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Wohnungsnot in Ost und West

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wolliohne

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#1
Von Thomas Wüpper und Barbara aus der Wiesche, 23.06.09, 17:40h

Die Folgen der Wirtschaftskrise erreichen nach und nach auch die untersten Schichten der Gesellschaft. Immer mehr Stadtviertel werden aufgrund steigender Arbeitslosigkeit zu sozialen Brennpunkten. Besonders hart trifft es den Osten.

Wohnungsnot in Ost und West - Kölner Stadt-Anzeiger
 

galigula

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#2
Von Thomas Wüpper und Barbara aus der Wiesche, 23.06.09, 17:40h

Die Folgen der Wirtschaftskrise erreichen nach und nach auch die untersten Schichten der Gesellschaft. Immer mehr Stadtviertel werden aufgrund steigender Arbeitslosigkeit zu sozialen Brennpunkten. Besonders hart trifft es den Osten.

Wohnungsnot in Ost und West - Kölner Stadt-Anzeiger
Das Thema hatten wir schonmal,hat aber kaum jemand interressiert.
Das wird hier erst verstanden,wenn man auf der Strasse sitzt,oder im Wohnkloo sitzt.
Da hat sogar jemand behauptet,wir sollten hier keine Wohnungen bauen,weil es sonst endet wie in den USA(Immobilienkrise)
 
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#3
Wohnungsnot im Osten? Ich lach mich gleich weg!
Wenn diese Geldgeier eine Wohnungsnot im Osten erkennen können, warum reissen sie dann Jahr für Jahr Zehntausende Wohnungen ab?
Weil dieser Unrechtsstaat Ihnen mit Milliardenzuschüssen dabei hilft, künstlich durch Abrisse Wohnungsknappheit zu erzeugen.
Die verbleibenden Wohnungen werden dann saniert und überteuert angeboten.Und dann beschweren sie sich, das sie keine solventen Mieter mehr finden. Selbst zahlen sie Ihren Angestellten nur Hungerlöhne mit Hartz4 Aufstockung.
Die glauben doch nicht im Ernst, das andere Firmen bereit sind, so fair zu bezahlen, das sich deren Angestellten eine Wohnung bei denen leisten können?
Was für ein verlogenes Pack. Unsere städtische Wohnungsgesellschaft war letztes Jahr in der Lage, 28 Mio Euro an die Stadtkasse abzuführen.
Aber klagen gehört zum Geschäft, kritisiert wird es nur immer bei den Anderen.
Und als Argument kommt dann noch: Wir möchten keine desolaten Wohnverhältnisse, wir sind der Meinung, jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessende Wohnung!
 

Insekt

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#4
Wohnungsnot im Osten? Ich lach mich gleich weg!
Wenn diese Geldgeier eine Wohnungsnot im Osten erkennen können, warum reissen sie dann Jahr für Jahr Zehntausende Wohnungen ab?
Weil dieser Unrechtsstaat Ihnen mit Milliardenzuschüssen dabei hilft, künstlich durch Abrisse Wohnungsknappheit zu erzeugen.
Die verbleibenden Wohnungen werden dann saniert und überteuert angeboten.Und dann beschweren sie sich, das sie keine solventen Mieter mehr finden. Selbst zahlen sie Ihren Angestellten nur Hungerlöhne mit Hartz4 Aufstockung.
Die glauben doch nicht im Ernst, das andere Firmen bereit sind, so fair zu bezahlen, das sich deren Angestellten eine Wohnung bei denen leisten können?
Was für ein verlogenes Pack. Unsere städtische Wohnungsgesellschaft war letztes Jahr in der Lage, 28 Mio Euro an die Stadtkasse abzuführen.
Aber klagen gehört zum Geschäft, kritisiert wird es nur immer bei den Anderen.
Und als Argument kommt dann noch: Wir möchten keinecdesolaten Wohnverhältnisse, wir sind der Meinung, jeder Mensch hat das Recht auf eine angemessende Wohnung!
Genauso ist es, völlig richtig wiedergegeben!
 

destina

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#5
Im Zuge des Stadtumbau-Programmes Ost sind Jahr für Jahr überzählige Wohnungen, i.R. Platte, abgerissen oder rückgebaut worden. In manchen Regionen ist ein Leerstand von über 30%. Die Kosten werden gefördert mit ca. 60 €/qm. Das Programm läuft noch bis 2010.

2020 eine Million leere Wohnungen? Stadtumbau Ost fortsetzen

Deutschland: Die Direktoren der sieben ostdeutschen Mitgliedsverbände im GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. fordern die Fortsetzung des Programms „Stadtumbau Ost“. Mit diesem Programm will die Bundesregierung die Zukunftsfähigkeit der Städte und der Wohnungsmärkte in den neuen Ländern sichern.
Dazu gehört die Aufwertung von Stadtquartieren und der Rückbau leerstehender Wohnungen. Auf dem Stadtumbaukongress in Leipzig haben sie heute die „Leipziger Erklärung“ verabschiedet. Ihr Fazit: Beim Stadtumbau Ost ist erst der halbe Weg geschafft. Notwendig ist eine Fortsetzung sowohl der positiven Entwicklungsimpulse als auch der Abrissförderung und Altschuldenhilfe. Sonst sind die bisher erzielten Erfolge in Gefahr.
Guckst Du
 
