Wurden mir falsche Infos zwecks Mitwirkungspflicht/Einsicht Krankenakte beim Jobcenter gegeben? (17 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 10, Gäste: 6)

Kerstin_K

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Was bringt es dir, zu dieser seltsamen Therapeutin zu gehen?
 

alteschachtel

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Oktober 2020 zugesprochen. Ist es normal
Jepp!!

Die KV macht leider nach wie vor recht viele Probleme.
Jepp - Du bist in einem Tarif, der die KV nicht erfreut! So schlecht ist der nicht, die √§rztlichen Leistungen ambulant k√∂nnen bis 1,2 Faktor abgerechnet werden und das ist mehr als der Doc. von der GKV bekommen w√ľrde. Dazu ist man auch nicht budgetiert.
Du mu√üt nur einwenig aufpassen, was abgerechnet wird, am besten und das mache ich auch so, die Rechnung einreichen und was erstattet wird dem Doc. auch nur √ľberweisen.
Im Heilmittelbereich mu√üte auch einwenig aufpassen, am besten ist, man t√§tigt vorab schriftlichen Antrag auf Kosten√ľbernahme. Telefonisch sollte man es nicht tun, denn die Burschen nebst Burschinen erz√§hlen schon mal Unfug, der dann eventuell dazu f√ľhrt, das Rechnungen nicht erstattet werden.
 

Infinit

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Was bringt es dir, zu dieser seltsamen Therapeutin zu gehen?
Sowohl meine Beraterin dort als auch mein Psychiater meinten, wenn ich die Therapie abbreche, w√ľrde das sehr schlecht aussehen. Ich w√ľrde dann wahrscheinlich, Erfahrungsgem√§ss, nicht mehr als Leistungsunf√§hig (und sp√§ter mal Erwerbsunf√§hig) vom Amt gesehen werden und auch mein Antrag auf Kindergeld w√ľrde dann sicher abgelehnt werden, da es mir dann wohl so gut zu scheinen ginge, dass ich die Therapie nicht mehr brauche. So nach dem Motto, wenn sie die Therape nicht machen will, kann sie auch arbeiten gehen. Genau das gleiche sagte man mir beim VDK f√ľr den SBA, so wie das bis jetzt gelaufen ist. Abgesehen davon, dass ich diese Geschichte mittlerweile gut von anderen Autisten kenne, die einfach riesen Schwierigkeiten gehabt haben, einen Therapieplatz √ľberhaupt zu bekommen... Denke ich schon, dass gerade im Bezug auf die √Ąusserung ich h√§tte ja angeblich den Realschulabschluss, also kann ich nicht schwerbehindert sein, die da leider alle mit Recht haben.

Du mu√üt nur einwenig aufpassen, was abgerechnet wird, am besten und das mache ich auch so, die Rechnung einreichen und was erstattet wird dem Doc. auch nur √ľberweisen.
Da √Ąrzte schon versucht haben, sowohl mich, als auch die Kasse zu betr√ľgen, achte ich da schon recht gut drauf. Das JC hat anstandslos den Tarifwechsel genehmigt und √ľberweist die Geb√ľhr direkt an die KV. Habe jetzt zwei Arztrechnungen bekommen, welche die KV mit 0‚ā¨ √ľbernommen hat. Da wird seit heute morgen hinterhertelefoniert, aber ich werde immer wieder von Mitarbeitern weggedr√ľckt. Schriftlich hat es bisher auch nicht geklappt. Ich habe extra Termine abgesagt und erst dann wieder wahrgenommen, nachdem ich die Zusage der KV zum Tarifwechsel hatte. Gerade damit das hier nicht passiert. Diese Rechnungen kann ich so oder so nicht bezahlen. Es ist zum Kotzen, aber zur Not muss das dann mit in die Insolvenzmasse und dann habe ich es mir leider mit behandelnden √Ąrzten verscherzt.
 

Infinit

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Also, habe jetzt vom VDK die komplette Kopie der Begr√ľndung Ablehnung meines Neufeststellungsantrages bekommen. Darin wird sich darauf bezogen, dass meine Autismustherapeutin "trotz Nachfrage meine eigenen √Ąusserungen zu meinen Schwierigkeiten im Alltag nicht best√§tigt hat". Ob sie garnicht geantwortet oder totalen K√§se erz√§hlt hat, steht dort nicht weiter beschrieben. Aber daran macht die √Ąrztin, die ein Gutachten durch meine Akte erstellte fest, dass ich weitergehend nur sehr leichte Anpassungsschwierigkeiten h√§tte und nicht schwerbehindert sei. Obwohl mein Psychiater jetzt an das Landesamt schrieb, dass mindestends ein GdB 50 angebracht gewesen w√§re bei der Erstbeantragung 2017 und heute eigentlich zu wenig ist. Meine PTBS und die ADS seien ja nach wie vor "irrelavant f√ľr den GdB" und w√ľrden meinen Gesundheitszustand, nach dieser √Ąrztin, keines Weges verschlechtern. Da sich meine Therapeutin so quer gestellt hat, habe ich jetzt nat√ľrlich f√ľr die letzten beiden auch keine weiteren Befunde, bis auf meine Diagnosen. Welche dem Landestamt nicht reichen.

So viel zum Thema meine Therapeutin darf nichts und kann nichts schreiben und wenn sie es tun w√ľrde, w√ľrde mir das niemals helfen, da sie "nur Psychologin und keine Psychiaterin" ist und das Amt "sie garnicht ernst nehmen w√ľrde". Und einer ihrer Mitarbeiter meinte zu mir, es gibt von keinem Chef diese angebliche Anweisung, dass keine Schreiben f√ľr Klienten und Patienten erstellt werden d√ľrfen. Auf diesen ganzen Unfug muss ich sie nat√ľrlich ansprechen. VDK meint auch, letzter Widerspruch ist jetzt nur noch Formsache und wir m√ľssen vor Gericht. Das ist mal wieder √§usserst bl√∂d gelaufen. Ich wollte meinen SBA jetzt endlich nach zwei Jahren haben, bevor ich mich Ende des Jahres wieder mit dem JC auseinandersetzen muss. Das jetzt noch mal dem Vorstand zu melden bringt null, denn damals hatte ich gegen die erste Therapeutin, bei der ich untergekommen bin, formell und unter Zeugen sehr sachlich und h√∂flich Beschwerde eingereicht. Seitdem bin ich dort sowieso durch und habe den Therapieplatz nach langem hin und her lediglich auf Druck der Sachbearbeiterin der Stadt bekommen, nachem mir mitgeteilt wurde, ich w√ľrde dort nie wieder einen Termin bekommen.

Ich weiss, nachdem ich sie jetzt lange kenne, dass das Verhalten meiner Therapeutin nichts mit dem obrigen zu tun hat und einfach auf Naivität und Inkompetenz durch komplette Unerfahrenheit beruht. Trotzdem hat es total seinen Zweck verfehlt, die Therapie verschlechtert meinen Gesundheitszustand nur noch.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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In diesem Fall wiederhole ich mich gern... Such dir nen vern√ľnftigen Therapeuten und sch*** auf diese seltsame Institution mit angeblicher Autismusspezialisierung.
 

Infinit

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Liebend gerne, Caye. Wir haben aber nur diese Therapiestelle. Mir wurde eine Liste aller Therapeuten der Umgebung ausgeh√§ndigt. Ich habe doch alle mehrfach durchtelefoniert, kein anderer arbeitet mit erwachsenen Autisten. Und mein Psychiater, welcher Spezialist ist, bietet nur Begleitung f√ľr Leute, welche er diagnostiziert an. Keine Therapie.

