Wurden mir falsche Infos zwecks Mitwirkungspflicht/Einsicht Krankenakte beim Jobcenter gegeben? (13 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 4, Gäste: 9)

Infinit

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So, vom SPD das Schreiben bekommen, das dem Landesamt schon damals mitgeteilt wurde, es gäbe keine weiteren Unterlagen und dies in Kopie mit einer kurzen Stellungnahme von mir beim VDK abgegeben. Auch an die GPS erneut ein Einschreiben, welches meine Unterlagen (Mappe mit Therapieinhalten) anfordert. Mit der Anmerkung, ich behalte es mir vor, rechtliche Schritte einzuleiten, sollte dies notwendig werden.

Dann kam heute ein Brief vom JC SB. Ich soll nächste Woche erscheinen, um meine Erwerbsfähigkeit zu erörtern. Das es dabei um die Leistungsfähigkeit geht, scheint der Kollege nicht zu verstehen. Ich habe durch meinen Therapieabbruch ja keine neuen Unterlagen, die ich einreichen könnte (ausser den Abschlusstherapiebericht und die müssen ja nicht unbedingt wissen, dass die Therapie jetzt nicht mehr stattfindet), also mach ich mir schon Sorgen. Meine Beraterin meinte aber, bei meiner eingereichten Akte, soll ich mir die eben nicht machen.

Letztes mal hat der SB ja versucht aus mir rauszuquetschen, was ich einreichen möchte und behauptet, dass meine Erwerbsfähigkeit (... Leistungsfähigkeit) definitv gegeben sein wird. Also frage ich mich, was er mich bei diesem Termin fragen wird und wie ich am besten einigermassen höflich antworten soll, wenn er nach meinem Gesundheitszustand oder ähnlichem fragt. Ich nehm wieder einen Beistand mit.
 

Infinit

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Ja, genau deshalb fragte ich nach einer höflichen Formulierung. Denn sowas bringe ich auch mal schnell, und dann sind wieder alle böse auf mich!
 
G

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Was die Kerstin sagt.

Je nachdem, wie das Gespräch läuft, kann man entweder feststellen, dass man gesundheitliche Fragen nur mit dem ärztlichen Dienst erörtert oder eben mit einer zynischen Gegenfrage antworten.

"Und wie geht es Ihnen? Sie machen so ein Hämorrhoiden-Gesicht..."

"Mir geht es ausgezeichnet. Und was macht Ihre Potenz?"

"Über meine Gesundheit möchte ich mit Ihnen nicht reden. Wollen wir uns nicht lieber über Ihre Ehe unterhalten?"

Autismus und Ironie ist ja keine ganz einfache Kombination. Ich kann nicht beurteilen, ob du den Balanceakt zwischen triefendem Sarkasmus und Frechheit hinbekommst, im Zweifel eben Antworten, dass du solche Fragen nicht mit dem SB erörtern willst und darauf auch bestehen. Auch wenn der SB die unhöfliche Antwort verdient hat.
 

Woodruff

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Hallo Infinit

Ja, genau deshalb fragte ich nach einer höflichen Formulierung. Denn sowas bringe ich auch mal schnell, und dann sind wieder alle böse auf mich!
Mir ist es auch schon passiert, dass ein JC- Mitarbeiter mit viel ba bla bla versuchen wollte, ob ich ihm nicht doch vielleicht eine Diagnose nennen würde.

Ob folgendes jetzt höflich ist, weiß ich auch nicht so genau.

Ich habe dem Herrn gesagt:

"Meine gesundheitlichen Angelegenheiten bespreche ich mit meinem Arzt"

Das war zu dem Zeitpunkt mal gerade eine gute Eingebung. Dann war das Thema auch beendet.
 

Infinit

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Super. Dann gehe ich bestärkt in den Termin.

