»Working Poor« im Hochpreisland

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Paolo_Pinkel

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Immer mehr Menschen sind auf staatliche Hilfen angewiesen, weil sie von ihrer Arbeit nicht leben können

Von Simone Schmollack
Ulrich Hartmann* plumpst müde in den Sessel, gerade kommt er nach Hause. Seit sechs Uhr früh ist er auf den Beinen, jetzt ist es abends, gerade beginnt im Fernsehen die Tagesschau. Bevor er gleich ins Bett geht, wird er noch eine Flasche Bier knacken und sich eine Stulle schmieren. So ist es jeden Abend. »Ich bin viel zu müde, um noch etwas anderes zu machen«, sagt er....
27.05.2009: »Working Poor« im Hochpreisland (Tageszeitung Neues Deutschland)


Gruss


Paolo
 

Mario Nette

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Der Artikel ist schlampig recherchiert. Man meint, "Hartz IV" stünde ihm, Ulrich Hartmann, nach SGB XII zu. Das stimmt aber nicht, das Zwölfte Buch Sozialgesetzbuch regelt Einzelheiten zur Sozialhilfe, die er ganz offensichtlich als arbeitsfähige und tätige Person nicht bekommen kann. Auch später kann man lesen, dass die Autorin keine Ahnung hat, vermischt sie doch immer wieder die Sozialhilfe mit den Leistungen nach dem SGB II. Sie erfindet sogar die "ergänzende Sozialhilfe" für Familien.

Zum Fallbeispiel Ulrich Hartmann fällt mir der Beitrag "Arbeitslosigkeit und Depression" von Gisela Mohr und Michael Frese ein (leider ein Druckfehler, ihr werdet das gleich lesen):
Zusammenfassung

In diesem Beitrag konnte gezeigt werden, daß sowohl von theoretischen Überlegungen als auch von empirischen Daten her die Hypothese als bestätigt angesehen werden kann, dass Arbeitslosigkeit depressive Zustandsbilder hervorruft. Dabei zeigt sich, dass Variablen wie Kontrolle, Aktivitäten und finanzielle Belastungen wesentliche moderierende Variab- hen. Arbeitslosigkeit muß aber schon jetzt als eine menschenunwürdige Situation beschrieben werden, die auch unter heutigen Bedingungen zu schweren Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit führen kann.
Man mag mit dem letzten Satz nicht konform gehen (mir geht es so, dass ich ihm nicht voll zustimmen will), allerdings habe ich das Zitat eher aus dem Grund gewählt, weil hier die finanzielle Situation erwähnt wird. Vorhergehend wird das genauer beschrieben und auch im ND-Artikel wird deutlich, dass durch den Mangel an finanziellen Möglichkeiten eine Abkopplung vom sozialen Umfeld stattfindet. Wenn man dann nebenbei sich mal die Beiträge der Gruppe Blauer Montag in "Risse im Putz" durchliest, die mitunter mehr als 10 Jahre alt sind und dennoch auch die heutige Zeit recht passabel beschrieben, dann wird einem eigentlich nur noch kotzübel.

Mario Nette
 
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