Wohnungsverkauf rechtens nach Hartz4

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Anja100

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Hallo an alle,

kurz zu mir: ich bin Witwe, fast 60 Jahre alt und hatte die Möglichkeit, eine weiterführende Maßnahme und ALG 2 vom JC zu erhalten, nachdem ich arbeitslos geworden bin.

Meine Eigentumswohnung stammt aus besseren Zeiten und ist bezahlt. Leider ist die inzwischen aufgrund diverser Neuerungen im Haus zu teuer geworden, so dass das JC durchblicken ließ, ich solle doch bitte eine billigere Wohnung suchen. Das sehe ich ein und möchte es auch selbst.

Doch wenn ich schon umziehe, möchte ich zurück in mein Heimatbundesland, wo auch meine sozialen Kontakte leben. Ich hatte aus privaten Gründen hier eine Wohnung bezogen. Diese Gründe bestehen nicht mehr.

Deswegen wollte ich mich in Kürze nach einer kleineren Wohnung umsehen, allerdings, wie geschrieben, nicht hier. Ich hatte geplant, meine zu verkaufen und vom Erlös die Kleinere anzukaufen, so dass alle notwendigen Zusatzkosten vom Verkaufserlös bezahlt werden.

Meine Maßnahme läuft nicht mehr lange. Eine Weiterbewilligung irgendwelcher Gelder möchte ich danach nicht mehr in Anspruch nehmen, weder hier noch sonstwo. Zumindest war es so von mir geplant, da die Möglichkeit einer Arbeit im Minijob am neuen Wohnort theoretisch gegeben ist.

Allerdings ist es in meinem beruflichen Bereich leider üblich, dass die zu Betreuenden schnell mal versterben. Und dieser Umstand ist sehr schlecht zu kalkulieren.

Deswegen meine Fragen:

Was passiert, wenn ich z.B. dort eine kleine Wohnung mit viel geringeren Hausgeldkosten als hier kaufe, und meine zu Betreuende verstirbt? Und darf ich überhaupt als dann ehemaliger ALG 2 - Bezieher gleich nach Beendigung der Transferleistungen meine Wohnung verkaufen und anderswo neu kaufen? Oder würde mir das als "Bereicherung" bzw. mutwillige Herbeiführung der Hilfebedürftigkeit ausgelegt, falls ich doch irgendwann wieder ALG 2 benötigen würde? Müsste ich hier irgendwas zurückzahlen? Meine Eingliederungsvereinbarung ist im letzten Jahr abgelaufen.

Ich frage, weil ich immer wieder zu lesen meinte, ich dürfe zwar mieten, aber nicht kaufen! So recht erschließt sich dieser Sinn für mich nicht. Auf regulärer Rente ab 65 wäre ich nur durch einen Kauf in der Lage, die Lebenshaltungskosten in jeden Fall zu bestreiten. Als Mieterin bliebe ich abhängig.

Und ab wann nach einem Kauf dürfte ich im Fall der Fälle überhaupt ALG 2 beantragen? Gibt es da eine Zeitspanne? Ich möchte unter keinen Unmständen später irgendwann aus irgendeinem Grund noch mal umziehen müssen.

Danke in voraus!
 

alvis123

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Hi Anja...

...ich kann Dich zwar ohne die Zahlen zu kennen nicht abschließend beraten, Dir aber ein paar Tips geben. Der Einfachheit halber tu ich das so:


Hallo an alle,

kurz zu mir: ich bin Witwe, fast 60 Jahre alt und hatte die Möglichkeit, eine weiterführende Maßnahme und ALG 2 vom JC zu erhalten, nachdem ich arbeitslos geworden bin.

Meine Eigentumswohnung stammt aus besseren Zeiten und ist bezahlt. Leider ist die inzwischen aufgrund diverser Neuerungen im Haus zu teuer geworden, so dass das JC durchblicken ließ, ich solle doch bitte eine billigere Wohnung suchen. Das sehe ich ein und möchte es auch selbst.
Ist "wischi-waschi". Bist Du schriftlich zur Kostensenkung aufgefordert worden?

Doch wenn ich schon umziehe, möchte ich zurück in mein Heimatbundesland, wo auch meine sozialen Kontakte leben. Ich hatte aus privaten Gründen hier eine Wohnung bezogen. Diese Gründe bestehen nicht mehr.
Es ist möglich auch während des ALGII-Bezugs in ein anderes Bundesland umzuziehen. Lass Dir schriftlich vom jetzigen JC den Umzug genehmigen. Mit dem Schrieb meldeste Dich bei dem "neuen" Jobcenter wieder an.


Deswegen wollte ich mich in Kürze nach einer kleineren Wohnung umsehen, allerdings, wie geschrieben, nicht hier. Ich hatte geplant, meine zu verkaufen und vom Erlös die Kleinere anzukaufen, so dass alle notwendigen Zusatzkosten vom Verkaufserlös bezahlt werden.
Warum willste das alleine bezahlen? Wenn Du die Kostensenkungsaufforderung hast, musste vom JC aus schon umziehen. Ist Verhandlungssache mit dem JC.


