Wohnungssuche... wohin soll die Reise gehn? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Negev

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Oktober 2013
Beiträge
218
Bewertungen
112
Servus,
will mir in der nächsten Zeit eine neue Wohnung suchen. Nun bin ich etwas überfordert, was die Suche angeht. Auch in Anbetracht meiner Aktuellen Situation - das ich ALG 2 beziehe.

Grundgesetzlich bin ich ortsungebunden.
Es wäre wahrscheinlich vorteilhaft, sich eine Gegend zu suchen, in der meine Chancen, einen Job oder eine andere Ausbildung (bin ja offen) zu finden, größer sind.

Immer wieder ist auch zu hören, dass der Unterschied zwischen den Jobcentern recht groß ist. Vielleicht wäre auch dieser Punkt zu beachten.

Wo in Deutschland sucht man noch Arbeitskräfte und wo sind die Jobcenter eher bereit, mir wirklich zu Helfen?

Die andere Frage ist, kann ich mir meinen Wohnsitz -deutschlandweit- überhaupt heraussuchen?
 
E

ExitUser

Gast
Wo in Deutschland sucht man noch Arbeitskräfte und wo sind die Jobcenter eher bereit, mir wirklich zu Helfen?

Die andere Frage ist, kann ich mir meinen Wohnsitz -deutschlandweit- überhaupt heraussuchen?
Hallo! Das kommt darauf an, was du dem Arbeitsmarkt anbieten kannst. Wenn du so flexibel bist, such dir doch erst den Job und dann die Wohnung. Es soll ja sogar noch Arbeitgeber geben, die bei der Wohnungssuche behilflich sind oder entsprechende Kontakte haben.

Oft ist es so, dass in den Großstadtregionen, wo die Arbeitslosenquote eher gering ist, die Wohnungen eher knapp sind. Als Alg-II-Bezieher wird es ohnehin schwierig überhaupt eine annehmbare Wohnung zu finden.
 
E

ExitUser

Gast
Wo in Deutschland sucht man noch Arbeitskräfte ...
... vor allem dort, wo Du eher keine Wohnung finden wirst.

... und wo sind die Jobcenter eher bereit, mir wirklich zu Helfen?
Nirgends, vor allem nicht in Optionskommunen.

Die andere Frage ist, kann ich mir meinen Wohnsitz -deutschlandweit- überhaupt heraussuchen?
Das kommt drauf an. Wenn Du zum Umzug und zur Anmietung kein Geld von Vater Staat brauchst und auch am neuen Wohnort mit dem Betrag für die KdU auskommst, den Du jetzt erhälst, dann ja. Aber auch nur dann.
 
E

ExitUser

Gast
Ich war über einem Jahr auf Wohnungssuche. Und bin dieses Jahr in einer Region gelandet, wo es eine Optionskommune gibt. Schöner Mist. Aber besser als im Haus der Eltern mit Ü30 wo nur Psychoterror herrschte. Die jetzige Arbeitssuche ist auch eher wie früher - fast so wie "...mühsam ernährt sich das Eichhörnchen".
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
16.624
Bewertungen
19.170
Für meine Wohnungssuche habe ich als erstes auf den ÖPNV geachtet, dann auf eine grüne ruhige Umgebung.....das alles musste natürlich zur möglichen kdu passen.

Also etwas neues in Aussicht hatte, habe ich mir dann vom Vermieter kündigen lassen...Eigenbedarf.... Damit stand einem Umzug nix mehr im Wege....und mit der warmmiete liege ich jetzt 45€ unter der möglichen kaltmiete...dorfidylle in der Großstadt.:icon_mrgreen:
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
und auch am neuen Wohnort mit dem Betrag für die KdU auskommst, den Du jetzt erhälst, dann ja.
zumindest momentan ist das aber bei Umzug in den Zuständigkeitsbereich eines neuen JC aber anders. Da geht es nach der angemessenen Miete am neuen Wohnort. Nur innerhalb der Kommune können die diese Beschränkungen bei einem ungenehmigten Umzug machen. Könnte aber sein, dass die da demnächst etwas dran drehen
 
