Würdet ihr mal nen Blick drauf werfen (1 Betrachter)

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Uschi

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Moin,
Ich hab da mal ein Schreiben an die Arge verfasst. Würde mich freuen wenn ihr da mal einen Blick drauf werfen könntet und sagen würdet ob man das so wegschicken kann.

Ich weiß jetzt nicht ob als Erklärung der Inhalt des Schreibens reicht denn dieser erklärt vieles.



Mit der Bitte um Stellungnahme.

Nach dem letzten ärztlichen Gutachten ihrerseits vereinbarten meine Sachbearbeiterin Frau xxx und ich das wir einen 1,50€ Job zur Erprobung starten mit den Auflagen die der ärztliche Dienst vorgegeben hat. Dieses ist meinerseits sehr zu befürworten , da man eine einigermaßen stabile Gesundheitslage sicherlich auch zur Wiederintegration ins Berufsleben nutzen sollte.


Und so begannen für mich sehr viele unverständliche Dinge ,warum dieses unverständlich ist kann man sicherlich besser verstehen, wenn man meine Krankheitsakte kennt, aber da haben sie ja sicherlich kein Problem mit, da Ihnen ja diverse Gutachten vorliegen.
Ich leide unter einer Krankheit die von der Allgemeinheit alles andere als akzeptiert/bzw. respektiert wird auch nicht von Mitarbeitern in ihrem Hause. Kurzum gesagt im allgemeinen Sprachgebrauch „Ich hab einen Knall“ , den ich sicherlich nicht freiwillig habe und den ich auch gerne loswerden würde dementsprechend schwierig ist es schon im allgemeinen Gesellschaftsleben.


Auch stellt sich mir die Frage warum ich eigentlich zum Arzt gehe und an irgendwelchen Therapien teilnehme anstatt einmal die Woche zu Ihnen zu gehen und mir solche Sprüche „Da müssen Sie durch“, „Ich kenne das alles“, „Nun stellen Sie sich mal nicht so an“ „Kann auch nicht ewig so weitergehen“ und ähnliches anhören muss.
Es kann ja auch nicht angehen das meine Sachbearbeiterin nachdem 4 oder 5 Gespräch mir erzählt das sie erstmal sehen wollte ob ich Schwindel und das obwohl diverse Gutachten vorlagen


Anscheinend sind ihre Mitarbeiter medizinisch/pyschologisch geschult, so das Sie auch Therapien durchführen können. Sollte dieses nicht der Fall sein verbitte ich mir in Zukunft solche Anmerkungen und auch Anregungen zu medizinischen/pyschologischer Sachinhalten, denn dieses kann mein Arzt eindeutig besser. Alles andere ist Kontraproduktiv und bringt uns, mich wieder in das Arbeitsleben zu integrieren nicht weiter sondern geht eher in die andere Richtung. Hierbei müssen Sie bedenken, das ein negatives Erlebnis in etwa zehn positive aufwieget.


Gerade als öffentlicher Träger wissen Sie ja sicherlich um die Nachteile die wir mit unserem Krankheitsbild haben und haben gerade in Ihrem eigenen Haus dafür zu sorgen das so etwas nicht passiert da hier massiv Grundrechte verletzt werden.
Da jetzt ein ärztliches Gutachten Ihres medizinischen Dienstes vorliegt, das besagt das ich wieder vollschichtig einsatzfähig bin, was ich begrüße man kann auch wieder etwas nach vorne blicken. Zwar sind noch Einschränkungen da, die auch im Gutachten festgelegt sind wie z.b Keine fahrten mit öffentlichen Verkehrsmittel, keine pyschisch schweren Arbeiten und noch ein paar Kleinigkeiten.


Und nun kommt das für mich unverständliche, denn Sinn und Zweck bei meinem Krankheitsbild sollte es sein aus einer relativ stabilen Gesundheitslage diese zu festigen und weiter aufzubauen dazu gehört auch das Arbeitsleben. Dieses sollte meiner Ansicht nach auch langsam aufgebaut, gefestigt und weiteraufgebaut werden unter Einbeziehung des behandelnden Arztes um mögliche Rückschläge schnell aufzufangen.