Ich habe einfach Bammel, dass wenn ich die Therapie beende, mir daraus ein Strick gemacht wird. Sei es dann n√§chstes mal vom √ĄD oder sp√§ter mal beim MDK. Ich m√∂chte nicht wie jemand wirken, der keinen Bock auf Therapie hat oder dem es heimlich sehr viel besser geht, als behauptet. Und bis jetzt war es bei jedem, den ich kenne so: Keine Therapie - Keine Kooperation.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Du hast doch genug andere Baustellen, such dir einen darauf spezialisierten Therapeuten.
Du bist da so auf den Autismus fixiert, aber ich denke, man wird eigentlich gar nicht differenzieren können, welches Problem von welcher Erkrankung kommt.
Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass einige Therapeuten vor deiner ganzen Sammlung an Diagnosen zur√ľckschrecken, das macht ja auch sicher alles komplizierter. Daher w√ľrde ich das nicht gerade alles im ersten Telefonat oder in der ersten Mail auflisten, sondern eher die Einschr√§nkungen benennen, an denen du gerade am dringendsten arbeiten willst. Wenn man sich erstmal pers√∂nlich kennen lernt, kann man auch eher besprechen, ob man zusammen arbeiten kann.

Hast du eigentlich einen Psychiater oder einen kooperativen Hausarzt? Habe den Thread hier so gar nicht mehr im Kopf.

Gar nicht in Behandlung sein ist ung√ľnstig, ja. Andererseits ist es kein Geheimnis, dass es nicht so leicht ist, einen Therapeuten zu finden. Wenn da also Behandlungspausen entstehen, wird das niemanden wundern.
Wäre halt gut, zumindest Hausarzt oder Psychiater zu haben, die die Probleme dokumentieren.
Sowohl bei Autismus als auch bei ADS ist ja gar nicht zwingend eine Behandlung n√∂tig - das erschwert nat√ľrlich die M√∂glichkeiten, die Einschr√§nkungen, die man dadurch hat, auch nachzuweisen.
 

Infinit

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Das traurige ist ja, dass ich auch durchgehend seit 2 1/2 Jahren versuche, in der Traumatherapie unterzukommen. Das letzte mal im Juli. Auch da habe ich wieder zwei verschiedene Listen (ca. 50 Therapeuten) abtelefoniert. Und keiner wollte mich bisher auch nur auf die Warteliste setzen, da die wenigen, die Traumatherapie anbieten, v√∂llig √ľberrant sind und die anderen damit nicht arbeiten k√∂nnen oder wollen. Ich erw√§hne niemals beim Vorstellen, welche Diagnosen ich alle habe und fokusiere mich immer auf das, was gerade anliegt. Einen Therapeuten, welcher nicht Trauma-informiert ist hierf√ľr zu nehmen, ist unverantwortlich. Gut, dass weiss ich, dass weiss auch mein Psychiater und da muss ich es dann halt weiter versuchen. Warum die sich aber alle weigern, mit Autisten zusammen zu arbeiten, versteh ich nicht. Und ja, mein Psychiater ist Autismusspezialist. Bietet aber keine Therapiepl√§tze an, sondern nur Begleitung. Deshalb kann ich dort weder eine Autismustherapie, noch eine Traumatherapie machen. Was sehr schade ist, da wir uns gut verstehen.

Nachdem ich mich gegen eine Verletzung der √§rztlichen Schweigepflicht wehren wollte, hatte mir mein letzter Hausarzt eines Tages mitgeteilt, meine Akte aus seinen Unterlagen entfernt zu haben. Und seitdem finde ich keinen neuen, wir haben lokal Aufnahmestopp. F√ľr Autismus und PTBS reise ich nat√ľrlich durch das Bundesland, aber f√ľr einen Hausarzt kann ich mir das nicht finanziell erlauben. ADS wurde vom Landesamt trotz 5 Saitigem Befund von einem Klinikleiter, ich zitiere, als nicht klinisch relevant und √ľberhaupt nicht meinen Gesundheitszustand verschlechternd tituliert. Das gleiche gilt wortgleich f√ľr meine komplexe PTBS und meine ganzen Befunde von Fach√§rzten und alten Haus√§rzten. Daher sehe ich es momentan garnicht mehr als hilfreich, sollten die jetzt alle vom Himmel fallen und ich einen behandelnden Haus- oder weiteren Facharzt zum benennen haben.
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Okay, du hast zumindest einen behandelnden Psychiater, das reicht. Damit bist du "in Behandlung".
Das mit den Traumatherapeuten kenne ich gut. Ich fahre zu meinem 120km. Pro Strecke. Und ja, ich kann mir auch gut vorstellen, dass dein Autismus die Therapie verkompliziert. Die Therapie arbeitet ja mit zwischenmenschlichen Beziehungen, und da bist du nicht "normal". Da muss der Therapeut seine Herangehensweise anpassen, das traut sich wohl nicht jeder zu. Aber du wirkst jetzt auch nicht gerade besonders "unnormal", also sollte das ja wohl machbar sein.

Ein Hausarzt w√§re zwar gut f√ľr den grippalen Infekt zwischendurch, aber f√ľr alles, was deine Psyche betrifft, brauchst du den nicht.

Hattest du dem Verschlechterungsantrag bzw. dem Widerspruch einen "Jammerlappen" beigelegt?

Dass das ADS bei den anderen Diagnosen nicht mehr viel ausmacht, kann ich nachvollziehen. Aber dass die PTBS nicht bewertet werden soll, ist echt totaler Blödsinn.

Eigentlich w√ľrde ich dir zur Klage raten, weil ich die Methode "abwarten und in zwei, drei Monaten einen neuen Verschlechterungsantrag stellen" falsch und bl√∂dsinnig finde.
Andererseits dauert die Klage halt mit Pech mehr als ein Jahr und an der Schwerbehinderung hängt ein möglicher Wechsel in die GKV, was in deiner Lage ja ziemlich gut wäre.
 

Infinit

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Heute noch mal mit einer Vertrauensperson dort gesprochen, mit jemand Rangh√∂herem. Ja, meine Therapeutin darf mir nat√ľrlich mit √Ąmtern, in Form von Schriftst√ľcken, helfen und sollte es wohl auch. Es gibt von der Organisation selber aus keine Anweisung, dies zu unterlassen. Sie schob ja immer nur vor "mein Vorgesetzter hat gesagt, ich darf das nicht". Nun erfahre ich heute... Dieser Vorgesetzte ist doch tats√§chlich die erste Therapeutin, gegen die ich beim Vostand formell Beschwerde eingereicht habe! Ob meine Therapeutin √ľberhaupt jemals nachgefragt hat, ob sie mir Schreiben ausstellen darf und mein Anliegen wahrscheinlich wegen meiner Beschwerde abgelehnt wurde, oder ob sie l√ľgt und einfach nicht helfen m√∂chte, werde ich wohl nie erfahren.

Meine Beraterin riet mir jetzt telefonisch, ich solle einen Termin mit dem Kostentr√§ger ausmachen, meinen Fall erkl√§ren und anfragen, ob die sich bei Therapiewechsel an den Fahrtkosten beteiligen w√ľrden. N√§chster Therapieplatz (wenn √ľberhaupt frei) w√§re dann 60km entfernt. Ich soll der Stadt vielleicht ein Schlichtungsangebot machen, dann vielleicht statt vier mal, nur zwei Mal im Monat zur Therapie zu gehen. Ich sehe meine Beraterin pers√∂nlich aber erst in einem Monat, also muss ich das jetzt alles erst mal alleine ausmachen. Meinen n√§chsten Therapietermin habe ich erst mal abgesagt. Ich m√∂chte erst mal mit der Sachbearbeiterin alleine √ľber das alles reden, bevor wir wieder die Psychologin (und ihren "Vorgesetzten") mit ins Boot holen.

