Wurden mir falsche Infos zwecks Mitwirkungspflicht/Einsicht Krankenakte beim Jobcenter gegeben? (16 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 7, Gäste: 8)

grün_fink

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Was ist denn das für eine Betreuerin? Hat die Dame etwas mit dem Autismuszentrum oder der Krankenkasse zu tun, oder noch anderes?
Wie Zufall klingt das tatsächlich nicht mehr.
 

Infinit

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Ja, eine Mitarbeiterin von der GPS. Ich weiss, dass die da ein oder zwei Betreuerinnen in der Ausbildung haben, die nur mit Kindern arbeiten. Sind wahrscheinlich (zukünftige) Pädagogen. Die haben aber mal so garnichts mit der Terminvergabe und Weiterem zu tun. Die Frau am Telefon sagte, sie hätte die Anweisung bekommen, abzusagen. Warum auch immer. Als meine Mutter fragte, ob ein neuer Termin ausgemacht wird, verneinte sie dies. Es kann ja wirklich ein Krankheitsfall oder ähnliches sein, aber es wirkt komisch auf mich.

Ich hab auch schon die Sachbearbeiterin (Kostenträger) und meine Beraterin informiert, damit alle bis zu unserem nächsten Terminen auf dem laufenden Stand sind und wissen, dass die Kontaktaufnahme nicht an mir gescheitert ist. Mir sind ja X Therapie Einheiten pro Woche bewilligt worden und der Kostenträger möchte auch, dass diese regelmässig stattfinden. Habe dann sowieso erst mal nächste Woche den Termin mit der Sachbearbeiterin, welche sich zwischenzeitlich informiert, ob ich eine Therapie wo anders weiter machen kann. Sie sagt, ich soll mir keine Sorgen machen. Und in zwei, drei Wochen dann einen Termin mit meiner super Beraterin bei der GPS, die sich immer so für mich einsetzt. Die findet diese ganze Geschichte so garnicht lustig und hört sich jetzt erst mal vorsichtig um, wieso gewisse Dinge geschehen sind.
 

Infinit

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Wir haben übrigens noch mals einen Anruf bekommen von einer unbekannten Mitarbeiterin, dass die Therapeutin bis zum Datum so und so nicht zu erreichen sein wird.

Der Termin bei der Stadt ist sehr gut gelaufen. Meine SB dort wird ihren Chef fragen, ob die Therapie wo anders bewilligt und sich an den Fahrtkosten beteiligt werden kann, bevor sie den Therapieplan jetzt streicht. Sonst kann ich das auch beim JC anfragen, meint sie. Ob ich das auch kann oder möchte, weiss ich im Moment noch nicht! Sie meinte klipp und klar, sie arbeitet für mich, nicht für irgendeine Organisation. Und das sie es schade findet, dass ich nicht vorher etwas gesagt habe, sie meine Gründe aber gut verstehen kann. Sie war recht entsetzt, in was für eine Lage mich meine Therapeutin gebracht hat und stimmt zu, dass es besser wäre, hier einen Schlussstrich zu ziehen. Die Vorgeschichte kannte sie ja auch schon und meinte, dass klingt alles sehr verdächtig. Sie wird jetzt einen Termin mit der Therapeutin und eventuell auch mit "dem Vorsitzenden" machen, um die Reaktion zu sehen und die Organisation darüber aufklären, dass ich bitte nicht mehr kontaktiert werde. Ein weiteres klärendes Gespräch mit allen Parteien hat sie mir natürlich auch vorher angeboten, aber das hatten wir ja schon mal. Diesen Zyklus des anscheinendem Entsetzen, eine höfliche Aufforderung, sich in einer anderen Stadt etws zu suchen, als auch Beleidigungen und Bedrohungen und dann zuletzt die Unterstellung, ich hätte x geistliches Problem oder x Agenda brauch ich so nicht noch mal.

Zur GPS kann ich nur sagen: Danke für nichts als Probleme. Ich habe in den letzten Jahren sehr offen über meine Erfahrungen dort gesprochen, mit Mitarbeitern, Klienten, Interessierten, Behörden und Verbänden. Es tut mir einfach nur in der Seele weh, dass dies die einzige Anlaufstelle in der Region ist und benachteiligte Menschen, die oftmals leicht auszunutzen und einzuschüchtern sind, von diesen Angestellten abhängig werden.

Hoffentlich wird mir aus dem Therapieabbruch beim JC und beim Landesamt nicht noch ein Strick gedreht, während ich auf meine Verhandlung vorm Sozialgericht warten muss.
 

grün_fink

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Hi,
trotz allem, was da richtig schlecht gelaufen ist, klingt das jetzige nicht so super schlecht. Ich denke, du wirst bald Erleichterung spüren. Das braucht alles seine Zeit, bis es sackt.
Du kannst stolz auf dich sein.
Gruß
 

Birt1959

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Hast Du einen Vertrag mit diesem seltsamen Verein? Wenn ja, schau mal ob du den kündigen kannst. Das, was da abläuft, finde ich auch therapeutisch mehr als bedenklich.

Vielleicht hilft dir die Psychotherapeutenkammer deines Bundeslandes weiter, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Belastungen für einen traumatisierten Menschen mit mehreren anderen psychischen Erkrankungen gut sind und die Therapeutin unterstüztend ist. Wenn dann auch noch unbegründete Absagen dazu kommen, sollte vielleicht doch jemand anderes mit dir weiterarbeiten. Ob der/die nun auf Autismus spezialisiert sein muss, oder aber ein/e wirklich gute/r und verständnisvolle/r Therapeut/in, kann ich nicht beurteilen. Was ich weiß ist, dass solche Therapeut*innen lange Wartezeiten haben.

