle Mensch angeben würde, Schwerbehindert oder Erwerbsunfähig zu sein. So können Schwerbehinderte transsexuell sein, aber Transsexuelle nicht schwerbehindert. Das lassen wir mal sacken. Da sowas aber "lediglich" vom VDK kommt, welcher mich schon öfters leicht verarscht hat, lege ich das Gesagte nicht auf die Goldwaage. Leider bekomme ich hier auch keine Rückmeldung aus Selbsthilfegruppen.

Die Diagnose als Krankheit in einem Formular anzugeben ist ja aber etwas anderes, als wenn bei einem Arztbefund die bekannten Diagnosen oder die Therapiethematik verzeichnet ist. Deshalb frage ich, ich bin ja nicht nur in Autismustherapie gewesen, sondern eben auch in der Transbegleitung durch meinen Psychiater. Mich selber würde es nicht stören, wenn die Diagnose auftaucht. Wenn ich aber dann dadurch fälschlicher Weise Ansprüche verliere, überlege ich es mir aber noch mal sehr gut.
 

gila

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Hattest du das Gesundheitsamt formlos angeschrieben, gila? Oder einen Schriftverkehr mit ÄD/JC an die weitergereicht?
Nachdem sich das JC dämlich anstellte und meinte, das Gesundheitsamt könne dann kein Gutachten fertigen, fragte ich einfach dort an - schilderte die Sachlage und bekam dann zur Antwort, dass es für das Gesundheitsamt "kein Problem" darstelle, das Gutachten zu machen, es mich lesen zu lassen und DANN an den Auftraggeber zu senden. Wäre auch mein gutes Recht!
Das teilte ich dann dem Geschäftsführer des JC mit und dass es ja nun "flotti" mal endlich weiter gehen könne ...
 

Infinit

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Nachdem sich das JC dämlich anstellte und meinte, das Gesundheitsamt könne dann kein Gutachten fertigen, fragte ich einfach dort an
Vielleicht liegt da der Unterschied. Der ÄD ist bei uns hauseigen im JC/AA Gebäude mit drinnen und hat einen Amtsarzt, welcher selbst die Gutachten verfasst. Mit dem Gesundheitsamt hat das bei uns nichts zu tun. Habe bisher hier auch noch nichts von von ausserhalb beauftragten Gutachtern gehört, kann mir da aber natürlich nicht sicher sein.
 

gila

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für den ärztlichen Dienst gelten die gelten die gleichen Vorschriften wie für Gesundheitsämter oder andere für Gutachten Beauftragte. Wir hatten damals den ärztlichen Dienst abgelehnt weil er beim ersten Mal Jahre zuvor Bockmist gemacht hat,... Habe ich darauf bestanden ein weiteres Gutachten von einer anderen Stelle machen zu lassen
 

Infinit

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Das werde ich alles meinem Psychiater mitteilen und hoffen, er erkennt den Ernst der Lage und schreibt mir was. Ich gehe stark davon aus, das ich sonst so oder so noch lange Zeit mit den Schikanen von JC und ÄD zu tun habe. Ist immer leider sehr schwierig, dass alles in 30 Minuten Sitzungen unterzubringen.

Ich kann mich einfach immer nur wieder bedanken, dass ihr so ein offenes Ohr für mich habt und mir helft, mich durchzusetzen.
 

Infinit

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Mein Psychiater hat sich das alles angehört und gesagt, er wird mir eine Stellungnahme schreiben und empfehlen, mich an das Sozialamt zu überstellen, da sich mein Gesundheitszustand in absehbarer Zeit nicht verbessen kann und der Vermittlungsdruck mir schadet. Er sagt, er findet es schade, hat jetzt aber mehrere Autisten, die hierbei um Unterstütung gebeten haben und kann mich auch nachvollziehen. Da er noch anderen Papierkram für mich machen muss, meinte er, ich soll mit zwei Wochen rechnen, bis ich alles zugeschickt bekomme. Am Montag und Dienstag sei er weg. Nun, ich habe ihm auch erzählt, wie ÄD und SB mich bisher schikaniert haben. Er meinte, ich kann jederzeit anrufen und mich von ihm krankschreiben lassen. Das fand ich sehr nett und habe ich noch nie angeboten bekommen oder wahrgenommen, dass war bei mir immer Augen zu und durch. Auch habe ich ihm den Ausdruck vom BSG zm Thema barrierefreie Begutachtung ausgedruckt und einen Attestvordruck hiervon zum Vorlegen bei Behörden.

