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Wohnung wird nicht genehmigt, Staffelmiete

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Nicht offen für weitere Antworten.

lisabella

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#1
Hallo! Ich habe heute eine furchtbare Nachricht bekommen, die mir keine Ruhe läßt. Ich bin umgezogen in eine andere Stadt, das wurde auch vom Amt genehmigt, aus gesundheitlichen Gründen und weil ich dort ein Praktikum machen kann. Nun wohne ich hier zunächst bei Verwandten und habe zum 1.6. eine WOhnung gefunden. Ich konnte mir kein Angebot für die Wohnung geben lassen, sondern mußte direkt unterschreiben, sonst hätte ich die Wohnung nicht bekommen. In unserer Stadt liegt die maximale Miete, die genehmigt wird, bei 360 Euro warm. Meine Wohnung kostet 319 Euro, liegt also 41 Euro unter der Grenze. Jedoch steht im Mietvertrag eine Staffelmiete, die jedoch nicht hoch ist. In 2 Jahren würde die Miete pro Monat um 8 Euro steigen, dann läge ich immer noch weit unter der Grenze. Es würde ungefähr 10 Jahre dauern bis ich an die Miet-Grenze komme und so lange habe ich nicht vor Hartz 4 zu beziehen!! Trotzdem ist meine Antrag abgelehnt worden. Nun muß ich ihn anfechten und weiß nicht ob ich überhaupt eine Chance habe. Meine Miete liegt so weit unter der Grenze und trotzdem lehnen sie es ab. Ich dachte erst man würde mich veräppeln. Ich habe die Wohnung schon renoviert und auch alle meine Sachen hineingestellt. Der Umzug war sehr teuer und ich habe ihn selbst bezahlt.
Hat das anfechten einen Sinn oder bekommt man Staffelmieten und wenn sie noch so günstig sind generell nicht bewilligt? Weiß das jemand?

Wenn ich dort wieder ausziehen müßte, wäre das eine Katastrophe, das halt ich nervlich nicht noch mal durch, nochmal Wohnung suchen, noch mal renovieren und noch mal umziehen, das kann ich nicht nochmal durchhalten.

Wäre toll, wenn jemand was weiß!!!!!
 

vagabund

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#2
Wenn der Umzug genehmigt wurde und die Miete auf absehbare Zeit im angemessenen Bereich liegt, muss die ARGE auch die Miete übernehmen.

Unbedingt gegen die Ablehnung Widerspruch einlegen!
 

Arania

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#3
Wieso wurde der Umzug genehmigt und keine Kosten übernommen? Warum hast Du alles selber bezahlt?
 
E

ExitUser

Gast
#4
Wieso wurde der Umzug genehmigt und keine Kosten übernommen? Warum hast Du alles selber bezahlt?
Weil es nicht nur reicht, den Umzug zu genehmigen, auch die neue Wohnung muß genehmigt sein, damit man Umzugskosten geltend machen kann - und das wurde nicht gemacht.
 
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#5
Reicht nicht
ARGE hat nicht das Recht zu genehmigen oder zu verweigern. ARGE hat nur das Recht zu beraten. Hier in diesem Fall müsste ARGE auf das Risiko der exorbitanten Mietsteigerung über die als angemessen bewertet werden hinweisen.
Im Klartext: "Wir übernehmen die Kosten, die den Rahmen des Angemessenen nicht sprengen." so oder ähnlich sollte die Antwort der Argen ausschauen.
Eine Totalverweigerung ist unberechtigt.
Die führt hier recht bald zu Mietrückständen, einem weiteren Umzug(auf ARGE-Kosten), unnötigen Kosten und ggf. zu einem Strafverfahren.
 

lisabella

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#6
Die Umzugskosten wären mir nur genehmigt worden, wenn ich mir selber einen LKW gemietet hätte bei einer bestimmten Firma und dann mit Freunden oder Familie den Umzug selbst gemacht hätte. Da ich in der Stadt wo ich wohnte weder Freunde, noch Bekannte noch Familie hatte, also gar keinen kannte, und auch keinen LKW-Führerschein habe, war das aber nicht möglich. Das Amt hätte auch wirklich nur Auto und Benzin bezahlt und sonst nichts, also keine Aushilfsstudenten oder Kartons oder so. So ist halt mein ganzes Polster für den Umzug draufgegangen. Es war mir sehr wichtig wieder in einem Umfeld zu wohnen, wo ich Leute kenne, außerdem konnte ich in der neuen Stadt ein tolles Praktikum machen.