Ein Versuch, eine andere Unterstützung zu finden, ist es auf jeden Fall wert. Das, was die anderen Berater*innen in diesem Verein machen, scheint mir auch von den Sozialarbeiter*innen oder Sozialpädagoginnen eines SPDis machbar zu sein. Vorausgesetzt, sie werden über den Autismus informiert und bekommen ggf. Zeit sich in die Materie einzuarbeiten.

Hier die Infos zu den beiden von mir angesprochenen Organisationen:
(Das Gesundheitsamt deiner Stadt oder deines Landkreises sollte wissen, wo der ist und wie er erreichbar ist.)

Die Bundespsychotherapeutenkammer hat folgenden Link:

Dort sind irgendwo die Landesverbände verlinkt, man/frau kann sie aber auch einzeln ergoogeln. Manche Länderkammern geben bei der Psychotherapeutensuche auch an, was die Schwerpunkte der Therapeut*innen sind und für welche Kassen sie Zulassungen haben. Bei den anderen Länderkammern findet man in der Therapeutensuche lediglich die Adressdaten.
 

Birt1959

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Kein JC geht es etwas an, ob du dort in Behandlung bist oder nicht.
Das wäre ja noch schöner - bei allen anderen Dingen sieht es ja jemand an der AU, wer behandelt. Gott sei Dank fehlt da ja dann die Diagnose. Dr. med. Sonstwie ist zwar durch die Fachrichtung "zugeordnet", nur sagt das ja wenig über die Erkrankung aus. Dem JC muss die AU und evtl. der GdB reichen. Punkt.
 

Infinit

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Hast Du einen Vertrag mit diesem seltsamen Verein? Wenn ja, schau mal ob du den kündigen kannst. Das, was da abläuft, finde ich auch therapeutisch mehr als bedenklich.
Nein, nur die Kostenübernahme von der Stadt. Ich darf jeder Zeit aufhören. Meine Sorge ist eher, dass ich wenn ich nicht in Therapie bin als nicht hilfebedürftig und somit wieder im regulären Vermittlungspool lande. Derzeit bin ich ja nicht als schwerbehindert anerkannt. Daher kümmert sich die zuständige Mitarbeiterin bei der Stadt jetzt darum zu erfragen, ob ich die Therapie an anderer Stelle fortführen könnte. Sollte ich einen Platz bekommen. Nicht spezialisierte Therapeuten sind auch alle voll, die Listen habe ich mehrfach abtelefoniert. Mein Psychiater sagte, es wäre schon besser, wenn es in einem Autismuszentrum oder ähnlichem weitergeht und hat mir die Erfahrungen seiner Patienten mit den regionalen Therapeuten genannt.

Vielleicht hilft dir die Psychotherapeutenkammer deines Bundeslandes weiter, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Belastungen für einen traumatisierten Menschen mit mehreren anderen psychischen Erkrankungen gut sind und die Therapeutin unterstüztend ist. Wenn dann auch noch unbegründete Absagen dazu kommen, sollte vielleicht doch jemand anderes mit dir weiterarbeiten. Ob der/die nun auf Autismus spezialisiert sein muss, oder aber ein/e wirklich gute/r und verständnisvolle/r Therapeut/in, kann ich nicht beurteilen. Was ich weiß ist, dass solche Therapeut*innen lange Wartezeiten haben.
War seit 2015 ein totaler Reinfall, meiner Erfahrung nach. Hab all diese Kammern durch und dann eine endlich aussagekräftige Liste vom Sozialpsychiatrischen Dienst erhalten. Dort mindestens drei mal jeden angerufen, mit dem Ergebnis: Rufen Sie in einem halben Jahr noch mal an, vielleicht können wir Sie dann auf die Warteliste setzen, wenn Sie wirklich nichts anderes finden.

Ein Versuch, eine andere Unterstützung zu finden, ist es auf jeden Fall wert. Das, was die anderen Berater*innen in diesem Verein machen, scheint mir auch von den Sozialarbeiter*innen oder Sozialpädagoginnen eines SPDis machbar zu sein. Vorausgesetzt, sie werden über den Autismus informiert und bekommen ggf. Zeit sich in die Materie einzuarbeiten.
Meine Beraterin dort kann ich auch weiterhin sehen. Zur Not würden wir uns privat treffen, aber das müssen wir nicht, da sie nicht im Autismuszentrum arbeitet, sondern an einer anderen Stelle und die Terminvergabe frei ist. Im ATZ muss man dagegen zahlender oder eben bewilligter Klient sein.

Zum SPD:

Hier die Infos zu den beiden von mir angesprochenen Organisationen:
(Das Gesundheitsamt deiner Stadt oder deines Landkreises sollte wissen, wo der ist und wie er erreichbar ist.)
Ja, die waren soweit auch gut zu mir. Haben mir aber mehrfach gesagt, dass es maximal vier bis fünf Termine pro Klient gibt und das von den Psychologen im Haus so ziemlich alles diagnostiziert, aber nichts über diese paar Termine hinaus therapiert werden darf. Und so war es dann auch. Bei Papierkram durften oder konnten sie mir auch nicht helfen.

Die Bundespsychotherapeutenkammer hat folgenden Link:

Dort sind irgendwo die Landesverbände verlinkt, man/frau kann sie aber auch einzeln ergoogeln. Manche Länderkammern geben bei der Psychotherapeutensuche auch an, was die Schwerpunkte der Therapeut*innen sind und für welche Kassen sie Zulassungen haben. Bei den anderen Länderkammern findet man in der Therapeutensuche lediglich die Adressdaten.
Danke, das hatte ich alles schon. Hoffentlich kann es noch jemand anderem helfen!
 

