Wohnungsgröße und Falschangaben (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Ed2013

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Hi Leute,

bitte vergebt mir den ungenauen Betreff. Ich bin neu hier, hatte noch nie vorher mit den Behörden zu tun und war auch noch nie im Leben arbeitslos.

Man hört so einige Schauergeschichten, daher hoffe ich einfach darauf hier ein Paar konkrete Antworten von Leuten zu hören, die das alles schon durchgemacht haben.

Situation: 10 Jahre im IT Bereich bei diversen Firmen tätig gewesen, seit 2 Jahren selbstständig. Aber wie das in der freien Wirtschaft so ist - die Aufträge kommen immer schleppender rein.
Konkret bedeutet das, dass ich befürchte irgendwann direkt vom Status erwerbstätig ALG1 überspringe, da ich keine freiwilligen Beiträge geleistet habe (böser Fehler), und zum Sozialfall werde.

Meine größte Sorge ist, die Wohnung zu verlieren.

Daher meine (schwammige) Frage an alle, die das in der Praxis schon mal durchgemacht haben, da ich überhaupt keine Ahnung habe, was auf mich zukommen wird.

Beschreibung: Meine Wohnung ist mit 90QM viel zu groß für eine Person. Ich weiß auch, dass mir nur 50QM zustehen. Aber, die Wohnung ist extrem günstig für die Größe, da ich keine Gebühren für Wasser, Müll, Versicherungen und sonstige Ausgaben, die man normal zahlen muss, bezahlen muss.

Die Wohnung kostet das, was normal eine 50QM Wohnung kostet und eine Küche ist auch mit drin.

Vielleicht bin ich ein bisschen naiv, aber zählt es, dass ich noch nie vorher arbeitslos war und auch keine Geld dafür hätte mir eine neue Küche zu kaufen? Eine kleinere Wohnung wäre mit Sicherheit teurer und mein Keller steht so voll, dass ich gar keinen Platz hätte alles mitzunehmen. Ein Umzugsunternehmen könnte ich auch nicht bezahlen.

Die Wohnung ist so günstig, dass es sicher keinem auffallen würde, wenn ich im Mietvertrag die Quadratmeter von 90 in 50 ändere.

Dumme Frage: Was passiert denn genau, wenn ich zum Amt gehe? Mit was muss ich rechnen? Kommen die wirklich vorbei und kontrollieren und weigern die sich von Anfang an die Miete zu bezahlen weil die Wohnung zu groß ist? zwingen sie mich umzuziehen und was wenn ich keine andere Wohnung finde?

Ich weiß, es ist alles vielleicht etwas ungenau ausgedrückt, aber vielleicht kann mir jemand grob beschreiben mit was ich zu rechnen habe und was ich am besten tun sollte.

Viele Grüße,
Ed
 
G

gast_

Gast
Laß dir von deinem Jobcenter das Merkblatt geben, was bei euch angemessen ist.

Entscheidend ist die Kaltmiete, nicht die qm

Kommen die wirklich vorbei und kontrollieren
Tun sie öfter, wie man im Forum lesen kann...man muß und sollte sie aber nicht rein lassen.

aber zählt es, dass ich noch nie vorher arbeitslos war und auch keine Geld dafür hätte mir eine neue Küche zu kaufen?
Nein

Erstmal müssen sie die volle Miete sowieso zahlen - erst nach einer Aufforderung zur Kostensenkung mußt du dir Gedanken machen, wie du dagegen vor gehst.
 

gizmo

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"Beschreibung: Meine Wohnung ist mit 90QM viel zu groß für eine Person. WARUM?

Ich weiß auch, dass mir nur 50QM zustehen. WOHER?

Aber, die Wohnung ist extrem günstig für die Größe, da ich keine Gebühren für Wasser, Müll, Versicherungen und sonstige Ausgaben, die man normal zahlen muss, bezahlen muss" HMMM?
 

