• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Wohnung zu teuer - Jobcenter verlangt Umzug - habe Depressionen - was tun?

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Hallo ich bin neu hier,

ich habe ein großes Problem. Jobcenter fordert mich auf, eine billigere Wohnung zu nehmen, muß eine Begründung liefern bis Ende April warum ich nicht umziehen kann bzw. was mit einer Untervermietung wäre, bzw. Nachweise erbringen zur Wohnungssuche.

Der Punkt ist: dass ich einen Grad der Behinderung von 30 habe und meine Depression dort angegeben ist. Ich wohne in einer 2 Zimmer-Wohnung in einem Wohnblock mit 21 Parteien, ganz oben. Ich höre alle Aufzugsgeräusche vom Schacht, das halten und losfahren des Aufzuges in meiner Wohnung. Hausverwaltung, Vermieter und Aufzugsfirma stellen sich quer. Ich habe keine Kraft mehr im Moment mich dagegen zu wehren und habe es schon über ein Jahr hingenommen. Bisher schlafe ich mit Watte in den Ohren, um den Lärm auszuhalten. Mein Arzt hat festgestellt, dass ich aufgrund der Lärmgeschichte gesundheitlich schon schwer angeschlagen bin, weil ich Nachts nicht mehr schlafen kann.
Bei Vermietungen habe ich angerufen, sobald aber ich sage dass ich arbeitslos bin - ist es aus und das wirft mich immer wieder zurück. Jetzt habe ich Tage da kann ich was tun und dann habe ich Tage da geht garnichts mehr.
Jetzt habe ich auf der Liste meiner Bemühungen nicht viel stehen und am Donnerstag muß ich diese abgeben. Was soll ich nur tun.
Ich habe mich vermehrt auf die Jobsuche konzentriert und gehofft etwas zu finden. Und jetzt........was soll ich nur machen?

Freue mich auf eine Rückantwort von Euch.
 

elo237

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
13 Mai 2011
Beiträge
4.178
Gefällt mir
993
#2
kann ich nur Wohnungsgesellschaften empfehlen

denke diese 30 % sind zu wenig und das Problem dort wird ja nicht gelöst
 

gelibeh

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
20 Jun 2005
Beiträge
23.595
Gefällt mir
17.046
#3
Jetzt habe ich auf der Liste meiner Bemühungen nicht viel stehen und am Donnerstag muß ich diese abgeben.
Dem JC ist bekannt, dass Du gesundheitlich angeschlagen bist? Wenn Du gesundheitlich nicht so ausgiebig suchen kannst, würde ich denen das sagen. Eventuell zahlen die einen Makler, weil Du es gesundheitlich nicht schaffst Dich darum zu kümmern.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#4
Das mit dem Makler ist eine gute Idee - werde ich die auch fragen. Am 05. Mai habe ich einen Termin bei einer Psychologin - ein ärztliches Attest müßte doch zusätzlich helfen, was meint Ihr?
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Gefällt mir
522
#5
Seit wann fordert das JC denn den Umzug?

Wegen Wohnung den Suchradius ausweiten in den ländlichen Raum
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#6
Bescheid ist vom 30.01.2015 und muß bis 30.04.15 antworten.

Habe mich echt nur auf die Jobsuche konzentriert. Im März einige Wohnungsbaugesellschaften angerufen - das auch notiert, finde aber den Sch...zettel nicht mehr.

Ich wohne schon im ländlichen Bereich - aber die Mietpreise sind so gestiegen, dass die Grundmiete nicht mehr dazu passt, was das JC fordert.
Und ich werde nur blöd angemacht wenn ich anrufe bei den Vermietern und sage, dass ich Arbeitslos bin.
 

Maxenmann

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Aug 2008
Beiträge
1.845
Gefällt mir
522
#7
Wenn ich 3 Monate habe, dann muss ich mich in der Zeit auch kümmern und kann nicht bis zum letzten Tag warten, eine Liste mit potentiellen Wohnungen die zu teuer sind wäre hilfreich gewesen, aber jetzt um 5 vor 12 ist es schwierig eine Lösung zu finden, das JC wird die KDU jetzt entsprechend kürzen

Und wenn es keine Wohnungen gibt wäre ein Widerspruch gegen den Bescheid auch gut gewesen
 

Seepferdchen

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
19 Nov 2010
Beiträge
22.455
Gefällt mir
14.086
#8
@Timymausi, mal eine Frage bist du U25?

Bescheid ist vom 30.01.2015 und muß bis 30.04.15 antworten.
Ist das ein Bescheid oder eine Kostensenkungsaufforderung, das ist ein großer Unterschied.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#9
Hallo Seepferdchen,

das ist eine Kostensenkungsaufforderung. Sorry noch kein Bescheid.

Nein, ich bin Ü25.
 

