Wohnung zu groß und zu teuer? Folgen? (1 Betrachter)

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susimanta

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Hallo,

mein Schatz und ich sind erst vor drei Monaten in eine neue Wohnung gezogen. Jetzt habe ich leider die Kündigung innerhalb der Probezeit bekommen. Der Arbeitsvertrag endet also am 31.10.2105. Ein Restanspruch auf AlG I besteht nur noch für vier Wochen. Danach ist dann leider wohl AlG II angesagt!?

Die Wohnung kostet kalt 450 €, Nebenkosten inkl. Heizkosten betragen 220 €. Die Wohnung ist 85 m² groß. Die Wohnung haben wir besonders im Hinblick auf geplanten Nachwuchs bezogen. Die Wohnung ist einfach super und verhältnismäßig günstig.

Mein Schatz ist glücklicherweise unbefristet und außerhalb der Probezeit angestellt. Er verdient nt. aber auch "nur" 1100 bei Lohnsteuerklasse I. Ja, was will man machen? :-/

Natürlich versuche ich schnellstmöglich wieder Arbeit aufzunehmen, aber Angst besteht natürlich in Bezug auf die Wohnung.

Was wäre, wenn wir wirklich AlG II beantragen müssten?

Lt. Internetrecherche sind wohl 60 m² angemessen - für zwei Personen, die wir ja aktuell noch sind. Nächstes, spätestens übernächstes Jahr wollen wir aber ganz gerne zu dritt sein. ;-) Angemessen sind demnach auch eine Kaltmiete von 305 € und Heizkosten von 98 €.

Kann das Amt von uns verlangen, in eine kleinere angemessene Wohnung zu ziehen oder bezahlt das Amt dann "nur" die angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung? Bezahlt das Amt dann eben 403 € und wir müssen den Unterschiedsbetrag i. H. v. 277 € selbst?

Spielt es eine Rolle, ob man verheiratet ist oder nicht? Wir sind noch nicht verheiratet, aber dran gedacht haben wir schon. Ich vielleicht mehr, als er!? ;-)

LG

PS: Wir sind beide über 25 Jahre alt, falls das wichtig sein sollte! ;-)
 

Hartzeola

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Kann das Amt von uns verlangen, in eine kleinere angemessene Wohnung zu ziehen oder bezahlt das Amt dann "nur" die angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung?
Das Amt hat für 6 Monaten die kompletten Kosten zu übernehmen. Wahrscheinlich auch länger, wenn Ihr vergeblich versucht, eine angemessene Wohnung zu finden und dies nachweisen könnt.

Danach nur "angemessene". Zum Umzug kann Euch niemand zwingen.
 

susimanta

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Das Amt hat für 6 Monaten die kompletten Kosten zu übernehmen. Wahrscheinlich auch länger, wenn Ihr vergeblich versucht, eine angemessene Wohnung zu finden und dies nachweisen könnt.

Danach nur "angemessene". Zum Umzug kann Euch niemand zwingen.
Ok, das mit den sechs Monaten steht genau wo? ;-) Danke.

Gut, wenn wir dann nachweisen können, dass wir keine angemessene Wohnung gefunden haben, dann bezahlt das Amt entweder weiterhin die volle Miete oder nur noch den angemessenen Teil?
 

Hartzeola

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Ok, das mit den sechs Monaten steht genau wo? ;-) Danke.
Der Gesetzgeber räumt dem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten bzw. seiner Bedarfsgemeinschaft bis zu 6 Monate ein, um einen unangemessen hohen Bedarf für Unterkunft und Heizung auf ein angemessenes Maß zu senken. Dabei handelt es sich um einen Richtwert, der regelmäßig unterschritten, jedoch nur in atypischen, besonders gelagerten Fällen überschritten werden darf. Es liegt in der Verantwortung und Entscheidungsfreiheit der Empfänger von Leistungen nach § 22, die Unterkunft beizubehalten. Allerdings werden die Leistungen dann auf das angemessene Maß gekürzt, Mehraufwendungen muss die Bedarfsgemeinschaft aus der Leistung für den Regelbedarf bestreiten.
Sauer, SGB II § 22 Bedarfe für Unterkunft und Heizung / 2.2.8 Befristete unangemessene Leistungen für Unterkunft | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe

Gut, wenn wir dann nachweisen können, dass wir keine angemessene Wohnung gefunden haben, dann bezahlt das Amt entweder weiterhin die volle Miete oder nur noch den angemessenen Teil?
Dann habt ihr zumindest gute Argumente, gegen Kürzung vor zu gehen.

Wenn Leistungsbezug unterbrochen wird beginnt die Frist neu zu laufen.
 
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