Ed2013

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Nochmal als Nachtrag: Ich zahle 300€ Kaltmiete und 100€ pauschal Nebenabgaben (alles außer Strom). Dabei werden wirklich weder Wasser, Kanalgebühren, noch Müll oder irgendwelche Hausgebühren berechnet.

Die Küche ist möbliert.
 

Ed2013

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@ Ed2013

In welcher Stadt wohnst Du?
Ich habe dir per PM geantwortet. Es ist wirklich alles neu für mich. Ich habe "gehört" dass einer Einzelperson nur 50QM zustehen und ich wusste auch nicht, dass sie fürs Erste die volle Miete übernehmen müssen.
Auch von einem Antrag auf Kostensenkung habe ich noch nie gehört.

Also erstmal alles regulär angeben?
 

Ausgestossener

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PM kam nicht an. Wird wohl daran liegen, dass das bei ganz "frischen" Usern hier noch nicht möglich ist.

Also lügen bringt nichts, wenn Du statt der 90 nur 50 qm angeben würdest.
Der Schuß könnte ganz mächtig nach hinten gehen, wenn die z. B. eine Überprüfung beim Bauamt oder so vornehmen. Ich vermute mal, dass so etwas in den Baugenehmigungen enthalten ist.
Habe zwar noch nie gehört, dass die mit dem Bauamt oder so überprüft haben, aber ich würde es nicht machen.

Wenn Du ALG II beantragen wirst, dann wirst Du beim Erstantrag gleich die korrekte Größe angeben, meine Meinung.


Noch einmal: Aus welcher Stadt bist Du?
 

Ausgestossener

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Gibt es bei Dir eine Arbeitslosenberatungsstelle in der Nähe?
Evtl. dort einmal nachfragen, wie es sich mit den KdU in Deiner Stadt verhält.
 

Ed2013

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Es ist eine Kleinstadt die in der Liste nicht auftaucht. Aber da ich natürlich alte Bekannte aus der Schulzeit habe, die arbeitslos sind, weiß ich dass einer Einzelperson hier nur 50QM und zwei Personen 60QM in meiner Stadt zustehen.

Ich wusste auch nicht, dass es nach der Kaltmiete geht und ich würde mal vermuten, dass die dann sagen, dass die Heizkosten bei 90QM einfach zu hoch sind oder sich sonstwas ausdenken.
 

Ausgestossener

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Okay, Du möchtest die Stadt nicht nennen. Akzeptiere ich.


Die örtlichen Gegebenheiten sind entscheidend für die Frage nach der Angemessenheit der Miete. Eine - für das ganze Bundesgebiet - einheitliche Antwort auf die Frage, wann die Miete angemessen ist, kann es deshalb nicht geben, weil die Mieten in Deutschland je nach geografischer Lage stark unterschiedlich sind. In München etwa zahlt man für eine Wohnung beispielsweise doppelt so viel wie im Ruhrgebiet.
Einen Anhaltspunkt für die Mietobergrenze gibt das Wohngeldgesetz. Das Wohngeldgesetz berücksichtigt jedoch die am jeweiligen Ort marktüblichen Mieten; angemessen nach der Rechtsprechung der Sozialgerichte ist ein Mietpreis im unteren (das ist nicht der unterste) Bereich der ortsüblichen Mieten.
Die Angemessenheit der Größe einer Wohnung spielt nicht die entscheidende Rolle wie die Angemessenheit der Höhe der Miete. Das bedeutet: findet man eine Wohnung, die größer als angemessen ist, deren Mietpreis aber einer in der Größe angemessenen Wohnung entspricht, so wird sich das Amt in aller Regel hiermit zufrieden geben. Problem hierbei können aber die dann evtl. nicht mehr angemessenen Heizkosten sein.
 

