Wohnung ist viel zu klein, Nachbarwohnung zumieten? (2 Betrachter)

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gwenaip

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Hallo,
meine Wohnung hat leider insg. nur 35 qm und ist sehr ungünstig geschnitten. Das Wohnzimmer (was auch Schlafzimmer ist) hat nur 20qm. Das führt dazu, dass hier alles kreuz und quer herumsteht und man sich teilweise kaum bewegen kann.

Die Wohnung kostet 195 Kalt + 130 Nebenkosten

Nun ist mein Nachbar ausgezogen, der auf der gleichen Etage wohnt. Die Wohnung kostet gleich viel.

Müsste das Jobcenter die Kosten (zumindest teilweise) übernehmen, wenn ich zusätzlich die Nachbarwohnung anmieten würde, um meinen Wohnraum zu erweitern?

Was wäre in diesem Fall die Grenze der angemessenheit?
anteilig 10 qm zur Aufstockung meiner bestehenden 35qm auf sodann 45 qm... oder gibt es gleitbeträge, weil die wohnung ja nicht halbbiert werden kann. sprich könnten auch 55 oder 65 qm übernommen werden, wenn ich die restlichen qm selbst bezahle?

Alternativ könnte ich Küche und Bad der Nachbarwohnung versiegeln. Dann wären wir bei 55qm Wohnraum für 390 Kalt + 260 Nebenkosten. Wäre das noch im Rahmen für einen Singlehaushalt?
 
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erwerbsuchend

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Müsste das Jobcenter die Kosten (zumindest teilweise) übernehmen, wenn ich zusätzlich die Nachbarwohnung anmieten würde, um meinen Wohnraum zu erweitern?
Du hast Anspruch auf 1 Wohnung. Wenn du deinen Hausstand nicht in deiner Wohnung unterbringen kannst, dann solltest du überlegen, was davon du auslagern kannst. Dafür steht normalerweise je Wohnung auch 1 Keller zur Verfügung.

Da dir der Regelsatz zur freien Verfügung steht, kannst du aus diesem auch gern auf eigene Kosten weitere Wohnungen oder Lagerräume anmieten.
 

gwenaip

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Du hast Anspruch auf 1 Wohnung. Wenn du deinen Hausstand nicht in deiner Wohnung unterbringen kannst, dann solltest du überlegen, was davon du auslagern kannst. Dafür steht normalerweise je Wohnung auch 1 Keller zur Verfügung.

Da dir der Regelsatz zur freien Verfügung steht, kannst du aus diesem auch gern auf eigene Kosten weitere Wohnungen oder Lagerräume anmieten.
Und wohin soll ausgelagert werden?
Der von dir angesprochene Keller ist kein Wohnraum sondern Nutzraum, mit entsprechenden Einschränkungen. Diebstahlschutz ist im Keller nicht gegeben, mein Eigentum wäre dort nicht sicher. Weiterhin ist der Keller feucht, steht regelmäßig unter Wasser und ist damit als Lagerort ungeeignet.

Es geht insb. um die Tatsache, dass mir 45qm gesetzlich zustehen, jedoch nur 35qm vorhanden sind und somit weiterhin Bedarf für 10qm zusätzlichen Wohnraum besteht.

Bin ich nun der dumme, weil ich damals überhaupt in eine 35qm Wohnung eingezogen bin, oder lässt sich dieses Problem irgendwie lösen?

Die Anmietung der Nachbarwohnung zu 390 kalt + 260 Nebenkosten wäre garantiert günstiger, als komplett in eine größere Wohnung umzuziehen (die man erstmal finden muss und dann logischerweise auch teurer ist + Umzugskosten). Die Lösung mit der Nachbarwohnung wäre dagegen sofort greifbar und umsetzbar.

Ggf. würde auch der Vermieter zustimmen, die Wohnungen baulich zu verbinden, sprich einen Wand-Durchbruch herzustellen.
 

Flodder

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jedoch geht es um die Tatsache, dass mir 45qm gesetzlich zustehen,
Bis zu 45/50 qm steht einen Alleinsehenden zu, das heißt nun aber nicht, dass eine kleinere Wohnung unzumutbar ist. Ich z.B. wohne seit 12 Jahren in einer 23 qm großen Einraumwohnung mit Dusche/WC. Mit vielen Ideen und entsprechender Stellung passender Möbel habe in Laufe der Jahre ausreichend Platz für mich geschaffen. Man muss halt improvisieren.