Das lief letztes Mal von Seiten des Vorstandes so ab: "Wir haben dar√ľber mit Frau X gesprochen. Sie sieht das alles nicht so. Ich denke, es w√§re besser, wenn Sie hier nicht mehr anrufen und sich wo anders etwas suchen. Hier haben wir keinen Platz f√ľr Sie". Davor teilte mir meine ehemalige Therapeutin mit: "Selbst wenn sich hier jemand im Haus finden sollte, der einen Termin f√ľr Sie frei h√§tte, und ich w√ľsste nicht wer das sein sollte... Letzendlich bin es immer noch ich, die hier die Termine vergibt. Und wenn Sie hier anrufen, dann haben Sie mich am Telefon." Ich meine zu wissen, wie das hier ausgehen wird. Das war sehr entt√§uschend. Werde es alles meinem Psychiater diesen Monat mitteilen und hoffen, dass er vielleicht in Zukunft ein bisschen mehr Zeit f√ľr mich hat, jetzt wo er wahrscheinlich ab bald erst mal alleine die Verantwortung f√ľr meine Behandlung tragen wird.

Hattest du dem Verschlechterungsantrag bzw. dem Widerspruch einen "Jammerlappen" beigelegt?
Wenn ich dich da richtig verstehe: Psychiater, VDK und GPS rieten, zus√§tzlich zu meinen neuen Diagnosen und Befunden noch eine eigene Stellungnahme beizuf√ľgen, wie ich mich im Alltag eingeschr√§nkt sehe. Das habe ich sofort beim Verschlechterungsantrag getan und jetzt noch mal eine √§rztliche Stellungnahme meines Psychiaters im Widerspruch beigelegt. Da meine Psychologin sich seit zwei Jahren weigert, mir hier schriftlich zu helfen, kam dementsprechend die Antwort des Landesamtes, dass meine Therapeutin diese Aussagen nicht st√ľtzen w√ľrde und ich demnach nicht in meinem Alltag schwer eingeschr√§nkt sein kann. Die Therapiebefunde, die die GPS f√ľr den Kostentr√§ger schreibt, seien nicht ausreichend.

Wozu ich da auch sagen muss, dass meine Therapeutin klar und deutlich mehrfach erw√§hnte, diese m√ľssen positiv und nicht Defizitorientiert geschrieben werden, sonst w√ľrde ich keine Kosten√ľbernahme bekommen. Mir wurde auch beim Termin mit der Sachbearbeiterin geraten, anzugeben ich w√ľrde riesen Fortschritte in der Therapie machen. Das ist nat√ľrlich alles nicht so. Alleine deswegen sehe ich dem Termin mit der SB mit etwas Bammel gegen√ľber. Sie ist sehr freundlich und hat sich um mein Anliegen gek√ľmmert, also m√∂chte ich nicht, dass Sie denkt ich w√§re undankbar oder ich h√§tte Sie von mir aus angelogen, nur weil meine Psychologin mich da unter Druck gesetzt hat.

Dass das ADS bei den anderen Diagnosen nicht mehr viel ausmacht, kann ich nachvollziehen. Aber dass die PTBS nicht bewertet werden soll, ist echt totaler Blödsinn.
Das war ein totaler Schlag ins Gesicht. Mein Psychiater sch√ľttelte den Kopf. Auch der Anwalt beim VDK meinte, es gibt bei denen auch Leute, die "nur" mit PTBS schon einen GdB von 50 bekommen haben.

Eigentlich w√ľrde ich dir zur Klage raten, weil ich die Methode "abwarten und in zwei, drei Monaten einen neuen Verschlechterungsantrag stellen" falsch und bl√∂dsinnig finde.
Andererseits dauert die Klage halt mit Pech mehr als ein Jahr und an der Schwerbehinderung hängt ein möglicher Wechsel in die GKV, was in deiner Lage ja ziemlich gut wäre.
Ja, wir m√ľssen dieses mal auch klagen. M√ľssen halt jetzt noch den Widerspruch abwarten, bevor wir vors Sozialgericht gehen k√∂nnen. Leider meinte der VDK, wird das auch wieder 1-2 Jahre dauern, bis der Fall verhandelt wird. Und die rieten mir 2017, ich m√ľsse 1 Jahr (!) warten, bevor ich einen weiteren Antrag stelle. Sonst w√ľrde der angeblich, Erfahrungsgem√§ss, sofort abgelehnt werden. Das tat ich dann auch, war wohl ein Fehler.

Die PKV meinte, ich komme unter keinen Umst√§nden mehr in die GKV; es sei denn, ich w√ľrde wo zum Arbeiten angestellt werden. Habe mich ja auch w√§hrend dessen von mehreren GKV beraten lassen. Da sind die sich alle einig. Ich h√§nge jetzt in deren Basistarif fest, und das auch nur, da das JC den √ľbernehmen musste und ich sonst Eigenbeteiligung in meinem alten Tarif gehabt h√§tte und ich schilderte, dass ich diese nicht bezahlen k√∂nnen werde.
 
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Gelöschtes Mitglied 28373

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Werde es alles meinem Psychiater diesen Monat mitteilen und hoffen, dass er vielleicht in Zukunft ein bisschen mehr Zeit f√ľr mich hat, jetzt wo er wahrscheinlich ab bald erst mal alleine die Verantwortung f√ľ
Das ist im Normalfall machbar.
H√§ttest du schonmal Ergotherapie? Kann der Psychiater verordnen und ist eine gute Hilfe f√ľr den √úbergang.

N√§chster Therapieplatz (wenn √ľberhaupt frei) w√§re dann 60km entfernt. Ich soll der Stadt vielleicht ein Schlichtungsangebot machen, dann vielleicht statt vier mal, nur zwei Mal im Monat zur Therapie zu gehen.
Wenn die Krankenkasse die Fahrtkosten√ľbernahme ablehnt, muss das JC die Fahrtkosten tragen (wiederkehrender au√üergew√∂hnlicher Bedarf oder so √§hnlich hei√üt das). Muss man nat√ľrlich durchboxen.

Wozu ich da auch sagen muss, dass meine Therapeutin klar und deutlich mehrfach erw√§hnte, diese m√ľssen positiv und nicht Defizitorientiert geschrieben werden, sonst w√ľrde ich keine Kosten√ľbernahme bekommen. Mir wurde auch beim Termin mit der Sachbearbeiterin geraten, anzugeben ich w√ľrde riesen Fortschritte in der Therapie machen.
Das kenne ich genau andersherum. Mein Therapeut sagt immer, dass er mich nicht so "krank" sieht, wie er mich f√ľr solche Dinge beschreibt.

Was f√ľr ein SB denn? Tr√§gt wer anders als die KK die Kosten f√ľr deine Therapie?

die "nur" mit PTBS schon einen GdB von 50 bekommen haben.
Mehr als 50 allein mit komplexer PTBS. Geht. Kann ich bestätigen. ;-)

Leider meinte der VDK, wird das auch wieder 1-2 Jahre dauern, bis der Fall verhandelt wird. Und die rieten mir 2017, ich m√ľsse 1 Jahr (!) warten, bevor ich einen weiteren Antrag stelle. Sonst w√ľrde der angeblich, Erfahrungsgem√§ss, sofort abgelehnt werden. Das tat ich dann auch, war wohl ein Fehler.
Ja, vor dem SG dauert das so lange.
Ob der Verschlechterungsantrag vorher Erfolg gehabt hätte, keine Ahnung. Der Weg ist normal eh Blödsinn.
Wenn jetzt erst noch der Widerspruch läuft, besteht zumindest eine geringe Chance, dass das nochmal anders bewertet wird.
Aber ich vermute auch, dass diese "Therapeutin" dir das kaputt gemacht hat.

