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Wohnung zu teuer - Kosten senken wie ?

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Aquarius-HH

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#1
Ich habe eine Aufforderung erhalten meine Wohnkosten zu senken und nun auch einen Termin deswegen. Wie senkt man die Kosten einer Wohnung ? Ist es zumutbar einen Wohnungswechsel incl. Umzugskosten, Kaution, Renovierung in in Betracht zu ziehen ?

Frage : Muss das Amt nicht auf jeden Fall den Mindestsatz bezahlen, egal
was die Wohnung kostet , oder kann sie mich wirklich zum Umzug zwingen.
Was ist wenn ich nenbenbei einen Mini-Job annehme und Geld verdiene
und die Differenz selbst zahle ?

Danke im Voraus schon mal für Hilfe.
 

Kaleika

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#2
Erstmal: Willkommen im ELO, Aquarius-HH,
ja die argen ARGEN kommenauf seltsame Ideen. Sie meinen, Du könntest Deine Wohnkosten senken, indem Du zum Beispiel Deinen Vermieter bittest, doch die Miete zu senken. Wie realistisch eine Bejahung ist von ihm ist, das wissen wir hier alle. Oder Du könntest vielleicht ein Zimmer untervermieten, usw.
Zum Wohnungswechsel zwingen können sie Dich nicht wirklich. Aber sie können versuchen, Dir nur den Dir zustehenden Satz für die Miete bezahlen und von Dir erwarten, dass Du den Rest von Deinem Regelsatz in Höhe von 345 Euro zahlst! Das könnte Dich dann zum Umzug zwingen. Natürlich muss auch gegengerechnet werden, ob der Aufwand umzuziehen sich wirklich rechnet. Es wäre Blödsinn, dies von Dir zu verlangen, wenn Du zum Beispiel nur mit ein paar Euro über der Mietobergrenze lägest.
Kaleika
 

vagabund

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#3
Du hast eine Kostensenkungsaufforderung bekommen; die ARGE muß erstmal 6 Monate deine Miete wie isher weiter übernehmen.

Wie groß wäre denn die Differenz zwischen örtlich "angemessener" Miete und deiner jetzigen?

Einige Städte und Gemeinden haben eine Toleranzgrenze bis zu der ein Umzug teurer wäre.

Bei Umzug muß deine ARGE jedoch Umzugskosten, Kaution und Renovierungskosten übernehmen.

Findest du in den 6 Monaten keine angemessene Wohnung, muß die bisherige Miete auch darüber hinaus weiter gezahlt werden. Da mußt du aber die Wohnungssuche nachweisen.

Es gibt u.U. auch andere Gründe, die einen Umzug unzumutbar machen, zB. gesundheitliche...

Wenn du einen Minijob findest und davon die Differenz zahlen kannst, dürfte es keine Probleme geben, wenn alles andere nicht greift.
 

Aquarius-HH

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#5
Danke vielmals für Deine Antwort. Also meine Brutto Miete ist 500,- mit allem.
Lt. Sachbearbeiterin liegt in Hamburg die Grenze bei € 318,- + Nebenkosten.
Ich hatte eine Date mit der ARGE und irgendwie kam auch u.a. der Spruch
mir gar nicht mehr zahlen zu wollen, wenn ich nicht die Kosten senke. Ist
das überhaupt möglich ?
 

Aquarius-HH

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#7
Danke für die Antwort. Also, die Differenz liegt ca. bei € 150,-. Ich frage mich
z.B. wenn ich nebenbei € 100,- verdiene und damit die Differenz weitgehendst selber bezahle, ob ich dann noch aufgefordert werden kann die Kosten noch weiter zu senken.
 

Arania

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#8
Wahrscheinlich eher nicht, Du solltest Dich darauf gar nicht einlassen, sondern der Aufforderung widersprechen
 
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#9
Aquarius-HH,

guckst Du hier:

Korrektur durch das Bundessozialgericht?

Gespannt erwartet MhM die schriftliche Begründung der Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 7.11.06 (B 7b AS 18/06 R). Denn es deutet sich an , dass das Bundessozialgericht hierin die landesrechtlichen Bestimmungen für den sozialen Wohnungsbau als Maßstab für die örtlichen Angemessenheitskriterien als verbindlich erklärt hat. Danach wären in Hamburg maximal für 1-Personenhaushalte 50 m2 (statt 45 m2 laut ARGE), für 2-Personenhaushalte 60 m2 (statt 55 m2), für 3-Personenhaushalte 70 m2 (statt 75 m2) sowie für 4-Personenhaushalte 85 m2 (entspricht dem ARGE-Wert) angemessen. Diese Werte aus den Fördergrundsätzen der Hamburgischen Wohnungsbaukreditanstalt (Ziffer 5.1.) stellen insofern vor allem 1- und 2-Personenhaushalte und damit 80% aller Bedarfsgemeinschaften in Hamburg besser als die ARGE. Konsequenterweise müssten dann die Sozialgerichte in Hamburg auch nach entsprechenden Kostensenkungsaufforderungen Leistungskürzungen aufgrund falscher Auskünfte über die Angemessenheitskriterien als unrechtmäßig bewerten.
MIETER HELFEN MIETERN Hamburger Mieterverein e.V.
 

gelibeh

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#10
Das mit den 318 ist so nicht richtig. Es sind 318€ incl. Nebenkosten und Wassergeld. Nur Heizung kommt da noch extra drauf.

