Wohnungssuche - Drohung der Obdachlosigkeit - Ludwigshafen am Rhein (1 Betrachter)

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nighty2k17

Gast
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe ein heftiges Problem und stehe buchstäblich am 31.03.2017 auf der Straße. Ich versuche mal ganz weit auszuholen und euch mit sovielen Infos wie möglich zu versorgen um vielleicht die beste Hilfe zu bekommen, denn mit meinem Latein bin ich wortwörtlich so langsam am Ende....

Ich habe praktisch mein ganzes Leben bei meinen Großeltern gelebt (Grund: Besseres Zuhause, Essen, jemand der sich zu jeder Zeit um mich kümmern kann, da mein Vater Schichtarbeit leistet und nicht immer da ist/war). Den Kontakt zu meiner Mutter habe ich damals mit 14 Jahren abgebrochen weil mir die Umstände noch weniger gefallen haben. Soweit so gut, vor ca. 11 Jahren war das glaub ich erlitt meine Oma einen Schlaganfall der Sie zu einem Pflegefall gemacht hat. Wir hatten sie bei uns zuhause und mein Opa und ich haben uns um sie gekümmert, gepflegt und so ziemlich alles getan um es ihr so angenehm wie möglich zu machen. Vor 4 Jahren ist mein Opa verstorben und ich musste den Part alleine übernehmen, mein Vater kam auch nur so alle 2-3 Wochen mal vorbei wenn irgendwelche Einkäufe oder sonstige Behördengänge gemacht werden mussten vorbei oder mal kurz nach dem Rechten zu sehen....

Jetzt kam leider der dicke Fauxpass an Heilig Abend, meine Oma ist zu diesem Zeitpunkt verstorben und joa jetzt stehe ich so ziemlich ohne alles da. Ich hab mich nach den weihnachtlichen Feiertagen direkt beim Arbeitsamt gemeldet und beziehe seitdem ALG2 und nach einer Wohnung muss ich selbst ausschau halten, hat man mir zumindest so gesagt. Jetzt sind fast 3 Monate vergangen und ich bin immernoch Erfolglos auf Wohnungssuche.....

Habe ich eine, sagen wir nach der KDU oder wie man das nennt passende Wohnmöglichkeiten gefunden, heißt es entweder sorry nur mit einem Arbeitsplatz oder man schreibt garnicht zurück bzw. es gibt direkt eine Absage.

Ich bin leider so gut wie noch nie Arbeiten gewesen (kurzfristig hier und da um mal ein bisschen Extra-Geld zu haben) auch eine Ausbildung habe ich nie genossen, da ich Schelm lieber dachte ich bin für meine Oma solange da so wie sie für mich da war und habe mein Leben in den Wind geschossen. Naja nun schreibe ich hier und hoffe irgendwie noch irgendwie durch "professionelle" Tipps/Hilfe eurerseits mein Leben in den Griff zu bekommen und einen Grundstein zu legen.

Ich bedanke mich schonmal im vorraus...
 

axellino

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Guten Morgen,

ich habe ein heftiges Problem und stehe buchstäblich am 31.03.2017 auf der Straße.
Ich habe praktisch mein ganzes Leben bei meinen Großeltern gelebt
Vor 4 Jahren ist mein Opa verstorben
an Heilig Abend, meine Oma ist zu diesem Zeitpunkt verstorben
Warum stehst Du am 31.03. auf der Strasse, schildere das bitte ein wenig genauer ??
So denn Oma und Opa in einen Mietverhältnis standen, trittst Du mit Tod von Oma, als Angehöriger und nicht Vertragspartner gemäß § 563 Abs. 2 BGB in das bestehende Mietverhältnis ein.

Auch ein Enkel ist „Familienangehöriger“ i.S.v. § 563 Abs. 2 BGB (LG Berlin MM 86, 291)

Ich hab mich nach den weihnachtlichen Feiertagen direkt beim Arbeitsamt gemeldet und beziehe seitdem ALG2
Hast Du KDU für die Wohnung von Oma/Opa in der Du dich befindest beantragt und bewilligt bekommen ??
Wenn ja und die Wohnung wäre für dich alleine nicht mehr angemessen, dann hätte es doch von seiten des Leistungsträgers, erstmal eine sogenannte Kostensenkungsaufforderung mit einer Fristsetzung von sechs Monaten geben müssen.
Wenn nein, wer hat die KDU für die Wohnung von Oma in der Du dich derzeit ja noch befindest, bisher übernommen ??
 
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nighty2k17

Gast
Guten Morgen,
mein Vater hat die Wohnung nun nach mittlerweile 3 Monate gekündigt, sprich zum 31.03. er will dafür auch nicht mehr aufkommen. Die Miete ist extrem hoch für mich alle (4 ZKB ~750€ Warm) und das Arbeitsamt würde diese Miete definitiv nicht übernehmen.
 
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Gast1

Gast
nighty2k17, in maximal den ersten 6 Monaten des Leistungsbezugs übernimmt das Jobcenter die tatsächliche, also komplette Miete. Erst danach übernimmt es nur noch die so genannte angemessene Miete (also das, was das Jobcenter maximal an Miete zahlt).

Gegen den Bewilligungsbescheid, der nur noch die Übernahme der angemessenen Miete feststellt, kann man Widerspruch einlegen, und falls der Widerspruch abgelehnt wird, kann man gegen das Jobcenter vor dem Sozialgericht klagen.

Fragen:

1. Hast Du schon eine schriftliche Aufforderung zur Senkung Deiner Mietkosten bekommen?

2. Weißt Du, wie hoch die maximal erlaubte Miete in Deiner Stadt oder Deinem Landkreis sein darf?
 
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nighty2k17

Gast
Klingt ja schonmal interessant.


