Wollen wir die Manager vertreiben?

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ExitUser

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"Wollen wir die Manager vertreiben?"

Dierk Müller, Geschäftsführer der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland, über den Wettbewerb um die größten Talente, Neid und die drohende Abwanderung von Spitzenkräften.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/786/149428/

Und was wäre schlimm daran, wenn wir die Schmarotzer verlieren würden und an die Spitzen der Unternehmen Menschen kämen, die sich ihrer Pflichten und Aufgaben wieder bewußt wären?

Management-Outsourcing. Wir bekommen bestimmt im Ausland billigere Manager, die besser für weniger arbeiten. Die Methode der Manager einmal gegen sie selbst angewendet.
 

Richardsch

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Und selbt wenn, was bringt uns das? Dann kommt z.B. ein japanischer Manager und entlässt für weniger Geld die Leute. Damit zäumt man doch das Pferd von hinten auf.

Die Aufgabe eines Mangers ist die Gewinnmaximierung. Ob uns das nun passt oder nicht, diese Aufgabe erfüllen sie zu 100%. Es kommt halt immer darauf an auf welcher Seite man sitzt. Die Aktionäre, die eine höhere Dividene erwirtschaftet bekommen, sind jedenfalls sehr zufrieden.

Wegen mir können die Manager 1 Milliarde im Jahr verdienen. Das würde mich nicht stören, wenn wir alle eine gut bezahlte Beschäftigung hätten. Nur wären sie dann wieder schlechte Manager für die AGs und ihre Aktionäre.

Ich hatte mal gelesen, das Scheichs in einigen Emiraten, ihrem Volk ausreichend Arbeit und Geld geben, dass sie ein gutes Leben führen können. Jeder hatte sein Haus, sein Auto und kam dadurch gar nicht auf die Idee sich zu beschweren. Was von den Scheichen auch wohl gut durchdacht war.

Ich schätze hier ist das wohl schon wegen der ganzen Aktionäre nicht möglich. Also ich wäre eher dafür die ganzen AGs abzuschaffen. Soll jeder für sein Geld arbeiten, so wie man es uns ja auch erzählt.

Gruß Richard
 

Demosthenes

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...wenn sie vorher wenigstens von ihren ganzen durch Subventionen aufgepumpten und abschmarotzten/unterschlagenen Vermögenswerten enteignen, können diese Sesselwärmer gerne "gehen" - solches antisoziales Verhalten hat in einem modernen Sozialstaat sowieso keine Berechtigung...
 

münchnerkindl

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Die grössten Talente .. A la Ron Sommer und co...

Darf ich mal herzhaft lachen..
 

mercator

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Die Aufgabe eines Mangers ist die Gewinnmaximierung. Ob uns das nun passt oder nicht, diese Aufgabe erfüllen sie zu 100%. Es kommt halt immer darauf an auf welcher Seite man sitzt. Die Aktionäre, die eine höhere Dividene erwirtschaftet bekommen, sind jedenfalls sehr zufrieden.
Ich kann damit nicht viel anfangen. Natürlich muß ein Manager dafür sorgen, dass sein Unternehmen Gewinne macht. Nur frage ich mich immer, warum dabei die ethischen Grundsätze auf der Strecke bleiben müssen. Warum werden tausende Familien in die Armut gestürzt, damit ein ansich gut laufendes Unternehmen ein paar Prozent mehr Rendite erwirtschaftet? Außerdem ist längst erwiesen, dass die Löhne und Gehälter beispielsweise im produzierenden Gewerbe einen vergleichsweise geringen Teil der Stückkosten verursachen. Also hat das ganze eher mit Psychologie zu tun. Das bedeutet, um den Aktionären das Gefühl von steigenden Renditeerwartungen zu geben, werden tausende Familien ins Elend geschickt. Ein perverses System.
 

