Würdet ihr freiwillig beim Jobcenter arbeiten?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

G

Gelöschtes Mitglied 68786

Gast
Hallo alle zusammen, würdet ihr freiwillig beim Jobcenter arbeiten wenn ihr die Möglichkeit hättet und stimmt es das die dort so gut wie jeden nehmen ?

Denn man munkelt ja wenn man sich so mit anderen Menschen unterhält das der Job ja garnicht so anspruchsvoll wäre und das im Prinzip jeder machen könnte..

Was denkt ihr darüber ? habt ihr ne Meinung?
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.792
Bewertungen
4.450
würdet ihr freiwillig beim Jobcenter arbeiten wenn ihr die Möglichkeit hättet
ja, jeden sitzenden sauberen (nicht Kasse o.ä.) Job

stimmt es das die dort so gut wie jeden nehmen ?
Nein. Aber für manche Positionen (Arbeitsvermittlung z.B.) ist keine bestimmte Berufsausbildung gefordert.

Denn man munkelt ja wenn man sich so mit anderen Menschen unterhält das der Job ja garnicht so anspruchsvoll wäre
Sich den ganzen Tag ankacken und beschimpfen lassen von so Klugscheißern und Forderern wie sie hier unterwegs sind? Die erwarten, dass Du Dich mit allem auskennst (SGB12, Leistung, alle Spezialfälle...), nicht nur mit Deinem Fachgebiet (der Vermittlung z.B.).
Sicher ähnlich schön wie Politesse. Außerdem unbefriedigend, weil viele sicherlich vorher denken, sie könnten ELOs helfen mit ihrer Tätigkeit. Nee, brauchst Du schon ein dickes Fell für.
 

AsbachUralt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2008
Beiträge
2.559
Bewertungen
3.242
Jeden nimmt man sicher nicht, es gibt schon gewisse Voraussetzungen:

Viele Arbeitsvermittler haben einen akademischen Abschluss. Zum Beispiel in den Disziplinen Arbeitsmarktmanagement, BWL, VWL, Psychologie oder Sozialwissenschaften.

Doch das ist kein Muss. Der Weg in den Beruf kann auch über eine kaufmännische Ausbildung wie der zum Industriekaufmann oder der Kauffrau für Büromanagement führen.

 

Uhus

Elo-User*in
Mitglied seit
18 August 2018
Beiträge
1.266
Bewertungen
3.130

Sowhat

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
1 August 2016
Beiträge
1.594
Bewertungen
1.017
Ich hätte es gerne gemacht, wenn man mir damals vor knapp 10 Jahren, als mein H4 dasein begann dort eine Stelle gegeben hätten. JC ist öffentlicher Dienst, was will man mehr?
Bin ja kaufmännisch ausgebildet, habe Berufserfahrung und damals war ich mit Ende 40 ja noch nicht soo alt und vor allem noch kein psychisches Wrack. Gut den GdB hatte ich schon. Aber gab keine Stelle für mich, habe gefragt.
Jedenfalls hätte mich das schon interessiert, aber in Nürnberg suchte man niemand.
Allerdings nachdem kürzlich wieder eine JC SB in Baden-Württemberg niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde, scheint es ja nicht ganz ungefährlich zu sein. Kommt halt drauf an wo man da arbeitet. Vorne am Eingang hinter dem Panzerglas(?) ist es wohl kaum gefährlich

Als ich neulich bei meiner Wohnungsgesellschaft wegen dem Mietvertrag war, dachte ich mir auch, das wärs gewesen.
Zwei Mann Büros, Computer und die hatte sogar noch Schreibmaschinen dort stehen, Formulare ausfüllen usw.
Das hätte ich nach anlernen auch alles gekonnt. Aber ich suchte ja damals schon nur Teilzeit und wer so eine Stelle hat, geht vor der Rente da nie freiwillig weg.
Tja und Callcenter , da würde ich durchdrehen und die Leute niederschreien, Großraumbüro ging mal mit 20 und gesund, jetzt würde mich das umbringen.
VDK habe ich auch mal gefragt, auch schöne Büros aber da war auch alles voll besetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zermürbt38

