Wohnungen, die es nicht gibt

wolliohne

VIP Nutzer*in
Thematiker*in
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.328
Bewertungen
840
  1. Willkürlich niedrige Mietobergrenzen bei Hartz IV: Verein Tacheles wehrt sich
    Gerade einmal 138,83 Euro bekommen alleinstehende Hartz-IV-Bezieher fürs Essen, 32,68 Euro für Strom und Instandhaltung, 24,62 Euro für Nahverkehr: Der monatliche Regelsatz von 391 Euro ist eng bemessen. Doch viele der bundesweit rund 3,33 Millionen von Hartz IV oder Grundsicherung betroffenen Haushalte müssen daraus zusätzlich einen Teil für die Miete abzwacken. Denn während Wohnkosten steigen, sind anerkannte Mietobergrenzen über Jahre gleichgeblieben. Ob in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) oder Magdeburg (Sachsen-Anhalt): Hartz-IV-Bezieher sollen Bleiben suchen, die es nicht gibt – oder sparen und zuzahlen.
    In Wuppertal hat der Erwerbslosenverein »Tacheles« jetzt eine Kampagne »gegen rechtswidriges Kürzen der Unterkunftskosten« für Hartz-IV-Beziehende gestartet. Die Sozialbehörden der 350000-Einwohner-Stadt ignorierten permanent die aktuelle Rechtsprechung, kritisierten Harald Thomé und Frank Jäger von Tacheles am Sonntag. »Immer wieder seit 2011 hat das Sozialgericht Düsseldorf das Jobcenter Wuppertal dazu verurteilt, höhere Mieten zu übernehmen«, erklären sie. Den Beschlüssen sei durchweg ein Vorwurf zu entnehmen: Die Behörde halte sich nicht an die Vorgabe des Bundessozialgerichts, Wohnbedarfe nach einem »schlüssigen Konzept« zu ermitteln. Dies müsse »unverzüglich« geändert werden, fordern Thomé und Jäger. Betroffenen rät der Verein, sich zu wehren.
    Quelle: junge Welt

WIR schliessen uns selbstverständlich an-Wehrt Euch endlich!
 
D

DuliebesBißchen

Gast
Wenn man keine Bildung (für € 1,50) anführt, sollte man beim Strom auch generell und endlich mal die Instandhaltung weglassen. Dies verführt immer und immer wieder in den Gazetten und Berechnungen zu Verfälschungen.
Der Satz für Strom beläuft sich auf € 30,39.
Punkt.
»Immer wieder seit 2011 hat das Sozialgericht Düsseldorf das Jobcenter Wuppertal dazu verurteilt, höhere Mieten zu übernehmen«, erklären sie. Den Beschlüssen sei durchweg ein Vorwurf zu entnehmen: Die Behörde halte sich nicht an die Vorgabe des Bundessozialgerichts, Wohnbedarfe nach einem »schlüssigen Konzept« zu ermitteln. Dies müsse »unverzüglich« geändert werden, fordern Thomé und Jäger.
Betroffenen rät der Verein, sich zu wehren.
Zu Punkt eins: Bei uns werden noch die Miettabellen von 2006 verwandt...
Punkt zwei: Viele bezahlen aus eigener Tasche drauf. Bei Überprüfungsanträgen wird anstandslos die höhere Miete bezahlt.
Und viele, man mag es nicht glauben, wollen das nicht. Sie zahlen lieber weiter von ihrem Regelsatz...​
 
Oben Unten