Wurden mir falsche Infos zwecks Mitwirkungspflicht/Einsicht Krankenakte beim Jobcenter gegeben?

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Infinit

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Ich bin mitte 20, wohnhaft in Niedersachsen. Ich habe mich letzte woche beim Job Center vorgestellt, da ich aus gesundheitlichen Gründen meinen bisher ausgeübten Beruf aufgeben musste und die Selbständigkeit aufgegeben habe. Ich habe ALGII beantragt und zum ersten Mal in meinem Leben mit einem JC oder einer AFA zu tun.

Ich habe bis jetzt noch keine Leistungen erhalten. Ich habe eine sehr dicke Krankenakte, welche ich immer ordentlich und aktualisiert verwahre. Dort sind sowohl psychische, als auch körperliche Krankheiten und Behinderungen vermerkt. Ich bin Autistin und wühle mich oftmals mit solchen Dingen überfordert und auch einfach alleingelassen. VDK hatte kurzfristig keine Zeit für mich und der regionale Datenschutzbeauftrage war ebenfalls nur für eine Terminvereinbarung zu erreichen. Deshalb frage ich jetzt hier nach Erfahrungen.

Ich wurde nach der Beantragung zu einer Vetretung meines Sachbearbeiters geschickt. Dort hat man mich 45 Minuten mit Termin warten gelassen, bevor ich mit meinem Beistand (meiner Mutter) reingebeten wurde. Das Erscheinen mit Beistand wurde gleich blöd kommentiert. Das ärgerte mich zwar, doch liess ich mir nichts anmerken und blieb freundlich. Ich wurde sofort gefragt, ob ich gesundheitliche Probleme hätte. Ich bestätigte dieses mit einem ja, vorrauf ich einen Gesundheitsfragebogen ausgedruckt bekam und mir mitgeteilt wurde, dass mein Sachbearbeiter mich anschreiben würde, zwecks Termin. So geschah es gestern auch. Mein Termin ist am kommenden Montag. In dem Gesundheitsfragebogen ist notiert, dass das Ausfüllen und Abgeben freiwillig sei und seiner Mitwirkungspflicht auch anders nachgekommen werden könne. Es ist ebenfalls notiert, dass der Sachbearbeiter kein Recht auf Einsicht in die Unterlagen hat, es sei denn, es wäre vom Leistungsbezieher deutlich gewünscht. Für mich war das so weit erst mal sehr gut verständlich. Ich möchte diesen Fragebogen ausfüllen und auch meine Krankenakte einreichen. Von der Schweigepflicht entbinde ich niemanden. Bei mir muss erst noch durch den ärztlichen Dienst geklärt werden, ob ich überhaupt erwerbsfähig bin. Ich möchte meine Unterlagen persönlich beim ÄD abgeben oder per Einschreiben versenden und absolut nicht beim SB lassen.

Meine Mutter hat eine Bekannte in einer anderen Abteilung (welche absolut nichts mit der Vermittlungsstelle oder sonstigen zu tun hat), welche anbot, mir beim Ausfüllen des ALGII Antrags zu helfen. Ich hatte zuvor meine Autismustherapeutin gefragt, aber die sah sich dafür nicht zuständig. Meine Mutter war ebenfalls überfordert und so willigten wir ein. Nun sagt sie aber zu mir gerade, sie hätte schon gehört (von meiner Mutter?), dass ich Probleme mit meinen Gesundheitsfragebogen hätte. Dieses fand ich komisch und verneinte ich einfach. Daraufhin fing sie an zu erzählen, ich müsse den Fragebogen bei meinem Sachbearbeiter am Montag vorlegen, Zitat. Damit er ihn lesen und meine Leistungsfähigkeit beurteilen und mich vermitteln kann, Zitat. Sonst könnte er so oder so vor die ganze Sache ein P setzen, Zitat. Ich nehme das mal als Drohung einer Leistungsstreichung auf? Ich blieb wiedermals freundlich und erwiderte, ich werde meine Unterlagen beim ÄD selber einreichen und nicht dem SB vorlegen. Auf einmal meinte sie, ich könnte die Unterlagen sonst ja in einem verschlossenen Umschlag abgeben, Zitat. Aber sie meinte doch erst, der SB müsse meine Akte lesen, um mich vermitteln zu können? Als ich sie darauf hinwies, meine Erwerbsfähigkeit müsste doch erst noch geklärt werden, und dies könne nur vom ÄD erledigt werden, kam nichts.