Habe heute Post bekommen. Wir erinnern uns, die GPS hatte mir lediglich Austausche mit dem Kostenträger und mein Anmeldeformular übersandt, nachdem ich meine Akte forderte. Daraufhin ermutigte mich mein Psychiater, wieder meine Therapieakte anzufordern und mit rechtlichen Schritten zu drohen. Jetzt meldete sich die Rechtsabteilung, siehe Anhang. Der letzte Wisch kam ja Kommentarlos von der Vorgesetzten meiner Therapeutin. Das Originale nicht ausgehändigt werden dürfen, hatte sich auch nicht vermerkt.
Einige Aussagen beissen sich in dem Schreiben: Ich habe derzeit keine Kopien aus meiner Akte erhalten. Das nur Kopien ausgehändigt werden können wegen der Aufbewahrungsfrist ist Unfug, da meine Anträge und Formulare mir im Original mit Kugelschreibertinte zugesandt worden sind. Ich denke, mit Handakte meinen die meine Therapieakte und mit Stammakte die Formalitäten. Letztere habe ich ja dann anscheinen schon. Von den Notizen der Therapeutin sprach ich nicht, aber auch von denen meinte sie damals, ich hätte jederzeit Recht auf Einsicht. Es geht ja nicht um ihr Gekrakel, sondern meine Notizen. Meine Übungen aus den Lernbüchern. Die Dokumentation der Elterngespräche und meiner Therapieanwesenheit. Welche ich immer unterschreiben musste, ebenso meine Mutter bei ihren Terminen. Wieso sollen ihre (und anscheinend auch meine?) Notizen sofort vernichtet werden wollen sein, wenn Aufbewahrungsfrist herrscht? Davon ab: Ich könnte mich irren, ich habe aber schon mal beim Arzt die Originalakte ausgehändigt bekommen, so ganz ohne Stress.

Ich glaube, die letzte Kopie aus meiner Therapieakte bekam ich im Mai oder Juni. Nach einer Übung. Und das waren auch nur zwei Seiten. Nachdem ich danach gefragt hatte, damit ich etwas zuhause üben kann. Habe meine Beraterin schon gefragt, aber die ist auch überfordert mit der Vorgehensweise der GPS. Vielleicht bin ich ja auch im Unrecht.
 

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abcabc

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Das ist richtig, dass Originale nicht herausgegeben werden dürfen/müssen (bzw. es kein Recht auf Originale gibt). Du hast aber ein Recht auf Kopien. Warum müssen es denn unbedingt Originale sein und keine Kopien?

An deiner Stelle würde ich das Angebot annehmen und einen Termin zur Einsichtnahme vereinbaren.
Wenn dich das Thema emotional sehr belastet ggf. einen Beistand mitnehmen. Sollte eine sehr vertrauensvolle Person sein, da es um höchst intime Akten geht.....
Nimm ruhig mit, was du schon hast und dann vergleichst du, was du hast und was noch fehlt. Von den fehlenden Teilen lässt du dir dann Kopien mitgeben....
 
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Infinit

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Das ist richtig, dass Originale nicht herausgegeben werden dürfen/müssen (bzw. es kein Recht auf Originale gibt).
Ich habe aber doch Originale zugesendet bekommen! Aus dieser angeblichen Stammakte. Welche ich niemals angefordert habe... Und in die ich jetzt Einsicht bekommen kann? So wie das für mich klingt, wurde die sogenannte Handakte zerstört, also der Therapieinhalt meiner Termine, sowohl der Elterngespräche.

Du hast aber ein Recht auf Kopien. Warum müssen es denn unbedingt Originale sein und keine Kopien?
Das wurde mir so geraten. Das ich kein Recht auf die Originale habe, wusste ich nicht. Naja, weil die GPS mich bis jetzt nur verarscht hat und mir bei meinen Verfahren hinsichtlich des Schwerbehindertenausweises, ALG und weiteren Sachen das Leben extrem schwer gemacht hat, indem sie falsche Angaben über meine Person gemacht haben oder die Kooperation mit Behörden versäumt haben. Ich stehe jetzt vor einer Sozialklage wegen diesem Saftladen (wegen der GPS, nicht gegen sie). Dann haben sie mich zwei Monate lang nicht darüber informiert, dass meine Therapeutin nicht mehr zur Verfügung stehen wird und meine Therapie abgebrochen ist. Auch der Kostenträger ist stinksauer of diese Organisation und erhält keine Auskunft ausser "Wir können uns nicht erklären, was schiefgelaufen ist".