Meine Maßnahme läuft nicht mehr lange. Eine Weiterbewilligung irgendwelcher Gelder möchte ich danach nicht mehr in Anspruch nehmen, weder hier noch sonstwo. Zumindest war es so von mir geplant, da die Möglichkeit einer Arbeit im Minijob am neuen Wohnort theoretisch gegeben ist.
Warum? Haste denn dann ausreichend Einkommen sicher?

Allerdings ist es in meinem beruflichen Bereich leider üblich, dass die zu Betreuenden schnell mal versterben. Und dieser Umstand ist sehr schlecht zu kalkulieren.

Deswegen meine Fragen:

Was passiert, wenn ich z.B. dort eine kleine Wohnung mit viel geringeren Hausgeldkosten als hier kaufe, und meine zu Betreuende verstirbt? Und darf ich überhaupt als dann ehemaliger ALG 2 - Bezieher gleich nach Beendigung der Transferleistungen meine Wohnung verkaufen und anderswo neu kaufen? Oder würde mir das als "Bereicherung" bzw. mutwillige Herbeiführung der Hilfebedürftigkeit ausgelegt, falls ich doch irgendwann wieder ALG 2 benötigen würde? Müsste ich hier irgendwas zurückzahlen? Meine Eingliederungsvereinbarung ist im letzten Jahr abgelaufen.
Du beziehst doch schon ALGII; also liegt Dein Vermögen (ETW) innerhalb des Schonvermögens.

Ich frage, weil ich immer wieder zu lesen meinte, ich dürfe zwar mieten, aber nicht kaufen! So recht erschließt sich dieser Sinn für mich nicht. Auf regulärer Rente ab 65 wäre ich nur durch einen Kauf in der Lage, die Lebenshaltungskosten in jeden Fall zu bestreiten. Als Mieterin bliebe ich abhängig.
Das ist Qatsch. Du kannst mit Deinem Vermögen machen, was Du willst; lediglich Einkommen wird mit dem Regelsatz verrechnet.

Und ab wann nach einem Kauf dürfte ich im Fall der Fälle überhaupt ALG 2 beantragen? Gibt es da eine Zeitspanne? Ich möchte unter keinen Unmständen später irgendwann aus irgendeinem Grund noch mal umziehen müssen.
Ich würde im ALGII-Bezug bleiben; kann sein, dass Du mit dem eventuellen Minijob aufstocken musst.

Danke in voraus!

Warum lässt Du Dich nicht von Deiner SB beraten? Ich häng Dir mal eine Datei dazu an.

MfG
 

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HajoDF

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Hallo Anja,
zumindest wäre ein Verkauf der Wohnung während des Bezuges von ALG II sehr kritisch.
Ziehst Du nämlich aus der Eigentumswohnung aus in eine Mietwohnung, ist Deine Eigentumswohnung zunächst verwertbares Vermögen im Sinne von ALG II.
Ob eine solche Aktion als Veränderung des Schonvermögens gewertet werden kann, erscheint mir zumindest zweifelhaft.

Unbedenklich wäre ein Verkauf der Wohnung, nachdem Du kein ALG II mehr beziehst. Doch wovon willst Du dann leben?
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
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Dieser Satz bzw. Vorhaben ist auch sehr bedenklich!!!!!


Deswegen wollte ich mich in Kürze nach einer kleineren Wohnung umsehen, allerdings, wie geschrieben, nicht hier. Ich hatte geplant, meine zu verkaufen und vom Erlös die Kleinere anzukaufen, so dass alle notwendigen Zusatzkosten vom Verkaufserlös bezahlt werden.

Hast du schriftlich eine Kostensenkungsaufforderung bekommen, oder lief
das alles nur auf mündlicher Ebene?

:icon_pause:
 

Anja100

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Hallo Anja,
zumindest wäre ein Verkauf der Wohnung während des Bezuges von ALG II sehr kritisch.
Ziehst Du nämlich aus der Eigentumswohnung aus in eine Mietwohnung, ist Deine Eigentumswohnung zunächst verwertbares Vermögen im Sinne von ALG II.
Ob eine solche Aktion als Veränderung des Schonvermögens gewertet werden kann, erscheint mir zumindest zweifelhaft.

Unbedenklich wäre ein Verkauf der Wohnung, nachdem Du kein ALG II mehr beziehst. Doch wovon willst Du dann leben?

Erst einmal meinen Dank an alle, die geantwortet haben!

Ja, ich möchte meine Wohnung verkaufen, nachdem ich kein ALG 2 mehr beziehe.

Leben möchte ich erst einmal vom Verkaufserlös.

Nein, ich hatte keine schriftliche Aufforderung vom JC, billiger zu wohnen. Es war nur ein mündlicher Hinweis.
 
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