Wenn das eine SB wäre, würde ich mir meinen Teil denken und diese Vorgehensweise sofort melden. Aber eigentlich hat diese Frau absolut nichts davon, mich anzulügen. Sie kann sich hierdurch keinen Vorteil erschaffen, da sie nicht mal in der Abteilung arbeitet. Es gibt hier denke ich auch nichts zu melden, da diese Dame weder für mich zuständig ist, noch wir uns "offiziell" überhaupt kennen. Ich möchte jetzt auch keine Bekannte meiner Mutter in die Pfanne hauen, die es vielleicht nur gut meinte... Das mag ich momentan noch nicht beurteilen, so wütend wie ich bin. Ich finde in dieser kurzen Zeit auch keinen anderen Beistand mehr und werde deshalb alleine hin müssen, oder mit meiner jetzt stark erbosten Mutter. Diese ist wegen meinem Bestehen auf mein Recht böse und nicht weil ich angelogen oder vielleicht sogar bedroht worden bin. Ihre Meinung ist, dass ich was vom JC will und deshalb Folge zu leisten habe und das hier nichts als ein Konfrontationskurs ist, den ich fahren würde. Sie hat jetzt übrigens selber einen ALG I Antrag gestellt und auch da half die Bekannte, ihn auzufüllen.

Ich fühle mich unglaublich unter Druck gesetzt und möchte jetzt besser vorbereitet sein.

Meine Fragen:

- Wie soll ich mich verhalten und was für Schritte kann ich einleiten, sollte der SB auf Einsicht in meinen Gesundheitsfragebogen an den Ärztlichen Dienst und meine Krankenakte, oder die Abgabe meiner eingetüteten Unterlagen an ihn bestehen? Was, sollte er sich weigern, mir die Adresse des ÄD zu geben? Es ist vielleicht ein bisschen unfair gegenüber ihm, von so etwas auszugehen, aber ich fühle mich jetzt alarmiert. Gibt es einen Paragrafen, auf den ich mich beruhen kann? Bringt es etwas, sofort den Vorgesetzten einzuschalten? Auch wenn er mir "nur" falsche Informationen bzgl. meiner Rechte und Pflichten gibt, mir aber letzendlich die Adresse aushändigt?

- Habe ich da vielleicht etwas bzgl. Mitwirkungspflicht missverstanden, da ich aus der Selbständigkeit ausgetreten bin und nicht Angestellte war? Oder habe ich immer noch das gleiche Recht?

- Sollte mir eine EGV angedreht (oder angedroht) werden, diese schriftlich anfordern, zu Hause verwahren und nicht beantworten, bis eine VA per Post kommt, dann gegen diese VA Wiederspruch erheben. Richtig?

- Personalausweis muss ich gegebenenfalls vorzeigen, muss ich aber nicht kopieren lassen. Richtig?

- Kontoauszüge der letzten drei Monate muss ich definitiv vorzeigen, aber nicht dort lassen oder kopieren lassen. Richtig? Wenn ich mich recht entsinne, ich habe jetzt nicht das Schreiben vor mir, sechs Monate Geschäftskonto (Leistungsabteilung) und drei Monate Privatkonto (SB).

- Diesbezüglich. An wen eine Summe von mir aus gegangen ist, darf geschwärzt werden, aber die dazugehörigen Ziffern nicht. Alle Zahlungseingänge und deren Überweiser müssen sichtbar sein. Richtig?

- Muss ich meine Zeugnisse vorlegen? Sollte ich?

- Muss ich meinen Lebenslauf vorlegen? Sollte ich?

- Ich weiss nicht, ob Folgendes Schikane ist, oder so in Ordnung. Mein Termin beim SB ist eine halbe Stunde vor meinem Termin in der Leistungsabteilung. Ich weiss nicht, ob ersterer Rechtzeitig erledigt wird, oder mir vielleicht sogar Konsequenzen drohen, sollte ich ihn aus Verspätung seitens des SB oder das potentielle Streitthema nicht wie geplant beenden können, und abbrechen müssen, um noch rechtzeitig in der Leistungsabteilung vorstellig zu werden.

