Würdet ihr freiwillig beim Jobcenter arbeiten?

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avrschmitz

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Hört doch jetzt bitte damit auf, danke.
Sorry, aber die Äußerungen von @Daniel-HH sind einfach nur daneben. Dies ist nicht sein erster Beitrag in dieser Form. Er bezieht selber Leistungen nach dem SGB XII und behauptet, die Forderungen von anderen seien exotisch, kindisch, lebensfremd und schamlos.

Friert erstmal selber den ganzen Winter durch.
Keiner verlangt es von ihm, dass er friert. Es ist seine eigene Entscheidung. Davon abgesehen, finde ich die Vorgehensweise unvernünftig. Die Energie um das Wasser für die Wärmflasche aufzuheizen, bezahlt er aus dem Regelsatz. Zumindest bei mir müsste das Wasser mit einem Wasserkocher erwärmt werden weil das WW aus der Leitung dafür nicht heiss genug ist. Es sei denn, ich lasse es ewig vorher laufen. Hinzu kommt noch die Gefahr von Schimmel.
 
G

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Gast
Dann solltest gerade du diese Leute kritisch hinterfragen, die andere Leistungsbezieher als Schmarotzer/Betrüger hinstellen.
Da gehe ich nicht darauf ein...auf dieses Thema. Ich wollte nur sagen, dass es auch nicht gerade lustig ist, zu frieren und ich das selber kenne.
 

Einfachicke

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Hallo alle zusammen, würdet ihr freiwillig beim Jobcenter arbeiten wenn ihr die Möglichkeit hättet und stimmt es das die dort so gut wie jeden nehmen ?

Denn man munkelt ja wenn man sich so mit anderen Menschen unterhält das der Job ja gar nicht so anspruchsvoll wäre und das im Prinzip jeder machen könnte..

Was denkt ihr darüber ? habt ihr ne Meinung?

Ich möchte die eigentliche Frage mal abseits jeglicher Diskussion, die sich zwischenzeitlich entwickelt hat beantworten.

Nein, ich persönlich würde niemals beim Jobcenter arbeiten.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man ein System, welches man nicht akzeptiert nicht von innen bekämpfen kann. Und aus den Berichten, von Mitarbeitern die beim Jobcenter arbeiten oder mal gearbeitet haben, habe ich geschlossen, dass Hilfe, wirkliche echte Hilfe vom "System" weder gewünscht ist noch geduldet wird.

All dies habe ich auch persönlich erlebt. Ich hatte ein einziges Mal eine engagierte, motivierte Sachbearbeiterin. Sie war schon nach wenigen Monaten wieder weg. Ich hatte einige machtbesessene, arrogante Widerlinge und Widerlinginnen. In der Mehrzahl habe ich gleichgültige, desinteressierte Dienst-nach-Vorschrift-Macherinnen erlebt, die mich einfach so durchgewunken haben, weil ich fügsam genug und nicht aufgefallen bin.

Und ich kann mich als keiner dieser 3 Typen identifizieren.

Als engagierte Mitarbeiterin würde ich am System verzweifeln.

Gleichgültig meinen Dienst verrichten könnte ich nicht. Ich kann nicht an einer Stelle arbeiten, an der ich von mir erkanntes Unrecht ignoriere oder noch schlimmer umsetze, "weil es nun einmal zum Job gehört".

Und sollte ich jemals bei mir die Lust am Demütigen und Schikanieren von anderen Menschen entdecken, dann werde ich mir einen gleichgesinnten Partner suchen und mit ihm in regelmäßigen Abständen einen netten kleinen SM-Club aufsuchen.
 

SteifenKristja

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Wenn man dann so wird wie Philipp Nixdorf, ließe ich das lieber. Dieser Mensch bestätigt alle meine Vorurteile, die ich gegen JB-SB hege. Dieser Mensch findet sowohl Maßnahmen, EEJs, als auch Sanktionen begrüßenswert. Und nun isser inzwischen Coach, auch so ein "Beruf", den man nur mit einer bestimmten Einstellung machen kann.
 