Die PKV meinte, ich komme unter keinen Umst√§nden mehr in die GKV; es sei denn, ich w√ľrde wo zum Arbeiten angestellt werden. Habe mich ja auch w√§hrend dessen von mehreren GKV beraten lassen. Da sind die sich alle einig. Ich h√§nge jetzt in deren Basistarif fest, und das auch nur, da das JC den √ľbernehmen musste und ich sonst Eigenbeteiligung in meinem alten Tarif gehabt h√§tte und ich schilderte, dass ich diese nicht bezahlen k√∂nnen werde.
Es gibt ein Sonderwechselrecht f√ľr drei Monate, wenn ein GdB √ľber 50 festgestellt wird. Man darf in die GKV wechseln, wenn man selbst oder ein direkter Verwandter (Eltern, Ehepartner oder Kinder) in den letzten f√ľnf Jahren mindestens drei Jahre gesetzlich versichert war.
Die Krankenkassen haben verschiedene Altersgrenzen zwischen 30 und 50, aber die sind ja f√ľr dich kein Problem.
Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass dich dazu weder PKV noch GKV korrekt beraten haben. Aber du wirst selbst besser wissen, ob du diese Voraussetzung selbst oder durch deine Eltern erf√ľllst.
 

Infinit

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Mit Ergotherapie habe ich mich noch nie auseinandergesetzt. Werde ich mich mal reinlesen. Ich habe bis jetzt ja auch noch nicht meinen Therapieplatz aufgegeben, √ľberlege mir diese und n√§chste Woche gut, wie ich das in naher Zukunft regeln werde und hoffe, dass die SB mit mir eine L√∂sung findet. Bevor ich jetzt der Therapeutin im Voraus vor den Kopf stosse.

Was f√ľr ein SB denn? Tr√§gt wer anders als die KK die Kosten f√ľr deine Therapie?
Ja, bei uns bewilligt das die Stadt. Dann bekommt man einen SB zugeteilt. Sonst muss man die Kosten komplett selber zahlen. PKV √ľbernimmt das nicht, und nach Aussage von Leidensgenossen, deren GKV auch nicht. Es hat hier und in Umgebung aber jeder, der in Autismustherapie ist, diese von der Stadt schlussendlich bewilligt bekommen.

Es gibt ein Sonderwechselrecht f√ľr drei Monate, wenn ein GdB √ľber 50 festgestellt wird. Man darf in die GKV wechseln, wenn man selbst oder ein direkter Verwandter (Eltern, Ehepartner oder Kinder) in den letzten f√ľnf Jahren mindestens drei Jahre gesetzlich versichert war.
Die Krankenkassen haben verschiedene Altersgrenzen zwischen 30 und 50, aber die sind ja f√ľr dich kein Problem.
Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass dich dazu weder PKV noch GKV korrekt beraten haben. Aber du wirst selbst besser wissen, ob du diese Voraussetzung selbst oder durch deine Eltern erf√ľllst.
Das wusste ich nicht! Habe ich mir sofort notiert. Sollte es mit dem SBA dann jetzt endlich bald klappen, werde ich dementsprechend versuchen, mich da durchzuwuseln. Muss auch ehrlich sagen, dass ich im Moment garnicht mehr selber weiss, ob Basistarif PKV oder wieder GKV f√ľr mich besser w√§ren. Wobei ich nat√ľrlich in der GKV nicht mehr den Stress mit Kosten√ľbernahme und Rechnungen und Tarifen etc. habe.
 
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H4H-OF

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Es geht bei dem Angebot einer EGV nicht ums Verwahren, sondern um ein Pr√ľfen und Verhandeln.
dem möchte ich mich anschließen.

immer erst versuchen, das was man will (oder nicht will), zu verhandeln.

wenn einem das nicht in ausreichendem maß gelingt, kann man immer noch keinen vertrag unterschreiben und auf den bescheid warten. das ist dann plan B.

du solltest aber miteinberechnen, dass der widerspruch dagegen nicht heißt, dass du dadurch irgendwas machen darfst (oder nicht machen musst), denn der widerspruch hat keine aufschiebende wirkung.

hinzu kommt folgendes: wer nicht verhandelt, zeigt damit, dass er selbst nicht wei√ü, was er will (oder nicht will) und begibt sich in die opferrolle, was f√ľr zuk√ľnftige kaffekr√§nzchen im l√ľgencenter nicht gerade g√ľnstig ist.

rechne auch damit, dass du durch verhandlungen m√∂glichweise eine positive √ľberraschung erlebst, und man dich endlich ernst nimmt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

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Mit Ergotherapie habe ich mich noch nie auseinandergesetzt. Werde ich mich mal reinlesen. Ich habe bis jetzt ja auch noch nicht meinen Therapieplatz aufgegeben, √ľberlege mir diese und n√§chste Woche gut, wie ich das in naher Zukunft regeln werde und hoffe, dass die SB mit mir eine L√∂sung findet. Bevor ich jetzt der Therapeutin im Voraus vor den Kopf stosse.
Bei der Ergo m√ľsstest du schauen, dass du jemanden mit Erfahrung bei psychischen Erkrankungen erwischst. Das hat nicht jeder Ergotherapeut.
Dieser bl√∂den "Therapeutin" w√ľrd ich eher woanders hin sto√üen...

Ja, bei uns bewilligt das die Stadt. Dann bekommt man einen SB zugeteilt. Sonst muss man die Kosten komplett selber zahlen. PKV √ľbernimmt das nicht, und nach Aussage von Leidensgenossen, deren GKV auch nicht. Es hat hier und in Umgebung aber jeder, der in Autismustherapie ist, diese von der Stadt schlussendlich bewilligt bekommen.
Okay, das liegt dann wohl an der Autismustherapie. Normalerweise l√§uft Psychotherapie √ľber die KK.

Muss auch ehrlich sagen, dass ich im Moment garnicht mehr selber weiss, ob Basistarif PKV oder wieder GKV f√ľr mich besser w√§ren. Wobei ich nat√ľrlich in der GKV nicht mehr den Stress mit Kosten√ľbernahme und Rechnungen und Tarifen etc. habe.
Im Basistarif hast du nichts davon, privat versichert zu sein, weil die PKV dann nur exakt das bezahlt, was die GKV bezahlen w√ľrde.
Wenn du nicht chronisch krank w√§rst und abzusehen w√§re, dass du bald beruflich wieder Fu√ü fasst und in einen anderen Tarif zur√ľckwechseln kannst, k√∂nntest du dar√ľber nachdenken, in der PKV zu bleiben, aber so...

Der Wechsel geht nur in den ersten drei Monaten nach der Feststellung der Schwerbehinderung. Ansonsten kriegst du die Gelegenheit nicht wieder, so lange du keine Arbeit hast.

Ich w√ľrd es auf jeden Fall machen.
 

Infinit

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Ich kotz mich mal aus. Was anderes ist dieser Post nicht.