Kerstin_K

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Meine Sorge ist eher, dass ich wenn ich nicht in Therapie bin als nicht hilfebedürftig und somit wieder im regulären Vermittlungspool lande.
Es geht beim JC schlicht niemanden etwas an,ob du in Therapie bist oder nicht. Von daher musst du dir da keine Sorgen machen.
 

Birt1959

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@Infinit

Dann lade Dir im Netz den Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft (so heißt das Teil) runter und versuche das möglichst schnell zu beantragen. Das ganze geht an das Versorgungsamt des Regierungsbezirkes, kann aber auch bei der Kommune abgegeben werden. Dort hat man auch die entsprechenden Formulare oder aber in der Rehaabteilung der Agentur. Ein download ist halt einfacher - was benötigt wird, ist normalerweise angegeben.

Als anerkannter Schwerbehindert/e oder Gleichgestellte/r bist du nicht im normalen Bewerberpool, sondern wirst getrennt betreut. Du bekommst zwar die Stellenangebote aus der Jobbörse, aber normalerweise der Behinderung angepasst. (Jemand, der als Dachdecker sich bewerben soll, aber im Rollstuhl sitzt, wird da normalerweise gar nicht erst angeschrieben.) Außerdem gibt es für Schwerbehinderte noch ein paar andere Förderinstrumente als für den Rest der Elos.

Wunder wirkt das allerdings auch nicht...

Ob du dich dann als Schwerbehinderte/r oder Gleichgestellte/r bewirbst, ist aber dir überlassen.

So nebenbei - wenn Du Mitglied in einem Sozialverband (meist VdK oder SoVD) bist, machen die dir auch das Sozialarbeitergedöns. Allerdings hängt das ziemlich davon ab, wie fit die einzelnen Geschäftsstellen im Zusammenhang mit Arbeitssuche und den entsprechenden Sozialbehörden sind. Der VdK hier z.B. kann eigentlich nur Rentenfragen. Im Nachbarkreis dagegen war derselbe Verband in allen sozialen Angelegenheiten sehr gut. Da sollte man/frau sich vorher ein wenig umhören, bevor man/frau eintritt.
 
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Infinit

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Hi,
trotz allem, was da richtig schlecht gelaufen ist, klingt das jetzige nicht so super schlecht. Ich denke, du wirst bald Erleichterung spüren. Das braucht alles seine Zeit, bis es sackt.
Du kannst stolz auf dich sein.
Gruß
Dankeschön. Ja, es hätte noch viel schlechter laufen können. Im Moment ist mir das aber noch kein Trost, denn ich komme irgendwie nicht wirklich voran.

Es geht beim JC schlicht niemanden etwas an,ob du in Therapie bist oder nicht. Von daher musst du dir da keine Sorgen machen.
Ich bin da ins Denken gekommen. Ich hatte ja meine Therapieberichte meinem Gesundheitsfragebogen für den ÄD beigefügt, in Hoffnung dass darauf Rücksicht genommen wird, dass bei mir Therapiebedarf und Anspruch auf Nachteilsausgleich besteht. Das wollte ich eigentlich erst nicht, habe es aber dann doch gemacht, da mein SBA ja wiederholt abgelehnt wurde und ich ohne alles da stand. Ich bekomme ja im Dezember oder Januar einen neuen Gesundheitsfragebogen, denn dann ist meine sechsmonatige Leistungsunfähigkeit vorüber. In meinem Gutachten stand dann auch, dass meine Probleme grösstenteils vom Autismus herkommen würden, nicht von meinen körperlichen Beschwerden und das ich vorübergehend Leistungsunfähig gesprochen werde, da gerade vorrängig Therapiebedarf besteht, Zitat. Das Körperliche sehe ich dann noch ganz anders, aber das Thema hatten wir ja mehrfach, gerade im Bezug auf die Aussagen des Landesamtes über meine angeblich kerngesunde körperliche Verfassung.

Ich finde eure Erfahrungswerte sehr interessant, aber leider habe ich es schon eben öfters bei anderen Autisten miterleben müssen, dass ihnen ein Mangel an Therapieplatz zu einem Strick gedreht wird. Ein Freund von mir hat sich stationär einweisen lassen, da ihm die Hilfsmittel, auf die er eigentlich einen Anspruch hat, nicht zugesprochen worden sind und er bei Schule und dann später JC nicht das leisten konnte, was von ihm verlangt wurde. Auch er steht ohne SBA oder weitere Unterstützung da.
 

Birt1959

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Ich finde eure Erfahrungswerte sehr interessant, aber leider habe ich es schon eben öfters bei anderen Autisten miterleben müssen, dass ihnen ein Mangel an Therapieplatz zu einem Strick gedreht wird. Ein Freund von mir hat sich stationär einweisen lassen, da ihm die Hilfsmittel, auf die er eigentlich einen Anspruch hat, nicht zugesprochen worden sind und er bei Schule und dann später JC nicht das leisten konnte, was von ihm verlangt wurde. Auch er steht ohne SBA oder weitere Unterstützung da.
Infinit, jedem und jeder psychisch Kranken wird bei manchen SB*innen ein Strick aus dem fehlenden Therapieplatz gedreht. Wenn die nicht wissen, was eine PTBS z.B. ist, sehen die nicht unbedingt, dass eine Traumatherapie nur von Traumatherapeut*innen auf Dauer gemacht werden soll und haken dauernd nach, warum man/frau immer noch keine/n Therapeut*in hätte. Umgedreht habe ich es aber auch schon erlebt, dass mich ein SB mal rotzfrech darüber aufklärte, dass er mich nicht vermitteln könne, da ich einen Therapieplatz hätte. Dem half meine Schwester, die damals dabei war aber gewaltig in die Schuhe. Was der Mensch nicht wusste - meine Schwester arbeitet in einer entsprechenden Klinik... Pech für den Knaben. Das hängt von dem/der SB*in ab, wie sie persönlich gestrickt ist.