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#6
Bei uns wurden in allen Stadtbezirken, die bislang auch von ärmeren Mietern bewohnt wurden, bewusst Wohnungsknappheit erzeugt.
Die verbleibenden Wohnungen sind mittlerweile durch Sanierungsmassnahmen, die eigentlich nur einen unteren normalen Standart entsprechen, für Hartz4Empfänger nicht mehr bezahlbar.
Sprich: Die Mieten und die Nebenkosten liegen über der ortsüblichen KdU.
So konzentriert die Stadt die Wohnungenfür Hartz4er bewusst in einem einzigen Stadtteil, der ausserhalb der Metropole liegt.
Hier entsteht ein neues Gettho, dem sich auf lange Sicht kein Hartz4Empfänger entziehen kann.Bei Trennung oder Zuzug bleibt nur dieses Gettho für die Menschen ohne Rechtsansprüche.
Hier werden sie dann von Rechten drangsaliert und völlig fertig gemacht. Hier gibt es nichts ausser 2 Kaufhalle und einen Frisör, ein Versicherungsbüro und eine Schmuddelkneipe für ca.30000 Einwohner.
Wer hier landet, hat es für immer geschafft!
 

destina

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#7
Und dazu was ganz was Feines:

Posse um Ost-Studie blamiert Tiefensee

Von Christian Teevs

Panne des Verkehrsministers: Wolfgang Tiefensee distanziert sich von einer Studie, die manch ostdeutscher Region die Verödung empfiehlt. Dabei hatte der SPD-Minister die Forscher selbst beauftragt und ihre Ergebnisse vorgestellt - anscheinend ohne sie vorher gelesen zu haben.

Hamburg - Christian Kutzner vom Berlin-Institut ist perplex. Der Wissenschaftler erlebt derzeit, wie sein Arbeitgeber als Spielball politischer Interessen durch die Arena getrieben wird. "Ich bin ziemlich verwundert über das Verhalten des Ministeriums", sagt Kutzner.

Minister Tiefensee: Nie als Leitfaden für politische Handlungen gedacht


Minister Tiefensee: Nie als Leitfaden für politische Handlungen gedacht
Worum es geht: In einer Studie empfiehlt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, bestimmte Regionen im Osten Deutschlands von der öffentlichen Förderung abzukoppeln. Das heißt, Schulen schließen, Ämter zusammenlegen und den öffentlichen Nahverkehr reduzieren. Die durchaus brisanten Vorschläge wurden am Montag auf Betreiben des Verkehrsministeriums öffentlich vorgestellt. Mit an Bord beim Pressegespräch: SPD-Minister Wolfgang Tiefensee.

Doch der hat inzwischen kalte Füße bekommen - oder wurde zurückgepfiffen. Denn am Dienstag bekam das Institut die Ansage vom Ministerium, die Studie sofort von ihrer Homepage zu entfernen, sie solle intern ausgewertet werden.

Der Versuch, die Zahnpasta in die Tube zurückzudrücken, erzeugte allerdings belustigte Reaktionen. In einer neuen Wendung distanziert sich das Ministerium nun kühl von den Berliner Forschern. Tiefensees Leute schreiben: "Anders als das Berlin-Institut wird die Politik nie 'verlorene Regionen' akzeptieren, sondern Menschen in allen Regionen Lebenschancen sichern." Die Untersuchung sei nie als Leitfaden für politische Handlungen gedacht gewesen, sondern als kritische wissenschaftliche Position.

Dann aber stellt sich die Frage, warum das Ministerium die Studie mit großem Getöse ankündigt und vorstellt, wenn sie nun nichts mehr damit zu tun haben will. Es drängt sich der Eindruck auf, als seien die Vorschläge der Forscher entweder nicht gelesen oder zumindest nicht verstanden worden.

Was den Minister - und sicher auch die Strategen im Willy-Brandt-Haus - so erschreckt, ist klar. Drei Monate vor der Bundestagswahl können die Genossen nicht den Eindruck erwecken, man werde ganze Landstriche im Osten der Verödung preisgeben. Das wäre vergleichbar mit dem Wahlkampfpatzer des Unionskanzlerkandidaten 2005. Edmund Stoiber hatte wenige Wochen vor der Wahl gesagt, er akzeptiere nicht, dass der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird. "Die Frustrierten dürfen nicht über Deutschlands Zukunft bestimmen." Die Zustimmung für die Union in den Neuen Bundesländern sank schlagartig.


Und hier die
Studie:


SPON
 

Woodruff

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#8
Tiefensee wollte kritische Studie verstecken

Die Details der Untersuchung behagten Wolfgang Tiefensee offenbar nicht. Der Verkehrminister ließ eine Studie zum demografischen Wandel, die sich vor allem mit Ostdeutschland beschäftigt, zeitweise aus dem Internet entfernen.


Verkehrsminister Wolfang Tiefensee (SPD) ist wegen des Umgangs mit der Studie, die er selbst in Auftrag gab, in die Kritik geraten. Das Berlin-Institut hatte die kritische Demografie-Auswertung laut Presseberichten vom Mittwoch auf Wunsch des Ministeriums aus dem Internet genommen, so dass das Papier zeitweise nicht mehr einsehbar war.

[...] Die Wissenschaftler hatten darin die bisherigen Maßnahmen gegen den Bevölkerungsschwund in vielen Regionen als weitgehend nutzlos kritisiert, darunter auch Projekte Tiefensees. [...]
Ostdeutschland: Tiefensee wollte kritische Studie verstecken - Deutschland - FOCUS Online
 
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