Heute beim Psychiater gewesen. Habe ihm Kopien von der Begr√ľndung f√ľr die Ablehnung meines Verschlechterungsantrages auf Schwerbehinderung, sowie die Begr√ľndung der Amts√§rztin vorgelegt. Das er mir f√§lschlicherweise den Realschulabschluss attestiert hat, hat er sofort eingesehen und fertigt mir eine Korrektur zur Vorlage an, wobei er nat√ľrlich auch meinte, dass die ganze Begr√ľndung einfach nur eine Provokation ist. Ich k√∂nnte nicht soziale Anpassungsschwierigkeiten haben, da Autismus "erst" im Alter von so und so diagnostiziert wurde, fand er recht beleidigend, da viele (gerade weibliche Autisten) erst sp√§ter oder eben garnicht diagnostiziert werden, wobei es auch immer relativ ist, was sp√§t ist. Wenn ich nicht diagnostiziert w√§re, h√§tte ich nichts, worauf ich mich beim Amt beziehen k√∂nnte, es w√ľrde aber ja nichts an meinem Neurotyp √§ndern und die Gegebenheiten w√§ren identisch. Selbst wenn ich den Realschulabschluss erreicht h√§tte, w√§re dieser nach seiner Aussage √ľberhaupt kein Indiz, f√ľr eine gute Anpassung. Nur mit PTBS hat er Patienten, die einen GdB von 50 und mehr haben. Als er las, dass das Amt behauptet, meine Diagnosen w√§ren irrelevant f√ľr den SBA, sagte er wortw√∂rtlich "Was f√ľr exkrement Penner!". Er erlebe es √∂fter, dass die hartn√§ckig seien, aber noch nie so.

Die versuchen das jetzt so zu drehen, dass ich mich im Jahr 2017 entschieden habe, auf ein mal krank zu sein und meine bisherigen Diagnosen zu meinem politischen Vorteil zu nutzten, denn davor sei es, nach deren Sicht, wohl auch gut gegangen? Dabei schrieb mein Psychiater denen extra, dass diesen st√§ndige Zwingen, 24 Stunden am Tag, so weit es geht normal zu wirken und unauff√§llig zu sein, mich aus seiner professionellen Sicht kaputt machen w√ľrde. Das ich deshalb auch damals die Schule abgebrochen habe und mich nur mit Ach und Krach durchgeschlagen habe.

Ebenfalls habe ich ihm alles erz√§hlt, was sich mit meiner Therapeutin so angesammelt hat. Wir hatten das Thema schon √∂fters, aber ich hab ihm jetzt mal die gesamte Geschichte erz√§hlt. Meine erste Therapeutin dort, wie sie mich angeschrien und bedroht hat, die formelle Beschwerde, dass der Vorstand mir nach dem Einreichen auf den Anrufbeantworter sprach ich w√ľrde niemals in der Organisation unterkommen, dass meine jetzige Therapeutin mir versprochen hat, mir bei Antr√§gen und Beh√∂rden zu helfen, mir zugesichert hat, Schreiben aufzusetzen, und mir dann beim n√§chsten Termin erz√§hlte, sie h√§tte ihre Meinung ge√§ndert, oder ihr Vorsitzender h√§tte es verboten. Das ich mich erkundigt habe, wer genau dieser Vorsitzende ist und dass ich nach so einem Verbot (welches ihrer Aussage nach jedem Mitarbeiter gemacht wurde) mit ihren Kollegen gesprochen habe. Das der Vorstand keinen Kontakt von mir W√ľnscht und ich so nicht offiziell Beschwerde einreichen kann. Das der Autismusverband Niedersachsen mir in 4 Jahren nocht nicht ein mal irgendwo bei helfen konnte. Das sie "Hochachtung" vor √Ąrzten h√§tte, welche meine Diagnosen anzweifeln oder mir keine Medikamente verschreiben, da sie offensichtlich sehr aufmerksam und skeptisch w√§ren. Das sie einfach nur entsetzt ist, dass ich meinen Autismus als Extrem aus H√∂hen und Tiefen, aber nicht als Krankheit, welche ich heilen muss sehe. Das sie nicht weiss, was Stimming, Hyperfokus, Spezialinteressen, etc. sind und ich ihr das alles immer wieder erkl√§ren muss. Als Psychologin in einem Autismuszentrum! Das sie sich geweigert oder es vers√§umt hat, dem Amt Auskunft zugeben, obwohl sie seit 2017 weiss, dass ich das alles beantragt habe. Das sie recht viel dazu beigetragen hat, dass ich jetzt bald vor das Sozialgericht ziehen muss. Die Terminbegleitung, die mir zugesichert wurde. Das ich dann am Abend vorher angerufen worden und gefragt worden bin, ob die Begleitung denn auch wirklich mitkommen muss. Das ich dann selber mit Bus und Zug in fremden St√§dten unter Zeitdruck Termine wahrnehmen musste, weil die GPS mich hat sitzen lassen.

Er hat einfach nur gelacht, als ich ihm vorgelesen habe, was meine Therapeutin bis jetzt so alles zu mir gesagt hat. Das ich ja vielleicht garkein Autist bin, da ich traumatisiert bin. Das die Diagnostik vielleicht wiederholt werden sollte. Als ich sie dann gebeten habe, meinen Psychiater, welcher die Autismusambulanz einer Klinik leitet, darauf anszusprechen, hat sie sich nicht getraut. Lustigerweise meinte sie beim Termin davor, ich w√§re ein Beispiel f√ľr Autismus wie aus den Textb√ľchern. Das ich wahrscheinlich, Zitat, durch mein Trauma eine multiple Pers√∂nlichkeitsst√∂rung h√§tte... Also da ist es mir bei hoch gekommen. Solche Sachen, plus Schizophrenie, werden in der Autismusdiagnostik ausgeschlossen. Als ich sie dann fragte, wo ich denn zur Diagnose meiner angeblichen multiplen Pers√∂nlichkeitsst√∂rung hin soll, hat sie mich auch nur sparsam angeguckt. Das sie sich seit zwei Jahren weigert, mir bitte etwas √ľber meine komplexe PTBS schriftlich zu geben (diagnostiziert ist diese gl√ľcklicherweise schon von wo anders), da diese auch Inhalt meiner Therapie ist. Das sie mich beim JC voll auflaufen hat und es riskiert hat, dass ich in die Vermittlung komme, weil sie mir Arbeitsunf√§higkeitsbescheinigungen sofort versprochen und dann innerhalb von 24 Stunden ihre Meinung ge√§ndert hat. Tausend Antr√§ge und Telefonate, bei denen sie mir von sich aus zugesichert hat, zu helfen. Der teilweise leicht schwachsinnige Inhalt der Therapie, der eigentlich eher f√ľr Patienten welche 20 Jahre j√ľnger sind als ich, gedacht ist. Das sie meine Mutter in den Elterngesprechen auch √∂fters angelogen hat, oder vielleicht doch einfach nur ein l√∂chriges Ged√§chtnis hat. Das ich nur so lange in Therapie geblieben bin, weil sich zwei Leute richtig f√ľr mich eingesetzt haben, so das ich endlich zu meinem Recht gekommen bin.

Er sagt zu mir, meine Therapeutin w√ľrde mir Steine in den Weg legen, wo sie sie wegnehmen sollte und das ich es schon schwer genug h√§tte. Er sei sehr entt√§uscht und wird das Autismuszentrum in Zukunft nicht mehr seinen Patienten empfehlen. Er meinte auch, von meiner ersten Therapeutin h√∂rt man immer wieder, wie gemein sie zu Klienten ist und das einige schon wegen ihr die Therapie abgebrochen haben (ich selber kenne auch jemanden, der sich dann alternativ hat einweisen lassen, da wir hier sonst kein Autismustherapieangebot haben). Es ist Wahnsinn, aber mein Psychiater meint, diese Therapie schadet meine Gesundheit und ich sollte mir gut √ľberlegen, sie abzubrechen und dann auch zuk√ľnftig komplett mit der GPS durch zu sein. Er hat mir die n√§chsten Autismuszentren und psychologischen Praxen gezeigt, da er halt keine ambulante Therapie anbieten darf.