Es tut mir leid, sollte das hier in den falschen Bereich gepostet worden sein. Ich werde mich noch demnächst ordentlich hier vorstellen. Ich habe die letzten 1 1/2 Wochen über sehr viel in diesem Forum gelesen und bin erstaunt von dem Wissen und Mut der Mitglieder.

Liebe Grüsse und herzlichen Dank. Ich wünsche schon mal ein schönes Wochenende an euch alle.
 
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HermineL

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Sorry ich habe jetzt nicht den ganzen Faden gelesen aber es so verstanden das du bereits im Klageverfahren bist und diese Aussage dort bereits vorliegt. Wenn das der Fall ist dann musst du schriftlich gegenüber dem Gericht geltend machen und die Sperrung des Gutachtens/Befunsberichts beantragen. Alles weitere wird dann das Gericht veranlassen.
 

Infinit

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Ich bin mit dem VDK im Klageverfahren vor dem SG für einen höheren GdB mit Merkzeichen. Meine Behinderung und chronische Krankheiten habe ich natürlich damals offen gelegt und thematisiert. Es liegen dutzende Befunde vor. Was denen nicht vorliegen sollte, sind die Diagnose und die Details meiner Transsexualität, welche ich natürlich nicht als Krankheit angegeben habe.

Ich denke, dass ich in so einem Fall über den VDK und mir zugeteilten Anwalt gehen müsste und nicht direkt an das Gericht, da der VDK mich ja vertritt? Was ich jetzt mit mir debatiere, ist ob ich meinem Psychiater das jetzt alles so mitteile und hoffe, dass er einsichtig ist, oder ob ich es im Alleingang regel.
 

HermineL

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Ich denke, dass ich in so einem Fall über den VDK und mir zugeteilten Anwalt gehen müsste und nicht direkt an das Gericht, da der VDK mich ja vertritt?
Wenn du anwaltlich vertreten bist ist es definitiv der richtige Weg über den Anwalt zu gehen. Aber auch dem kann man ja zumindest mal einen Denkanstoß geben.
 

Infinit

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Ja, und da der VDK bei uns keine Termine mehr vergibt, werde ich mich dieses Wochenende mal reinlesen und diesen dann gegebenenfalls schriftlich auffordern, dass umgehend an das Gericht weiterzureichen. Das dauert bei denen leider immer sehr lange, oder wird auch mal vergessen, unabhängig von Corona. Aber erst mal gucken, wie mein Psychiater sich zu dieser Katastrophe äussert.
 

Infinit

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Vorweg, ich habe einen Anwalt nach dem Paragrafen gefragt und er meinte, dass das beim Thema Versicherungen greift, aber nicht bei sozialmedizinischen Begutachtungen bei Behinderungen etc. und mir somit nicht hilft. Sein Tipp war, meinem Psychiater deutlich zu sagen, wie es mir geht und das er mir helfen soll, seinen Fehler zu beheben.

Leider hat dieser sich dann sehr uneinsichtig gezeigt. Er meinte immer wieder, er versteht nicht, wo der Fehler liegt und das er keine Befunde fälschen wird?! Jede Diagnose müsse angegeben werden. Erstens, nein. Muss sie nicht. Ich habe Jahrelang mit dem VDK und mit ihm besprochen, welche Diagnosen wir wo angeben. Wir waren uns immer alle einig. Dann sehe ich das auch noch so: Ob es als geliste Diagnose nebenbei auftaucht, oder ob ein Befund über meine Geschlechtsidentität und meine Geschlechtsmerkmale geschrieben wird, ist noch mal etwas ganz anders.

Dann behauptete er, er hätte dem Sozialgericht nichts geschrieben. Also zeigte ich ihm seinen Befund. Dieser sei, seiner Ansicht nach, für den VDK und nicht das SG gewesen?! Als ich ihm sagte, dass das für mich ein Zwangsouting war, meinte er, dass wäre Quatsch. Das fand ich sehr respektlos. Ich erklärte ihm weitee, dass ich bei Widerspruch und Klage immer riskiere, nicht nur hoch-, sondern such runtergestuft zu werden. Und das meine Geschlechtsidentität jetzt fälschlicherweise Verhandlungssache ist, nachdem er doch immer wieder sebst meinte, dass diese es nicht sein darf.