Seepferdchen

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
19 Nov 2010
Beiträge
22.455
Gefällt mir
14.086
#10
Gut gegen die Kostensenkungsaufforderung kannst du keinen Widerspruch schreiben,
weil es ist kein Bescheid sondern:

Kostensenkungsaufforderung hat "nur" eine Warn- und Hinweisfunktion!

Anmerkung: Bei dem Schreiben des Grundsicherungsträgers über die Unangemessenheit der Unterkunftskosten und Aufforderung zur Kostensenkung handelt es sich um ein Informationsschreiben mit Aufklärungs- und Warnfunktion und nicht um einen Verwaltungsakt(BSG, Urteil vom 19.2.2009, B 4 AS 30/08 R, Rdnr. 40; BSG, Urteil vom 7.11.2006 - B 7b AS 10/06 R, BSGE 97, 231 = SozR 4-4200 § 22 Nr 2).

Quelle:
Rechtsprechungsticker von Tacheles 38/2010

Das mit dem Makler ist eine gute Idee - werde ich die auch fragen. Am 05. Mai habe ich einen Termin bei einer Psychologin - ein ärztliches Attest müßte doch zusätzlich helfen, was meint Ihr?
Beachte du mußt dem Jobcenter nachweisen das du dich auch schon um Wohnungsangebote gekümmert hast, im Rahmen deiner Möglichkeit, weil
du zur Zeit gesundheitlich eingeschränkt bist.

Ist der Wohnungsmarkt sehr angespannt, können auch Kosten für die Beauftragung eines Maklers übernommen werden (LSG vom 2.4.2009 - L 7 B 33/09 AS ER; BayLSG vom 16.7.2009 - L 11 AS 144/08; BSG vom 18.2.2010 - B 4 AS 28/09 R). Die Zusicherung zur Übernahme der Maklergebühren kommt regelmäßig erst dann in Betracht, wenn dem Grundsicherungsträger ein konkretes Vermittlungsangebot für Wohnraum unterbreitet wird (LSG Baden- Württemberg vom 30.7.2008 - L 7 AS 2809/08 ER-B)

Quelle
:https://www.elo-forum.org/kdu-miete...aklerprovision-erfolgloser-wohnungssuche.html

und beachte:

Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den bis zum Umzug örtlich zuständigen kommunalen Träger übernommen werden, § 22 Abs 3 Satz 1 1.Halbsatz SGB II.

Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist, und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann. § 22 Abs 3 Satz 2 SGB II.

Der Begriff ist hierbei weit zu fassen, womit auch die Gebühren eines Maklers - soweit angemessen - darunter zu verstehen sind (vgl Lang/Link in Eicher/Spell- brink, SGB II, 2. Aufl, § 22 Rdnr 83).

Maklerkosten, die ebenfalls zu den Kosten der Unterkunft gehören können, sind bei einem notwendigen Umzug dann zu übernehmen, wenn im Preis angemessene Unterkünfte ausschließlich über einen Makler angemietet werden können.

Es ist den Antragstellern zuzumuten, sich bei einem konkreten Angebot mit der Antragsgegnerin vor einer Anmietung in Verbindung zu setzen, um die Kostenübernahme abzuklären.

Keineswegs kann generell ein Anspruch auf Übernahme von Maklerkosten zugebilligt werden (Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen L 20 B 145/07 AS ER 25.09.2007 , Beschluss ) .

Quelle:
Tacheles e.V. Willi 2

Leider ist es auch nicht ganz leicht ggf. die Bewilligung für einen Makler zu bekommen, dennoch lass dir ein Attest geben von deiner Ärztin, du sagst beim Termin das dass Attest in Kopie von dir nachgereicht wird.

Nimm was du hast an Nachweise deiner Wohnungssuche und noch viel besser ist es wenn du noch jemand hättest der dich begleiten kann, nennt sich im SGB Rechtskreis Beistand
§ 13 SGB II.

Auch solltest du bis zum Termin das mal hier noch anschauen:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/103288-gegenwehr-kostensenkungsaufforderung.html

https://www.elo-forum.org/kdu-miete-untermiete/72737-kostensenkungsaufforderung-gegenwehr.html

Ich weiß es ist einiges zum lesen, es ist schade das du dich erst heute hier im Forum meldest......................................

Wenn du beim Termin warst melde dich bitte wieder hier!
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#11
Hallo Seepferdchen,

das ist ja echt nett von Dir was Du mir alles geantwortet hast. Ich kenne mich mit dem Ganzen überhaupt nicht aus.

Deshalb bin ich durch eine Bekannte auf das Forum aufmerksam geworden. Natürlich melde ich mich nach dem Termin um zu berichten was sich getan hat.

Im voraus schon mal ein ganz dickes Dankeschön an Dich.