Ich weiss diese Dinge ja eigentlich selber, aber es war trotzdem sch√∂n, sie von jemandem zu h√∂ren der A) zwar aussenstehend ist, aber B) genug Berufserfahrung hat, um die ganze Situation beurteilen zu k√∂nnen. Jetzt kann ich mit mehr Selbstbewusstsein als je mit dem Kostnetr√§ger offen sprechen. Auch wenn ich wie in undankbares Arschloch wirke, oder wie jemand der Geschichten dramatisiert. Dann ist es halt so. Ich habe mir eine Liste geschrieben, mit allen Sachen die dann und dann gesagt und gemacht worden sind. Mir kann das nicht mehr helfen, aber vielleicht mag die Stadt sich dann auch nach Alternativen f√ľr Klienten umsuchen, wenn es wiederholt zu Beschwerden kommt. Und was ich auf jeden Fall wieder machen werde, ist meine liebe Beraterin dort namentlich loben. Das tat ich schon mehrfach. Auch heute beim Psychiater wieder. Sie m√∂chte mir √ľbrigens demn√§chst beim Kindergeldantrag helfen.

So, Kotze Ende.
 
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Kerstin_K

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Mir stellen sich gerade ein paar Fragen.

Autismus ist f√ľr nicht-Autisten ja etwas schwer zu verstehen und dass es virlr Verschiedene Erschinungsformwn gibt, das mat es nicht leichter.

Ich hatte eine zeit lang Kontakt zu eier Frau, bei der der Autismus ert mach dem 40. Lebensjahr festgestellt wurde. Die sagte mir, dass ie keien Autismus-tehrapie will, weil Autismus eigentlich keine Krankheit ist, sondern Autisten sind einfach nur neurologisch anders verdrahtet. Autismuss therapie verband sie mit einer Art Zwang und Dressur zu bestimmten "normalen" Verhaltensweisen. Ihr wurde von Dr. Vogeley, das ist wohl der Autismuspapst f√ľr erwachsene Autisten in Deutschland, der auch eine Autismusambulanz leitet, zu einem Sozialkompetenztraining geraten.

Vor diesem Hintergrund meine Frage: Was bringt die die Autismustherapie?

Auch sagte mir diese Frau, dass ADS und Autismus sich ausschliessen. Viele Autisten haben Schweirigkeiten, zwischen praktischen und mentalen Aufgaben zu switchen. Die dadurch entstehenden Konzentartionsstörungen werden oft fälschlicherweise als ADS wahrgenommen.

Wie siehst Du das?
 

Infinit

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Wenn es euch nichts ausmacht, w√ľrde ich diese Fragen gerne mit einer sehr detailierten Antwort w√ľrdigen. Vielleicht zu detailiert. F√ľr Rechtschreibfehler entschuldige ich mich jetzt schon mal, dass ist mit der Konzentration so eine Sache f√ľr mich.

Mir stellen sich gerade ein paar Fragen.

Autismus ist f√ľr nicht-Autisten ja etwas schwer zu verstehen und dass es virlr Verschiedene Erschinungsformwn gibt, das mat es nicht leichter.

Ich hatte eine zeit lang Kontakt zu eier Frau, bei der der Autismus ert mach dem 40. Lebensjahr festgestellt wurde. Die sagte mir, dass ie keien Autismus-tehrapie will, weil Autismus eigentlich keine Krankheit ist, sondern Autisten sind einfach nur neurologisch anders verdrahtet. Autismuss therapie verband sie mit einer Art Zwang und Dressur zu bestimmten "normalen" Verhaltensweisen. Ihr wurde von Dr. Vogeley, das ist wohl der Autismuspapst f√ľr erwachsene Autisten in Deutschland, der auch eine Autismusambulanz leitet, zu einem Sozialkompetenztraining geraten.

Vor diesem Hintergrund meine Frage: Was bringt die die Autismustherapie?
F√ľr mich selber bin ich in Autismustherapie gegangen, um besser zu lernen neurotypische Menschen, also die, die nicht Autismus oder AD(H)S haben, zu verstehen und somit Konflikte zu vermeiden und vielleicht einen entspannteren Alltag zu haben. Letzteres will auch damit erreicht werden, dass ein guter Therapeut hilft, Stresssituationen zu erkennen und den Stresspegel mit gedanklichen oder k√∂rperlichen √úbungen und Notfallplanungen (Autisten werden √§ngstlich, wenn sie nicht planen k√∂nnen) niedrig zu halten. Denn Autisten haben sogenannte Shutdowns oder Meltdowns, bei denen man sich entweder komplett runterf√§hrt, in einer Art "ausschalten", oder durch Reiz√ľberflutung ausrastet. Ich nehme alles was mir gesagt wird ziemlich ernst und oft wortw√∂rtlich. Ich werde von anderen als brutal ehrlich bezeichnet, was wohl eine negative Eigenschaft sein soll. Ich bin sehr verl√§sslich und diszipliniert, aber auch penibel und fordernd. Dann hatte ich mir erhofft, dass die Therapie mir helfen k√∂nnte, selbst√§ndiger zu werden. Besser mit √∂ffentlichen Nahverkehr und Beh√∂rdeng√§ngen umzugehen zu k√∂nnen. Ich habe also durch die Therapie versucht, sowohl in meiner Einstellung gegen√ľber dem Leben, als auch in meinem Handeln ein bisschen flexibler zu sein. Denn flexibel bin ich ehrlich gesagt mal so garnicht. Auch habe ich ein sehr schlechtes Bewusstsien f√ľr meinen K√∂rper, meine Mimik, Gestik, meinen Ton beim Sprechen, die Lautst√§rke, angemessener Augenkontakt, etc. Das kann dann sehr schnell ganz anders r√ľberkommen, als gedacht. Als aggressiv, gelangweilt, verspottend, so weiter. Leider kann ich diese Dinge auch bei anderen nicht richtig einsch√§tzen.

W√§hrend ich kein Interesse habe, mich zu verstellen oder meine Mimik zu k√ľnsteln, wollte ich aber gerne lernen, andere Leute besser zu lesen. Daf√ľr gibt es schriftliches und digitales Material, welches Theory Of Mind heisst. Da ich niemand bin, der seine Emotionen oft zeigen kann oder m√∂chte, und oft Schwierigkeiten hat, diese √ľberhaupt zu benennen, war auch das sehr oft Thema in der Therapie. Dies sind also eigentlich alles Sachen, die neurotypische Menschen in der Kindheit gelernt haben. Ich muss auch tagt√§glichen mit sehr starken Reiz√ľberflutungen zurecht kommen, und dabei soll einem die Therapie auch helfen.

Dazu muss man auch sagen, dass es Autismus"therapien" gibt, welche Kindesmissbrauch sind. Da habe ich auch sofort im Sinn, was du angeschnitten hattest. Eine Dressur, ein Zwang und evtl. Bestrafungen. Die ABA Therapy zum Beispiel, die angewandte Verhaltensanalyse. Im Erwachsenenalter wird einem so etwas eigentlich sehr selten angedreht und da ist die Therapie auch eher Sozialkompetenztraining. Und Begleitung. Mir wurde letztere ja leider immer wieder verweigert.

