Womöglich 5000 Jobs in Gefahr | Karstadt-Kaufhof-Fusion nimmt wichtige Hürde

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Dagegen72

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https://www.rnz.de/wirtschaft/wirts...usion-nimmt-wichtige-huerde-_arid,384515.html
Bei dem mit roten Zahlen kämpfenden Kaufhof sollen der "Süddeutschen Zeitung" zufolge im Zuge der Fusion etwa 5000 der noch verbliebenen knapp 20.000 Arbeitsplätze wegfallen. Allerdings sind diese Angaben nicht unumstritten. Eine mit den Vorgängen bei Kaufhof vertraute Person, hielt die Zahl für viel zu hoch gegriffen. Die verbleibenden Mitarbeiter müssen sich dem Zeitungsbericht zufolge auf einen Sanierungstarifvertrag mit schlechteren Konditionen einstellen.
aber sicherlich ist von den 5000 potentiell Gekündigten jede,r selbst schuld an ihrer Arbeitslosigkeit. :/

informativ zum Thema auch im Moma heute früh: https://www.daserste.de/information...eifferscheid-Karstadt-Kaufhof-Fusion-100.html
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
AW: Fusion Karstadt-Kaufhof: 5000 Jobs in Gefahr

aber sicherlich ist von den 5000 potentiell Gekündigten jede,r selbst schuld an ihrer Arbeitslosigkeit. :/
Selbstverständlich.
Die hätten ja auch schon längst für weniger Geld arbeiten können, dann dürften sie jetzt ihre Jobs vielleicht behalten. :censored:
 

erwerbsuchend

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aber sicherlich ist von den 5000 potentiell Gekündigten jede,r selbst schuld an ihrer Arbeitslosigkeit.

Wer sind die wahren Schuldigen für den Untergang der klassischen Warenhäuser? Die Antwort lautet: Jeder, der nur noch oder überwiegend im Internet einkauft, statt in die Läden vor Ort zu gehen. Wenn der lokale Einzelhandel weniger Umsatz hat, dann ist es doch logisch, dass dann Läden schließen und somit weniger Personal gebraucht wird.
 

AsbachUralt

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Ja, seit 20 Jahren hat sich das Einkaufsverhalten der meisten Menschen durch das Internet total verändert.
Aber der Untergang der Kaufhäuser und des Einzelhandels begann schon viel früher, nämlich damals als man die Innenstädte für die Autos sperrte und die Menschen dann lieber zu den Einkaufs-Centern auf der grünen Weise fuhren, wo sie direkt davor jede Menge Parkplätze fanden.
Das sind gesellschaftliche Entwicklungen die schon immer in der einen oder anderen Art stattgefunden haben.
In meiner Kindheit gab es noch Milchgeschäfte, wo ich mit meiner Milchkanne die Milch holte. Es gab noch Drogerien und Eisenwarenhandlungen, es gab noch eine Menge Schuhmacher usw.
Es sind immer währende Veränderungen die schon immer geschehen und diesmal hat es eben Kaufhof/Hertie/Karstadt getroffen wie vorher auch schon Quelle und Neckermann.
Den Fortschritt in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf....oder so ähnlich.
 

Bananenbieger

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Stimmt.

Aber man kann sein Hirn einschalten.

Was passiert, wenn ich um 16.00 Uhr eine Tomate möchte,
wenn alle Läden weg sind?
Online bekommt man diese erst am nächsten Tag.
---das ist zwar Future, aber einfach nachdenken.---
 

noillusions

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Kerstin_K

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Also ich gehe viel zu Kaufhof, wir haben in der Innenstadt gleich 2 Filialen.

Karstadt gehe ich weniger, irgendwie finde ich da nie das passende.

Was mich aber echt nervt: ich kaufe gerne ein bestimmtes Hosenmodell, weil ich weiss, dass die sitzen. Hosen in der Umkleidekabine probieren ist mit dem Rolli nicht so einfach. Habe die in mehreren Farben. Dieses Jahr, egal wann ich da war, meine Groesse in jeansblau immer nicht da. Könnte sie bestellen, dauert ca. 3 Wochen!?! Wie bitte? Hab sie dann selber bei Kaufhof online bestellt, hatte ich in weniger als einer Woche zu Hause.

