Wohnungswechsel

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Adlerpapi

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Hallo,

also ich gehe mal nicht davon aus, dass dieser Fall nicht eintritt, aber besser vorher klären, damit man gewappnet ist.

Meine Ex erhält ALG2. Ich erhalte ergänzendes ALG2 da wir die Kinder hälftig betreuen und meine Ex das Kindergeld bekommt.

Angenommen meine Ex müßte umziehen, da die Wohnung zu groß geworden ist, wegen dem Auszug einiger Kinder aufgrund des Alters oder beim leiblichem Vater wohnen, wegen der Nähe zum Ausbildungsplatz. Völlig normale Vorgänge also.

Meine Ex wohnt mit ihrem Lebensgefährten und unseren 2 gemeinsamen Kindern in der Nähe von mir, da wir das Wechselmodell haben.

Nun wird von ihr verlangt, dass sie umziehen muss wegen der MIete und der Wohnungsgröße. Sie würden eine angemessene Wohnung ca. 20km von hier finden. Ich könnte aber dann nicht mehr die hälftige Betreuung durchführen, und außerdem will ich nicht, dass meine Kinder in einen anderen Ort ziehen. Sie haben hier ihre Freunde, Schule, Kindergarten und Sportvereine.

Ganz einfach gefragt: Könnte ich es verhindern, dass meine Ex umziehen muss, sie hier wohnen bleiben kann und wir weiterhin uns in der Betreuung unserer gemeinsamen Kinder abwechseln? Und auch soweit, dass die Arge die Wohnkosten übernehmen muss bei meiner Ex?

Irgendwo im SGB steht, so glaube ich, dass es ebenfalls auf das Kindeswohl ankommt.

Freue mich auf Diskussionen.

Adlerpapi
 
G

gast_

Gast
Angenommen meine Ex müßte umziehen, da die Wohnung zu groß geworden ist, wegen dem Auszug einiger Kinder aufgrund des Alters oder beim leiblichem Vater wohnen, wegen der Nähe zum Ausbildungsplatz. Völlig normale Vorgänge also.

Kann man nichts zu sagen.. hängt davon ab, wieviel sie selbst zahlen sollte (Wirtschaftlichkeitsberechnung) , ob es wichtige Günde gibt in der Wohnung zu bleiben, ob es in der Nähe freie Wohnungen gibt usw

Ich könnte aber dann nicht mehr die hälftige Betreuung durchführen,

das wäre ein wichtiger Grund


und außerdem will ich nicht, dass meine Kinder in einen anderen Ort ziehen.

Das interessiert das Amt weniger

Sie haben hier ihre Freunde, Schule, Kindergarten und Sportvereine.

Gewohntes Umfeld - mit Attest vom Kinderarzt - wäre auch ein wichtiger Grund

Ganz einfach gefragt: Könnte ich es verhindern, dass meine Ex umziehen muss,

du? nein, sie müßte es versuchen, als Vertreterin eurer Kinder
.
 

whistler

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Hallo,

also ich gehe mal nicht davon aus, dass dieser Fall nicht eintritt, aber besser vorher klären, damit man gewappnet ist.

Irgendwo im SGB steht, so glaube ich, dass es ebenfalls auf das Kindeswohl ankommt.

Freue mich auf Diskussionen.

Adlerpapi

Entscheidend ist wohl § 22 Abs. 1 SGB II
§ 22 SGB II*Bedarfe für Unterkunft und Heizung

Deine Ex-Partnerin müsste wohl argumentieren, dass es aus den Gründen, die von Dir hier genannt werden, ihr und den Kindern nicht zumutbar ist, umzuziehen. Außerdem könnte man auch argumentieren, dass ein Umzug unwirtschaftlich wäre.