Am 20.04 unterzeichnete ich eine Eingliederungsvereinbarung bei Ihnen im Haus, ohne mir über die Folgen im klaren zu sein liegt wohl an den Tabletten. Diese beinhaltet die Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit. Soweit gut und in Ordnung ,da ich damit ja selbst sehen möchte was noch geht und was nicht. Dann kam die ein Schreiben ihrerseits das ich mich am .. um …Uhr beim xxx xxx melden sollte. In dem Schreiben stand in der Rechtsfolgebelehrung das wenn ich nicht erscheine mir 30% meines Satzes gekürzt werden. Wie sie ja mittlerweile wissen leide ich unter einer Krankheit die ein breit gefächertes Krankheitsbild erzeugt. Auch suchte ich vergebens nach einem Zusatz wie er in der EGV vorhanden ist das wenn ein wichtiger Grund vorliegt……. . Durch dieses Schreiben fühlte ich mich bereits unter Druck gesetzt, ich kann verstehen das Sanktionen verhängt werden wenn man seiner Pflicht vorsätzlich nicht nachkommt aber auf den meinigen Fall bezogen bedeutet das bereits wenn mir meine Krankheit dazwischen kommt das ich dann auch sanktioniert werde. Hier fehlt meines Erachtens der Punkt der Vorsätzlichkeit dieser Punkt hätte sicherlich vieles einfacher gemacht. Auch bietet der Gesetzgeber die Möglichkeit eine auf den Fall angepasste Rechtsfolgebelehrung anstatt einen Standardtext zu nehmen.


Also ging ich zum xxx wie von Ihnen befohlen und musste dort feststellen das der arme Mann mit dem ich das Gespräch führte noch nicht mal was von den Einschränkungen wusste. Was stellen Sie sich eigentlich vor das ich mich dort hinsetze und irgendwelchen wildfremden Menschen was von meiner Krankheit erzähle und ihn über die ganzen Begleitumstände aufkläre die im Prinzip noch nicht mal die Menschen verstehen können die fast täglich damit umgehen müssen. Ihre Sachbearbeiter sind also noch nicht mal in der Lage wichtige Vermittlungsinformationen weiterzugeben. Also sagte ich dem Menschen „Ich leide unter einer ……“ Als Antwort kam nur „ Kenne ich das gibt’s ja so viele Arten von“ komisch das es nur eine Art davon gibt. Also der soll mich jetzt wieder arbeitsfähig machen und mich in den Arbeitsmarkt integrieren, na gut man soll ja nicht immer alles so negativ sehen. Also wurde mir mitgeteilt das ich für das Freibad xxx vorgesehen bin, dieses wurde im Vorfeld mit meiner Sachbearbeiterin besprochen. Hier ergeben sich ganz viele neue Fragen


1: Wieso wurde ich/bzw mein Arzt im Vorfeld nicht in dieses Entscheidungsverfahren mit einbezogen denn nur ich kann die Bedenken die ich habe äußern. Dieses tat ich auch worauf es nur hieß ich kann sie auch dem Gartenamt zuteilen dann werden sie morgens irgendwo hingefahren und abends wieder abgeholt. Also schon wieder Druck der über einen dritten von der Arge ausgeübt wird.