Meint ihr ich habe eine Chance wenn ich Widerspruch einlege gegen den BEscheid ? Die Miete ist ja für einige Jahre absolut im Rahmen der Hartz 4 -Grenze. Das ist das was mir mein gesunder Menschenverstand sagt, aber wenn die grundsätzlich keine Staffelmiete akzeptieren? Man, mich macht das echt fertig!
 

waldau

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#7
... WAS ist dann genau der Grund der Ablehnung ??

a) die Staffelmiete und damit die Höhe

oder

b) da im voraus der Mietvertrag nicht zur Genehmigung vorgelegt wurde !!
 
E

ExitUser

Gast
#8
Die Miete muss hier bezahlt werden. Da die Bearbeitung des Widerspruchs 3 Monate dauern darf, ist hier Eile geboten, oder wie willst Du den Mitzins aufbringen. Deshalb parallel zum Widerspruch sofort EA (Einstweilige Anordnung, vorläufigen Rechtsschutz) beim SG (Sozialgericht) beantragen. Hole Dir Hilfe, Anwalt oder Erberbslosen-Initiative.
Du bist aus einer anderen Stadt gekommen. Die vorübergehende Unterkunft bei Verwandten war und ist zeitlich begrenzt, deshalb war tunlichst Eile geboten.

Suche Dir unbedingt Hilfe und Unterstützung!!!

Hier in Köln wären wir zuständig.
 

lisabella

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#9
An Waldau: Die Staffelmiete ist der Grund, das hat die Frau mir so gesagt. Übrigens hat sie mir auch gesagt, daß wenn sie den Antrag bearbeitet hätte, hätte sie ihn bewilligt weil die Miete zunächst sehr günstig ist.
Ich hab auch noch mal nachgerechnet, bis Mitte 2012 - also 4 Jahre lang wäre ich unter dem Limit des Jobcenters. Ab Mitte 2012 bin ich 3 Euro drüber und bis dahin ist der Höchstsatz bestimmt auch um ein paar Euro gestiegen. Wie auch immer, für die nächsten 4 Jahre, ist die Miete niedrig genug.

Hallo Mambo! Wo muß ich mich da hinwenden, ich kenn mich leider gar nicht aus? Gibt es ein extra Sozialgericht, an das man sich wenden kann? Kann ich die Miete auch beim Sozialamt beantragen oder Wohngeld oder muß ich zur Caritas?
Was ist "Einstweilige Anordnung, vorläufigen Rechtsschutz" ? Und wie bekomme ich den?
Wie bekomme ich einen Anwalt, den ich ja sowieso nicht bezahlen kann? Was kann die Erwerbsloseninitiative tun?
 

Mario Nette

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#10
Die "Frau" hat dir das "so gesagt"? Hast du eine schriftliche Ablehnung oder nicht? Mündliches ist nix wert.

Mario Nette
 
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ExitUser

Gast
#11
ARGE hat nicht das Recht zu genehmigen oder zu verweigern. .
Wenn keine Umzugskosten geltend gemacht werden, nicht... richtig

ARGE hat nur das Recht zu beraten. Hier in diesem Fall müsste ARGE auf das Risiko der exorbitanten Mietsteigerung über die als angemessen bewertet werden hinweisen.
Im Klartext: "Wir übernehmen die Kosten, die den Rahmen des Angemessenen nicht sprengen." so oder ähnlich sollte die Antwort der Argen ausschauen.
Eine Totalverweigerung ist unberechtigt.
So ist es.
 
E

ExitUser

Gast
#12
Gibt es nun eine schriftliche Ablehnung?

Stell einen Antrag auf Vorschuß, wenn dein Geld am Ersten nicht da ist.

Besorge dir einen Beratungshilfeschein und suche dir einen Fachanwalt für Sozialrecht...damit kommen die nicht durch!
 
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