Mario Nette

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Die Aufgabe eines Mangers ist die Gewinnmaximierung. Ob uns das nun passt oder nicht, diese Aufgabe erfüllen sie zu 100%. Es kommt halt immer darauf an auf welcher Seite man sitzt. Die Aktionäre, die eine höhere Dividene erwirtschaftet bekommen, sind jedenfalls sehr zufrieden.
Folgernd kann man also sagen, dass nicht die Manager fort müssen, sondern dass ihre Ziele einer Anpassung in den Belangen aller bedürfen.

Mario Nette
 

Richardsch

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Folgernd kann man also sagen, dass nicht die Manager fort müssen, sondern dass ihre Ziele einer Anpassung in den Belangen aller bedürfen.
Genauso sehe ich das. Es ist gleich, ob der Manager nur 10.000 im Jahr 1 Million oder mehr im Jahr verdient. Entscheidend ist, dass er möglichst viel Gewinn für die Aktionäre rausholt. Macht er das nicht und sträubt sich z.B. gegen Massenentlassungen, ist er weg vom Fenster. Tausend neue Manager stehen vor der Türe um dann den sozialen Kahlschlag weiter zu führen.

@Mercator
Das bedeutet, um den Aktionären das Gefühl von steigenden Renditeerwartungen zu geben, werden tausende Familien ins Elend geschickt.
Es ist ja nicht nur ein Gefühl, es ist Fakt. Sieh doch nur mal den letzten Beitrag über die Stromerhöhung.
Wie schrieb Martin so schön und treffend: "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."

Deshalb bin ich ein großer Befürworter, dass die AGs abgeschafft werden (leider Wunschdenken). An der Börse wird lange nicht mehr nur mit Geld, sondern mit sehr vielen Menschenleben gespielt. Das ist verachtungswürdig.

Gruß Richard
 

Borgi

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Es ist auch bewiesen, dass Manager durch Unwissenheit Firmen in die Pleite schicken. Sie rationalisieren den Laden bis zur Insolvenz, reichen die Insolvenz aber viel zu spät ein. Der Verband der Gerichtsvollzier bzw. Insolvenzverwalter hat darüber einen Bericht erstellt. Demnach sind Manager die größten Pleitemacher!
 

Richardsch

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Es ist auch bewiesen, dass Manager durch Unwissenheit Firmen in die Pleite schicken. Sie rationalisieren den Laden bis zur Insolvenz, reichen die Insolvenz aber viel zu spät ein. Der Verband der Gerichtsvollzier bzw. Insolvenzverwalter hat darüber einen Bericht erstellt. Demnach sind Manager die größten Pleitemacher!
Hast du mal ein Beispiel?

Es gibt ja auch das schöne Buch "Nieten in Nadelstreifen". Zwischenzeitlich weiß ich wirklich nicht mehr was ich glauben soll. Für mich steckt eher eine Strategie dahinter, wie z.B. bei der "Heuschrecken-Plage", als Dummheit.

Gruß Richard
 
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amondaro

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Moin,

ich glaube,Deutschland würde dies richtig gut tun wenn einige Manager sich ne Feder in den Ar... stecken würden und wech !!

Sollen sie gehen,aber wohin.Oder meint ihr das alle Manager woanders unterkommen werden.


Was wurde letzens in einer TV-Diskussion gesagt,das die Manager dies absichtlich Machen in dem sie die Firmeneigner übergehn und Anzocken einige sogar mit Betriebsrat zusammen.

Die Firmeneigner müssen wieder das Ruder in die Hand bekommen und diese
korrupten Manager falls feuern ohne Abpfindung.


mfg
 

Richardsch

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Sollen sie gehen,aber wohin.Oder meint ihr das alle Manager woanders unterkommen werden.
Du kannst das wie bei Fussballtrainern sehen. Deren Stuhl ist ebenso wackelig wie die eines Managers oder auch Politikers. Eins haben sie allerdings gemeinsam. Wenn sie gehen haben sie meist großen Schaden hinterlassen, ihre Taschen sind vollgestopft und in irgendeinem Verein/Unternehmen/Partei kommen sie dennoch immer wieder unter.

Gruß Richard
 
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