2: Wieso xxx welches von mir ca. 1 Stunde Fußweg entfernt liegt und genau an dem Punkt lagen meine Bedenken. Mal ein bisschen Mathe: 1 Stunde Fußweg =ca. 25 Minuten Fahrrad (hab ich leider nicht), oder 10 Minuten Bus fahren. Das heißt also 10 Minuten Bus fahren = 10 Minuten Zug fahren. Wir wären bereits in xxx oder xxx. Sehen Sie mal von welchen Dimensionen wir hier sprechen Meinen Sie so war das in dem Ihnen vorliegenden Gutachten gemeint oder kommt da wieder ihr medizinisch/pyschologisch geschulter Sachverstand vor. Auch wurden meine Bedenken einfach mit den Worten „ Ach das kleine Stück schaffen Sie schon“ und „Wie Sie da hinkommen ist ihr Problem“ weggewischt. Und nicht zu vergessen die Drohungen, dass dieses auch der Arge gemeldet werden kann und dann Sanktionen kommen lagen im Raum. Wurde zwar nie so direkt angesprochen aber auch hier wieder der Druck der Arge über einen dritten.


3: Nach einem weiteren Gespräch mit dem verantwortlichen für das Freibad wurden wir dann auch eingestellt. Ok hier wurde mir die Möglichkeit gegeben dort auszusteigen gegeben aber ich will ja selber wissen was und wie und bevor ich dann auf Druck irgendwo beim Gartenamt lande. Ist ja auch egal die Rehakliniken und mein behandelnder Arzt werden das schon wieder richten. Ok hier wurde mir ein Zettel zur Unterschrift vorgelegt. Das das xxx für die Arge ein Kompetenzprofil erstellen darf. Mit diesem Punkt bin und war ich nicht einverstanden welches ich auch sagte. Worauf wieder nur kam das ist Standard und die Arge verlangt dieses und wenn ich nicht unterschreiben will dann wird dieses der Arge gemeldet und dementsprechend werden diese weitere Schritte einleiten und auch hier wieder der Druck


Auch forderten Sie mich auf nach Auszug meines Größten umzuziehen da die Wohnung zu teuer ist. Da stellt sich mir die Frage auf ob sie bewusst eine Verschlechterung meines Gesundheitszustandes in Kauf nehmen denn ich nehme mal an das Sie Computer haben und diese auch benutzen oder ist die Kommunikation in Ihren Haus so schlecht .


Insgesamt gesehen drängt sich mir der Eindruck auf das hier versucht werden soll, mit aller Gewalt mich im Vorfeld schon mürbe zu machen das ein Scheitern der Erprobung schon vorprogrammiert ist um mal wieder etwas Geld zu sparen. Und kommen Sie mir bloß nicht mit wir müssen ja für die Allgemeinheit


Aus Ihrem Hause spüre ich nur Druck und Unverständnis für meine Krankheit kommend. Aber Respekt für ihre Mitarbeiter und verlängerten Arme, denn die haben es innerhalb von 3 Wochen geschafft mich auf einen Stand von vor 2 Jahre zu bringen. Ist ja auch egal die Rehakliniken und mein behandelnder Arzt werden das schon wieder richten.


Auch biete Ihnen an, denn gerade als öffentlicher Träger sollten Sie hierauf besonderen Wert legen, Ihre Mitarbeiter für Menschen mit Knall umgänglicher zu machen oder diese zu bearbeiten , ich kann noch viele andere Qualifikationen vorweisen und was ich nicht kann lerne ich eben. Das einzige was ich Ihnen nicht bieten kann ist Ausfallsicherheit.

Mit freundlichen Gruß
 

Erolena

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Gut wäre, du würdest konkrete Vorschläge anfügen, was jetzt ein gute Lösung wäre.

Vielleicht könntest du das mit deinem Arzt oder einem guten Freund besprechen. Z.B. zum Arbeitsweg, das Problem hättest du sicher überall. Aber vielleicht gibt es auch einen Träger bei dir in der Nähe (ohne ÖPNV-Benutzung). Oder du könntest evtl anfangs am Hauptort des Trägers arbeiten und erst später den Bus benutzen. Und ähnliche Ideen, áber das kann man als Außenstehender schlecht beurteilen. Bei uns gab es mal Maßnahmen für psychisch Kranke. Ich glaube die haben Gartenarbeiten im Umfeld einer Klinik gemacht und die Betreuer waren darauf eingestellt, dass ab und an mal jemand fehtl.