Lg
Timmymausi
 

ArNoN

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
29 Okt 2008
Beiträge
976
Gefällt mir
154
#12
Untervermietung bei 2 Zimmern ist aber auch schon... "sportlich" :( - wieviel m2 hast Du denn?

Und warum kommt jetzt die Kostensenkungsaufforderung? Wie lange bist Du schon im Leistungsbezug?

Aber wenn ich das richtig verstehe, wehrst Du Dich ja eigentlich gar nicht gegen den Umzug an sich, ganz im Gegenteil - Du findest 'nur' nichts?
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#13
Bei Vermietungen habe ich angerufen, sobald aber ich sage dass ich arbeitslos bin - ist es aus und das wirft mich immer wieder zurück.
Kombiniere deinen Alg II Bescheid ungefragt mit einer Schufa-Selbstauskunft und einer "Immer-Schön-Zahlemann-Bescheinigung" vom derzeitigen Vermieter.

Dann verwandelt sich der Status Alg II in der Regel von "negativ" zu "positiv".
Mieter die regelmäßig zum Monatsletzten ihr Geld für den näxten Monat auf dem Konto haben, sind bei Vermietern gern gesehen. :biggrin:
 

KristinaMN

Forumnutzer/in

Mitglied seit
6 Okt 2011
Beiträge
1.857
Gefällt mir
571
#14
Mache über die bisherige Wohnungssuche zumindest ein Protokoll aus dem Gedächtnis. Besser als gar nix.

Aktuelle Abfrage bei ImmobilienScout24 für Deinen Wohnort ausdrucken (max. 50 qm, bis zur Mietobergrenze, ohne Maklerprovision, etc. raus filtern), handschriftlich ergänzen warum ja/nein und zum Termin mitnehmen.

Maklerprovision ist mit der neuen Gesetzgebung hinfällig.

Antrag auf Sozialwohnung stellen. Schriftliche Bewerbung bei Genossenschaften mit Anschreiben und Foto wie bei einer Arbeitsstelle.

Um wieviel ist die Wohnung zu teuer?
Liegt ein qualifizierter Mietspiegel vor?
Wie wurde die Mietobergrenze festgelegt?
Einzelfallentscheidung beantragen.

Betone im Termin wie gerne Du umziehen würdest, es aber nicht in Deinem Ermessen liegt, wegen fehlendem Wohnungsangebot und auch anmietbar ist, stark eingeschränkte Suchmöglichkeit aufgrund Erkrankung (ärztliches Attest wichtig).

Die persönlichen und direkten Absagen von Vermietern sind frustrierend. Konzentriere Dich deshalb auf die Internetsuche bei allen möglichen Plattformen; damit hast Du schriftliche Nachweise und die Rückmeldung erfolgt meist auch schriftlich bzw. gar keine.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#15
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten hier.

Bekomme am Donnerstag einen Ämterlotsen von der Caritas an meine Seite gestellt, damit ich nicht alleine hingehen muß - was mir jetzt wirklich hilft. Der Mann kennt sich damit gut aus und ich stehe nicht ganz alleine da.

Ich bin froh den Weg zu Euch hier gefunden zu haben. Werde auf jeden Fall berichten wie es am Donnerstag war.
 

ZynHH

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
6 Jul 2011
Beiträge
13.763
Gefällt mir
7.416
#16
Maklerprovision ist mit der neuen Gesetzgebung hinfällig.
Warum das denn? Wenn du als Mieter einen Makler beauftragst, wirst du den wohl bezahlen müssen.
Der Fall, das der Vermieter den Makler bezahlt, trifft ja wohl nur zu, wenn du dich für eine spezielle Wohnung interessierst und diese anstatt über den Vermieter nur über einen Makler vergeben wird.
 

KristinaMN

Forumnutzer/in

Mitglied seit
6 Okt 2011
Beiträge
1.857
Gefällt mir
571
#17
Warum das denn? Wenn du als Mieter einen Makler beauftragst, wirst du den wohl bezahlen müssen.
Der Fall, das der Vermieter den Makler bezahlt, trifft ja wohl nur zu, wenn du dich für eine spezielle Wohnung interessierst und diese anstatt über den Vermieter nur über einen Makler vergeben wird.
Maklerprovision wurde bisher nur in wenigen Ausnahmefällen übernommen und wird jetzt vermutlich komplett gestrichen. Eine neue Weisung wird bestimmt bald kommen.

Als Argument wird dann kommen: Wenn Sie sich nicht mal eine eigene Wohnung suchen können, dann schaffen Sie es auch nicht sich selbst in einer Wohnung zu versorgen und haben Betreuungsbedarf ...

Der Schuß kann nach hinten losgehen je nach SB !
 