Also mich wundert dann nicht mehr, dass immer mehr online läuft.
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Matt45

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Bei den Kaufhäusern sehe ich wirklich "schwarz", ob die noch die Kurve bekommen. Aktuell sehe ich wenig Chancen.
Der Service ist in den letzten Jahren stark nach unten gewandert im Laden! Als ich bei Kaufhof eine Senseo wollte und nicht weiter wusste meinte die Verkäuferin"Haben sie ein Handy, dann schauen sie bitte dort auf das Modell, ich kann ihnen nicht weiter helfen". Ich habe noch mehr erlebt im Einzelhandel. Dann lieber direkt online, auf solche Beratung verzichte ich.

Problem Karstadt/Kaufhof: Fast alle Produkte kann ich schneller/billiger und ohne Versandkosten bekommen.
 

noillusions

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Ich sehe das auch nicht negativ, ist das besser wenn viele Leute mit ihren Autos in die Städte juckeln und da was kaufen anstatt dass Lieferwagen es den Leuten nach Hause oder in die Packstation bringen?
Mit dem Bus fährt doch keiner von denen, da kann man nicht viel transportieren.
 

JobcenterAffe

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Mittelfristig hat wohl nur noch der Lebensmitteleinzelhandel eine Zukunftsperspektive.

Obwohl es beim Onlinekauf schon nervt, daß man zum einen das Produkt nicht vorher einmal haptisch testen und sich optisch davon keine Vorstellung machen kann. Und die 2 bis 3-tägige Wartezeit ist auch lästig.

Die Preise sind im stationären Fachhandel sind die letzten Jahre auch immer weiter gestiegen, wohl weil sie die nötigen Absatzzahlen nicht mehr haben, die Fixkosten aber weitgehend dieselben blieben.

Der Preisunterschied zwischen Online- und Fachhandel wurde dadurch auch immer größer, was wiederum noch mehr Kunden zum Internetkauf nötigt.

Außerdem bekommt man viele Dinge schon gar nicht mehr im stationären Handel.
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
Wer sind die wahren Schuldigen für den Untergang der klassischen Warenhäuser? Die Antwort lautet: Jeder, der nur noch oder überwiegend im Internet einkauft

Willkommen im 21. Jahrhundert. In Zukunft werden noch viel mehr Jobs verschwinden - mehr Jobs als geschaffen werden. Muss man deswegen Angst vor der Zukunft haben und sich in Restaurationen flüchten? Der Fortschritt ist unaufhaltsam - egal was Erzkonservative Dorfpolitiker und Nazi-Deppen behaupten (Wobei - dumm sind die Politiker nicht. Wahrscheinlich spielen solche nur mit euren Ängsten um ihrer wahren Klientel noch mehr Geld zu sichern).
 

Heidschnucke

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Also Leute nun mal ehrlich, ist das so schlimm, bei den Fachkräfte Mangel haben alle doch schnell wieder einen Job, die werden doch Händeringend gesucht! Na und außerdem ist doch Deutschland das einzige Land mit Massenentlassungen bei sinkenden Arbeitslosenzahlen, also so schlimm kann das nicht sein!

Ironie aus!

Alles für die Gewinnmaximierung!

Mir bleibt nicht weiter über wie viele Sachen im online Handel zu kaufen in meinen Wohnort z.B. ca. 30000 Einwohner kann ich nichts kaufen z.B. Bekleidung außer Schuhe und Strümpfe bekomme ich nichts, weiße oder schwarze Ware bis zu 150% teurer als im Online Handel usw. usw. keinen Möbelladen im Umkreis von 70 km.
 

Dagegen72

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also, diese Überlegung ist sehr komplex, @erwerbsuchend. Ja, es gibt Internet - aber wie ihr sicherlich auch schon bemerkt habt, sind Märkte und Kaufhäuser, wie auch Discounter brechend voll! Das Internet ist meine ich lediglich ein Zusatz-Angebot und so sollte es auch bleiben.

Zweitens @alle: der Konsumzwang um Arbeitsplätze zu halten ist zweischneidig. Denn man soll ja auch sparen oder man muss auch mal sparen oder man will und man braucht definitv auch sich nicht ständig diesem verfluchten Kauf und Verkaufsterror stellen zu müssen. Das ist meiner Meinung nach ein Albtraum, dass die Menschen glauben beim Flanieren zwischen Konsum, Kaufs-Beflirtung und beim ständigen offenen Geldbeutel tragen müssend wenn man durch den Ort spazieren will so auch Cafès, Eisdielen usw. dass das ausschließlich Entspannung und Relaxing bringen kann. Es ist doch ein ständiger Konsumstress, den der Kapitalismus auch braucht um sich am leben zu halten.