E

ExitUser

Gast
Das alte jc hat bei mir den Umzug zugestimmt. Das neue behauptet, ich wäre ohne Zustimmung umgezogen und somit gibts von denen keine Kaution.
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.341
Bewertungen
4.140
Das alte jc hat bei mir den Umzug zugestimmt. Das neue behauptet, ich wäre ohne Zustimmung umgezogen und somit gibts von denen keine Kaution.
Bei einem rechtskonformen und ordnungsgemäßen Verfahren auf Zusicherung (Zusicherungsverfahren), wäre das nicht passiert bzw. kann das nicht passieren. Das Zusicherungsverfahren stellt einen formellen Verwaltungsakt dar, wo das alte Jobcenter das neue Jobcenter kontaktieren muss, um genau solche "Probleme" zu vermeiden. Wenn du nun schriftlich die Zusicherung des alten Jobcenters hast und das neue Jobcenter im Nachgang die Übernahme der Kaution verweigert, dann würde ich zum Sozialgericht gehen. Vermutlich liegt hier - wie oft - mal wieder ein Verwaltungsfehler vor.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Das neue behauptet, ich wäre ohne Zustimmung umgezogen und somit gibts von denen keine Kaution.
Meines Wissens nach, braucht es aber keine Zustimmung zum Umzug, wenn Du Ü25 bist und Du keine Umzugskosten für den Transport brauchst. Das JC lehnt sich da ganz weit aus dem Fenster. Aber das kann man dann in Deinem Thread weiter behandeln.
 
E

ExitUser

Gast
Bei einem rechtskonformen und ordnungsgemäßen Verfahren auf Zusicherung (Zusicherungsverfahren), wäre das nicht passiert bzw. kann das nicht passieren.
Beim Mobzenta?! -:icon_lol:

Es wird einfach keine Zusicherung erteilt, selbst wenn die Miete angemessen ist. Dann heißt es später Aufwendungen für den Umzug können nur nach vorheriger Zusicherung übernommen werden.

Soviel dazu. Ich dachte immer in Leistungsangelegenheiten funktioniert meine Behörde ganz gut, aber für alles, was über die monatlichen Leistungen hinausgeht, sind einfach die Rechtskenntnisse und der Wille bei den Mitarbeitern offensichtlich nicht vorhanden.

@ snoopsy

Das allte JC muss Notwendigkeit des Umzugs und Angemessenheit der neuen Miete unter Berücksichtigung der KdU-Richtlinie feststellen. Das neu Mobzenta kann ja behaupten was es will. Du hast das ja schriftlich.

Eine Kaution bekommst du eh nur als Darlehen. Da ist man möglicherweise mit einem Privatdarlehen besser dran.
 
E

ExitUser

Gast
Das alte jc hat bei mir den Umzug zugestimmt. Das neue behauptet, ich wäre ohne Zustimmung umgezogen und somit gibts von denen keine Kaution.
Hat man Dir nur die Notwendigkeite eines Auszuges aus der alten Wohnung bestätigt oder einen Umzug in die Wohnung, die Du jetzt / demnächst bewohnst? Das ist ein großer Unterschied ...

Meines Wissens nach, braucht es aber keine Zustimmung zum Umzug, wenn Du Ü25 bist und Du keine Umzugskosten für den Transport brauchst.
Das ist nur die halbe Wahrheit.

Das JC lehnt sich da ganz weit aus dem Fenster.
Nein. Ohne vorherige Zustimmung gibt es gar nichts, auch keine Kaution.
Sollte das alte JC dem Fredstarter vorgegaukelt haben, daß das neue JC die Zustimmung erteilt habe, dann muß er schauen, ob und wie er beim SG aus dieser Täuschung Honig saugt.

@ snoopsy

Das allte JC muss Notwendigkeit des Umzugs und Angemessenheit der neuen Miete unter Berücksichtigung der KdU-Richtlinie feststellen. Das neu Mobzenta kann ja behaupten was es will. Du hast das ja schriftlich.
Für die Prüfung der Angemessenheit der Wohnung ist das neue JC zuständig. Das arbeitsteilige Verfahren zwischen altem und neuem Jobcenter sollte aber insofern geändert werden, daß das neue mehr (bzw. alle) Entscheidungen trifft.