ArNoN

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
29 Okt 2008
Beiträge
976
Gefällt mir
154
#18
streichen koennen die gern viel - wenn es keine andere Moeglichkeit gibt (Nachweise!), muss auch ein Makler uebernommen werden.

Wobei ich davon ausgehe, dass es in Zukunft (etwas) mehr maklerfreie Wohnungen geben wird!

Das Argument mit dem Betreuer ist (gerade n Wohnungsnotstandsgebieten) sehr hinkend, gerade wenn '''normale''' Mieter keine Wohnungen finden, sind ALG2-Empfaenger noch schlechter dran :(
 

KristinaMN

Forumnutzer/in

Mitglied seit
6 Okt 2011
Beiträge
1.857
Gefällt mir
571
#19
Das Argument mit dem Betreuer ist (gerade n Wohnungsnotstandsgebieten) sehr hinkend, gerade wenn '''normale''' Mieter keine Wohnungen finden, sind ALG2-Empfaenger noch schlechter dran :(
In München besteht ein mangel an günstigen Wohnungen. Gerade DANN erfolgen Sorgerechtsentzüge und Betreuungen, wenn der Leistungsbezieher unwillig ist und es wagt eine Miete einzuklagen, versucht die Mietobergrenzen anzugreifen, .... gewinnt einer, könnte dies ein Welle an Forderungen auslösen.

Leider ist das in München Realität. Alle Fälle sind schriftlich dokumentiert und teilweise auch in der Presse.

Beispiel:
vor dem LSG erfolgreiche Klägerin:
Gerichtsentscheidung in München - Wie Hartz-IV-Empfänger wohnen dürfen - München - Süddeutsche.de
und plötzlich wechselt der JC-Anwalt aus der Sozialgerichtsstelle zu genau DER Kanzlei, die das Verfahren vor dem BSG vertritt und verliert haushoch. :icon_evil:
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#20
Hallo liebe Leute,

neue Rückmeldung an Euch. Ich habe für 3 Monate erst einmal die überhöhte Miete bewilligt worden. Allerdings nur bis zum 30.09.15, bis 15.09.15 muß ich Nachweise liefern wegen der Wohnungssuche.

Jetzt verlangt dass Jobcenter ein Attest von meiner Ärztin, in dem diese bestätigen soll, warum die derzeitige Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist und ich dringend darauf angewiesen bin eine neue Wohnung zu bekommen.
Meine Ärztin meinte, dass Attest wäre kein Problem, ich soll Ihr nur sagen (formulieren) was da drinstehen soll.
Tja, jetzt habe ich da ein Problem, weil ich nicht weiß wie ich es formulieren soll, nicht dass der Schuß nach hinten los geht.

Vielleicht zur Erinnerung:

Meine Wohnung liegt ganz Oben, ich höre alle Bremsgeräusche und Schachtgeräusche des Aufzuges in der Mietwohnung, kann dem zur folge auch keine Nacht mehr durchschlafen und bin auch davon schon krank jetzt. Kann die Ärztin auch bestätigen.
Untervermietung daher auch nicht möglich.

Hat Jemand von Euch eine Idee, wie ich dass Attest schreiben kann?
Ich tue mich nämlich mit den Formulierungen leider echt schwer damit. Sorry.

Freue mich auf euer Feedback.

Danke schon mal im voraus.

Timmymausi.
 

romeo1222

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jan 2010
Beiträge
1.549
Gefällt mir
298
#21
Hat Jemand von Euch eine Idee, wie ich dass Attest schreiben kann?
Ich tue mich nämlich mit den Formulierungen leider echt schwer damit. Sorry.

Freue mich auf euer Feedback.

Danke schon mal im voraus.

Timmymausi.
Wie du es genau schreiben kannst, kann ich dir leider auch nicht sagen, würde aber den Fachbegriff Phonophobie mit reinschreiben. Zumindest gehe ich davon aus, dass du eine gegen die genannten Geräusche hast, sodass sie selbst tagsüber sehr störend sind. Ich selbst habe leider auch eine entwickelt gegen lautes Getrampel und Türengeknalle, bin gerade mal wieder umgezogen nach ganz oben und dann hört man das extrem laute Getrampel von der Person unter sich :eek:
 

ArNoN

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
29 Okt 2008
Beiträge
976
Gefällt mir
154
#22
ich wuerde die Formulierung ganz allgemein waehlen - "aus medizinischen Gruenden ist ein UImzug dringend noetig" - von Begreuendung steht da ja nix, und wenn ein Arzt das so bescheinigt, ist das nunmal so.

Begruendung kann man ja unter Umstaenden immer noch nachreichen...
 