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 Mai 2019
Beiträge
2.033
Bewertungen
2.574
Nein, das stimmt nicht. Ich habe schon Stellenausschreibungen gelesen, die gewisse formale Anforderungen enthielten, welcher nicht jeder X-beliebige erfüllt.
In Stellenausschreibungen schreiben die viel wenn der Tag lang ist. Das Ego muss ja gewahrt werden. Nein Spaß beiseite.Meine Arbeitsvermittlerinnen hatten alle strikt eine normale Ausbildung. Eine war Krankenschwester, wieder andere Erzieher, anderer Verkäufer und sogar eine wo auf ihr Studium wartete und nur um Gekld zu verdienen dort war. Was mein Letzter war, weiß ich leider nicht. Hatte ihn nur einmal gesehen. Meine jetzige kenne ich auch noch nicht.
 

AsbachUralt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2008
Beiträge
2.559
Bewertungen
3.242
In Stellenausschreibungen schreiben die viel wenn der Tag lang ist. Das Ego muss ja gewahrt werden. Nein Spaß beiseite.Meine Arbeitsvermittlerinnen hatten alle strikt eine normale Ausbildung. Eine war Krankenschwester, wieder andere Erzieher, anderer Verkäufer und sogar eine wo auf ihr Studium wartete und nur um Gekld zu verdienen dort war. Was mein Letzter war, weiß ich leider nicht. Hatte ihn nur einmal gesehen. Meine jetzige kenne ich auch noch nicht.

Interessant was die Vermittler Dir so alles über sich selbst erzählen.:rolleyes:
 

Uhus

Elo-User*in
Mitglied seit
18 August 2018
Beiträge
1.266
Bewertungen
3.130
was soll diese Frage suggerieren? so ein Job ist tausend mal besser als zB. auf der Baustelle, Pfleger, im Lager oder als Reinigungskraft zu arbeiten.
insgeheim würden viele elos sich so einen Job wünschen
Vllt. ist ja nicht jeder so ein Opportunist wie du?

Ich würde in einem Jobcenter - freiwillig - nicht arbeiten. Es sei denn, das ganze System wird drastisch umgekrempelt und humanisiert.
 

avrschmitz

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juli 2019
Beiträge
1.985
Bewertungen
4.906
so ein Job ist tausend mal besser als zB. auf der Baustelle, Pfleger, im Lager oder als Reinigungskraft zu arbeiten.
Besser vielleicht, in der Hinsicht, dass man in den von Dir genannten Berufen härter arbeiten muss um am Monatsende sein Lohn zu bekommen. Aber so ein Job ist nicht seriös.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Hallo alle zusammen, würdet ihr freiwillig beim Jobcenter arbeiten wenn ihr die Möglichkeit hättet und stimmt es das die dort so gut wie jeden nehmen ?
Die nehmen nicht JEDEN zumeist ist ein Bachelor erforderlich als Vermittler. Da isset aber meist egal was für ein Bachelor, den kann man dann auch in Kunstgeschichte haben.
Leistungssachbearbeiter haben meist einen Verwaltungsabschluss oder einen kaufmännischen Berufsabschluss. Weitere Voraussetzungen um diesen Job zumachen oder zubekommen sind Moral und Ethik at home zulassen oder man hat diese am besten nicht.
Ich den oberen Etagen und der Widerspruchsstelle sind meist Juristen am Werk, die ihr Können eher im verdrehen von Rechtsvorschriften beherrschen - hier braucht man häufig eine Abschluss in Jura aber auch Rechtspfleger sind dort vorzufinden.