Bei einem rechtskonformen und ordnungsgemäßen Verfahren auf Zusicherung (Zusicherungsverfahren), wäre das nicht passiert bzw. kann das nicht passieren. Das Zusicherungsverfahren stellt einen formellen Verwaltungsakt dar, wo das alte Jobcenter das neue Jobcenter kontaktieren muss, um genau solche "Probleme" zu vermeiden.
Stimmt zwar. Aber oftmals läuft das eben nicht rechtskonform, sondern so:

Es wird einfach keine Zusicherung erteilt, selbst wenn die Miete angemessen ist.
Worunter wohl zu verstehen ist, daß das JobCenter gar nicht reagiert, also weder zustimmt noch rechtsmittelfähig ablehnt. Dann muß man (bspw. bei bevorstehendem Räumungstermin) das JC per eA zur Zustimmung zwingen lassen.
 
E

ExitUser

Gast
Worunter wohl zu verstehen ist, daß das JobCenter gar nicht reagiert, also weder zustimmt noch rechtsmittelfähig ablehnt. Dann muß man (bspw. bei bevorstehendem Räumungstermin) das JC per eA zur Zustimmung zwingen lassen.
In meinem Fall wurde abgelehnt, obwohl die Miete angemessen ist. Das neue JC war bisher nicht erkennbar beteiligt.
 
E

ExitUser

Gast
In meinem Fall wurde abgelehnt, obwohl die Miete angemessen ist. Das neue JC war bisher nicht erkennbar beteiligt.
Im ersten Schritt muß der Umzug erforderlich sein. Ist das der Fall, prüft das neue JC die Angemessenheit der Wohnung. Die Notwendigkeit der Beteiligung und Zustimmung des neuen JC wurde eingeführt, nachdem es in Mode gekommen war, LE in den Zuständigkeitsbereich anderer JCs abzuschieben. Manche Kommunen haben den auswärtigen Maklern dafür systematisch Kopfprämien gezahlt.

Man muß sich also spätestens zu ALG1-Zeiten noch eine Gegend aussuchen, in der man dann auch längerfristig bleiben kann und den Umzug erledigt haben, bevor der ALG2-Antrag zu stellen ist.

Ein Umzug gegen den Willen des JC's geht nur, wenn man das völlig ohne Leistungen (also auch ohne Kaution) bewerkstelligen und damit leben kann, daß die Miete auf den alten Betrag gedeckelt wird - und zwar solange, bis der Leistungsbezug auf Grund existenzsichernder Einkünfte für mindestens einen Monat unterbrochen wurde (Bundessozialgericht - B 14 AS 23/13 R).
 
E

ExitUser

Gast
Ein Umzug gegen den Willen des JC's geht nur, wenn man das völlig ohne Leistungen (also auch ohne Kaution) bewerkstelligen und damit leben kann, daß die Miete auf den alten Betrag gedeckelt wird - und zwar solange, bis der Leistungsbezug auf Grund existenzsichernder Einkünfte für mindestens einen Monat unterbrochen wurde (Bundessozialgericht - B 14 AS 23/13 R).
Zum 1000. Mal. Gedeckelt werden darf nur im Geltungsbereich einer örtlichen Richtlinie und das auch nicht unbegrenzt. Für Urteile bitte Suchfunktion nutzen.

Alle §§ helfen aber nichts, wenn sich keiner dran hält. Bei mir wurde sogar das Alg-II willkürlich gestrichen. Die neue Behörde bewilligt einfach nicht.

Wenn man keinen Grund für einen ER hat, darf man dann trotz Arbeit wieder am Existenzminimum rumknapsen. Ich bin mal gespannt, wie das Gericht es sieht.
 
E

ExitUser

Gast
Alle §§ helfen aber nichts, wenn sich keiner dran hält. Bei mir wurde sogar das Alg-II willkürlich gestrichen. Die neue Behörde bewilligt einfach nicht.
Das kenne ich aus eigener Erfahrung.

Wenn man keinen Grund für einen ER hat, ...
Da Du einen Anspruch hast, muß Dir die Kohle irgendwo fehlen. Bei den meisten ist es das Geld für die freiwillige KV, was ja eigentlich nicht eingeplant werden braucht und in einer Situation, da das Vermögen angegriffen werden muß, auch nicht zur Verfügung steht. Nach zwei Monaten Beitragsrückstand hat man mit der Mitteilung über das Ruhen des Versicherungsschutzes (§ 16 Abs. 3a SGB V) den benötigten Antragsgrund.

Wer dagegen sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, wird andere Verpflichtungen haben, die er trotz erheblicher Nachteile nicht bedienen kann.
 
Oben Unten