Weiter: Nein, Autismus ist keine Krankheit, denn Krankheiten k√∂nnen geheilt werden. Es ist eine Entwicklungsst√∂rung, ein anderer Neurotyp. Im Gegensatz zu Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen und Traumata aber nicht im Leben entwickelt, sondern angeboren und auch auf Lebzeit bestehend. Offiziell wird das als √ľbergreifend als tiefgreifende Entwicklungsst√∂rung bezeichnet. Die Intelligenz kann von niedrig zu durchschnittlich zu weit √ľberdurchschnittlich ragen. Dann m√∂chte ich darauf eingehen, dass du schon die verschiedenen Autismusarten angesprochen hast.

Fr√ľher gab es den Kanner Autismus, den Leo Kanner benannt hat. Hans Asperger hatte sich w√§hrend des zweiten Weltkrieges Autisten rausgesucht, welche etwas Gesellschaftsf√§higer waren. Das hiess dann plump, dass diese gesprochen haben (einige Autisten sprechen nicht) und vielleicht sogar √ľberdurchschnittliches auf einigen Gebieten leisten k√∂nnen, z.B. Ged√§chtnis oder Mathematik. Man muss dazu sagen, das sowohl Kanner, als auch Aspeger, beides Menschen waren, die behinderte Menschen den Nazis f√ľr medizinische Experimente und Zwangsarbeit zur Verf√ľgung gestellt haben und Autisten als Kindheitsschizophrene oder Kindheitspsychopathen betitelten, welche keine Emotionen und kein Gewissen h√§tten und so geworden sind, da ihre abweisenden "K√ľhlschrankm√ľtter" sie nicht geliebt h√§tten. Das war die Norm, bevor as Wort Autismus benutzt wurde. Dieses ist eine Neubildung mit griechischen Wurzeln, von altgriechischen autos, welches "selbst" bedeutet. Also ein mit sich selbst sein. Das spielte auf die sozialen Anpassungsschwierigkeiten und auf den auch oft schizoiden Z√ľge von Autisten an.

In moderner Zeit war es dann aber eher problematisch, nach welchen Kriterien diagnostiziert wurden. Wenn ein autistisches Kind nicht gesprochen hat, also nichtverbal war, wurde oftmals garnicht weiter geforscht, weswegen. Ob es am Geh√∂r, an den Stimmb√§ndern oder irgendetwas anderes k√∂rperliches war. (Selektiver) Mutismus oder etwas anderes geistliches, Traumata, etc. Bei mir dachten die als Kind auch, ich sei taub. Da ich nicht auf meine Umwelt reagiert habe und nur f√ľr mich alleine war und nicht gesprochen habe. Ebenfalls wurden autistische Kinder, welche geistlich behindert mit einem IQ von unter X waren, dem Kanner Autismus und √§hnlichem zugeweisen. Als wenn sie so autistisch w√§ren, dass sie dadurch geistlich behindert wurden. Das ist so nat√ľrlich √ľberhaupt nicht m√∂glich. Ein Mensch ist nicht X Prozent oder Grad autistisch und definitiv nicht dadurch geistlich eingeschr√§nkt.

Im Englischen hatten sich da die Begriffe low functioning und high functioning durchgesetzt. Ob jemand niedrig oder hochfunktionierend ist, kann aber kein Arzt oder Therapeut einschätzen. Hat ja auch viel damit zu tun, wie die sensorische Verarbeitung ist. Darum sage ich auch immer, dass Autisten sich nicht alle als behindert sehen. In wiefern man im Alltag eingeschränkt ist, hängt stark vom persönlichen Umfeld ab, und wie tolerant Schule und Arbeitsstelle sind. So hatten viele dann, bis 2013, milden oder schweren Autismus diagnostiziert, egal wie der Patient sich selber gesehen hat.

Grosses Thema war die Diagnose hochfunktioneller Autismus. Der einzige diagnostische Unterschied zwischen dieser Diagnose und der des Asperger Syndroms ist im Übrigen, das letztere Patienten vor dem Alter von 4 Jahren gesprochen haben, erstere danach. Dann wurde das Asperger Syndrom auch noch leider zu einer Art Modediagnose, da viele Eltern ausgerastet sind, wenn der Arzt/Therapeut eine Autismusdiagnose gestellt hat. Das Asperger Syndrom ist genauso Autismus, wie alles andere auch. Trägt dieses aber nicht im Namen. Und somit war es vielen Eltern lieber, die dann damit trotzdem noch Nachteilsausgleiche erreichen wollten.

Dann gibt es das Rett Syndrom, welches auch als Autismus klassifiziert war. Nicht immer unumstritten, da das Syndrom auch recht viele körperliche Gebrechen aufweist, die beim Autismus einfach nicht vorhanden sind.

Letzteres war PDDNOS (pervasive development disorder not otherwise specified), welches im deutschen als Tiefgreifende Entwicklungsst√∂rung nicht weiter spezifiziert/ausgef√ľhrt/benannt etc. √ľbersetzt wurde. Das kennt man aus dem ICD von so einigen St√∂rungen und Krankheiten, bei denen der Patient vielleicht 7/10 Schwerpunkten in der Diagnostik checkt. Das wurde auch oft als atypischer Autismus betitelt, wobei es eigentlich mal so garnicht atypisch ist (kenne zwei Jungs mit der Diagnose, ganz "normale Autisten halt).

Seit 2013 sind diese Diagnosen alle nur noch nach dem ICD 10 oder DSM IV zu diagnostizieren, die allermeisten Psychologen und Psychiater benutzen jetzt den DSM V. Hier wird von einer Autismusspektrumst√∂rung gesprochen. Ich selber habe beides in meinem Befund stehen: Aspergersyndrom Diagnoeschl√ľssen ICD, in Klammern Autismusspektrumsst√∂rung. Von Leuten die es gut mit einem meinen, wird dann √∂fters geraten, doch letzteres bei Antr√§gen und √Ąmtern zu sagen. Das w√ľrde ernster genommen werden, als "lediglich" das Asperger Syndrom.

Verwandt ist mit dem Autismus dann noch die Sensory Processing Disorder (Störung der Sinnesverarbeitung). Das schliesst sich diagnostisch mit Autismus aus, da 9/10 Autisten (aber eben doch nicht alle) diese Störung durch den Autismus haben. Wenn jemand dann keine weiteren diagnostischen Merkmale des Autismus aufweist, aber eben diese Sinnesverarbeitungsstörung hat, die neurotypische Menschen einfach nicht haben, kann er diese Diagnose bekommen.


Auch sagte mir diese Frau, dass ADS und Autismus sich ausschliessen. Viele Autisten haben Schweirigkeiten, zwischen praktischen und mentalen Aufgaben zu switchen. Die dadurch entstehenden Konzentartionsstörungen werden oft fälschlicherweise als ADS wahrgenommen.

Wie siehst Du das?
Autismus und ADS schliessen sich weder strikt medizinisch, noch rechtlich diagnostisch aus. Sehr viele Autisten haben ADS oder ADHS, die Statistiken kann man googeln. Was sich rein diagnostisch momentan ausschliesst, sind Autismusspektrumsst√∂rungen und Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen. Was ebenfalls totaler Unfug ist, da einige Autisten durch ihre Umwelt in ihrer Kindheitsentwicklung grob gest√∂rt worden sind. Es gibt gewisse √úberschnitte zwischen den beiden St√∂rungen, aber f√ľr mich war es immer glasklar, bei meinen eigenen Schwierigkeiten zu unterscheiden. Mein Psychiater ist ebenfalls spezialisiert auf Autismus und steht da voll hinter mir und derm Psychiater, der damals mein ADS diagnostiziert hat, habe ich auch als allererstes von meiner Autismusdiagnose erz√§hlt. Ich denke, dass ist mal wieder so eine deutsche Unart. In den USA und in GB kenne ich sehr viele, die beide Diagnosen haben. Was die grossen Namen zum Thema Autismus sagen interessiert mich nicht mehr wirklich. Das habe ich mir lange Zeit alles angeh√∂rt, aber da gibt es viele recht problematische Charaktere.
 