Ein paar Stunden nach meinem Termin dann prompt dieser Brief vom SB gekommen, mit Termin für nächste Woche beim ÄD. Termin ist bei dem hauseigenen Arzt, der das erste Gutachten nach Aktenlage geschrieben hat. Dreist, was ich wieder alles mitbringen soll, nachdem ich mehrfach betonte, alles abgegeben zu haben. Es kann doch nicht erwartet werden, dass ich meine gesamten medizinischen Befunde nochmals mitbringe, das sind zwei Aktenordner! Ich mag paranoid werden, aber so wie das formuliert ist, klingt es, als würde man prüfen wollen, dass ich auch wirklich Medikamente nehme und auch wirklich Anträge gestellt habe? Die haben alles vorliegen.

Jetzt stellen sich mir mehrere Fragen, wie ich am besten vorgehe. Erstens, was heisst hier freiwillig? Ist ein Termin zur Untersuchung beim ÄD denn nicht Pflicht? Die Briefe, die ich hier immer lese, fordern zum definitiven Erscheinen auf. Nehme ich diesen Termin ohne seine Stellungnahme und das Attest zur barrierefreien Begutachtung dann ganz dreist besser nicht wahr, da nach deren Angaben freiwillig? Anrufen würde ich da nach Bauchgefühl nicht, sondern das schriftlich mitteilen.

Meine Mutter meinte, ich soll mich morgen stattdessen dann erst mal zwei Wochen krank schreiben lassen. Aber da wüsste ich auch nicht, ob eine AU ein Grund ist, eine Begutachtung versäumen zu dürfen. Als WUB, sozusagen.

Oder wäre es doch in meinem besten Interesse, da auch ohne diese Unterlagen aufzutauchen und einfach den Ausdruck vorzulegen und auf mein Recht zu bestehen, schriftlich befragt zu werden, auch wenn es dann wieder knallt? Ich bin soweit sehr kooperativ gewesen, aber ich habe ein schlechtes Gefühl bei der Sache und glaube nicht, dass ich da in einem persönlichen Gespräch gut ankommen würde. Würde natürlich nur mit Beistand hingehen, um was mich mein Psychiater auch bat. Ich hatte schon bei dem Gutachten Teil A vom Sommer den ganz klaren Eindruck, dass ich in eine Massnahme oder Werkstatt gesteckt werden soll, da meine körperlichen Leiden komplett ignoriert wurden und es sich mehrfach in Teil A und B für Unterstützung bei Leistungserprobung und Eingliederung ausgesprochen wurde, sprich, der Ernst der Lage nicht erkannt und wohl wegtherapiert werden sollte.

Vierte Option - Diesen Termin wahrnehmen, aber nur mit Unterlagen. Ich werde morgen versuchen, die Sekretärin zu erreichen, da mein Psychiater Freitags nicht selber zu erreichen ist. Und die Dringlichkeit klar zu machen. Ich rechne so garnicht damit, dass er es schafft, die zwei Schreiben noch fertig zu bekommen, aber ich muss es versuchen.
 

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gila

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Hallo du Geplagte!

Zunächst einmal freut es mich außerordentlich, dass du so einen Psychiater gefunden hast, der voll hinter dir steht!

Aber da wüsste ich auch nicht, ob eine AU ein Grund ist, eine Begutachtung versäumen zu dürfen. Als WUB, sozusagen.
In der Regel ist ein Termin beim ÄD wahrzunehmen... Wie ein Termin beim Arzt.

Ich pers. bin jedoch der Auffassung, dass dies tatsächlich eine Einladung zu einem freiwilligen Termin ist.
So wie in der Einladung steht.

Es fühlt sich für mich jedoch merkwürdig an... Denn offenbar soll das kein Gutachtentermin sein, sondern es "riecht" eher nach irgendwas wie "Test" oder sowas. Erproben, für was du "verwendet" werden kannst!

In deiner jetzigen Situation würde ich das keinesfalls mitmachen!