Vielleicht gibt es bei euch eine Selbsthilfegruppe oder einen Verein für psychisch Kranke o.ä. Diese müssten wissen, ob es solche speziellen Maßnahmen bei euch gibt. (Die Vereine findest du z.B. durch eine Nachfrage beim Behindertenbeauftragten oder beim Gesundheitsamt.)
 

Uschi

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Danke erstmal für deine Antwort.
Ich dachte meine vorgeschlagene Lösung ist ersichtlich. Denn es geht doch nur weiter wenn wir alle an einem Strang ziehen und nicht wenn einer aus der Reihe tanzt und der zweite gleich hinterher. Aber ich werd dieses nun nochmal explizit erwähnen.

Beim Arbeitsweg beißt sich der Hund in den Schwanz wenn ich das problemlos könnnte wäre ich sicherlich nicht bei der Arge. Nicht das Ziel ist das Problem sondern der Weg zum Ziel.

Der Rest ist leider nicht möglich oder aber nur durch lange Fahrtwege möglich.
 

TMN4

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Ziemlich langer Text, ich bin noch am durchlesen. Was mir auffällt ist, das du schreibst wie du sprichst.

Ich würde das ganze kürzen und die Punkte (alle), die dich stören, explizit hervorheben, besser sichtbar machen.
Bis jetzt ist das eigentlich nur eine wachsweiche Gardinenpredigt.
 

Pinta 12

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Hallo Uschi,

würde ich so nicht abschicken. Der Bief ist zu lang, das lesen die wahrscheinlilch nicht. Außerdem in Teillen zu emotional. Ich glaube, es ist besser, gegenüber dem Amt sachlich zu bleiben und relativ höflich, sonst nehmen die dich nicht ernst und du erreichst gar nichts.

Ich würde auch nicht sagen "ich habe einen Knall", sondern eine psychische Erkankung, die gefälligst ernst zu nehmen ist wie jede andere Krankheit auch. Wenn du dich selber runtermachst, kannst du von anderen nicht viell mehr erwarten. Deine pAp ist hat weder eine Diagnose zu stellen noch eine Therapie vorzuschlagen!! Das ist unverschämt, und du hast alles Recht der Welt, dich dagegen zu wehren!! Aber mit Vorwürfen und Zynismus erreichst du möglicherweise nur, dass die sich in ihrer Meinung über dich bestätigt fühlen.

Ich würde mir ganz genau überlegen, was ich vom Amt im Moment am dringendsten haben will, und das kurz und knapp formulieren. Und achte vielleicht ein bisschen auf die Kommas, weil sonst sind die Sätze oft schwer zu verstehen (entschuldige die Klugscheißerei!!)

viele Grüße
Pinta 12
 

Uschi

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Danke erstmal für eure Antworten.

@Pinta 12

Ich stimm dir zu das es etwas lang ist und auch emotinonal. Es ist schwer so etwas zu schreiben und relativ sachlich zu bleiben, da ja ein großteil der Probleme die Gedanken ausmachen.

Denn als normal Bürger muß man erstmal verstehen, das was für ihn normal ist, ist für uns alles andere als normal.
 
E

ExitUser

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Er ist zwar lang, aber ich finde, er soll ruhig so emotionsgeladen abgeschickt werden. Schliesslich ist das kein nüchterner Zustandsbericht eines Autos oder so... Also mir gefällt er so und er berührt mich auch so wie er ist. Um einer vorschnellen Schredderzuführung vorzubeugen, würde ich einige Exemplare an verschiedene Stellen schicken.

Zur Situation als solches: "Das kenne ich" ; "Das hatte ich auch schon mal" sind anscheinend Stadardsprüche der PAP. Offensichtlich gehört das zum Einwandtraining von denen oder die sind allesamt sterbenskrank.

Uschi gehst du alleine zur ARGE? Oder nimmst du immer einen Zeugen mit?
 
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