Kerstin_K

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Danek f√ľr Deien Erl√§uterungen. Ich dachte bisher, das RETT -Syndrom sei eine Erbkrankheit. Tritt ja auch nur bei M√§dchen auf.

Ich finde, dass du das hier ganz klasse machts. wir hatten hier schon einige Autisten im Forum. Viele haben sich wieder verabschiedet, weil sie sich unverstanden f√ľhlten. es kommt halt nct jeder mit der oft sehr direkten Art zurecht und es kann dann halt auch sehr schnell passieren, dass man falsch vertanden wird und dass sich deshalb iene Seite verletzt oder provoziert und angegriffen f√ľhlt. Das ist mir bei dir noch nicht aufgefallen.
 

Infinit

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Ja, das mit dem Rett Syndrom sehen recht viele so. Ich glaube, dass ist mit der neuen Autismusspektrumstörung Klassifizierung jetzt auch garnicht mehr als Autismus eingestuft. Meiner bescheidenen Meinung nach, hatte dieses Syndrom nie etwas mit Autismus zu tun. Ich habe das vor ganz vielen Jahren auch mals als Erkrankung des Gehirns kennengelernt, garnicht als Entwicklungsstörung.

Ich finde, dass du das hier ganz klasse machts. wir hatten hier schon einige Autisten im Forum. Viele haben sich wieder verabschiedet, weil sie sich unverstanden f√ľhlten. es kommt halt nct jeder mit der oft sehr direkten Art zurecht und es kann dann halt auch sehr schnell passieren, dass man falsch vertanden wird und dass sich deshalb iene Seite verletzt oder provoziert und angegriffen f√ľhlt. Das ist mir bei dir noch nicht aufgefallen.
Oh, dass ist nett von dir. Ich bin sehr direkt und ecke deshalb auch oft an, darum √ľberrascht mich das. Ich f√ľhle mich bis jetzt, ehrlich gesagt, sehr gut verstanden. Und wenn sich das mal √§ndert, dann glaube ich nicht, dass ich das pers√∂nlich nehmen w√ľrde. Ich verdanke diesem Forum ein ganz grosses St√ľck Selbstsicherheit, mit dem ich diese neue H√ľrde JC versuche zu meistern.
 
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Erg√§nzend w√§re noch zu sagen, dass sich Autismus und PTBS im Bereich von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung, sensorischer √úberforderung, Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion (und vermutlich noch andren Dingen, die ich vergessen habe) √ľberschneiden.

Was sicherlich auch bedeutet, dass viele in der Kindheit "dressierte" Autisten eher Symptome der PTBS durch die angebliche Behandlung zeigen als dass es vom Autismus kommt.
Und bei dir, Infinit, dass man das therapeutisch noch schwieriger trennen kann.

Ich find deine Einstellung zur Therapie total gut und kann mich Kerstins Kompliment nur anschließen.
 

Infinit

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Erg√§nzend w√§re noch zu sagen, dass sich Autismus und PTBS im Bereich von Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung, sensorischer √úberforderung, Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion (und vermutlich noch andren Dingen, die ich vergessen habe) √ľberschneiden.
Ja, das stimmt. Besonders bei komplexer PTBS, welche eigentlich ein anderes Krankheitsbild als die simple PTBS ist, und schon auf Grund ihrer Natur dann in der Ausprägung eher einer Entwicklungsstörung gleicht. Da viele komplexe Traumatisierte wortwörtlich schon in ihrer Entwicklung als Kinder gestört wurden. Ich habe da mal in einer Vorlesung von den verschiedenen bisher benutzten Namen gehört. Multiple Traumata; Gut, dass ist noch garnicht aussagekräftig, eine simple PTBS kann ja auch von mehr als einem Ereignis stammen. Kindheitstrauma; Oft zutreffend, aber nicht immer. Ein Dauertrauma. Langzeittrauma. Oder eben Entwicklungstrauma.

Ich m√∂chte die regul√§re PTBS √ľberhaupt nicht sch√∂n reden. Das ist sie nicht. Aber hoffentlich pendelt sich das ganze Thema komplexe PTBS Diagnose und Therapieangebote dann auch mal bald in Deutschland ein. Da ist der ICD 11 vielversprechend. Was der n√§chste DSM dazu sagen will, weiss ich noch nicht.

Was sicherlich auch bedeutet, dass viele in der Kindheit "dressierte" Autisten eher Symptome der PTBS durch die angebliche Behandlung zeigen als dass es vom Autismus kommt.
Und bei dir, Infinit, dass man das therapeutisch noch schwieriger trennen kann.

Letzteres sagte mir bis jetzt jeder, der mit mir daran gearbeitet hat. Die Ausz√ľge aus der Traumatherapie, die ich bis jetzt erlebt haben durfte, waren schwer. Aber auch interessant, da man sich sehr bewusst mit Problemen und ihren genauen Ursachen auseinandersetzen muss. Da gibt es dann die Beleuchtung der verschiedenen Pers√∂nlichkeitsanteile (welche ja auch jeder nicht traumatisierte Mensch hat). Vielleicht fantasierte meine Therapeutin deshalb von einer multiplen Pers√∂nlichkeitsst√∂rung? :biggrin:

Ich kannte auch so einige mit ADS und ADHS, die durch die falschen Therapietechniken sehr viel aggressiver wurden. Und das gleiche gilt nat√ľrlich auch leider f√ľr Autismus, wobei ich ganz klar sagen muss... Die, die schon als Kinder diagnostiziert waren, haben hier keine Hilfe beim Nachteilsausgleich bekommen. Das war dann wirklich nur stumpfe Gespr√§chstherapie bei der aufgelistet wird, was an dem sich noch entwickeltem jungen Menschen alles verkehrt ist.

Ich find deine Einstellung zur Therapie total gut und kann mich Kerstins Kompliment nur anschließen.

Dankeschön!
 
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Mein Hirn funkt gerade, dass es total logisch sein muss, dass Autisten f√ľr komplexe Dissoziation (also DDNOS und aufw√§rts) empf√§nglicher sind. Aber es will mir nicht verraten warum.
Muss diesen Gedanken morgen nochmal weiter verfolgen... Erinnert mich dran. ;-)
 

Infinit

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Erst wurde mir mein Termin von einer Betreuerin, die ich noch nie gesprochen hatte, abgesagt und jetzt das gleiche mit meiner Mutter. Es g√§be einen Grund, aber der Dame wurde nur aufgetragen, den Termin abzusagen. Das sind zu viele Zuf√§lle. Wir haben uns noch mal beim Kostentr√§ger erkundigt, ob es auch klar war, dass das Gespr√§ch erst mal nur mit uns als Klienten stattfindet. Da wurde Verschwiegenheit versprochen. An der Kosten√ľbernahme kann es ja nicht gescheitert sein, denn dann w√§re ich hoffentlich schriftlich informiert worden. Meine Therapeutin ist auch seit gut vier Wochen nicht f√ľr mich zu erreichen und hat sich nicht bem√ľht, sich zur√ľckzumelden. Es k√∂nnte alles, nichts, oder sein. Vielleicht liest ja jemand mit? In dem Fall: Eventuell lernt man dabei ja etwas.
 
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