Kerstin_K

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
11 Jun 2006
Beiträge
12.868
Gefällt mir
6.718
#23
Jetzt verlangt dass Jobcenter ein Attest von meiner Ärztin, in dem diese bestätigen soll, warum die derzeitige Wohnung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist und ich dringend darauf angewiesen bin eine neue Wohnung zu bekommen.
Meine Ärztin meinte, dass Attest wäre kein Problem, ich soll Ihr nur sagen (formulieren) was da drinstehen soll.
Tja, jetzt habe ich da ein Problem, weil ich nicht weiß wie ich es formulieren soll, nicht dass der Schuß nach hinten los geht.

Vielleicht zur Erinnerung:

Meine Wohnung liegt ganz Oben, ich höre alle Bremsgeräusche und Schachtgeräusche des Aufzuges in der Mietwohnung, kann dem zur folge auch keine Nacht mehr durchschlafen und bin auch davon schon krank jetzt. Kann die Ärztin auch bestätigen.
Untervermietung daher auch nicht möglich.

Hat Jemand von Euch eine Idee, wie ich dass Attest schreiben kann?
Ich tue mich nämlich mit den Formulierungen leider echt schwer damit. Sorry.

Freue mich auf euer Feedback.

Danke schon mal im voraus.

Timmymausi.
Irgendwie unlogisch. Erst sollst du Kosten senken, und jetzt sollst du die Umzugsnotwendigkeit belegen...
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#24
Hallo an Euch alle hier.

Die Wohnung ist zu teuer, wurde mir ja gnädigerweise mal für 3 Monate bewilligt. (die überhöhte Miete). Eine Untervermietung zur Kostensenkung geht ja nicht, weil ich dann als Hauptmieterin mit dem Untermieter ein riesen Problem bekommen würde - weil der Aufzug ja so laut ist.

Ich meine, ich bin ja schon angeschlagen weil ich keine Nacht mehr durchschlafen kann. Wie soll ich denn da noch einen Mieter mitreinnehmen, wenn es schon für mich nicht mehr zum aushalten hier ist.

Jetzt besteht das Jobcenter auf das Attest, dass ich aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme auch nicht an eine Untervermietung denken kann.
Hoffe dass Ihr mir noch folgen könnt.

Deshalb wollte ich ja wissen, wie das Attest zu schreiben ist, weil ich mir kein Eigentor schießen will und die Behördenwillkür ist ja deutlich auch hier im Forum zu lesen.

Danke schon mal für euer Feedback.
 

ArNoN

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
29 Okt 2008
Beiträge
976
Gefällt mir
154
#25
zunaechst: zu hohe Mieten sind fuer sechs Monate zu uebernehmen, nicht nur fuer drei!

Das Attestschreiben wuerde ich den Doc ueberlassen - wenn man da mit "ich habe da mal was vorbereitet" auflaeuft, wuerde ich an seiner Stelle ziemlich sofort dicht machen...
 

Wutbuerger

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
21 Aug 2012
Beiträge
4.813
Gefällt mir
2.359
#27
Ich gehe mal davon aus das es Wohnungen gibt .
Manche vielleicht zu groß oder zu teuer .
Als erstes steht der Beweis an das der Umzug notwendig ist .Attest vom Arzt wegen Lärmempfindlichkeit .Bleibt die Frage ob Aufzüge nicht nachts abgestellt werden können --22 oder 23 Uhr bis 6 Uhr werden Mieter auch ohne Aufzug leben können .
Zu teure Wohnungen können übernommen werden , wenn Vorgaben der JC unrealistisch sind --die Vorgaben sind mit dem Markt anzugleichen ,aber Beweise sind schwierig ( Mietspiegel , nachweise erfolgloser Suche etc )
Als erstes würde ich die Vorgaben prüfen : wird nach §8WoGG (veraltet) oder nach §12WoGG ermittelt? Werden 10% Sicherheitszuschlag eingerechnet ?
Mietstufe für den Ort ermitteln , Mietgrenzen (Wohngeld) im Internet nachsehen ,10% zurechnen und sehen ob der Wert dann realistisch ist oder nicht .
Eine größere Wohnung bekommst du bei Behinderung / Schwerbehinderung .
Evtl solltest du mal drüber nachdenken vom ALG2 Bezug zur Sozialhilfe zu wechseln ,erwerbsfähig dürftest du kaum noch sein mit den psych Beeinträchtigungen.Der Weg führt über DauerAU zum EM Rentenantrag .
Evtl erst mal ein Behinderung feststellen lassen (Arzt fragen )
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#28
Ich gehe mal davon aus das es Wohnungen gibt .
Manche vielleicht zu groß oder zu teuer .
Als erstes steht der Beweis an das der Umzug notwendig ist .Attest vom Arzt wegen Lärmempfindlichkeit .Bleibt die Frage ob Aufzüge nicht nachts abgestellt werden können --22 oder 23 Uhr bis 6 Uhr werden Mieter auch ohne Aufzug leben können .
Zu teure Wohnungen können übernommen werden , wenn Vorgaben der JC unrealistisch sind --die Vorgaben sind mit dem Markt anzugleichen ,aber Beweise sind schwierig ( Mietspiegel , nachweise erfolgloser Suche etc )
Als erstes würde ich die Vorgaben prüfen : wird nach §8WoGG (veraltet) oder nach §12WoGG ermittelt? Werden 10% Sicherheitszuschlag eingerechnet ?
Mietstufe für den Ort ermitteln , Mietgrenzen (Wohngeld) im Internet nachsehen ,10% zurechnen und sehen ob der Wert dann realistisch ist oder nicht .
Eine größere Wohnung bekommst du bei Behinderung / Schwerbehinderung .
Evtl solltest du mal drüber nachdenken vom ALG2 Bezug zur Sozialhilfe zu wechseln ,erwerbsfähig dürftest du kaum noch sein mit den psych Beeinträchtigungen.Der Weg führt über DauerAU zum EM Rentenantrag .
Evtl erst mal ein Behinderung feststellen lassen (Arzt fragen )
Als erstes mal ein großes Dankeschön.
Ich habe Anfang Juli schon den Antrag auf EM-Rente gestellt, es fehlt noch der Bericht vom Psychiater meinte die SB von der Rentenversicherung. Dieser ist derzeit im Urlaub bis Ende August.
Einen Grad der Behinderung von 30 habe ich bereits wegen meiner psychischen Beeinträchtigung seit 2009 unbefristet.
Mein Psychiater meinte zu mir, dass er mich völlig aus dem Verkehr ziehen will um einmal zur Ruhe zu kommen. Habe in den letzten Jahren zuviel mitgemacht und deshalb macht mir der Druck vom Jobcenter obendrein noch zu schaffen.