Teutates

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Wenn man dann so wird wie Philipp Nixdorf, ließe ich das lieber. Dieser Mensch bestätigt alle meine Vorurteile, die ich gegen JB-SB hege. Dieser Mensch findet sowohl Maßnahmen, EEJs, als auch Sanktionen begrüßenswert. Und nun isser inzwischen Coach, auch so ein "Beruf", den man nur mit einer bestimmten Einstellung machen kann.
Und bei diesem Coach, mit fehlender Oberlippe, scheinen die Geschäfte auch super zu laufen, wenn er hier Elos als Klienten akquirieren muß.
Wird wohl vermutlich bald selber wieder ein Hartzer Roller werden oder ist es sogar schon?! 🤔
 

lino

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Und aus den Berichten, von Mitarbeitern die beim Jobcenter arbeiten oder mal gearbeitet haben, habe ich geschlossen, dass Hilfe, wirkliche echte Hilfe vom "System" weder gewünscht ist noch geduldet wird.
Richtig. Wie soll man auch 5Mio Arbeitslose in 1Mio vorhandene Jobs vermitteln?
Geht ja schlecht.
Ich hatte ein einziges Mal eine engagierte, motivierte Sachbearbeiterin. Sie war schon nach wenigen Monaten wieder weg.
Wer den Anspruch an sich einer Erfolgsquote von 90% hat und dann merkt, das aber nicht mehr als 20% drin sind, sucht sich etwas anderes, ist doch klar.
Andauernder Misserfolg führt zu Depressionen, ist bekannt.
Ich hatte einige machtbesessene, arrogante Widerlinge und Widerlinginnen.
Die grössten Kotzbrocken werden immer nach oben gespült. Das kennt man ja aus Firmen.
In der Mehrzahl habe ich gleichgültige, desinteressierte Dienst-nach-Vorschrift-Macherinnen erlebt, die mich einfach so durchgewunken haben, weil ich fügsam genug und nicht aufgefallen bin.
Das sind die Leute, die eine Erfolgsquote von 10% im Job für ein grossartiges Ergebnis halten und dafür den Steuerzahler um mindestens 3500Euro im Monat erleichtern dürfen.
Man könnte auch sagen, das der Steuerzahler in dem Fall 90% seines Geldes zum Fenster rausschmeisst.
Mal zum Vergleich:
In der Industrie habe ich eine Fehlerquote von 0-1%, also 99% Erfolgsquote werden vorausgesetzt! Für einen Bruchteil der Gage, wohlgemerkt. Wer mit der Einstellung eines SB um 7 Uhr in der Industrie anfäng, kann um 9 Uhr schon wieder zu Hause frühstücken.
Mit wollte mal ein Heini mal erzählen, wie toll seine Erfolgsquote von 25% ist.
Da habe ich nur gesagt:
Wenn ich in meinem Job 25% Gutteile habe, hab ich 75% Ausschuss!
Das hatte aber gesessen, danach war er erstmal ein paar Monate krank und der Kontakt danach war ziemlich schwierig und kurz darauf hatte er seinen Job quittiert.
Als engagierte Mitarbeiterin würde ich am System verzweifeln.
Wer so denkt, bleibt dort nicht lange oder fängt gar nicht erst an.
 

Helga40

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Naja, mathematisch haut das mit 25% Quote aber genau hin, wenn 5 Millionen Arbeitslose 1 Million offener Stellen gegenüber stehen. Und da es kein SB des Arbeitgeberservice war, ist es auch nur seine Aufgabe, die 5 Mille mit den 1 Mille zusammen zu führen.
 