Mein Psychiater riet mir, die Therapie dort aus gesundheitlichen abzubrechen und mir meine Akte zu holen. Er würde gerne wissen, was dort über meine Therapie festgehalten wurde. Die Dame, die diesen jetzt angebotenen Termin beaufsichtigen soll, ist meine erste Therapeutin. Welche mich anschrie und beleidigte und mir drohte, ich würde nie wieder in meiner Stadt einen Termin bekommen. Als ich dies dann dem Vorstand meldete, wurde mir auch dort gesagt, ich solle besser was anderes finden. Die Eingliederungshilfe beim Rathaus hat mir dann geholfen, doch noch mein Recht auf Therapie durchzusetzen. Meine zweite Therapeutin hat ein Dienstverbot wegen Schwangerschaft auferlegt bekommen und ist seit August nicht für den Kostenträger oder die Klienten erreichbar, also können wir es nicht über sie machen. Die verlassen sich wohl darauf, dass ich nicht auf die erste Therapeutin treffen will. Das ich da natürlich einen Beistand mitnehmen würde, ist klar. Bin mir aber gerade unsicher, ob ich das wirklich tun soll.
 

grün_fink

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Mein Psychiater riet mir, die Therapie dort aus gesundheitlichen abzubrechen und mir meine Akte zu holen. Er würde gerne wissen, was dort über meine Therapie festgehalten wurde.
Das klingt sehr vernünftig.
Kann er die Akte vielleicht selbst anfordern in seine Praxis, vielleicht bekommt er die leichter als du.
Hast du ihn das schon gefragt, oder er dir das angeboten?
Gerade unter den Umständen, wie das bei dir gelaufen ist und welche Therapeutin dann anwesend sein soll....

dass ich nicht auf die erste Therapeutin treffen will.
Wenn du da hin musst, dann bitte nur mit Beistand.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Die schreiben da echt, dass sie die Notizen vernichtet haben?! Dürfen die nicht... :doh: Selbst popelige Papierschnipsel, auf denen ein Arzthelfer den Blutdruck notiert, um ihn später in die Akte zu übertragen, muss eigentlich aufbewahrt werden. Und die zerstören Notizen aus ner Psychotherapie? Alter... Was ein Sauhaufen. Würde das Schreiben mal an die zuständige Psychotherapeutenkammer weiterleiten.

Was diese "Stammakte" betrifft - keine Ahnung was die rausgeben können und dürfen. Die medizinischen Unterlagen gibt es nur in Kopie, das ist richtig so. Die müssen die ja aufbewahren. Lustig nur, dass sie sie ja eh schon vernichtet haben...
 

Infinit

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@grün_fink Wäre an sich definitiv einen Versuch wert, aber ich bettel immer Wochen hinterher, dass meine Schreiben auch bitte aufgesetzt und zugesendet werden. Ich habe vor 8 Wochen zB gesagt, dass ich für den 11.12. zu einem Termin dringends eins brauche. Er meinte, das wird mir sofort geschrieben und zugesendet. Ist nicht passiert. Bei jedem Termin danach gefragt. Ja, wird fertig gemacht. Am 06.12. hies es dann, oh nein, hab ich nicht fertig. Geht noch heute raus. Am 10.12. dann wieder oops. Ist noch nicht rausgegangen. Habe es mir dann am per E-Mail senden lassen. Nachdem das noch schnell fertig geschrieben wurde. Ein anderes wurde zwei Mal falsch geschrieben, nachdem wir es mehrmals besprochen hatten. Mein Psychiater ist als Mensch top. Aber leider auch sehr unzuverlässig. Das stresst mich sehr. Vertrauen ist aber genügend vorhanden, dass ich ihn danach fragen kann.

