Wohnungsbau: Ein Studentendorf aus Schiffscontainern

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In Berlin baut ein privater Investor ein Studentenwohnheim aus Frachtcontainern. Die Miete ist doppelt so hoch wie in normalen Wohnheimen. Der Andrang ist groß.
Von Veronika Widmann

Jörg Duske sieht aus, als wäre er gern noch jung genug, um selbst in sein Studentenwohnheim einzuziehen. Der 51-Jährige trägt halb zugebundene Chucks und Jeans, dazu eine grüne Jeansjacke und giftgrüne Brillenbügel. Einziehen wird Duske zwar nicht, dafür hat er sich die ganze Sache ausgedacht: Eine Wohnanlange aus 411 Hochseecontainern im Berliner Stadtteil Treptow, die erste ihrer Art in Deutschland. Im Oktober sollen die ersten Studenten einziehen.

13 Monate ist es her, dass Duske bei Galileo einen Bericht über ein Containerwohnheim in Amsterdam sah. Er fuhr hin, fand "1.000 glückliche Studenten" und dachte sich: Was in Amsterdam funktioniert, funktioniert auch in Berlin – gerade angesichts der angespannten Wohnungslage. Er fand ein Grundstück, lobte einen Architekturwettbewerb aus und kürte schließlich zusammen mit der Stadtverwaltung Treptow den Entwurf Frankie & Johnny zum Sieger: Drei Gebäudetrakte mit rostroter Patina, dazwischen Platz für Terrassen, Schwimmteich, Pflanzen- und Blumenbeete. Schick sieht das aus, zumindest auf den animierten Bildern auf der Homepage. 13,5 Millionen Euro steckt Duskes Estag AG, die sonst in Start-ups investiert, in das Projekt.

Etwa 2,50 Meter breit, 2,90 hoch und 12 Meter lang ist so ein Hochseecontainer – das ist erst einmal ein langer, dunkler Schlauch. Die beiden schmalen Enden werden deshalb vollständig verglast. Damit ist es nicht getan, schließlich würde es in einer solchen Metallkiste im Sommer unerträglich heiß und im Winter eiskalt. Die Wände werden gedämmt, auf den Boden kommt Gussasphalt, der ist zugleich wärmespeichernd und schallisolierend. Auch werden die einzelnen Container nicht direkt aufeinander gestellt, damit sich Schwingungen nicht übertragen. Es reicht ja, wenn man weiß, dass man mit dem Containernachbarn quasi Bett an Bett liegt.
Wohnungsbau: Ein Studentendorf aus Schiffscontainern | ZEIT ONLINE
 
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ExitUser0090

Gast
So was wird dann im knalligen Werbeclip als "hip" und "creative" vermarktet. Aber dafür muss man wohl Anfang 20 sein. :rolleyes:
 
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