DAVON AB: Wie @Kerstin_K schon schrieb geht das den JC sowieso nichts an. Also wird auch nichts gesagt. Da kann dann keine/r neugierig werden oder dich drangsalieren.

Noch etwas: habt ihr eine Psychiatrie oder in deinem Fall noch besser eine Uniklinik in der Nähe? Dann frage mal bei der Institutsambulanz da nach einem Therapieplatz. In der Regel geht das da bedeutend schneller. Nur würde ich bei der Uniklinik mich nicht an die Institutsambulanz der Psychologie verweisen lassen - da werden Therapeut*innen ausgebildet. So sehr die Studierenden betreut werden - mit deiner Problematik dürften die schlicht überfordert sein. Wenn der/die Lehrtherpeut*in da ständig dazwischen gehen muss, hilft's keinem.
 

Infinit

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Dann lade Dir im Netz den Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft (so heißt das Teil) runter und versuche das möglichst schnell zu beantragen. Das ganze geht an das Versorgungsamt des Regierungsbezirkes, kann aber auch bei der Kommune abgegeben werden. Dort hat man auch die entsprechenden Formulare oder aber in der Rehaabteilung der Agentur. Ein download ist halt einfacher - was benötigt wird, ist normalerweise angegeben.

Als anerkannter Schwerbehindert/e oder Gleichgestellte/r bist du nicht im normalen Bewerberpool, sondern wirst getrennt betreut. Du bekommst zwar die Stellenangebote aus der Jobbörse, aber normalerweise der Behinderung angepasst. (Jemand, der als Dachdecker sich bewerben soll, aber im Rollstuhl sitzt, wird da normalerweise gar nicht erst angeschrieben.) Außerdem gibt es für Schwerbehinderte noch ein paar andere Förderinstrumente als für den Rest der Elos.

Wunder wirkt das allerdings auch nicht...

Ob du dich dann als Schwerbehinderte/r oder Gleichgestellte/r bewirbst, ist aber dir überlassen.
Ja, die Idee hatte ich neulich auch. Danke für den Gedankenanstoss, ich drucke es mir aus. Ich nehme das mit zu meiner Beraterin, bevor ich es abgebe und meine Situation verschlimmbessere. Ich weiss ja nicht, ob mir das überhaupt zugesprichen wird. Heisst das dann, dass ich von meinem Kotzbrocken SB wegkommen würde, oder wäre der immer noch für mich zuständig?

Wenn mir endlich ein höherer GdB zugesprochen wird, würde ich dass auch beim nächsten Gesundheitsfragebogen angeben. Mein Psychiater und so einige andere Leute wollen das garnicht hören, aber... In die Grundsicherung zu kommen wäre für mich ehrlich gesagt an diesem Punkt eine Erleichterung.

Infinit, jedem und jeder psychisch Kranken wird bei manchen SB*innen ein Strick aus dem fehlenden Therapieplatz gedreht. Wenn die nicht wissen, was eine PTBS z.B. ist, sehen die nicht unbedingt, dass eine Traumatherapie nur von Traumatherapeut*innen auf Dauer gemacht werden soll und haken dauernd nach, warum man/frau immer noch keine/n Therapeut*in hätte. Umgedreht habe ich es aber auch schon erlebt, dass mich ein SB mal rotzfrech darüber aufklärte, dass er mich nicht vermitteln könne, da ich einen Therapieplatz hätte. Dem half meine Schwester, die damals dabei war aber gewaltig in die Schuhe. Was der Mensch nicht wusste - meine Schwester arbeitet in einer entsprechenden Klinik... Pech für den Knaben. Das hängt von dem/der SB*in ab, wie sie persönlich gestrickt ist.

DAVON AB: Wie @Kerstin_K schon schrieb geht das den JC sowieso nichts an. Also wird auch nichts gesagt. Da kann dann keine/r neugierig werden oder dich drangsalieren.
Gut, ich werde es natürlich nicht angeben. Mein SB weiss sowas natürlich auch nicht. Nur der ÄD. Vielleicht werde ich ja aber vorgeladen und gefragt, meinte ich.

Noch etwas: habt ihr eine Psychiatrie oder in deinem Fall noch besser eine Uniklinik in der Nähe? Dann frage mal bei der Institutsambulanz da nach einem Therapieplatz. In der Regel geht das da bedeutend schneller. Nur würde ich bei der Uniklinik mich nicht an die Institutsambulanz der Psychologie verweisen lassen - da werden Therapeut*innen ausgebildet. So sehr die Studierenden betreut werden - mit deiner Problematik dürften die schlicht überfordert sein. Wenn der/die Lehrtherpeut*in da ständig dazwischen gehen muss, hilft's keinem.
Uniklinik nein, Psychiatrie ja. Keine Trauma oder Autismustherapie dort. Nur das Angebot, sich stationär aufnehmen zu lassen und dort dann allgemein behandeln zu lassen. Da habe ich mich aus guten Gründen bewusst gegen entschieden.
 

Birt1959

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Ja, die Idee hatte ich neulich auch. Danke für den Gedankenanstoss, ich drucke es mir aus. Ich nehme das mit zu meiner Beraterin, bevor ich es abgebe und meine Situation verschlimmbessere. Ich weiss ja nicht, ob mir das überhaupt zugesprichen wird. Heisst das dann, dass ich von meinem Kotzbrocken SB wegkommen würde, oder wäre der immer noch für mich zuständig?
Wenn bei dir bereits ein GdB festgestellt wurde, musst Du einen Verschlimmerungsantrag stellen. Da ich das entweder überlesen habe oder du es noch nicht angabst, habe ich den Erstantrag genannt.