Drittens: Gewinner sind die Kaufhaus- bzw. Konzerchefs. Eine Verkäuferin kann sich doch freuen, wenn sie sich ein Auto lesen kann, oder wenn sie ihren Arbeitsplan auf ihrem eigenen Internetanschluss lesen kann, während die Konzernchefs Swatch-Uhren tragen oder in Villen leben.

Viertens: das Problem liegt auch darin, dass Konsum kein dauerhaft Existenzgarant sein kann, weil Menschen unterschiedlich brauchen, und bspw. Extrem-Minimalisten (siehe Internet /youtbe) nur noch das Allernötigste brauchen bewusst brauchen wollen und sich damit frei, befreit und außerodentlich gut fühlen.

Es ist ein extremer Zwang, ein Kaufhaus halten zu können. Der Zwang besteht darin, Menschen ständig an ihren Geldbeutel und an ihr Konto zu wollen. Und nur dann sollen Arbeitsplötze gewährleistet sein?
Wenn die Arbeitsplötze gehalten werden müssen, dann muss es anders geschehen. Wer Lösungsvorschläge hat, bitte hier posten :icon_wink:

Ihr habt schon mitgekriegt, dass der Kleiderhändler Vögele insolvent ist? (Der für den die Moderatorin Birgit Schrowange gemoldet hat in der Werbung). https://fashionunited.de/nachrichte...-kaeufer-fuer-deutsche-filialen/2017012421652
Mit der Übernahme durch das italienische Konsortium Sempione Retail war der Rückzug des schweizerischen Bekleidungshändlers Charles Vögele vom deutschen Markt beschlossene Sache. Nun hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Käufer für die meisten seiner hiesigen Filialen gefunden.

ehrlich gesagt, die Mode bei Vögele hat mir auch nie gefallen, nebenbei gesagt.

@Heidschnucke: und Deutschland soll sich zum Billiglohnland entwickeln hieß es irgendwo.

Die Verträge für die Fusion Kaufhof - Karstadt sind unterschrieben. Nur noch das kartellamt muss sein ok geben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

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Der Staat soll nicht Unternehmen unterstützen und dadurch ihre Gewinne sichern.

Das könnte man machen wenn man diese Gelder als Darlehen nimmt oder dafür Aktienanteile bekommt, aber nicht umsonst.
 

noillusions

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Wenn die Arbeitsplötze gehalten werden müssen, dann muss es anders geschehen. Wer Lösungsvorschläge hat, bitte hier posten :icon_wink:

Bei dem was das Management da abgezogen hat, auch ggü. Verdi dürften Arbeitsangebote vor allem bei Kaufhof von vielen hier lesenden mit der Anti-ZAF Strategie bedacht werden. Für was bitte solche Arbeitsplätze erhalten? Gleiches im Fall Real.
 

Dagegen72

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@swavolt: genau, die Ärmsten der Armen müssen beim Jobcenter auch ein Darlehen für ein Bett, Brille usw. - für das Notdürftigste nur erhalten - und es wieder zurückzahlen - warum die UnternehmerInnen nicht?

@nouillsons: naja, weil ZAF dem Staat halt auch Sozialabgaben bringt, deshalb vielleicht?
Am Ende noch: und wenn du in der Arbeit geschlagen wirst, hauptsache du hast Arbeit? Gratis arbeiten - egal, hauptsache du hast Arbeit, dann brauchst du dich auch nicht als Sozialschmarotzer bezeichnen lassen. :icon_doh:
 

Dagegen72

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Korrektur: Birgit Schrowange wirbt oder warb (ich weiß es aktuell nicht https://www.youtube.com/watch?v=Q6aQIPlQWFk ) glaube ich für die Modekette Adler und nicht Vögele wie ich oben schrieb.

Achtung, sorry, habe gerade den Schalk im Nacken oder einen Clown gefrühstückt, wie auch immer: wer noch eine Eigenbemühung vorweisen muss fürs Zwangsbewerbertagebuch .. ihr wisst ja jetzt wo :icon_lol: Ironie aus. Und wo der Anti-Zaf-Thread ist wisst ihr ja, ansonsten Suchfunktion :biggrin:
 

Realo

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Ich will ja nicht unbedingt die Rolle des Pessimisten übernehmen.... Aber bei Karstadt Kaufhof geht es wohl nicht wirklich und das Geschäft mit den Kaufhäusern... Sowohl Karlstein als auch Kaufhof sind nicht gerade besonders gut aufgestellt. Ich würde mal eher vermuten... Dasss es in diesem Falle nur um die konzerneigenen Innenstadt immobilien geht... Und der Rest über kurz oder lang abgewickelt wird.... Das ist wohl eher die Realität....
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