Und @Caye genau das dachte ich mir auch. Die Aussagen beissen sich. Und das kommt von der Rechtsabteilung! Habe das so an den Kostenträger/SB bei der Stadt weitergeleitet und wollte eben auf Rückmeldung warten, bis ich etwas mache. Eure Tipps nehme ich natürlich auch gerne an.
 

Infinit

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Der SB hat mich gefragt, ob ich mich als Leistungsfähig sehe, dann würde es sofort in die Vermittlung gehen, oder ob ich mich als nicht Leistungsfähig sehe, was dann ein erneutes Gutachten vom Ärztlichen Dienst zur Folge hätte. In der Einladung spach er ja mal wieder von der Erwerbsfähigkeit. Anstatt das direkt zu beantworten, habe ich ihm gesagt, er kann den ÄD einschalten. Er druckte mir erneut einen Gesundheitsfragebogen aus und meinte, ich müsste den nicht mehr komplett ausfüllen, da meine Akte ja vorliegt. Er hat dann Stress gemacht, dass ich diesen so schnell wie möglich ausfüllen und abgeben muss, beim ersten Mal hätte er "die Wartezeit" verstanden (gab keine Wartezeit), aber jetzt nicht. Also meinte ich, das werde ich wohl bis Mittwoch hinbekommen.

Bin danach aber direkt zum ÄD gelaufen und habe gefragt, ob das so richtig ist, oder ich den Inhalt meines alten GFB noch mal übertragen soll (habe Kopien). Die Sekretärin meinte, wenn ich schon meine Akte und den damaligen Bogen ausgefüllt habe und es sich nichts geändert hat, stimmt das so. Sollten SB oder ÄD mich hier verarschen: Ich hatte einen Beistand dabei, der das bezeugt. Also habe ich lediglich meine Kreuze gesetzt und in den Bogen geschrieben, dass ich mich auf meinen letzten ausgefüllten GFB und meine eingereichte Akte beziehe, da mein Gesundheitszustand unverändert ist. Hatte auch noch ein Schreiben von meinem Psychiater mit eingereicht, welches mir nicht schaden kann. Das konnte ich demnach auch sofort da lassen und habe mir eine Bestätigung dessen unterschreiben lassen. Sie meinte, das würde jetzt mehrere Wochen dauern, bis ich etwas höre. Wir erinnern uns wie der SB gequalmt hat, als es ihm letztes Mal nicht schnell genug ging.

Auf Empfehlung dieses Forums habe ich die Diagnose Transsexualität/Geschlechtsidentitätsstörung weder angegeben, noch Befunde eingereicht. Eines Tages werden sie dann von meiner Personenstandsänderung erfahren, nachdem sie geschehen ist und weiter würde ich dazu nichts sagen.
 

Kerstin_K

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Das sit eher ein Kompliment. Ein Arzt oder Therapeut ist eigentlich dazu da, den Menschen zu helfen. Leider wird die Bürokratie immer mehr und diese Zeit feglt dann für die Behandlung. @grün_fink wollte sagen, dass dein Psychiater da die richtigen Prioritäten setzt, erst die Patienten, dann der Papierkram.
 

grün_fink

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Ich wollte dir nur sagen, dass er lieber Menschen behandelt als den Schriftkram macht. Erstes ist unbedingt wichtig, und zweites öfters eben auch. Die Sympathie ist auch für mich wichtiger.
Vielleicht erzählst du ihm mal von dem Stress, den dir das bereitet, der Unruhe und auch den Problemen mit den Behörden selber, die es macht, wenn er den Papierkram immer wieder vergisst oder verschiebt. Speziell in deinem Fall sollte das mindestens genauso gut laufen wie die Behandlung.