Ich habe meine Mutter mitgenommen, welche ihm ja schon früher von Elterngesprechen bekannt war. Diese meinte, er war extrem bockig und danach wohl peinlich berührt. Er hat nämlich die ganze Zeit in meiner Akte rumgeblättert und irgendwann seinen Ton angepasst. Gut, sowas kann ich selber nicht lesen. Dann hat er zum Schluss behauptet, der VDK hat da einen Fehler gemacht und muss organisieren, dass sein Befund nicht falsch aufgefasst wird.

Ich teilte ihm mit, dass ich den VDK anschreiben werde und so mein Erlebtes mitteilen werde. Nicht hinter seinem Rücken, sondern hoffentlich mit seiner Unterstützung, sollte er nochmals von denen kontaktiert werden, um hierzu Stellung zu beziehen. Also muss ich jetzt hoffen, entgegen meiner bisherigen Erfahrungen, dass der VDK sich für mich hierzu vor Gericht einsetzt und versucht, dass irgendwie rausnehmen zu lassen.
 

Infinit

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Er meint, wenn eine Transsexualität diagnostiziert ist, muss sie überall angegeben werden. Das ist einfach nur falsch. Und wie gesagt, er hat sie ja nicht nebenbei gelistet, sondern über eine Seite lang über die Details dieser geschrieben. Das ist für mich entwürdigend und der Termin heute war entmutigend. Dieser Arzt ist immer meine Vertrauensperson gewesen. Und ich reche nicht damit, dass der VDK sich hier um Schadensbegrenzung bemüht.
 

HermineL

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Das ist doch keine Krankheit. Seltsame Auffassung, gerade für einen Psychiater.
Ohne das selber zu bewerten, (oder den ganzen faden zu lesen) denn ich sehe es auch nicht als Krankheit an, aber Transsexualität kann/muss diagnostiziert werden und hat sogar einen Diagnoseschlüssel der lautet ICD-10 Code F64.0. Nicht alles was diagnostiziert wird oder werden muss ist auch automatisch eine Krankheit.
Näheres dazu findet man unter anderem hier:
 

Infinit

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Das stimmt. Ohne Diagnose gibt es keine Begleittherapie, Hormonersatztherapie oder geschlechtsangleichende OPs. Dann muss der Krankheitswert nachgewiesen werden. Der ICD 11 will das ganze etwas anders formulieren. Moment gilt noch der ICD 10. Das MDK und KK dann auch wieder mit neuen Richtlinien folgen, ist extrem unwahrscheinlich.

Aber ich entscheide, wem ich diese Diagnose mitteile. Bestimmt keiner Behörde. Ich müsste es auch keinem Arzt sagen, wenn ich es aus irgendeinem Grund nicht wollen würde. Die Versicherung weiss es ja auch nur, weil ich die OPs beantragt habe. Es war so oder so ein erzwungenes Outing für mich. Und: Mein derzeitiger Genitalstatus oder meine Geschlechtsidentität in der Kindheit sind kein Teil des Verfahrens um meinen Schwerbehindertenausweis (und davon handelt sein Befund, nicht von meiner Behinderung) !

Und bis er diesen Wisch abgeschickt hat, hat mein Psychiater mir das auch immer wieder selber so gesagt. Mir dann ins Gesicht zu lügen und zu behaupten, er hätte dem SG nichts geschickt... Und immer wieder zu meinen, er wüsste einfach nicht, wo das Problem liegt, als ich ihm seinen Befund an das SG gezeigt habe... Hätte ich eine Alternative, würde ich mich wahrscheinlich von ihm distanzieren.
 

Infinit

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Ich hatte ja den Antrag auf Zuzahlungsbefreiung angefordert. Die KV hat mir dann heute eine Email geschickt, dass ich den und einen Antrag auf Weiterversicherung zugesendet bekomme, da "das Rentenamt" mich Anfang Dezember abgemeldet hätte. Sowohl mit der lokalen, als auch der Hauptstelle der DRV telefoniert und die meinten klipp und klar, dass sie das nicht gemacht haben können, da mein Feststellbescheid ja negativ ausgefallen ist und meine Versicherung bestehen bleibt. Das JC hatte mir vor 2 Wochen eine Aufforderung gesendet, meine Versicherung ab dem 01.01.2021 nachzuweisen. Das fand ich komisch, macht jetzt aber Sinn. Also hatte ich, unwissend, meine damalige Beitrittsbescheinigung wieder hingeschickt.