So nebenbei - ab einem GdB von 30 kannst Du gleichgestellt werden. Den Antrag dazu stellst du bei der Agentur für Arbeit, nicht dem JC. In dem Fall würde ich mal gucken, ob die Bundesagentur den Antrag nicht auf ihrer Homepage hat. Ausfüllen, eintüten und ab damit. Natürlich kannst Du das Ding auch faxen - geht noch schneller. Und ist gerichtsfest.

Ich weiß nicht mehr wer hier das schrieb - aber ich bekomme den Eindruck, dass du dich von der Behinderung Autismus so einengen läßt, dass alles andere von vornherein abgelehnt wird. Ich kenne das von mir in der tiefen Depression. Da verdränge ich die beiden netten anderen psychischen Erkrankungen völlig, bis mich jemand daran erinnert, dass ich auch noch andere Baustellen habe. Vielleicht solltest du überlegen, dir einfach eine/n fähigen Therapeut/in zu suchen - egal, ob der/die auf Autismus spezialisiert ist. Mit und ohne Psychotherapeutenkammer.
 

Infinit

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@Birt1959 Ich muss keinen Spezi mehr für Autismus haben, aber bisher haben mich die Psychologen und Psychiater nicht auf ihre Wartelisten setzten wollen, wenn ich meine Diagnosen genannt habe. Sonst wäre ich ja auch nicht die letzten Jahre bei der GPS geblieben. Ich telefoniere jetzt seit drei Jahren regelmässig die Therapeuten im Umfeld von 60km ab. Deshalb hatte ich schon öfters den Tipp bekommen, vielleicht doch nur Autismus oder nur PTBS zu nennen und zu gucken, ob das jemand behandelt. Soweit Fehlanzeige. Dann haben wir noch eine Traumaimbulanz in diesem Umkreis, aber die ist nur für akute Situationen zuständig, nicht für Therapieangebote.

AfA, JC und ÄD sind glücklicherweise bei uns alle im gleichen Gebäude. Hänge bei einem GdB von 30 seit zwei Jahren fest und hatte das auch beim Gesundheitsfragebogen angegeben. Was würde denn passieren, sagen wir mal mir würde der VDK morgen vom Landesamt Post weiterreichen, dass mein GdB auf 40 hochgestuft wurde (der VDK warnte mir vor solchen Spielchen schon). Ich muss das dann schnellstmöglich und nicht erst bei meinem nächsten Gutachten bei Ende meiner Leistungsunfähigkeit angeben. Was passiert dann? Wird sofort ein neues Gutachten angefordert?
 

Birt1959

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Also, was dann passiert, hängt vom Versorgungsamt ab, wie der Verschlimmerungsantrag dort bearbeitet wird. Manche machen, weil erheblich einfacher und kostengünstiger, ein Gutachten nach Aktenlage. Das heißt, sie fordern dich auf, die Behandler/innen, die die für den Antrag relevante Erkrankungen behandeln, von der Schweigepflicht zu entbinden und erstellen das Gutachten dann. Andere laden zur Begutachtung ein.

Wenn Du aber ohnehin schon einen GdB von 30 hast, warum beantragst Du nicht schon mal die Gleichstellung bei der Agentur? Schau hier mal, ob du da schon mal weiterkommst und bespreche das mit dem Facharzt. Ich frage mich auch, warum der Antrag nicht schon längst über diesen, dich betreuenden, Verein gestellt wurde. Wenn das von denen oder dem Facharzt weggeschickt wird, hat das mehr Gewicht. (Mit der Gleichstellung kommst du von der allgemeinen Arbeitslosenverwaltung in die für Behinderte.)

So nebenbei - ein GdB von 40 bringt auch nicht mehr als 30. Da erzählte dir wer auch immer imho einen Schmarrn.

Was Dir aber vielleicht weiterhelfen würde, ist ein Antrag auf einen GdB von 50 mit seinem Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Da würde ich nicht den VdK, sondern den Facharzt und eine/n Therapeut/in fragen, notfalls die für solche Fragen zuständigen Mitarbeiter/innen des SPDi. (Das ist ja dann keine Therapie, sondern einfach nur eine fachspezifische Beratung des Teams.) Der VdK kennt sich mit den sozialrechtlichen Fragen, aber nicht mit Diagnosen aus. Da arbeiten Jurist/innen und Sozialarbeiter/innen bzw. Sozialpädagog/innen. Die können dich bezüglich der dir zustehenden Leistungen weiterhelfen, aber keine medizinischen Gutachten beurteilen. Wenn einem Antrag nicht stattgegeben würde, kommt der VdK bei Widerpruch und evtl. Klage ins Spiel.
 
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Infinit

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Wenn Du aber ohnehin schon einen GdB von 30 hast, warum beantragst Du nicht schon mal die Gleichstellung bei der Agentur? Schau hier mal, ob du da schon mal weiterkommst und bespreche das mit dem Facharzt. Ich frage mich auch, warum der Antrag nicht schon längst über diesen, dich betreuenden, Verein gestellt wurde. Wenn das von denen oder dem Facharzt weggeschickt wird, hat das mehr Gewicht. (Mit der Gleichstellung kommst du von der allgemeinen Arbeitslosenverwaltung in die für Behinderte.)
Von der Gleichstellung musste ich selber erfahren, da hat der VDK mich nicht drüber informiert. Als ich meinen Anwalt dort drauf ansprach, meinte er auch nur, dass würde nichts bringen. Ich werde es aber vorsichtshalber beantragen. Da ich ja dann bald wieder einen VDK Termin habe um die Klage in die Wege zu leiten, werde ich wohl am besten mit den Papieren hingehen und sie beauftragen diese Gleichstellung bei der AfA einzureichen, wenn du meinst das hätte mehr Gewicht als wenn es von mir als Privatperson kommt.