Als ich jünger war, war ich mal bei einem Hausarzt, eine Seele von Mensch, mit dem ich mich super verstand. Ich war außerdem bei einem Psychiater, der ja für die Psyche zuständig war. Der verstand mich aber scheinbar nicht, und war eher ein Atteste- und Berichteschreibfan. Ich bemerkte das nicht wirklich. Hinterher wunderte ich mich dann nach Jahren mal.... Andere waren hoch zufrieden mit ihm. Im Nachhinein betrachtet hätte ich etwas anderes gebraucht, was allerdings auch seine Kollegen nicht machten in all den Jahren. Alle ließen einen Teil der Diagnostik aus, warum auch immer. Das stellte sich erst vor relativ kurzer Zeit heraus und kam noch hinzu.
Das nur am Rande erwähnt.

Vielleicht sagtst du deinem Facharzt einfach mal, was für einen Stress dir das macht und welche Probleme es bringt und dass du dir wünscht, dass er den Papierkram genauso ernst nimmt wie den Menschen, zumindest wenns drauf ankommt.

Allerdings ist es scheinbar wirklich so, dass von Ärzten so viel Bürokratie verlangt wird, dass sie nicht genug Zeit für den Patienten haben. Bissl jammern sie aber auch.
 

Kerstin_K

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Ichhabe zum Beispiel einen Hausarzt, der ein begnadeter Diagnostiker ist. Aber wenn der mal was schreiben soll Hilfe! Da steht alle mögliche, aber nicht das, was man braucht. Meine Schwester formuliert ihm immer alles vor. Schreibt er dann ab und dann läuft das.
 

grün_fink

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@kerstin solch ein Exemplar kenne ich auch. Die sind als Arzt Gold wert. Zu diesem bin ich extra noch einmal hin gegangen, um ihm zu sagen, dass er bei mir erkannt hat, was das Wichtigste war und was die ganzen Psychoprofis über viele Jahre nicht erkannt haben. Wenn ich die Psychiater drauf anspreche, fragen die immer zuerst ob bei mir in der Krankheitsgeschichte Manien oder Psychosen vorkamen, das machten die vorher nicht und dann immer prompt.
Der Besuch beim alten Hausarzt war mir so wichtig, und wir haben uns beide gefreut.

Allerdings würde ich es etwas seltsam finden, dem Psychiater vorformulieren zu müssen. Abgesehen davon, wer kann das überhaupt?
 

Kerstin_K

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Waren bislang nur kleie atteste oder Vordrucke die meine Schwester brauchte und irgendwie hat sie dass drauf. Sie hat ja ihre Behinderung genau wie ich von Gebirt an. Und mit den Jahren weiss man dann eben, wie was geschrieben werden muss. Da ändert sich nicht wirklich viel.
 

Infinit

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Ich wollte dir nur sagen, dass er lieber Menschen behandelt als den Schriftkram macht. Erstes ist unbedingt wichtig, und zweites öfters eben auch. Die Sympathie ist auch für mich wichtiger.
Vielleicht erzählst du ihm mal von dem Stress, den dir das bereitet, der Unruhe und auch den Problemen mit den Behörden selber, die es macht, wenn er den Papierkram immer wieder vergisst oder verschiebt. Speziell in deinem Fall sollte das mindestens genauso gut laufen wie die Behandlung.
Dann verstehe ich. Ja, ich habe ihm das schon mehrfach gesagt, woraufhin immer sein "Ich schreibe und versende es noch heute" kommt. Was dann aber bisher noch nie passiert ist. Die Sekretärin reisst es immer raus, wenn ich anrufe und nachhake. Möchte aber natürlich auch nicht zur absoluten Nervensäge werden in einer Praxis, auf die ich jetzt total angewiesen bin.
 

Infinit

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Bekam heute dieses Schreiben vom Ärztlichen Dienst und komme mir leicht verarscht vor. Die Sekretärin, die das geschickt hat, hat ja am Montag meinen Fragebogen durchgeguckt und entgegengenommen und dabei wieder gesehen, dass ich die Schweigepflichtsentbindungen leer gelassen habe. In vorfrankierte Briefumschlag ist ebenfalls enthalten. Wie reagier ich hier am besten?