Auch mit der KV telefoniert, man könne dazu nichts sagen, bis der SB uns zurückruft, aber eine Abmeldung meiner Versicherung ist definitiv im System hinterlegt. Was mich jetzt richtig stresst, ist ob sie es mir versuchen werden so auszulegen, dass meine Kostenübernahme für die OP (einen Tag vor der angeblichen Abmeldung durch das Rentenamt genehmigt) ungültigt sein wird. Diese steht im Brief als solange gültig, wie die Versicherungszeit bestehen bleibt.



EDIT: In meinem Onlineportal der KV stehen jetzt folgende Versicherungszeiten:

01.03.20 - 21.07.20 Freiwillige Krankenversicherung
22.07.20 - 02.12.20 Versicherungspflichtig Rentenantragsteller

Die Felder "mitgeteilt durch" sind beide leer. Heisst also, dass ich angeblich direkt nach meinem telefonischen Termin für den Rentenantrag mit der DRV (Antrag rückdatiert auf Juli, negativer EM Rente Feststellbescheid Oktober) anders versichert gewesen sein soll?!
 
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Infinit

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Die KV meint, die DRV hat mir jetzt zwei Mal eine falsche Auskunft gegeben. Sowohl am Telefon gestern, als auch beim Antrag letztes Jahr.

Es sei völlig normal, dass man nach einem Rentenantrag anders in seiner KV gelistet ist und einen Weiterversicherungsantrag unterschreiben muss. Der Grund, warum ich das noch nicht erfahren habe, ist dass die KV da auch eine Frist hat und sich da gerne Zeit lässt. Das JC hat sofort bescheid bekommen. Ich garnicht und die DRV hat es total verpennt. Auch meinten die, ich wäre trotzdem weiterhin dort versichert gewesen und meine Rezepte und Arztbesuche vom Dezember werden so übernommen.
 

grün_fink

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Mal zwischen gefunkt, weil der Thread doch recht lang ist:
Wie bist du denn versichert, in der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse?
Wenn in der gesetzlichen, dürftest du weiterhin versichert sein, weil wir ja Versicherungspflicht haben und du vorher auch schon versichert warst. Nur die Sache mit dem Beitrag und Versichertenstatus (also deine Zuordnung in eine Rubrik, welche die KK macht) dürfte offen sein.

Um das mal genauer zu erklären, müsste jemand ran, der da ziemlich firm ist.
 

Infinit

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Gesetzlich. Ich hatte extra vorher bei der DRV beim Termin nachgefragt, ob sich irgendetwas ändert (Status, Beiträge, Mitgliedschaft, etc.) bevor ich meinen Antrag abgegeben habe. Ich habe heute bei der KV angefordert, dass mir bitte eine aktuelle Mitgliedschaftsbescheinigung ausgestellt wird.

Ich habe auch keine Sorge wegen JC und co., das ist alles zweitrangig für mich. Die können warten. Ich hoffe jetzt nur, dass meine OP nicht platzt, weil der Versicherungsverlauf merkwürdig ist. Die prüfen die Kostenübernahme und das Versicherungsverhältnis bei der Patientenaufnahme.
 

grün_fink

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Ok, gesetzlich versichert bist du.
Dann müsstest du nur schauen, dass zeitnah Beiträge eingehen, oder?

Ob die Kostenübernahme durch die KK so einfach geht, wenn es mit den Beiträgen gerade klemmt, kann ich nicht sagen.
Wenn ja, könnte es sein, dass du einer der beteiligten Behörden gehörig auf die Füße treten musst (oder deine Mama das übernimmt). Da müsste es rechtliche Möglichkeiten geben, falls nur eine Zuständigkeit ungeklärt sein sollte.

Wann ist denn so etwas der OP-Termin angesetzt, und wie lange Vorlauf brauchen die Vorbereitungen etwa?

Warte auf alle Fälle mal, was die anderen so sagen, bin mir nämlich etwas unsicher.
 

Infinit

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In einem Monat ist mein Termin. Ich warte seit über einem Jahr auf ihn. An soetwas darf es jetzt nicht scheitern.

