Worauf sollte man bei einem bezahlten Praktikum achten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Jiyan

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Hallo, wenn man die Gelegenheit für ein bezahltes Praktikum hat und dies von sich aus machen will, worauf muss man achten das beim Jobcenter keine Probleme auftreten. Vorher genehmigen lassen ist klar. Kann man das ganze auch von sich aus kündigen wenn man merkt das funktioniert nicht ohne sanktioniert zu werden? Was gibts noch zu beachten? Ich weiss das einige hier im Forum von solchen Sachen nichts halten, trotzdem ist die Frage nunmal da und wäre super wenn ich paar Tipps dazu kriegen würde.
 

ZynHH

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Du solltest darauf hinwirken, es untersagen, das das JC Kontakt zum Betrieb aufnimmt.

Es könnte sonst evtl. erheblich länger und unbezahlt werden und auch nicht so ohne weiteres durch zu beenden sein.

Also, gib die Zügel nicht aus der Hand und lass dir vom JC da nicht reinpfuschen.
 
G

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Gast
Hallo, wenn man die Gelegenheit für ein bezahltes Praktikum hat und dies von sich aus machen will, worauf muss man achten
Was für ein Praktium, in welchem Zusammenhang, gilt das MiLoG?
Nicht überall wo Praktikum draufsteht ist auch ein Praktikum drin.
Kann man das ganze auch von sich aus kündigen wenn man merkt das funktioniert nicht ohne sanktioniert zu werden?
Da es bezahlt ist, könnte das schwierig werden.

Vertrag vorab genau lesen, ggf. auch jemand anderen drüberschauen lassen (und damit meine ich nicht den SB).
 

Jiyan

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Nein der Mindestlohn gilt nicht. Das Praktikum basiert darauf das ich in diesem Unternehmen eine Ausbildung machen werde (habe bereits eine abgeschlossen ist also die zweite Ausbildung). Ab da an werde ich auch nichts mehr mit dem Jobcenter zu tun haben (nach aktuellem Stand). Bis dahin wurde ich gefragt ob ich bereit wäre ein Praktikum zu machen, was sicherlich besser ist als zuhause zu sitzen und nichts zu tun. Mir gehts nur darum nun bis dahin so gut wie unbeschadet zu kommen bzgl. des Jobcenter.
 

jockel

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Nein der Mindestlohn gilt nicht. Das Praktikum basiert darauf das ich in diesem Unternehmen eine Ausbildung machen werde (habe bereits eine abgeschlossen ist also die zweite Ausbildung). Ab da an werde ich auch nichts mehr mit dem Jobcenter zu tun haben (nach aktuellem Stand). Bis dahin wurde ich gefragt ob ich bereit wäre ein Praktikum zu machen, was sicherlich besser ist als zuhause zu sitzen und nichts zu tun. Mir gehts nur darum nun bis dahin so gut wie unbeschadet zu kommen bzgl. des Jobcenter.
Achte darauf, daß der kriminelle und illegale Gebrauch Praktikum durch den Unternehmer ersetzt wird durch die legale Verwendung Probearbeitsvertrag, wo alle Mindestbedingungen für einen Arbeitsvertrag erfüllt sind, inklusive der Sozialversicherung bei Krankheit, Unfall usw.

Nur bei Schülern, Studenten und Azubis ist ein Praktikum juristisch zulässig. Ansonsten ist Praktikum = Schwarzarbeit.
 

Claus.

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Bis dahin wurde ich gefragt ob ich bereit wäre ein Praktikum zu machen, was sicherlich besser ist als zuhause zu sitzen und nichts zu tun.
Und wann soll die Ausbildung beginnen; 01. August, 01. September?

Ein "Praktikum" über einen Zeitraum von 3 oder gar 4 Monaten, mit bereits einer abgeschlossenen Berufsausbildung, und mit konkreter Aussicht auf einen zweiten Ausbildungsvertrag ...
Das riecht förmlich nach dem rechtswidrigen Versuch, unser Arbeitsrecht komplett umgehen zu wollen.

Die Ausnahme aus § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 MiLoG dürfte hier m.M.n. höchstwarscheinlichst nicht gelten. Und den § 26 BBiG zur Verlängerung der gesetzlich geregelten Ausbildungsdauer zu mißbrauchen, dürfte genauso nicht laufen. Entsprechend wäre Mindestlohn angesagt, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsanspruch ect. . Über 15 Wochenstunden stehst du dazu auch noch dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung, also hängt das JC so oder so mit drin. Und daß die Probezeit des neuen Ausbildungsvertrages dann nicht auch schon wieder 6 Monate andauern darf, sollte ebenso klar sein.

Gegen einen 850€-Job bis dahin, mit MiLo und 100h im Monat, würde ich gar nicht mal soviel sagen; aber das hier ist m.M.n. nur noch bäääh.
 
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