Es sei denn, es gehen bei jemandem die Alarmglocken los und es könnte sein, dass ich meine Situation hiermit verschlimmere. Ich bin ja momentan noch als Leistungsunfähig eingestuft. Z.B. wieder in eine Werkstatt für behinderte Menschen zu vermittelt werden, nur weil ich dann in einer anderen Abteilung bin, wäre auch nicht in meinem Interesse. Meine Beraterin frage ich nächste Woche auch noch mal danach.

So nebenbei - ein GdB von 40 bringt auch nicht mehr als 30. Da erzählte dir wer auch immer imho einen Schmarrn.
Ne, darum sagte ich, der VDK warnte mich vor diesen Spielchen. Das die, sollten die den GdB vor der Klage noch erhöhen, eher auf die 40 als auf die 50 gehen würden und ich immer noch ohne SBA da stehe.

Was Dir aber vielleicht weiterhelfen würde, ist ein Antrag auf einen GdB von 50 mit seinem Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis. Da würde ich nicht den VdK, sondern den Facharzt und eine/n Therapeut/in fragen, notfalls die für solche Fragen zuständigen Mitarbeiter/innen des SPDi. (Das ist ja dann keine Therapie, sondern einfach nur eine fachspezifische Beratung des Teams.) Der VdK kennt sich mit den sozialrechtlichen Fragen, aber nicht mit Diagnosen aus. Da arbeiten Jurist/innen und Sozialarbeiter/innen bzw. Sozialpädagog/innen. Die können dich bezüglich der dir zustehenden Leistungen weiterhelfen, aber keine medizinischen Gutachten beurteilen. Wenn einem Antrag nicht stattgegeben würde, kommt der VdK bei Widerpruch und evtl. Klage ins Spiel.
Schon in diesem letzten Widerspruch erledigt. Mein Facharzt sprach sich deutlich für einen GdB von mindestens 50 alleine für meine Anpassungsschwierigkeiten durch den Autismus aus und hat dem Landesamt gegenüber meine Defizite bestätigt. Das haben wir also vor ein paar Wochen miteingereicht und warten jetzt auf die letzte Feststellung bevor wir so oder so vor das Sozialgericht ziehen. Mein Psychiater sagte auch noch mals zu mir, dass die 50 bei meinen ganzen Diagnosen und dem Gesundheitszustand jetzt garnicht mehr reichen würden, er aber natürlich zum Körperlichen nichts schreiben kann.

Lustiger Weise hatten wir ihn ja von der Schweigepflicht entbunden und als behandelnden Arzt angegeben. Der ist in zwei Jahren nicht einmal vom Amt kontaktiert worden.
 

Birt1959

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Von der Gleichstellung musste ich selber erfahren, da hat der VDK mich nicht drüber informiert. Als ich meinen Anwalt dort drauf ansprach, meinte er auch nur, dass würde nichts bringen. Ich werde es aber vorsichtshalber beantragen. Da ich ja dann bald wieder einen VDK Termin habe um die Klage in die Wege zu leiten, werde ich wohl am besten mit den Papieren hingehen und sie beauftragen diese Gleichstellung bei der AfA einzureichen, wenn du meinst das hätte mehr Gewicht als wenn es von mir als Privatperson kommt.
Du verlierst gar nichts, denn du musst den Antrag, wenn er bewilligt wurde, nicht einsetzen. Da Du aber vor der allgemeinen Vermittlung so Bammel hast, ist ein Rehavermittler für dich eventuell günstiger. Zumal die besonderen Fördermittel für Schwerbehinderte auch für Gleichgestellte anzuwenden sind. Schau einfach mal bei Wikipedia unter Schwerbehindertenrecht nach.

Ne, darum sagte ich, der VDK warnte mich vor diesen Spielchen. Das die, sollten die den GdB vor der Klage noch erhöhen, eher auf die 40 als auf die 50 gehen würden und ich immer noch ohne SBA da stehe.
Du kannst doch jeden Antrag wieder zurückziehen. Dafür brauchst Du keine Erlaubnis von irgendwem. Es sei denn, du stehst in Rechtsfragen unter Betreuung. Mit Betreuer*innen kann man/frau reden.

Und sorry, wenn die Niederlassung des VdKs bei Dir nur halbwegs Ähnlichkeit mit der hat, die ich hier erleben durfte, dann warnen die, weil es Arbeit macht. Getreu dem Motto "Wer Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt." Das, was angeblich nicht möglich war, drückte bei mir dann eine Rechtsanwältin durch, nachdem ich ich den VdK verließ.

Schon in diesem letzten Widerspruch erledigt. Mein Facharzt sprach sich deutlich für einen GdB von mindestens 50 alleine für meine Anpassungsschwierigkeiten durch den Autismus aus und hat dem Landesamt gegenüber meine Defizite bestätigt. Das haben wir also vor ein paar Wochen miteingereicht und warten jetzt auf die letzte Feststellung bevor wir so oder so vor das Sozialgericht ziehen. Mein Psychiater sagte auch noch mals zu mir, dass die 50 bei meinen ganzen Diagnosen und dem Gesundheitszustand jetzt garnicht mehr reichen würden, er aber natürlich zum Körperlichen nichts schreiben kann.