Sowhat

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Nein ich war nicht im falschen Thread, ging bei mir nur um das Post 121 mit dem Heizung sparen von MaunziMauz und Daniel HH.
Kann ich doch nichts dafür, wenn sowas im Thread von Job beim Jobcenter geschrieben wird.
Aber diese Posts und meines waren in diesem Thread sicherlich off topic.
 

lino

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Helga40

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Wenn er sich mit dir beschäftigt, ist er kein Mitarbeiter vom AGs, ganz einfach.

Und dass nicht ein Vermittler die 1 Million Stellen an die 5 Millionen vermitteln kann, ist auch logisch. Schon allein, da dieser Betreuungsschlüssel 1:5.000.000 die Vorgaben nicht nur unbedeutend überschreiten würde.

Setze einen Betreuungsschlüssel von 1:150 an und rechne aus, welchen Einfluss die 25% deines Vermittler auf die 1 Mille zu 5 Mille maximal haben kann.

Mit meiner Rechenkunst stimmt jedenfalls alles. Es gibt nach deiner Behauptung 5:1 offene Stellen und er vermittelt 5:1. Oder anders: wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht, bekommt man keinen Traubensaft.
 

Silvia123

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Nunja, ich habe zu Anfängen von Hartz4 dieses in Anspruch nehmen müssen. Geholfen wurde mir nicht. Ich habe dann eine Arbeit gefunden, da wurde gefordert wo. Habe ich nicht angegeben, es war nicht deren Verdienst, den sie sich gerne gut geschrieben hätten.

Das System hinkt am Leben vorbei. es wertet ab, will aber für sich verbuchen.... Ich wollte da nicht arbeiten.
 

Archibald

Super-Moderation
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Mit meiner Rechenkunst stimmt jedenfalls alles. Es gibt nach deiner Behauptung 5:1 offene Stellen und er vermittelt 5:1. Oder anders: wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht, bekommt man keinen Traubensaft.

Nicht ganz, ein Fünftel sind z.B. keine 25%.
Ich würde sogar behaupten es gibt - wenn man den ganze prekären StellenMist abzieht, auf den Erwerbslose gepresst werden, 7 zu 1 offene Stellen beinhaltet. Aber sei's drum. ;)
 
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Archibald

Super-Moderation
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Ja, ich würde so eine Stelle annehmen. Je nach JC-Personal würde ich da aber alsbald wieder entlassen werden weil ich das, was ich dort selbst schon am eigenen Leib erfahren durfte, nie unkommentiert hinnehmen könnte.

Das größte Manko auf Argen ist für den Zweck völlig unqualifiziertes Personal. Wenn man gescheiterte Jurastudenten und solche mit weniger guten Abschlüssen oder Speditionskaufleute, deren Firma Pleite ging, als Entscheider in Berufen einsetze die soziales Wissen, Empathie und überhaupt ein gesundes Maß an Lebenserfahrung mitzubringen erfordert, dannkann das nicht wirklich gut gehen.

Addiert man dazu noch dass es unter Leistungsberechtigten sowohl schnell missverstandene "gebrannte Kinder" als auch wirklich schlimme Psychen gibt und die von charakterschwachen Mitarbeitern als Blaupause für alle LEs herhalten müssen, dann erklärt sich auch so mache "Fehlreaktion" von SBs, welche dann hier landen.

Da die Sozialleistungen des SGB nur auf dem Niveau des ExistenzMINIMUM rangieren sind auch jegliche Sanktion des ExistenzMINIMUM nicht zu rechtfertigen.
Leistungsberechtigte können nichts dafür dass der "Gesetzgeber" DIE LEISTUNGEN NiCHT SO GEWÄHRT DASS DORT ETWAS WEGSANKTIONIERT WERDEN KANN OHNE DAS VERFASSUNGSRECHTLICH GARANTIERTE UND UNVERFÜGBARE EXISTENZMINIMUM ZU TANGIEREN.