Ich habe bisher ja nur telefonisch Kontakt mit der KV zu dieser Statusänderung gehabt. Der Antrag zur Weiterversicherung soll diese Woche noch kommen, meinten die. Den kopiere ich und sende ich sofort an das JC mit meinem neuen Versicherungsnachweis, der auch bald eintrudeln sollte. Die Dame bei der KV konnte einsehen, wann mein DRV Termin war und das ich ALG II bekomme. Daraufhin die Aussage von ihr, dass alles wie bisher weiterläuft und ich mir keine Sorgen machen brauch. Nach den ganzen Vorfällen bisher ist das aber immer leichter gesagt, als getan.
 

grün_fink

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Dann müsste das JC auch rückwirkend die Beiträge zahlen, ab dem Zeitpunkt wo du ALG II bekommen hast, und ab dem jetzigen Datum ja auch. Mal so grob gesagt, ohne die genauen Details. Das wird notfalls die Krankenkasse dann einfordern, entweder direkt beim JC oder über dich, dass du dem JC etwas Druck machst.

Sieht fast so aus, als ob es auf den letzten Drücker noch gut ausgehen würde. Vielleicht braucht das JC noch die Info, dass ganz zügig bearbeitet werden muss wegen geplanter OP. Aber da du nach wie vor versichert bist, wird sich die Klinik eher daran halten und nicht daran, welchen Trouble es "nur" wegen Beitragszahlungs-Zuständigkeit gibt. Und wenn die Krankenkasse schon zuversichtlich ist, kannst du das glaube ich auch sein, in diesem Fall.

Es ist zwar etwas nervenaufreibend, aber verrückt würde ich mich da nicht machen lassen. Hast ja schließlich lange genug auf den OP-Termin hin gearbeitet.
 

Infinit

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Und wieder strittige Aussagen. Ich habe diese Woche nochmals Post von der KV bekommen, ich müsse meinen ALG II Bezug nachweisen. Das tat ich ja schon die letzten zwei Wochen, aber gut, nach einem weiteren Telefonat bestehen die darauf, dass das nochmal direkt an die Hauptstelle gesendet wird. Demnach war dort auch eine andere SB, als bei unserer lokalen Stelle. Und diese meinte jetzt, dass es die Ablehnung eines Rentenantrages ist, der immer zur Abmeldung des Versicherten führt. Die DRV streitet das weiterhin ab. Die letzte SB meinte ja, dass jeder Rentenantrag gemeldet und der Versicherte seinen Status geändert bekommt und dies nicht spürbar für den Versicherten ist.

Nun habe ich aber ebenfalls letzte Woche ein aktuell datiertes Schreiben von der KV angefordert, dass ich seit X 2020 bei denen versichert bin und das auch erhalten. Dass habe ich dem JC in Kopie geschickt und werde es auch ins KH mitnehmen. Ich hoffe, dass ich jetzt keine neue Versichertennummer/karte zugeteilt bekomme.
 

abcabc

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Hey,
irgendwie läuft bei dir scheinbar alles schief.
Hast du ein Faxgerät oder nutzt du einen Online-Fax-Dienst? Falls nicht, schau dir mal www.simple-fax.de an. Dort kannst du 5€ aufladen und für 7 Cent pro Seite faxen. Damit kannst du das Telefontheater endgültig beenden. Die Sachen einmalig per Fax mit qualifiziertem Sendebericht einreichen und ab dann kannst du gerichtsfest nachweisen, dass der Empfänger Schuld ist, dass dieser die Sachen nicht bekommen hat.

Und diese meinte jetzt, dass es die Ablehnung eines Rentenantrages ist, der immer zur Abmeldung des Versicherten führt.
Merkwürdige Auskunft. Wenn ich also Kindergeld beantrage, obwohl ich kein Kind habe, wird beim Einwohnermeldeamt ein neuer Einwohner offiziell angemeldet? o_O

Nun habe ich aber ebenfalls letzte Woche ein aktuell datiertes Schreiben von der KV angefordert, dass ich seit X 2020 bei denen versichert bin und das auch erhalten. Dass habe ich dem JC in Kopie geschickt und werde es auch ins KH mitnehmen. Ich hoffe, dass ich jetzt keine neue Versichertennummer/karte zugeteilt bekomme.
Ich kenne grad nicht den genauen Namen dieser Bescheinigung, aber es gibt die zur Vorlage als Ersatz der KV Karte. Dort ist dann aber eine relativ kurze Gültigkeit drauf vermerkt von (glaube) 14 Tagen ab Ausstellungdatumn. Ist das so eine Bescheinigung?
 