Lustiger Weise hatten wir ihn ja von der Schweigepflicht entbunden und als behandelnden Arzt angegeben. Der ist in zwei Jahren nicht einmal vom Amt kontaktiert worden.
Laß Dich nicht ermutigen und stelle ggf. den Antrag einfach noch einmal. Ich hatte einen schwerbehinderten Vater. Was meinst Du, was der sich mit dem Versorgungsamt in seinem Leben zoffen musste. Er schaltete dann auf stur und bekam, manchmal nach etlichen Anläufen und mehreren Gerichtsverfahren, doch, was er benötigte. Abwimmeln gehört bei Sozialbehörden zum Handwerk und je mehr man/frau die beschäftigt desto eher geben sie nach. Einfach, weil sie irgendwann mal begreifen, dass das Abwimmeln von hartnäckigen Menschen nur noch mehr Arbeit macht. Extraarbeit kostet aber ordentlich Geld und das ist dann irgendwann mal das ziehende Argument.

Viel Glück, dass Du den Antrag vor Gericht auf Anhieb durchbringst. Wahrscheinlich wird das SG ohnehin irgendwann von Dir die Schweigepflichtsentbindung für die beiden Ärzte wollen, um die Sache besser beurteilen zu können. Da hast du dann gute Chancen, dass das Versorgungsamt dann Kenntnis von der Meinung deiner Ärzte nehmen muss.

Das Landratsamt hat eigentlich mit den Verschlimmerungsanträgen nichts zu tun, außer sie in Amtshilfe entgegen zu nehmen. (Das ist Sache des Versorgungsamts.) Es sei denn, du hast auch was mit dem Gesundheitsamt des Landkreises am Laufen.
 

Infinit

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Bis jetzt kamen die Briefe immer vom Landesamt Stadt so und so. Dort hatte ich bisher zwei verschiedene Gutachter, welche mir besser den Mittelfinger hätten zeigen sollen, als mir so einen Wisch zu attestieren. Aber ja, ich gehe auf jeden Fall vor Gericht. Und das, was du über den VDK sagst, scheint leider zu stimmen.
 

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Ihr glaubt nicht, wie die ganze Sache gelaufen ist. Nachdem es ja erst von der SB der Stadt hiess, die Kostenübernahme für eine Therapie ausserhalb der Stadt und evtl. der Fahrtkosten würden übernommen werden, meinte ihr Chef jetzt ne, gibt's nicht. Wir hätten hier ein Autismustherapiezentrum und das wäre Grund genug für die Ablehnung. Ob ich dort einen Termin bekomme, würde die Stadt nicht zu interessieren brauchen. Die SB entschuldigte sich hierfür. Es gab wohl genau den gleichen Fall mit einer Wohneinrichtung für behinderte Menschen vor ein paar Monaten. SB meint selber, ich würde sowieso nie wieder dort einen Termin bekommen. Dem Chef sei dies egal. Meine Beraterin riet mir natürlich schon, in Zukunft noch mal schriftlich einen Antrag auf Therapie zu stellen. So hätte ich später Rechtsmittel, die ich gegen die Ablehnung nutzen kann. Das ist das.

Meine (jetzt ehemalige) Therapeutin hat sich ja seit August nicht bei mir zurückgemeldet. Ich wusste die ganze Zeit nicht, wann und ob es weiter geht. Anfang Oktober dann das Gespräch mit der Stadt, welche dort auch niemanden erreichen konnte, bis sich dann die Vorgesetzte (die, die immer die Schriftstücke für Behörden angeblich nicht genehmigt hätte) nach Wochen zurückgemeldet hat. Sie würde die Missverständnisse bedauern und kann sich nicht erklären, wie es zu dieser Situation gekommen sei. Ein Verbot für das Aufsetzten von Schriftstücken hätte es von ihrer Seite niemals gegeben. Sie könnte nicht für die Therapeutin sprechen. Diese würde jetzt übrigens auch die nächsten Jahre nicht zur Verfügung stehen. Nichtmal für ein Telefonat. Sie wäre nicht mehr im Dienst.

Ich habe dann mitgeteilt bekommen, und das auch nur inoffizell von einer ihrer Kollegen, dass sie schwanger ist. Die Vorgesetzte meinte zu diesem Kollegen auf Nachfrage, es soll ihr sofort ein Dienstverbot auferlegt worden sein. Wenn ich kein Gespräch beim Kostenträger gesucht hätte, würde ich heute immer noch nicht wissen, wie es weitergeht. Die GPS wollte mich wohl nicht kontaktieren und hat das auch so der Stadt gesagt. Die (die Stadt) könnten mich ja anrufen, wenn es so wichtig wäre. Aha.

Interessanterweise bekam ich aber zwei Schreiben, nachdem meine Beraterin ihren Kollegen die Meinung gegeigt hat:

Eins datiert Ende Oktober, von der Vorgesetzten. Es war eine Art Therapiebericht (obwohl sie mich ja nicht therapiert hat). Es wird überhaupt nicht auf meine Defizite eingegangen, sondern lediglich über die Therapie, die diese Dame ja garnicht mit mir gemacht hat, gefaselt. Diesen solle ich beim Landesamt einreichen, damit ich "endlich meinen Schwerbehindertenausweis beomme". Na, danke. Dann kam Anfang diesen Monats noch ein Abschlussbericht der GPS, so tituliert. Dieser kam nicht vom ATZ, sondern von einer Hauptstelle und war auch dort von einer Person in höherer Position unterschrieben, meinte meine Beraterin. Dort wird mir viel Glück für die Zukunft gewünscht. Anbei ist doch tatsächlich ein weiterer Therapiebericht?! Dieser las sich genauso, wie der schöngeredete Müll, den die Therapeutin immer der Stadt geschrieben hat. Nach drei Seiten lesen weiss ich auch weshalb. Der Bericht ist von ihr unterschrieben und datiert Mitte Oktober. Angeblich hätte sie doch schon seit August Dienstverbot und stünde auch nicht für den Kostenträger, die Klienten oder die Vorgesetzten für jegliche Gespräche oder Leistungen zur Verfügung?