Den Aufzug abstellen geht leider nicht, daran hatte ich auch schon mal gedacht. Die Hausverwaltung verneinte. Einmal ging er wirklich nicht, glaube mir ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Leider war dass nur einmalig gewesen.

Mir wäre schon viel geholfen, wenn ich vom Jobcenter endlich wegkommen könnte. Ehrlich.
 
E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#29
zunaechst: zu hohe Mieten sind fuer sechs Monate zu uebernehmen, nicht nur fuer drei!

Das Attestschreiben wuerde ich den Doc ueberlassen - wenn man da mit "ich habe da mal was vorbereitet" auflaeuft, wuerde ich an seiner Stelle ziemlich sofort dicht machen...
Hallo ArNoN,
leider ist es in der Tat so, dass es bis zu 6 Monate heißt was die Kostenübernahme der hohen Miete betrifft.

Bezüglich Attest hat meine Ärztin mich ja gebeten, es zu formulieren. Sie würde es dann auch so übernehmen. Also alles im grünen Bereich.

Danke für Dein Feedback
 

Doppeloma

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
30 Nov 2009
Beiträge
10.916
Gefällt mir
12.224
#31
Hallo Timmymausi,

leider ist es in der Tat so, dass es bis zu 6 Monate heißt was die Kostenübernahme der hohen Miete betrifft.
es wäre wohl ganz gut gewesen, wenn du die Aufforderung zur Kostensenkung mal (anonymisiert) hier eingestellt hättest ... denn zunächst will ja wohl in erster Linie dein JC dass du dir eine "günstigere" Wohnung suchen sollst ... da wäre die ganz konkrete Begründung mal ganz nett.

Die KdU sind auch über länger als 6 Monate vom JC zu zahlen, wenn du nachweislich keine andere "angemessene" Wohnung finden konntest und hier liegt wohl ein wenig "der Hund begraben", denn mit diesen Nachweisen hapert es ja offenbar bei dir ...

Kann zwar nachvollziehen, dass es auch teilweise an deiner Krankheit liegt aber gerade das "Dach über dem Kopf" zu haben ist ja nicht ganz unwichtig ... und da nur mal Telefonate zu führen, die natürlich nicht nachweisbar sind (und nicht mal zu notieren, wann man wo angerufen hat) und mit dem Hinweis auf die Arbeitslosigkeit ein schnelles Ende finden, ist etwas "dürftig" um das mal vorsichtig auszudrücken ...

Ob man wirklich eine Untervermietung verlangen kann in einer 2 - Zimmer-Wohnung wage ich auch zu bezweifeln ... käme bestimmt auch auf die Gesamtgröße und den Schnitt der Wohnung an, es soll ja auch noch Wohnungen mit "Durchgangszimmern "geben und meines Wissens darf man auch nicht ohne Zustimmung des Vermieters Untermieter aufnehmen ...