Das Jobcenter wird in der Regel höchstens noch 6 Monate die erhöhten KdU übernehmen, dann nicht mehr. Es wird argumentieren, dass Deine Ex-Partnerin auch eine Wohnung finden kann, die nicht 20 km entfernt liegt.
Also der übliche Weg, falls keine nähere Wohnung gefunden werden kann: Widerspruch einlegen, sofern ein Bescheid zugeht, Einstweilige Anordnung, Prozesskostenhilfeantrag und mit dem Kindeswohl argumentieren.
Den Widerspruch müsste zunächst Deine Ex-Partnerin einlegen.
Und die Nachweise der Wohnungssuche sollte sie schriftlich genau festhalten und ein schriftliches Protokoll anfertigen, damit sie auch beweisen kann, dass es in der Nähe keine angemessene Wohnung gibt.
 

Adlerpapi

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Rechtlich gesehen ist es so, dass beide Elternteile das ABR haben. Wenn ich meine Zustimmung nicht geben würde für den Umzug, die erforderlich ist, gebe es da ein gewaltiges Problem.

Anders wiederum müsste die Arge dann meinem Umzug in der Nähe meiner Kinder zustimmen und die Umzugskosten, sowie Kaution und Maklergebühren übernehmen.
Oder gibt es da andere Meinungen?
 
G

gast_

Gast
Rechtlich gesehen ist es so, dass beide Elternteile das ABR haben.

Wenn ich meine Zustimmung nicht geben würde für den Umzug, die erforderlich ist, gebe es da ein gewaltiges Problem.

Das siehst du falsch. Das eine ist das Famlienrecht - das andere das SGB II.

Die Kinder leben doch mit Hauptwohnsitz in der Wohnung deiner Frau?

Anders wiederum müsste die Arge dann meinem Umzug in der Nähe meiner Kinder zustimmen

wie kommst du darauf? Besuchsfahrten müßten dir finanziert werden...

und die Umzugskosten, sowie Kaution und Maklergebühren übernehmen.
Oder gibt es da andere Meinungen?
Es wohnen so viele Väter weit weg von ihren Kindern, denen wird auch kein Umzug in die Nähe der Kinder finanziert...
 

Knoedels

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Moin Adlerpapi
Ne da bist du komplett auf dem Holzweg.
Die Arge interessiert das nicht was DU willst. Wenn es zu weit wäre wo deine Ex mit den Kindern hinzieht und du das Umgangsrecht nicht mehr ausüben könntest - kannst du einen Mehrbedarf geltend machen, dh. du bekommst höchstfalls einen Zuschuss.
Deinen Umzug genehmigen aus diesen gründen ? Nö, vergiß es.
Die Arge genehmigt nur wenn du da größere Chancen auf einen Arbeitsplatz hast, nicht wegen deinen Kindern - das müßtest du über Gericht einklagen.
Das ABR sagt nicht das du bestimmen kannst in welcher Wohnung deine Kinder wohnen dürfen. 20 km sind für die Arge keine Entfernung, da kommst du noch mit dem ÖPNV hin, also trenn dich von dem Gedanken da irgendetwas ausrichten zu können.
Was anderes wäre, sie wollte jetzt mit den Kindern ins Ausland. Da könntest du dich gegen wehren.
lg
 

Adlerpapi

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Danke für eure Antworten. Ich glaube zwar nicht, dass es so weit kommt, weil die Wohnung meiner Ex recht günstig ist.

Andernfalls würde ich tatsächlich klagen. Es gibt genügend Gründe die für die Beibehaltung des Wechselmodells sprechen. Unsere 2 gemeinsamen entwickeln sich gut weil wir das Kindeswohl im Blick hatten. Es war am Anfang schwer, und manchmal hätte ich liebend gerne das eine oder andere getan, aber schlußendlich war es für alle so am besten.

Die Arge würde, wenn sie meinen, meine Ex muesste umziehen und mir den Umzug nicht gestatten würden, gegen Art. 6 Abs. 2 und 3 des Grundgesetzes. Zumindest würde ich mit dem Argument kommen und soweit gehen, wie es nötig ist.

Was das ABR angeht, da habe ich sehr wohl ein Recht mitzuentscheiden, ob die Kinder umziehen oder nicht.

Aber wie gesagt, ich denke nicht, dass es soweit kommt.

Danke trotzdem für eure Meinungen.

Gruß Adlerpapi
 
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