Wohnung weg, Arbeit weg, wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt - was nun? (1 Betrachter)

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FranzKafka

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Guten Tag zusammen :peace:

Zuerst mal möchte ich mich gern vorstellen und alle Teilnehmer grüßen, aber das hat die Folge, dass ich direkt "mit der Tür ins Haus fallen" muss, alles andere wäre unehrlich. Ich habe mich hier angemeldet weil ich Rat suche und Hilfe brauche, wie wohl so einige hier, wenn man den Posts trauen kann. Vielleicht gibt es ja jemanden, der eine ähnliche Situation schon durchgemacht und da 'rausgefunden hat. Also dann mal zu mir:

In der Mitte meines Lebens musste ich einen hochqualifizierten Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und mich neu orientieren. Da es neben eines Verfahrens zur Feststellung der Erwerbsfähigkeit wenig Alternativen gab, entschied ich mich für ein Studium und stehe nun im fortgeschritten Alter mit zwei anerkannten Hochschulabschlüssen da. Leider haben sich meine Erwartungen bisher nicht erfüllt, auch weil sich der Arbeitsmarkt inzwischen geändert hat. Ebenso konnte ich meinen KfW-Kredit nicht zahlen und bin deswegen in laufender Privatinsolvenz.

Zur Zeit bin ich als Praktikant angestellt nach fast zwei Jahren Vertretungsjobs und Arbeitssuche. Dafür musste ich ca. 300 km wegziehen und die Wohnung ist an den Arbeitsplatz gebunden. Die Stelle ist auf ein Jahr befristet und wird nicht verlängert, weil der Mindestlohn nicht gezahlt werden kann. Eine dauerhafte Einstellung wurde vom Arbeitgeber zwar erwogen, aber zum Vorteil der jüngeren Mitbewerber fallengelassen. In vier Monaten werde ich deswegen sowohl arbeits- als auch wohnungslos sein.

Wie Ihr Euch denken könnt, mache ich mir große Sorgen. Ich bewerbe mich zwar immer noch auf Stellen, aber die Aussichten und die Resonanz, die ich erhalte, sind nicht dergestalt, dass da etwas zu erwarten ist. Von der Arbeitsagentur kommt wenig bis gar nichts, ich bin zwar schon seit zwei Monaten arbeitssuchend gemeldet, aber man verweist mich auf immer spätere Termine, wenn die Arbeitslosmeldung verpflichtend wird (drei Monate vor eintretender Arbeitslosigkeit).

Eine Wohnung suchen ist ohne Arbeit ziemlich zwecklos, eine Arbeit wäre - wenn sich überhaupt eine findet - mit Wohnungssuche verbunden. Bezahlen kann ich nichts, weil ich völlig mittellos bin. Ich komme langsam auf dumme Gedanken, was meine Zukunft angeht. Was soll ich denn noch tun, um irgendwie Fuß zu fassen?
 

samuraji

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-> Antrag ALG2
-> Antrag notwendiger Umzug (Begründung ist da ja auch gegeben)
-> Wohnungsmarkt durchforsten (Da du eh keinen Job hast, wäre evtl. bundesweite Suche die richtige Lösung)

Je nach Berufe die du hast, entsprechend schauen, wo es am sinnvollsten ist. (Baden-Württemberg? / Bayern ?)

Mach etwas, bevor du in die Depressions-Falle rutscht, da wieder allein rauszukommen ist relativ schwer. Leichter wird es natürlich auch nicht.

Je nach Alter: schon mal bei der Bundeswehr/Polizei beworben? Die nehmen derzeit fast wortwörtlich jeden. Zur Überbrückung oder dauerhaft eine von vielen Lösungen.
 

Max555

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Je nach Alter: schon mal bei der Bundeswehr/Polizei beworben? Die nehmen derzeit fast wortwörtlich jeden. Zur Überbrückung oder dauerhaft eine von vielen Lösungen.
Das halte ich in der Allgemeinheit für falsch, mag höchstens im mint Bereich zutreffen.
 

Regensburg

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Die Bahn nimmt z.Z. auch ziemlich alles.

Zu Wohnung:

Hier in Regensburg (Studenten Stadt - Uni) hat es sich so entwickelt, das viele Vermieter bis an Anschlag die nach H4 zumutbare Kriterien Mieten verlangen.

Das positive Effekt dabei - Personen die nicht H4 (Sozialhilfe) abhängig sind, sind nicht bereit solche mieten für "einfachen" Wohnraum zu zahlen. D.H, wer keine große Ansprüche stellt, hat ziemlich große Chancen hier eine H4 zumutbare bleibe, meistens Appartements um die 35 m³, zu finden.

Stadt Regensburg hat Not-Wohnungen parat, ich glaube beim Sozialamt nachfragen.
 

algfranz

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Je nach Qualifikation vielleicht auch Ausland mit in Erwägung ziehen.
 

Linuxfan

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Dafür musste ich ca. 300 km wegziehen und die Wohnung ist an den Arbeitsplatz gebunden.
Sowas habe ich auch schon durch und hatte auch eine Dienstwohnung von meinem Arbeitgeber. Als mir dann gekündigt wurde, hatte ich auch enorme Angst, komplett auf der Straße zu landen.

Letztendlich hat sich aber ein Freund bereit erklärt, den Rückumzug zu meiner Großmutter mit mir zu machen. Es war sehr nervenaufreibend insgesamt, insbesondere da mein ganzer Hausrat wieder verfrachtet werden musste.

Was ich daraus gelernt habe: Während der Probezeit nicht mit "Kind und Kegel" umziehen sondern erstmal nur einfach einen Koffer packen und etwas günstiges mit flexiblen Mietverhältnissen finden wo man ggf. auch schnell herauskommt sollte. Wohngemeinschaft oder Monteurszimmer…

Insgesamt ist so eine Situation wirklich die Hölle.
 

Muzel

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Meine Nachbarinnen haben mir erzählt, dass deren Kinder gar nicht im studierten Fach arbeiten, weil es keine Stellen gibt, sondern fach fremd, denn viele AG suchen einfache studierte Person.
 
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