Mein Psychiater meinte zu mir, ich könnte das JC an ihn verweisen, sollten die Probleme machen. Auch wenn ich zu ihm ein Vertrauensverhältnis habe, heisst das nicht, dass ich möchte das er dem JC über meine Person Auskünfte oder Unterlagen geben darf, die ich nicht vorher abgesegnet habe. Gerade wenn er so tüdelig ist und wir die Diagnose Trans hier raushalten müssen. Und wenn ich die die GPS kontaktieren lasse, werde ich riesen Probleme bekommen. So doof kann ich ja nicht sein.

Wenn ich nicht darauf angewiesen wäre, würde ich darauf garnicht antworten und abwarten. Aber mir mehr Stress machen brauch ich auch nicht, also frage ich mich, ob der plumpe Hinweis, dass die Entbindung freiwillig ist hier reichen würde, oder wieder sehr unhöflich rüberkommt und mir am Ende heimgezahlt wird. Ganz diplomatisch würde mir dann noch einfallen, dem ÄD zu schreiben, dass sie mir Unterlagen für den Psychiater zusenden können, welche ich ihm dann persönlich aushändige, da ich die Entbindung nicht unterschreiben muss oder werde. Dann könnten er und ich in Person zusammen durchgehen, was wir aushändigen würden. Ich habe ja all meine Unterlagen (minus Trans) eingereicht, also müsste er etwas für den ÄD verfassen. Aber auch dieses Angebot könnte ja eher dreist als Hilfsbereit wirken.
 

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Ich würde an deiner Stelle einfach antworten:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie ihnen hoffentlich bekannt ist, sind Schweigepflichtsentbindungen freiwillig.
Um meiner Mitwirkungspflicht nachzukommen werde ich, zu einem persönlichen Termin beim ärztlichen Dienst, gerne medizinische Unterlagen zur Einsichtnahme mitbringen.

Mit freundlichen Grüßen
XY


Und dann lässt du dir von deinem Psychiater einfach ein kurzen Bericht aufsetzen - Diagnosen und welche Einschränkungen die zur Folge haben. Da reichen je nachdem, wieviel zusammen kommt, 5-20 Sätze.
 
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Infinit

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Danke. Meiner Mitwirkungspflicht bin ich so oder so voll nachgekommen. Mein nächster Termin ist die zweite Januar Woche, vorher kann er mir kein Schreiben aufsetzten. Die sind jetzt erst mal im Urlaub. Ich habe schon meine gesamte Krankenakte vor dem letzten Gutachten im Mai 2019 beim ÄD persönlich abgegeben. Es ist ein Schreiben meines Psychiaters am Montag dazugekommen, welches an das Landesamt adressiert war und sehr gut Auskunft über meine Anpassungsschwierigkeiten und gesundheitlichen Probleme gibt und einen höheren Grad der Behinderung fordert. Ich hab ihn gefragt, ob er mir eine fachärztliche Stellungnahme für das JC fertig macht. Das hat er aber mal wieder versäumt, also hatte ich ihn gefragt, ob ich das andere Schreiben einreichen sollte.
 

abcabc

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Das hat er aber mal wieder versäumt, also hatte ich ihn gefragt, ob ich das andere Schreiben einreichen sollte.
Möchtest du die Begutachtung durch den äD schnell durch haben oder hättest du nichts dagegen, wenn das lange dauert?
Wenn du das Gutachten nicht schnell haben willst, dann ab sofort NICHTS mehr einreichen, sondern nur anbieten alles weitere bei einem persönlichen Termin beim äD einem Arzt (keinem Assistent ohne Medizinstudium) zur Einsichtnahme vorzulegen. Der äD will alles nach Aktenlage machen und ungern die "Kunden" sehen. So haben sie aber keine andere Wahl, als dich doch einzuladen und dann die Unterlagen sich anzuschauen oder das Gutachten auf irgendwann oder nie zu verschieben.
 
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