Bezüglich Attest hat meine Ärztin mich ja gebeten, es zu formulieren. Sie würde es dann auch so übernehmen. Also alles im grünen Bereich.
Hier sehe ich nicht wirklich was "im grünen Bereich", denn deine Gesundheitsprobleme und dein persönlicher Wunsch die Wohnung ohnehin wechseln zu wollen, haben zunächst mal mit der Forderung (Senkung der KdU) des JC wenig zu tun (gehabt).

Das Attest hätte dir vielleicht helfen können, eine "Untervermietung" als unzumutbar beschreiben zu können, denn ich persönlich kenne ähnliche Probleme und hätte ganz sicher keinen fremden Menschen in meiner Wohnung haben wollen, weil das JC es so verlangen möchte ... :icon_evil:.

Der Fokus sollte also eher darauf liegen, warum du nicht umziehen kannst (nachweislich keine passenden Wohnungen vorhanden), keinen Untermieter "ertragen" würdest, nur weil das Amt es gerne so hätte ... wurde denn bereits die "Wirtschaftlichkeitsberechnung" gemacht, aus der sich ergibt ob diese Forderung überhaupt berechtigt und wirtschaftlich sinnvoll ist ???

Immerhin muss das JC auch die Umzugskosten /Ummelde-Kosten und die Kaution (für die neue Wohnung) tragen, wenn du auf deren Forderung umziehst, eventuell sogar Einrichtungsgegenstände ersetzen, die aus der alten Wohnung nicht mehr verwendbar sind, weil sie in die Neue nicht reinpassen ...

Das wäre also auch noch alles schriftlich beim JC zu klären und zu bewilligen, ehe ein Umzug überhaupt stattfinden kann, wird eine "Doppelmiete" übernommen, denn du kannst ja kaum fristgerecht die alte Wohnung kündigen, wenn du noch keine andere gefunden hast ...

Die "Vermischung" mit deinen eigenen Problemen in der aktuellen Wohnung kann dir da sehr schaden, man wird sich das gerne zu Nutze machen, um bei diesen Kosten gut sparen zu können, weil du ja "ohnehin umziehen wolltest" aus gesundheitlichen Gründen (dann sind die aber eigentlich auch irrelevant als "Verschonungsgründe" dir eine andere Wohnung suchen zu müssen).

Denn einen Umzug "auf eigenen Wunsch" kann man dir nicht verbieten, wenn die zukünftigen KdU dann wenigstens angemessen sind, aber bezahlen muss das JC den dann auch nicht ...

Die gesundheitlichen Gründe wird man sicher akzeptieren müssen mit entsprechenden Attesten, aber man kann das dann auch (für das JC) "sparsam" so regeln, dass man lieber die aktuelle Wohnung weiter (voll) bezahlt, damit du dir keine andere suchen musst ... denn so ein Umzug ist ja auch eine zusätzliche gesundheitliche Belastung ...

Ich vermag noch nicht einzuschätzen, was dein JC am Ende als kostensparender auffassen wird aber das aktuelle "Druckmittel" gesundheitliche Probleme und nun "zwingt man mich auch noch die Wohnung aufgeben zu müssen, weil sie zu teuer ist", kann da auch ganz böse nach Hinten losgehen ... wenn du eigentlich erreichen willst aus dieser Wohnung (in jedem Falle, aber eben auch aus ganz persönlichen Gründen) heraus zu kommen ... :icon_kinn:

Einen Wohnungswechsel aus persönlichen / gesundheitlichen Gründen kann das JC zwar letztlich nicht "verbieten" aber es muss auch keine Kosten dafür übernehmen, außer den KdU sofern die zukünftig "angemessen" sind ...

MfG Doppeloma
 

romeo1222

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jan 2010
Beiträge
1.549
Gefällt mir
298
#32
Einen Wohnungswechsel aus persönlichen / gesundheitlichen Gründen kann das JC zwar letztlich nicht "verbieten" aber es muss auch keine Kosten dafür übernehmen, außer den KdU sofern die zukünftig "angemessen" sind ...

MfG Doppeloma
Doch klar muss das JC für einen Umzug aus gesundheitlichen Gründen zahlen.
 

Fabiola

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
12 Mai 2015
Beiträge
1.572
Gefällt mir
1.421
#33
Einen Wohnungswechsel aus persönlichen / gesundheitlichen Gründen kann das JC zwar letztlich nicht "verbieten" aber es muss auch keine Kosten dafür übernehmen, (...)
MfG Doppeloma
Kann man das irgendwo nachlesen? (§§)
 

romeo1222

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Jan 2010
Beiträge
1.549
Gefällt mir
298
#35
Kann man das irgendwo nachlesen? (§§)
Das SGB nennt keinerlei konkreten Gründe, das natürlich nicht alle Gründe explizist genannt werden ist auch klar.

... wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist ...