Infinit

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@abcabc

Es ist bei der KV hinterlegt, dass ich nur schriftlich kontaktiert werde und das alles andere von mir freiwillig kommt. Die Telefonate gingen also von mir aus. Die Anträge auf Weiterversicherung und Zuzahlungsbefreiung sind sofort rausgegangen und werden bearbeitet.

Simplefax habe ich schon letztes Jahr erfolgreich benutzt, da ich kein Faxgerät habe. Die SB bat um eine E-Mail mit Scans des Bescheids. Ich gebe dort natürlich keine private an, habe aber extra für den Onlineservice der KV eine eigene E-Mail erstellt. Deshalb bekam ich das Schreiben der SB auch schon digital ein paar Tage bevor ich es im Briefkasten haben werde. Ist immer ganz gut, um vorgreifen zu können. Meldet sie sich bis Montag nicht, geht das als Fax mit Sendebericht raus.

Diesen Versicherungsschein, den du meinst, hatte ich letztes Jahr auch schon einmal zum Vorlegen bekommen, weil ich zum Arzt musste, während ich auf die Ausstellung meiner Karte gewartet habe. Das sollte hiermit jetzt hoffentlich nichts tun haben, da ich ja nach Aussage der letzten SB trotzdem durchgehend versichert bin.

Also nein, ich habe von der KV eine aktuelle Mitgliedschaftsbescheinigung angefordert, in der vermerkt ist, dass ich seit X versichert bin. Die habe ich jetzt auch hier liegen. Es ist ein Einzeiler: “Datum 07.01.2021 Vorname Nachname ist seit XX.XX.2020 bei der KV X versichert. Unterschrift SB”.

Wenn die KV mir trotzdem eine neue Karte und Nummer reindrückt, kann es sein, dass das KH die OP platzen lässt. Da auf der Kostenübernahme ja meine Versicherungsnummer gelistet ist.
 
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abcabc

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Wurde deine Rentenversicherungsnummer geändert? Das passiert nur, wenn du eine Änderung wegen der Geschlechtsumwandlung beantragt hast.....
Ist eine interessante Frage, ob die Krankenversicherungsnummer sich ändert, wenn die Rentenversicherungsnummer geändert wird. Google scheint das Problem nicht zu kennen.
 

Infinit

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Die Versicherungsnummer der KV bleibt bestehen, da die nicht geschlechtlich codiert ist. Letztes Jahr, als ich noch in der privaten KV war, hatte ich der DRV das mitgeteilt und eine neue Rentenversicherungsnummer bekommen. Als ich in die GKV wechselte, hatte ich die schon und sie ist weiterhin aktuell.

Das kann nicht das Problem sein, es ist nach deren Aussage lediglich von meinem Rentenantrag letzten Jahr auszugehen. SB lokal sagt: Mit jedem Rentenantrag ändert sich der Versichertenstatus automatisch. Deswegen habe ich einen Weiterversicherungsbogen zugeschickt bekommen. Ich sei trotzdem lückenlos weiterversichert. SB Hauptstelle sagt: Bei negativen Feststellbescheid ist die Versicherung abgemeldet. Die DRV streitet beides ab.

Das JC hatte ja ca. einen Monat vor mir bescheid bekommen und einen Versicherungsnachweis ab dem 1. Januar von mir angefordert. Deshalb hatte ich mit der KV telefoniert!
 

Infinit

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So, ich habe meine OP überstanden. Ich bin jetzt ungefähr 2kg sehr gehasstes Gewebe leichter. Bin aber, ehrlich gesagt, noch unglaublich kaputt und muss mich sehr viel ausruhen. Es geht garnicht um die Schmerzen, aber der Krankenhausaufenthalt war extrem anstrengend für mich. Die Schwestern waren sehr lieb, aber von einigen anderen wurde ich leider recht respektlos behandelt, nachdem ich mein Einzelzimmer eingefordert und meine Behinderung auf der Station thematisiert wurde. Ist aber jetzt egal. Wie und ob ich das ganze in einem Mehrbettzimmer geschafft hätte, kann ich mir nicht vorstellen. Der Chefarzt ist auch sehr zufrieden mit seiner Arbeit und ich bin recht verliebt in mein Ergebnis.