Dies aber trotzdem z.B. unter Hinweis auf einen ominösen "Steuerzahler" rechtfertigen zu wollen ist nur für jene Mitläufer hinnehmbar die auch sonst den eigenen Vorteil über das Existenzrecht anderer stellen. Es ist ebenso entwürdigend Mensch zu Arbeiten zu zwingen, deren Entlohnung bei Vollzeit, später nicht einmal Renten generieren von denen man ohne staatliche Leistungen existieren kann.

Bei allem Verständnis dafür was Schröder einmal vor hatte. Real ist daraus etwas geworden das vor brauner Ideologie nur so strotzt.
Da muss man sich nicht wundern dass derlei die Gesellschaft spaltet und braunes Vorgehen gerade aus diesem Bereich zumindest gut geheißen und unterstützt wird.

Zuguterletzt sei noch angemerkt dass der Höhenflug brauner Ideologie erst mit und nach Hartz** so richtig Konjunktur hat. Daran wird sich auch nichts ändern solange derlei von Richtern und Gesetzgebern schöngeredet und von viel zu vielen "Mitarbeitern" aktiv unterstützt wird.
 

Tom410

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Das größte Manko auf Argen ist für den Zweck völlig unqualifiziertes Personal.

Kommt natürlich drauf an, was für ein Zweck verfolgt wird. Wenn dieser Zweck Repression und Disziplinierung der erwerbslosen Reservearmee für den Niedriglohnsektor ist,dann ist der Einsatz von gewissenlosen und im Grunde (auch) gescheiterten Existenzen in der Arbeitslosenverwaltung nur "richtig" und konsequent. Der "Fallmanager" und sonstige Fanatsiebezeichnungen der unteren Hierachien sind keine Ausbildungsberufe sondern nur Anlerntätigkeiten, die auch gerne mit ehemaligen Zeitsoldaten besetzt werden.
 
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Gollum1964

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moin,

leider ist unser "spezieller Freund" nun gesperrt. Schade, da hätte man sich noch schön abarbeiten können. Aber alteschachtel hat einen interessanten Wink mit Google gegeben. Spätestens nach dem Besuch seiner Seite dürfte so einiges klar geworden sein. Sein Auftritt hier fiel wohl eher unter der Rubrik "Feldforschung".
 

bondul

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[...] zumal der Betreffende nicht mehr antworten kann.


Und genau das verstehe ich nicht wirklich, hat er gegen Forumsregeln verstoßen?

Ich bin mit vielem nicht einverstanden, was ich von ihm gelesen habe, doch in einem offenen Forum würde ich erwarten, sich argumentativ mit seinen Ansichten und Darlegungen auseinander zu setzen, nicht aber ihn gleich auszuschließen, weil einem seine Meinungen nicht passen. Dadurch entsteht rasch der Eindruck der Einseitigkeit.

Nicht alle JC Mitarbeiter sind Sadisten, Tyrannen oder ähnliche Menschenschinder, ich habe in meiner leistungsabhängigen Zeit durchaus andere Erfahrungen gemacht – da hat er (leider) Recht, diesbezügliche positive Erfahrungen werden in (sozialen) Medien eher seltener geteilt und weniger beachtet.

lg, bondul
 

lino

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leider ist unser "spezieller Freund" nun gesperrt. Schade, da hätte man sich noch schön abarbeiten können. Sein Auftritt hier fiel wohl eher unter der Rubrik "Feldforschung".
War doch ganz interessant. Wann gibt ein SB schon mal freiwillig Einblicke in seine Gedankenwelt?

Nicht alle JC Mitarbeiter sind Sadisten, Tyrannen oder ähnliche Menschenschinder, ich habe in meiner leistungsabhängigen Zeit durchaus andere Erfahrungen gemacht – da hat er (leider) Recht, diesbezügliche positive Erfahrungen werden in (sozialen) Medien eher seltener geteilt und weniger beachtet.
Was einerseits an den sozialen Medien und andererseits daran liegt, das wer sich JC-konform verhält, keine Probleme mit dem JC bekommt.
Das liegt ja in der Sache selbst.
 
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