Klar - ich würde dort gerne mal arbeiten und zwar als Trainerin, die bin ich auch in Sachen Kommunikation. Die Gesprächsvorbereitung und die Gesprächsführung der Vermittler ist leger ausgedrückt mehr als mangelhaft.
Grundsätzlich würde nicht einer der Vermittler vor denen ich mal gesessen habe in Unternehmen ohne Status öffentlicher Dienst in der Kundenberatung überleben, im Callcenter Kaffeekapseln verkaufen, da könnte es klapppen. Nur gibt es dort nicht die Gehaltsstufe 9c und nach 6 Jahren 4600 € brutto nebst Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
In Gänze betrachtet haben es Mitarbeiter in den öffentlichen Stuben recht gut in Sachen Schmerzensgeld, damit hat man gute Möglichkeiten im Sociallife den Scheizzjob zu relativieren .
 

iSlave

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 Februar 2015
Beiträge
833
Bewertungen
501
Also wenn du es als leicht bezeichnest diverse Sozialgesetzbücher auswendig zu lernen, so kannst du dort anfangen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Also wenn du es als leicht bezeichnest diverse Sozialgesetzbücher auswendig zu lernen, so kannst du dort anfangen.
Ich habe eine Job, wo ich täglich mit §§ zutun habe! Die §§ betreffen SGB, BGB und VVG sowie Steuergesetze - eine bisschen mehr als Mitarbeiter in der Arbeitsagentur o. JC an Wissen haben müssten.
Und ausserdem lernt man Gesetze nicht auswendig, man weiss wo sie stehen und weiss §§ rechtskonform anzuwenden.
 

samuraji

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Februar 2013
Beiträge
1.040
Bewertungen
1.316
würdet ihr freiwillig beim Jobcenter arbeiten


Natürlich, dann könnte ich vielen Menschen helfen, auch, wenn ich dann vermutlich recht schnell wieder entsorgt würde. Ich sehe das JC als eine Art Dienstleister, der den Kunden betreuen und beraten sollte. Entsprechend wären unrechtmäßige Vorgaben meiner Vorgesetzen für mich nur heiße Luft.
 

verona

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Mai 2008
Beiträge
2.609
Bewertungen
891
Wenn Erwerbsuchende nun als Arbeitnehmer zum JC gehen, verhält sich das so, als würde ein ehemaliger Inhaftierter zum Gefägnisswärter werden.
Ich denke, dass dieser ein (Rollen-) Wechsel mit erhebllichen Problemen behaftet sein kann. Z.B. Nähe-Distanzprobleme, Befangenheit etc.

Ansonsten liegt es wohl daran, ob man das Jc als Sprungbrett nutzt oder den Lebenslauf kontinuierlich hält. Lebenslänglich könnte blöd machen.

Von meinem JC weiß ich, dass das Arbeitsklima nicht das beste ist. Und so etwas kommt bekanntlich von oben, also vom Leiter.
Eine die inzwischen kündigte, erzählte mir einiges. Nun weiß ich wie das JC zumindest hier im Ansatz gestrickt ist.
 

Antihartzer19

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
28 November 2019
Beiträge
1.284
Bewertungen
1.611
Meine Optionskommune hat aktuell keine offenen Stellen. Aber warum nicht? Wenn die Konditionen stimmen.
 

Zermürbt38

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 Mai 2019
Beiträge
2.033
Bewertungen
2.574
lso wenn du es als leicht bezeichnest diverse Sozialgesetzbücher auswendig zu lernen, so kannst du dort anfangen.
Glaube kaum das sie diese auswendig lernen oder geschweige kennen. Denn halten tun sie sich nicht dran. Jedenfalls die Meisten. Diejenigen wo sich daran halten sind schneller wieder ihren Job los als sie drinn waren.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Naja, gerade weil dies eher Wunschdenken entspricht existiert dieses Forum wo man diese "rechtskonforme Auslegung" anschaulich demonstriert bekommt.
Jepp!!!

Nur bitte nicht den Zusammenhang auseinandernehmen, aus welchem ich es geschrieben habe.
 
Oben Unten