Du kannst Dich hier ja mal durchlesen
4.6 Zumutbarkeit von Kostensenkungsbemühungen durch Wohnungswechsel
Kann von dem Leistungsberechtigten nach entsprechender Einzelfallprüfung eine Senkung der Aufwendungen erwartet werden, ist er hierzu unter Fristsetzung (3 volle Kalendermonate) schriftlich und in ausreichend begründeter Form aufzufordern. Diese Aufforderung ist nicht als Verwaltungsakt zu formulieren! (Anschreiben über Entscheidung an Leistungsberechtigten) Die erste Fristsetzung von 3 Monaten soll auf die 6-Monatsfrist verlängert werden, wenn die Bemühungen zur Senkung der Mietkosten ohne Erfolg bleiben.
Nach 6 Monaten können die tatsächlichen Mietkosten nur noch übernommen werden, wenn der Nachweis erbracht wird, dass trotz ausreichender Bemühungen eine Kostensenkung nicht möglich war. Diese Fälle sind in regelmäßigen Zeitabständen zu überprüfen.

4.7 Nachweise der Umzugsbemühungen
Der Betroffene hat sich intensiv unter Zuhilfenahme aller ihm zumutbaren erreichbaren Hilfen und Hilfsmittel um eine Kosten angemessene Unterkunft zu bemühen und muss jede ihm zumutbare bedarfsgerechte und Kosten angemessene Unterkunft anmieten. Dem Leistungsberechtigten sind hinsichtlich seiner Bemühungen zur Wohnungssuche konkrete Auflagen zu erteilen.
Das geeignetste Mittel, um die eigenen Bemühungen nachzuweisen, ist eine Aufstellung, der entnommen werden kann, wann mit welchen potentiellen Vermietern Kontakt aufgenommen wurde und aus welchen Gründen ein Mietverhältnis nicht zustande kam. Erfahrungsgemäß bereitet es Leistungsberechtigten, die sich ernsthaft um eine Senkung der Miete bemühen, keine Schwierigkeiten, entsprechende Anzeigen aus Zeitungen auszuschneiden und mit Angaben zu Telefonaten mit möglichen Vermietern zu sammeln. Eine ähnliche Aufstellung ist für die Kontaktaufnahme mit eventuellen Untermietern sinnvoll. Von ihm kann erwartet werden, dass er intensive Eigenbemühungen zur nachhaltigen Absenkung der Unterkunftskosten monatlich, z. B. bis zum 15. jeden Monats, nachweist. Kostensenkungsbemühungen sind hinreichend, wenn der Leistungsberechtigte nachweist, zumindest aber glaubhaft macht, dass er sich kontinuierlich und konsequent um eine Kosten angemessene Unterkunft bemüht hat. Hiervon ist in der Regel auszugehen, wenn wöchentlich mindestens drei anerkennungsfähige Dokumentationen vorgelegt werden.
Weitere mögliche Nachweise sind der Dringlichkeitsschein (Globalrichtlinie über die Versorgung von vordringlich Wohnungssuchenden mit Wohnraum) auf Vermittlung einer Sozialwohnung vom Wohnungsamt sowie Bestätigungen über eine Bewerbung bei den bekannten Wohnungsgesellschaften wie SAGA/GWG, Wohnungsbaugenossenschaften oder sonstigen Vermietern. (Wohnungsunternehmen der Stadt Hamburg). Der Leistungsberechtigte hat sämtliche Nachweise seiner Bemühungen der ARGE vorzulegen.

Sollte ein/e Hilfebedürftige/r Probleme bei der Dokumentation seiner Bemühungen haben, kann er/sie sich, wie auch im Informationsschreiben bezüglich der überhöhten Miete angeboten, jederzeit an die zuständige Sachbearbeitung wenden.
Bemüht sich der Leistungsberechtigte nicht oder nicht ausreichend um eine Senkung der Aufwendungen oder lehnt er einen Umzug in eine angebotene zumutbare Wohnung ab, besteht spätestens nach 6 Monaten nur noch ein Anspruch auf Übernahme der angemessenen Kosten der Unterkunft.