Na, dann brauchen die auch meine Unterlagen nicht mehr. Ich habe einen Zweizeiler aufgesetzt, in dem ich um die Sendung meiner Akte im Original, nicht in Kopie bitte. Alternativ könnte man mir einen Termin zum abholen geben. Das ganze als Einschreiben versendet und gestern den Rückschein erhalten, angenommen von der Vorgesetzten. Da erwarte ich natürlich leider wieder Sabotage. Mein Psychiater findet das ganze recht amüsant und sagt ich darf mich über diese, Zitat, Penner einfach nicht mehr aufregen. Meine Beraterin sagt, sollte die Vorgesetzte jetzt Stress machen, sofort den Kostenträger anrufen und dort noch mal Rückmeldung geben, bevor ich mich über rechtliche Schritte informiere. Das ich jederzeit bei Ärzten meine Krankenakte sehen, kopieren und aushändigen lassen darf, weiss ich. Wie das bei einer Organisation der Art GPS aussieht, weiss ich noch nicht genau.

Die SB entschuldigte sich noch mal bei mir, sie fände das ganze auch äusserst unzufriedenstellend und es tut ihr einfach Leid, was diese Leute mit mir gemacht haben. Sie möchte noch mal die Beraterin anrufen und nach ihrer Sicht fragen. An die Therapeutin werden wir aber nicht mehr rankommen. Nochmal zum Vorstand zu gehen bringt garnichts, wer die Vorgeschichte noch im Kopf hat. Dieser wollte mich ja garnicht mehr dort haben und mir überhaupt einen Therapieplatz anbieten.

Gibt es eine andere Stelle, an der ich mich über diesen Zirkus offiziell beschweren kann? Mir wäre keine bekannt.
 

Infinit

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Heute kam dann die Akte. In welcher alle Berichte und formellen Schriftstücke und Austausche mit der Stadt enthalten sind (alles, was ich selber schon lange habe) aber nicht eine einzige Seite des Therapieinhaltest; sprich keine der Notizen oder Übungen, die ich mit der Therapeutin gemacht habe. Ist das so richtig? Sie hat eine dicke Mappe bei unseren Sitzungen gehabt, in welcher sie unsere Sitzungen, meine Antworten und unsere Übungen dokumentierte. Diese wollte ich eigentlich haben und meinem Psychiater geben.

Interessanterweise ist aber ein Schriftstück enthalten, welches ich so noch nicht hatte. Die Aufforderung des Landesamtes an meine Therapeutin, Auskunft über meine Therapie zu geben. Von 2018. Handschriftlich von ihr zugefügt, es würde noch keinen Therapiebericht geben (auch das war gelogen) und sie würde einen schicken, sobald er geschrieben ist. Standt 2019 immer noch, dass sie es versäumt hat, dem Landesamt nach mehreren Kontaktversuchen Auskunft zu geben.
 

Birt1959

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Gibt es eine andere Stelle, an der ich mich über diesen Zirkus offiziell beschweren kann? Mir wäre keine bekannt.
Frag mal hier - vielleicht können die weiterhelfen. Wenn sie nicht sogar selbst zuständig sind.
 

grün_fink

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Da würde ich eine natürliche Skepsis bewahren. Denn die UPD wurde von Sanvartis gekauft und innerhalb der Gruppe weiter verkauft.
 

Infinit

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Mit der UPD habe ich mich schon mindestens 5 mal ausgetauscht, auch vor dieser ganzen Sache. Schon am Anfang, als ich noch auf Therapeutensuche war. Da konnten die nie weiterhelfen. Als ich dann letztes mal um Rat bzgl. eines Ärztefehlers gebeten hatte, kam auch nur die Rückmeldung, ich sollte der Ärztekammer einen Brief schreiben. Nicht wo hin, nicht wie etwas formulieren, nicht was meine Rechte und Pflichten sind. Garnichts. Als wir das Thema GPS hatten, fühlten die sich dafür nicht zuständig. Auch nicht, als es mit MDK und Kassenärztlicher Vereinigung schief ging.

Oh, und dann kam ein Brief vom VDK. Das Landesamt meint, der Sozialpsychiatrische Dienst wäre mehrmals angeschrieben worden (die Geschichte kennen wir doch?) und hätte nicht reagiert. Als meine Therapeutin dies nicht tat, wurde mir dann eben einfach die Schwerbehinderung abgesprochen. Jetzt steht in dem Brief aber, dass es deswegen noch nicht zum Entscheid gekommen ist und auch nicht kommen wird. Der Anwalt beim VDK hätte den SPD angegeben, als Stelle welche Unterlagen von mir aufbewahrt, die für das Gutachten benötigt werden. Er meinte jetzt zu mir, dass hat er weder gesagt, noch geschrieben. Ich ja auch nie. Der SPD hat auch nichts weiter von mir, als ein einzelnes Diagnoseschreiben. Welches ich schon 2018 eingereicht habe. Also spring ich dort mal rein und bitte die um schnelle Erledigung, auch wenn es doppelt und dreifacher Papierkram ist. Denn so geht das einfach nicht. Ich warte jetzt schon wieder 4 Monate auf das Ergebnis des Wiederspruchs. Sobald das kommt, können wir klagen.
 
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