Zu 1.
Einen Bescheid über eine Senkung der Mietkosten habe ich noch nicht bekommen, da mir noch nichtmal klar war das die das überhaupt übernehmen.

Zu 2.
Ist der Rhein-Pfalz-Kreis und das müssten 255€ Kalt sein.
 
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Gast1

Gast
Zu 1.
Einen Bescheid über eine Senkung der Mietkosten habe ich noch nicht bekommen, da mir noch nichtmal klar war das die das überhaupt übernehmen.
Zur Info: Gegen das Schreiben, das Dich zur Senkung der Mietkosten auffordert, ist der Widerspruch nicht zulässig, weil es einen rein informativen Charakter hat.

Die Senkung der Mietkosten geschieht in der Regel so:

1. Du erhältst vom Jobcenter ein Schreiben, das Dich auffordert die Mietkosten zu senken. Darin wird Dir mitgeteilt, ab wann das Jobcenter nicht mehr Deine volle Miete übernimmt. Somit setzt es Dir eine Frist, bis es nicht mehr Deine komplette Miete übernimmt. Gegen dieses Schreiben ist der Widerspruch unzulässig, weil es einen rein informativen Charakter hat (siehe oben).

2. Das Jobcenter schickt Dir mit Ablauf der gesetzten Frist einen neuen Bewilligungsbescheid zu, in dem es dir mitteilt, dass es ab einem gewissen Datum nicht mehr die komplette Miete übernimmt, sondern nur noch die angemessene Miete. Gegen diesen Bescheid ist der Widerspruch zulässig.

3. Das Jobcenter senkt die Mietkosten ab auf die angemessen Mietkosten, übernimmt also nicht mehr die kompletten Mietkosten.

Ist der Rhein-Pfalz-Kreis und das müssten 255€ Kalt sein.
Ich kann im Internet kein Dokument finden, in dem steht, wie hoch Deine Miete in diesem Landkreis sein darf.

Du brauchst nachweisbare/schriftliche Infos über

a) die maximal erlaubte Kaltmiete (ohne Nebenkosten)

b) die maximal erlaubten Nebenkosten

c) die maximal erlaubten Heizkosten

von Deinem Jobcenter. Am besten schriftlich. Ich weiß nur nicht, ob Du schlafende Hunde wecken würdest, wenn Du Dich schriftlich ans Jobcenter wendest mit der Bitte Dir die so genannten Mietobergrenzen für Deinen Landkreis mitzuteilen. Vielleicht solltest Du besser zum Jobcenter gehen und dort nach diesen Angaben fragen.

Nachtrag: Ich habe doch was im Internet gefunden:

https://www.harald-thome.de/media/f...KdU-Vorderpfalz-Ludwigshafen---01.01.2014.pdf
 

axellino

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mein Vater hat die Wohnung nun nach mittlerweile 3 Monate gekündigt, sprich zum 31.03.
Also hat der Erbe, dein Vater, Dir die Wohnung gleich ende Dezember unter den Füssen einfach hinweg gekündigt, ist das so zu verstehen ??

So hätte das erstmal gar nicht laufen müssen und sollen, denn wie schon geschrieben, wärst Du mit Tod von Oma in das Mietverhältnis eingetreten und der Leistungsträger wäre vorerst in der Pflicht gewesen die KDU, auch in einer unangemessenen Höhe zu übernehmen.
Rechtlich wäre der Erbe am Eintritt in das Mietverhältnis auch gehindert § 563 a Absatz 1 BGB

Kann dein Vater zu diesen schnellen und unbedachten handeln, dann auch nicht verstehen.
Er hätte sich mit Dir im Dezember zusammensetzen müssen und ihr hättet euch beide über ein weiteres vorgehen auch informieren müssen, anstatt gleich zu kündigen, ohne das Du Aussicht auf eine neue Bleibe hast.

Wie auch immer, dann muss jetzt die Kuh irgendwie vom Eis geholt werden.
 

axellino

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Guten Morgen @Schlaff,

nighty2k17, in maximal den ersten 6 Monaten des Leistungsbezugs übernimmt das Jobcenter die tatsächliche, also komplette Miete. Erst danach übernimmt es nur noch die so genannte angemessene Miete (also das, was das Jobcenter maximal an Miete zahlt).
Laut Darlegungen des TE, wurde das Mietverhältnis vom Vater zum 31.03 gekündigt und er steht somit dann auf der Strasse laut seinen Darlegungen.

Ich habe aber auch das Gespür, das hier mal wieder irgendetwas nicht stimmt, wenn ich den ganzen Zusammenhang hier lese.

nun nach mittlerweile 3 Monate gekündigt, sprich zum 31.03
"nun nach" ??

Dann Beitrag 5

Klingt ja schonmal interessant.


Zu 1.
Einen Bescheid über eine Senkung der Mietkosten habe ich noch nicht bekommen, da mir noch nichtmal klar war das die das überhaupt übernehmen.

Zu 2.
Ist der Rhein-Pfalz-Kreis und das müssten 255€ Kalt sein.
Das Mietverhältnis ist doch gekündigt worden und es droht angeblich Obdachlosigkeit nach dem 31.03.
und auf einmal klingt diese Infomation intressant, wofür das denn bitte :icon_evil:
 
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axellino

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Wann er sie genau gekündigt hat weiß ich nicht mehr
Jop alles klar und Dir droht ja ab dem 31.03.die Obdachlosigkeit

Ist immer schade wenn man mit Ratschlägen und Tips helfen möchte und sich im weiteren Verlaufs des Themas herrausstellt, das jemand sein Thema und deren Zusammenhänge frei erfindet.
Zumindest ich habe dafür absolut kein Verständnis und darum ist jetzt hier auch schluss und ende.
 
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