Angesichts deiner vorgebrachten Argumente und Einschränkungen, die hier wohl offensichtlich nicht fach- und sachgerecht berücksichtigt wurden, empfinde ich das schon reichlich impertinent!

Da weiß man wohl nicht, was man mit solchen Verfahren auch an gesundheitlichen und psychischen Schaden anrichten kann.. Ausserdem darf bezweifelt werden, dass sich da jemand mit deinem Persönlichkeitsbild auskennt!

Im Übrigen empfinde ich es als Zumutung und würdelos, dass überhaupt nicht kommuniziert wird, welcher Art diese Untersuchung sein soll... Was da auf dich zukommt!

Wenn dein Psychiater jetzt nicht erreichbar ist, würde ich pers. den Termin SCHRIFTLICH absagen, so wie es da steht direkt an den "Arzt" (?)... Und um Zeit zu schinden, keine Kopie an den SB. 😉

Evtl. In dieser Art:

Ich habe durch meine Sachbearbeitung eine Einladung zu einem freiwilligen Untersuchungstermin am...... um.... Uhr erhalten.
Diesen Termin möchte und kann ich jedoch nicht wahrnehmen.
Zum einen aus gesundheitlichen Gründen, zum anderen ist meine Erwerbsfähigkeit keinesfalls geklärt.

Hierzu steht u.a. eine Stellungnahme meines behandelnden Psychiaters noch aus, die lt. seinen Aussagen in den nächsten 2-3 Wochen fertiggestellt werden wird.

MfG
_______________________

Sonst erstmal NIX.

Keine weiteren Erklärungen, Angriffspunkte, Angebote... Nix!
Einfach so stehen lassen, wie es bei dir angekommen ist : freiwilliger Termin... Kann man absagen...

Der Arzt muss das dann selbst dem JC bekannt geben und die sollen dann erneut auf dich zukommen.
Dann abwarten, was da evtl. geschrieben wird 😉 und der nächste Schritt über deinen Arzt.
 

Kerstin_K

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Eine barrierefreie Begutachtung kriegen die nie im Leben hin.
 

Infinit

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Das denke ich auch nicht. Und @gila ich schreibe nachher mal eine Antwort auf das Schreiben, die mir in den Sinn kommt und werde da die Punkte aufgreifen, die mich stören. Damit das alles in meiner Akte ist und mir nicht wieder Verweigerung/Sabotage unterstellt wird. Mein Psychiater konnte das garnicht glauben, wie das letzte Gutachten gelaufen ist. Aber ich muss mich jetzt erstmal hinsetzen und in Ruhe essen. Heute im Wartezimmer bin ich fast umgekippt vor Müdigkeit und Durst. Ich merke immer erst, dass es zu viel ist, wenn es schon zu spät ist. Einen neuen Hausarzt habe ich übrigens immer noch nicht. Habe mehrfach die Ärzte abtelefoniert. Das stelle ich jetzt erst mal hinten an und lasse die Dinge über meinen Psychiater gehen. Und ja, ich habe wirklich Glück mit ihm gehabt und bin ihm auch sehr dankbar.

Da ich die Antwort bis Montag sowieso nicht abschicke (mit Einschreiben und ist mir dann herzlich egal, ob es noch rechtzeitig ankommt) und hier heute noch poste, könnt ihr mir natürlich vorher sagen, ob das auch so geht, oder ich mich mit meiner Ausdrucksweise in Schwierigkeiten bringe. Ich könnte natürlich auch einbringen, dass ich den Rat meines behandelnden Arztes befolge. Ich melde mich später nochmal. Danke euch beiden.
 

Kerstin_K

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Tipp: Es gibt Apps für das Smartphone, mit denen du dich regelmäßig daran erinnern lassen kannst, zu trinken und auch die taägliche Trinkmenge im Blick behalten kannst. Wenn du durst hast, fehlt deinem Köroer bereits 1 l Wasser, was du gar nicht so schnell afholen kannst, weil der Darm nicht mehr als 1/4 l je Stunde aufnehmen kann. Trinkst du mehr, läuft das nur ungenutzt durch.

Ich bin der Ansicht, dass es besser wäre, wenn Deine Antwort auf jeden Fall vor dem Termin vorliegt. Notfalls per online Fax. Bei PDF 24 z. B. kann man sich sejr schnell anmelden und hat dann 5 Seiten im Monat umsonst.
 
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