SGB 2 - Einzelnorm

Ich denke hier sind ganz gut alle Gründe benannt, wonach eine Erstattung möglich ist:
Umzug mit Hartz 4 - Kostenübernahme durch Jobcenter

Ansonsten kann man natürlich auch das Internet für Gerichtsurteile durchsuchen, Schimmel oder andere extremen baulichen Mängel fallen mir jetzt aus dem nichts Urteile ein. Ansonsten sind mir Entscheidungen vom Jobcenter bekannt wonach Umzüge wegen Lärmterror des Nachbarn bezahlt wurden und / oder wegen Depressionen.
 

Seepferdchen

Mitarbeiter
Super-Moderator/in
Mitglied seit
19 Nov 2010
Beiträge
22.455
Gefällt mir
14.086
#36
Hier nur mal ein Auszug zu Umzugsgründen hier gibt es so einige Urteile
gerade in Hinblick zum Beispiel auf Gesundheit.


▪aus gesundheitlichen (VGH BY 29.3.1976 - 316 III 75 - FEVS 24, 284; LSG BE-BB 28.11.2008 - L 29 B 1944/08 AS ER)
LSG Berlin und Brandenburg: psychische störung, umzug, ambulante behandlung, wohnung, unzumutbarkeit, sozialdienst, glaubhaftmachung, rechtsschutz, therapie, heizung

LSG Berlin-Brandenburg, L 29 B 1944/08 AS ER: LSG Berlin und Brandenburg: psychische störung, umzug, ambulante behandlung, wohnung, unzumutbarkeit, sozialdienst, glaubhaftmachung, rechtsschutz, therapie, heizung

▪Baumängel bestehen, die der Vermieter nicht oder nicht in vertretbarer Zeit beseitigt.
Schimmelbefall macht einen Umzug erforderlich, wenn er gesundheitsgefährdende Ausmaße angenommen hat; der Hilfebedürftige braucht sich dann nicht auf die mögliche Beseitigung baulicher Mängel durch den Vermieter verweisen zu lassen (SG Lüneburg vom 19.6.2007 - S 30 AS 768/07 ER; SG Bremen vom 19.3.2009 - S 23 AS 485/09 ER; LSG Berlin-Brandenburg vom 21.7.2008 - L 26 B 807/08 AS ER: wiederholt fehlgeschlagene Mängelbeseitigung macht Mietverhältnis unzumutbar; vgl. auch AG Charlottenburg vom 9.7.2007 - 203 C 607/06). Die Frage, ob Schimmelpilze in Mieträumen die Gesundheit der Bewohner gefährdet, kann in vielen Fällen nur durch ein medizinisches Sachverständigengutachten geklärt werden (vgl. BGH vom 18.4.2007 - VIII ZR 182/06; LSG Berlin-Brandenburg vom 31.3.2008 - L 29 B 296/08 AS ER; vgl. auch LSG NRW vom 5.2.2009 - L 20 B 2/09 AY ER). Im Streitfall muss der SGB II-Träger den Sachverhalt aufklären. Er kann z.B. eine Kostenzusage für die Einschaltung des Mietervereins geben (LSG NRW vom 6.7.2007 - L 20 B 65/07 SO ER). Hat der Schimmel noch keine gesundheitsgefährdenden Ausmaße angenommen, ist ein Umzug erst erforderlich, wenn die Beseitigung der Mängel fehlgeschlagen ist (LSG Sachsen vom 16.4.2008 - L 3 B 136/08 AS-ER). Hat der Mieter den Schimmel verursacht, kommt anstelle einer Umzugszusage die Übernahme der Kosten für eine Schimmelbeseitigung in Betracht (BayLSG vom 20.3.2007 - L 8 SO 5/07 ER). Wäre der Schimmel nur durch unzumutbares Wohnverhalten (ungewöhnlich häufiges Lüften, s. dazu BGH vom 18.4.2007, a.a.O.; AG Frankfurt/M. vom 30.7.2007 - 33 C 1906/06) zu beheben, ist ein Umzug erforderlich. Ist die Wohnungseinrichtung durch Schimmelbefall unbrauchbar geworden, besteht kein Anspruch auf Erstausstattung (SG Lüneburg vom 23.4.2007 - S 24 AS 784/06);

Quelle:
Udo Geiger – Leitfaden zum Arbeitslosengeld II, 6. Auflage, Stand: 1.5.2009 unter Mitarbeit von: Ulrich Stascheit, Ute Winkler, Seiten 256 - 258

https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/44577-umzug-gruende.html
 

hellucifer

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Dez 2005
Beiträge
1.768
Gefällt mir
456
#37
Wenn du dich psychisch nicht gewachsen fühlst, erwäge doch, dass ein Betreuer Dir behilflich ist.
 
Oben Unten