Wohnungslos mit Postadresse bei Freunden- Jobcenter fordert Passkopien von Dritten

Krizzo

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So, das Geld kam diesen Dienstag endlich drauf. Einen vorläufigen Bewilligungsbescheid habe ich auch bekommen (vorläufig, weil noch drei Dokumente fehlten, die ich jetzt per Fax nachgereicht hab).

Das Jobcenter BO hat wie gesagt die Leistungen versagt, weil ich deren Forderungen nicht vollumfänglich nachgekommen bin. Ich habe die Passkopien und Erklärungen von Dritten natürlich nicht weitergeleitet, deswegen versagt das Jobcenter BO mir die Leistungen.
Diesem Bescheid habe ich widersprochen.

Heute kam erneut ein Ablehnungsbescheid, auf den 8.7. datiert, dass mir die Leistungen versagt werden, mit der selben Begründung.
Ich werde diesem jetzt ebenfalls mit meiner selben Begründung widersprechen, aber was verspricht sich das Jobcenter davon, wiederholt den Ablehnungsbescheid mit immer der selben Begründung zu schicken?


Was mir auch noch auffällt: Die Mitarbeiterin des Jobcenter BO hat in meiner "Antragsbegründung" geschrieben, dass ich die Leistungen ab 01.06. beantrage, weil mir die Leistungen von Mai des Jobcenters BX noch zustehen würden. Diese Antragsbegründung habe ich dummerweise unterschrieben. Allerdings ist dies natürlich nicht richtig, ich habe mich im Mai schon in BO aufgehalten. In meinem Hauptantrag an das Jobcenter BO steht aber NICHT drin, dass ich erst am 01.06. beantrage, sondern ab Mai.
Was mache ich jetzt mit diesem Umstand? Das Jobcenter BO behandelt mich so, als hätte ich die Leistungen für Juni beantragt, ich will aber die Leistungen für Mai.
 

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Ich hab nach mehrmaligen lesen das Gefühl es sind zwei separate Fälle.

Zum einen eine ablehnender Bescheid aufgrund der fehlenden Mitwirkung. Dazu müsstest Du den Ablehnungsbescheid einstellen.

Und zum anderen die Ablehnung des Hauptantrags, wonach die fehlenden Mitwirkung der Hauptgrund ist.

Jedenfalls meine Vermutung ohne die Einsicht in deine Unterlagen zu haben.

Zur Antragstellung bzw. Datum ab wann der Antrag gelten soll mal hier lesen unter 37.2 https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/FW-SGB-II-37_ba015872.pdf

Ich denke die hat dich da ausgetrickst. Was mir wieder die Frage aufwirft: Warum unterschreibst Du irgendwas? Grundsätzlich gilt nämlich rückwirkend zum ersten des Monats.
 

Krizzo

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Hier ist der erste Ablehnungsbescheid, den ich erhalten habe, als ich noch in Bo war:
Es wird behauptet, dass ich die Kontoauszüge nicht vorgelegt hatte. Ich habe sie aber a) per Fax geschickt und b) persönlich vorgezeigt, und zwar lückenlos. Die Personen, die die Kontoauszüge gesehen haben, haben mir aber nicht geglaubt, dass das vollständig war, weil ich im Monat Februar weder Abgang noch Zugang auf meinem Konto hatte, und somit ein leerer Kontoauszug für Februar gedruckt wurde. Dies kann ich nicht ändern, dies ist bei dieser Bank so.

Auf dieses Schreiben habe ich dann denebenfalls angehängten Widerspruch geschrieben. Ich habe vom Jobcenter jetzt auch eine Bestätigung, dass das Widerspruchsverfahren aufgenommen wurde.
 

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Dann würde ich denen das Fax nochmals um die Ohren schlagen (bildlich gemeint). Hast Du über die persönliche Durchsicht eine Bestätigung? Wenn nein, dann war das für die Katz. Ich kenne deine Bank bzw. deren Ablauf bei Kontoauszügen nicht. Bei mir sind die per Auszugsnummer und Seitenzahl eigentlich durchweg nummeriert. Wenn das deine Bank nicht bzw. ähnlich macht ist das nicht dein Problem. Die Grenzen der Mitwirkung sind erreicht, sobald Du keinen Einfluss mehr auf Angelegenheiten hast. Und was die glauben ist und bleibt irrelevant. Du legst die Kontoauszüge vor und lässt Dir die Vorlage bestätigen. Nun hast Du es per Fax geschickt, das dürfte reichen.

Der Widerspruch hätte es präziser formuliert werden können. Dafür benötigt es Zeit. Du kannst auch Widerspruch einlegen mit dem Vermerk das Du die Begründung nachreichst. Dann ist die Frist gewahrt. Das für die Zukunft.

Ich gehe nicht davon aus das die dem Widerspruch stattgeben werden. Dann müsstest Du Klage erheben.
 

Krizzo

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Dann schreibe ich jetzt noch einen Widerspruch gegen den neuen Bescheid vom 8.7., und schreibe, dass ich die Begründung nachreiche.
Auf die Klage muss ich mich einstellen, glaube auch nicht, dass die so einfach nachgeben.
 

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Wenn Du bereits Widerspruch gegen den Bescheid vom 08.07. eingelegt hast, lohnt sich das nicht mehr. War mehr für die Zukunft. Auch das Du hier die Fälle von Anfang an postest wäre ratsam. Außerdem solltest Du nicht zuviel schwärzen (Datumsangaben) damit man hier noch die Durchsicht hat. Und keine Sorge wegen der Anonymität. Bei den JC sind hunderte bis tausende solcher Schreiben unterwegs.

Ansonsten ist eine effektive Hilfe hier nicht gegeben.
 

Krizzo

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Ich habe dem Schreiben vom 8.7. noch nicht widersprochen, ich setze den Widerspruch jetzt auf.
 
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