Mieteschulden können in diesen Fällen grundsätzlich nicht nach § 22 (5) SGB II / § 34 SGB XII übernommen werden. Der Leistungsberechtigte ist rechtzeitig eindringlich auf diese Konsequenzen hinzuweisen.
Quelle; http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell...n/zu-22/angemessenheit-unterkunftskosten.html
 
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#11
Finanzen

Von den Kosten der Suche spricht keiner. So was kostet. Und ist nicht über den offiziellen Regelsatz gedeckt. So müsste die ARGE die Kosten zumindest erstatten, eigentlich vorlegen.
Dass ein Wohnungsunternehmen von den Sozialleistungsträgern gezwungen werden kann auf seine Kosten Nachweise zu erstellen ist mir neu.
Die im öffentlichen Eigentum befindlichen Banken, SSK, nehmen für zusätzliche Ausdrucke richtig Geld.
Warum sollen dann andere Unternehmen zu Ehren der ARGE auf Kostenerstattung verzichten?
 

Sieghelm

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#12
Wohnung zu teuer-Kosten senken wie ?

Anerkannte monatliche Kosten für Unterkunft
(Warm-Miete) und Heizung in HH für einen Single Haushalt = 386,94 €
 

Sieghelm

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#13
Wohnung zu teuer-Kosten senken wie ?

Sorry. Muss wohl erklären wie ich auf den Betrag komme.
Wohne selbst in HH und gerade eine pauschalierte Mietkürzung
erhalten. Für 54 m2 wurde nun berechnet.
318,- Miete (warm)
+ 33,76 Heizung
+ 10 % Toleranz
_______________
= 386,94
 
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#14
Tja, Widerspruch und Klage. Hamburg hat nach dem Beschluss des BSG noch nicht gehandelt. Es wird Zeit, daß dies endlich vor das SG-Hamburg zur Klärung kommt.
 

Linzertorte

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#15
Hier mal ein nicht-HHler, der zu diesem Thema allgemein eine Frage hat:

Wenn ich also nun ueber dem angemessenen Betrag liegen sollte, kann die Arge mich zwingen umzuziehen, auch wenn ich die Differenz selbst trage (weiss zwar noch nicht wie...)? Oder wird dann eben nur der Regelbetrag bezahlt und der Rest ist meine Sache? Ich finde naemlich ausschliesslich Wohnungen, die mindestens zwischen 24-44 Euro teurer sind als der mir genannte Regelsatz (Mannheim).

Danke im voraus,
Linzertorte
 

Arania

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#16
Du wirst nur den Satz bekommen den die ARGE als KDU für Singles in der Stadt wo Du hinziehen möchtest als angemessen ansieht, das bezieht sich dann aber auch auf die Heiz-und Nebenkosten.

Du kannst das natürlich aus dem Regelsatz bezahlen, wenn Du es Dir leisten kannst
 

Linzertorte

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#17
Du wirst nur den Satz bekommen den die ARGE als KDU für Singles in der Stadt wo Du hinziehen möchtest als angemessen ansieht, das bezieht sich dann aber auch auf die Heiz-und Nebenkosten.

Du kannst das natürlich aus dem Regelsatz bezahlen, wenn Du es Dir leisten kannst
Das ist ja auch noch so ein Problem: die Arge sagt Euro 4,6/qm, der offiziell anerkannte Mietspiegel meiner Stadt liegt aber bei Euro 5,6/qm (niedere Grenze). Kann die Arge einem also so die Chance verbauen, eine geeignete Wohnung zu finden?

Zudem verstehe ich auch immer noch nicht, ob die Arge die Hoechstgrenze bezahlen wuerde, auch fuer eine kleinere Wohnung, oder die Rechnung qm x 4,6 anstellt? Ich gebe mal ein Beispiel: fuer mich waeren 60qm angemessen (bin schwanger und mir wurden 60 qm "zugestanden"). Bei Euro 4,6/qm waeren das Euro 276 KM. Ich habe schon ALLE Anzeigen durchsucht und es gibt absolut NICHTS in diesem Bereich. Ausser natuerlich ich begnuege mich mit so 40-45qm - und auch da liegen die Mieten oftmals mind. bei Euro 280-290.

Also, wie rechnet die Arge da? Wirklich qm x "angemessener Betrag pro qm", oder zahlt sie auch fuer eine kleinere Wohnung bis zum max. Betrag?

Hoffe, ich habe mich vestaendlich ausgedrueckt :icon_redface:

Gruesse
Linzertorte
 

Arania

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#18
Das alles kann Dir leider nur Deine zuständige ARGE beantworten, wenn die den Satz so bestimmen- er liegt bei den ARGEN immer niedriger, weil die sich nicht nach dem neuesten Mietspiegel richten- dann bezahlen die auch nur das
 
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