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Zur Beruhigung für die nächsten ansonsten evtl. schon jetzt schlaflosen Nächte.
Die tatsächlichen Kosten der Unterkunft werden auf jeden Fall erst einmal so lange vom JC übernommen werden müssen, bis man Dir eine so genannte * Kostensenkungsaufforderung * zugeschickt hat.
Handelt es sich um eine rechtlich einwandfreie Aufforderung, was auch nicht immer der Fall ist, dann steht in dieser u. a. auch, wie lange man die tasächlichen Kosten noch übernehmen wird. Maximal sind es dann bis zu 6 Monate.
 

Ed2013

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Ich habe bei der nächst größeren Stadt geschaut und da ist die angemessene Kaltmiete 350€, also 50€ mehr als ich zahle.

OK das beruhigt mich schon ein wenig. Vielen Dank an alle!

Was passiert denn wenn so ein Antrag auf Kostensenkung doch noch käme? Hätte ich dann (geratene) 3 Monate Zeit mir eine kleinere Wohnung zu suchen und was passiert, wenn ich keine finde(n will)?

Sorry falls die Frage dumm ist. Ich gehe halt im Moment lieber vom Schlimmsten aus... Also was kann schlimmstenfalls passieren?

Edit: Wir haben gleichzeitig gepostet. Vielen Dank Ausgestoßener. Und ja, du hast Recht - ich habe jetzt schon schlaflose Nächte. Weil bei mir geht es von 100 auf 0.
 

Ausgestossener

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@ Ed2013

Zu Deiner Information:
Ich liege mit meinem JC wegen der KdU schon vor dem LSG im Clinch.
Das JC hatte mir auch nur eine von denen selbst zurechtgeschusterte Fantasiemiete übernehmen wollen.
Im Klageverfahren habe ich in der I. Instanz ein negatives Urteil kassiert.
In der jetzt befindlichen II. Instanz sieht es momentan etwas besser aus.
Bin also ein aktuell Betroffener und kann aus eigener Erfahrung berichten.
Wenn Du Deine Stadt nicht nennen magst, sagst Du zumindest, aus welchem Bundesland Du kommst?
 

Ed2013

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In der PM hatte ich geschrieben, dass das halt alles für mich neu ist und das gleich der erste Beitrag den ich gelesen hatte ist: "Achtung, JC liest mit". Daher habe ich ein bisschen Angst meine genaue Stadt zu nennen, wer weiß wer du bist.

Die nächst-größere Stadt ist Göttingen in Niedersachsen und alles was ich bisher gehört hatte waren 50QM für eine Einzelperson.
Ich weiß auch, dass das beim Amt wahrscheinlich niemand interessiert, aber als das mit dem IT Buisisness damals losgeht, habe ich Anfangs so gut verdient, dass ich ein Haus hatte.
Ich erwähne das nur, damit man sich vorstellen kann, wie viel "exkrement" ich in der Bude rumstehen habe. Ich wüsste überhaupt nicht, wo ich den ganzen Krempel lassen sollte und bin einfach nur verzweifelt weil ich bis vor einer Stunde nicht einmal wusste, dass sie anfangs die Miete übernehmen müssen. Tausend Dank allein für diese Auskunft!
 

couchpotatoe

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Also bei mir iste aktuell so das ich nur bis zur höchstgrenze Heizkosten abschläge bekomme, STrom mußt eh selbst bezahlen, falls du einen Lichtpark hast.

Ende vom Lied ist bezahlst halt von deinem Regelsatz was nicht übernommen wird.

Aber vorsicht, vom Regelsatz sollst/mußt du auch Kosten vorstrecken da nur gegen Quittung und Beleg erstattet wird.


Zuviel zum sterben zu wenig zum ordentilichen bewerben sag ich mal.

Viel Glück und guten Rutsch, mögest du ohne die Plage der Menschheit auskommen.

MfG
 

Ausgestossener

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Daher habe ich ein bisschen Angst meine genaue Stadt zu nennen, wer weiß wer du bist.