Mittlerweile habe ich auch Klarheit, was dieses ganze Versicherungsfiasko angeht. Es war, wie vermutet. Und zwar hat die SB von der Krankenkasse, die meinte, meine Versicherung wurde von der DRV abgemeldet, das ganze natürlich einfach nur falsch dargestellt. Ich bin zu keinem Zeitpunkt abgemeldet gewesen. Die DRV wiederum hat mir aber auch zwei mal falsche Aussagen gegeben. Nein, sie haben mich nicht abgemeldet. Aber drei Mitarbeiter erzählten mir, dass mein Versicherungsstatus sich nicht ändern kann, wenn mein Antrag abgelehnt wird. Das stimmt so nicht! Es ist Standardprozedere, dass die DRV nach einem Antrag auf EM-Rente der KK diesen mitteilt und man dann, unabhängig vom Rentenbescheid, seinen Versichertenstatus automatisch geändert bekommt. Ob eine Rente dabei bewilligt wird, ist irrelevant. Für einen Selber ändert sich nichts, die gleichen Leistungen und Versicherungszeiten bleiben bestehen. Es war also sehr viel Stress um nichts und ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum die Versicherung mir versucht zu erzählen, meine Versicherung wäre von Dritten abgemeldet worden.Ich meine, der Zeitraum war jetzt 6 Monate von rückdatierter Antragstellung, bis zur angeblichen "Abmeldung", in der ich nicht mehr als "freiwillig Krankenversichert", sondern als "versicherungspflichtiger Rentenantragsteller" im System gelistet war. Diese Listung wurde aber erst im Dezember für mich über Nacht in meinem Konto sichtbar gemacht, was auch ein Unding ist. Es ist vielmehr eine Ummeldung und meine Versicherung hat es verschlafen, mir dies mitzuteilen. Ich habe also den Bogen auf Weiterversicherung ausgefüllt und bin weiterhin Lückenlos versichert. Habe danach noch mal eine Mitgliedschaftsbescheinigung zugesendet bekommen.

Ob es jetzt doch noch zu Problemen mit der bereits letzten Jahr erfolgten Kostenübernahme kommt, weiss ich nicht, da die KK oder ich noch keine Rechnung vom Krankenhaus geschickt bekommen haben. Ich wollte schon schreiben, dass man sich mit gesundem Menschenverstand auf die schriftliche Zusage verlassen kann, aber was hat mein Weg bisher damit zu tun gehabt? Das KH hat sich meine Kostenübernahme natürlich kopiert. Ob die KK jetzt böswillig sein will, bleibt abzuwarten. Mein Ausweis für die Befreiung von Zuzahlungen für Medikamente und Verbandsmaterialien für dieses Jahr ist zwischenzeitlich auch angekommen. Den habe ich auch bitter nötig, es war seit der Entlassung schon recht teuer für mich.

Dann kam leider wieder Post vom VDK Anwalt, dass das Sozialgericht eben auf diesen katastrophalen Bericht meines Psychiaters hin, mir keine Einschränkungen im Alltag attestieren mag und mein GdB so nicht erhöht und mir kein Merkzeichen zugesprochen wird. Dieser sollte ja über meine Behinderung schreiben, nachdem er selber einen höhen GdB forderte. Hat dann aber stattdessen einen Befundbericht über meine Begleittherapie zur Transsexualität geschickt, wie toll ich die Hormontherapie vertrage und in einem Satz nebenbei erwähnt, dass ich eine Autismusdiagnose habe. Daraufhin pocht der Anwalt jetzt, ich müses die Idee der barrierefreien Begutachtung niederlegen und mich "wie ein normaler Mensch" von den Amtsärzten untersuchen (sprich: befragen) lassen. Das ich mein Recht weiterhin einfordere, teilte ich ihm bereits schriftlich mit. Ich leite die Unterlagen immer direkt an meinen Psychiater weiter, aber leider hat dieser sich seitdem nicht mehr gemeldet. Seine Sekretärin entschuldigt sich bei mir immer wieder für ihn, aber er muss jetzt mal was nachlegen.
 
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