Auch das kann ich verstehen. Mir / uns anderen hier geht es vermutlich teilweise zumindest ebenso.
Aber wir machen ja nichts Unrechtes!


Die nächst-größere Stadt ist Göttingen in Niedersachsen

Okay, das ist doch schon ´mal ´was!

Für Dich wäre ggf. später folgendes LSG zuständig:

https://www.landessozialgericht.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=16873&_psmand=100

Dort sind teilweise Urteile veröffentlicht. Könnte Dir später evtl. auch helfen?!


Ich weiß auch, dass das beim Amt wahrscheinlich niemand interessiert,........wie viel "exkrement" ich in der Bude rumstehen habe. Ich wüsste überhaupt nicht, wo ich den ganzen Krempel lassen sollte und bin einfach nur verzweifelt .......
Ja, das ist tatsächlich so. Das interessiert kein JC, kein Sozialgericht, niemanden. Passen Deine Möbel nicht, weil Du nur Wohnungen mit Dachschrägen finden würdest, egal, auch das interessiert nicht. "Wichtig" ist nur der angemessene KdU-Betrag, leider.

Die meisten Klagen im SGB II Bereich vor der Sozialgerichtsbarkeit betreffen den Bereich KdU und Sanktionen.


Mein Tipp ist auf jeden Fall: Informieren, informieren, informieren!
 
G

gast_

Gast
Es ist eine Kleinstadt die in der Liste nicht auftaucht. Aber da ich natürlich alte Bekannte aus der Schulzeit habe, die arbeitslos sind, weiß ich dass einer Einzelperson hier nur 50QM und zwei Personen 60QM in meiner Stadt zustehen.
Viele plappern aber nur nach, was sie auf dem Amt hören.

Frage die mal nach Produkttheorie... da werden die nix wissen :biggrin:

Mein Tipp ist auf jeden Fall: Informieren, informieren, informieren!
meiner auch!

Ich wohne seit 2005 in einer zu teuren Wohnung... habe mehrere Kostensenkungsaufforderungen abwehren können und muß sagen: Ohne das Forum und viel lesen und hinterfragen hätt ich das nicht geschafft.
 

Ausgestossener

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@ Ed2013

Du scheinst nun auf den anderen Seiten auf Recherche zu sein.
Viele von den anderen Usern hier haben gute Tipps und helfen gerne. Es gibt aber vermutlich auch den einen oder anderen Troll hier, wie fast überall.

Ich werde morgen gegen 11 Uhr vormittags wieder vorbeischauen. Muß mich selbst hier ja auch möglichst immer auf dem Laufenden zu halten versuchen.

Deine Nacht wird heute vermutlich eine lange Nacht, respektive eine sehr kurze werden können.
Nur zu Deiner "Beruhigung", wegen einer neuen Geschichte des JC hatte ich die beschissenste (sorry, alles andere wäre nur gelogen) Weihnacht in meinem Leben. Fing mit entsprechender Post am Heiligabend in meinem Briefkasten an. Habe mich hier an allen Feiertagen mit anderen Usern ausgetauscht und habe aus den entsprechenden Informationen meine Handlungsschlüsse ziehen können.
Aber das ist ein anderes Thema! :icon_frown:
 
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Vielleicht ist die Selbstständigkeit die Lösung,einfach einen Teil der Wohnung als Lager/Büro oder Werkstatt bezeichnen.:icon_kinn:

Das könnte dein Vermieter machen,denn eine Mietbescheinigung brauchst du wahrscheinlich auch.
 

Purzelina

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Aber, die Wohnung ist extrem günstig für die Größe, da ich keine Gebühren für Wasser, Müll, Versicherungen und sonstige Ausgaben, die man normal zahlen muss, bezahlen muss.
Du zahlst doch 100 € pauschal an Nebenkosten, da sollten doch diese Kosten inklusive Heizung enthalten sein.
 
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