Zwei Wohnungen dürften insgesamt die angemessene Höchts-Kdu überschreiten. Das JC wird da nicht zu stimmen.
 

erwerbsuchend

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Bin ich nun der dumme, weil ich damals überhaupt in eine 35qm Wohnung eingezogen bin, oder lässt sich dieses Problem irgendwie lösen?
Du kannst dir auch eine Wohnung mit einer Fläche von 45 m² suchen und diese dem JC zur Anmietung vorschlagen. Wenn das JC dieser neuen Wohnung zustimmt, kannst du dann umziehen. Aber das JC wird dir jetzt keine 2 Wohnungen als KDU bezahlen, nur weil dir jetzt 10 m² fehlen.
 

gwenaip

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Bis zu 45/50 qm steht einen Alleinsehenden zu, das heißt nun aber nicht, dass eine kleinere Wohnung unzumutbar ist. Ich z.B. wohne seit 12 Jahren in einer 23 qm großen Einraumwohnung.

Zwei Wohnungen dürften insgesamt die angemessene Höchts-Kdu überschreiten. Das JC wird da nicht zu stimmen.
was ist denn die "angemessene Höchst-KDU" ?

PS: unzumutbarkeit sei dahingestellt, es geht eher um die Bedarfsdeckung, laut der 10 qm fehlen.

Der Mietspiegel liegt hier für 2017 bei 8,28 EUR.
8,27 EUR x 45 = 372,6

Beide Wohnungen, würden Kalt jeweils nur 190 EUR kosten = insgesamt 380 EUR. Unwirtschaftlich wäre diese Lösung also nicht, da hiesiger Mietpreis weit unterhalb des Mietspiegels liegt. Die Differenz von 7,40 EUR trage ich auch gern selbst, sofern das kein Gleitbereich ist.
 

gwenaip

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Lese dich dazu bitte mal hier ein.

Dann schlage dem JC einen Umzug in eine Wohnung mit 45 m² Fläche vor.
Eine angemessene 45 qm Wohnung kostet gem. Mietspiegel 372,60 EUR... Die Anmietung der Nachbarwohnung läge inkl. meiner Wohnung bei 380 EUR. Die Kosten der Kaltmiete sind somit vergleichbar bzw. fast identisch. Ein Umzug erachte ich unter diesen Bedingungen als unzumutbar, da eine einfachere Lösung im wirtschaftlich zumutbarem Bereich liegt. Weiterhin spare ich so die Umzugskosten.
 

Flodder

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Die angemessene Höchst-Kdu (Miete plus Nebenkosten) muss du bei deinem JC erfragen

Wenn die Anmietung schon alleine 390 kalt + 260 Nebenkosten zu Buche schlägt, dazu die Kosten deiner alten Wohnung (die du ja behalten willst), dann bist du wesentlich zu teuer für das JC.

Du hast in deinem Fall auch keinen Rechtsanspruch auf eine 45 m² Wohnung.
 

gwenaip

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Die angemessene Höchst-Kdu (Miete plus Nebenkosten) muss du bei deinem JC erfragen

Wenn die Anmietung schon alleine 390 kalt + 260 Nebenkosten zu Buche schlägt, dazu die Kosten deiner alten Wohnung, dann bist du wesentlich zu teuer für das JC.

Du hast in deinem Fall auch keinen Rechtsanspruch auf eine 45 m² Wohnung.
das sind bereits die Gesamtkosten für beide Wohnungen. 390 kalt + 260 Nebenkosten sind die kompletten kosten für BEIDE wohnungen. (2x 180 EUR kaltmiete, 2x 130 EUR Nebenkosten)
 

Nena

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Es geht insb. um die Tatsache, dass mir 45qm gesetzlich zustehen, jedoch nur 35qm vorhanden sind und somit weiterhin Bedarf für 10qm zusätzlichen Wohnraum besteht.
Wenn jemandem (=allen) 45qm gesetzlich zustünden, wären alle Wohnungen, die kleiner sind, illegal. Komische Vorstellung, oder?
 

gwenaip

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Wenn jemandem (=allen) 45qm gesetzlich zustünden, wären alle Wohnungen, die kleiner sind, illegal. Komische Vorstellung, oder?
Niemand redet von illegal. Es geht um die Bedarfsdeckung. Manchen wird 35qm ausreichen. Mir haben anfangs auch 35 ausgereicht, nach 10 Jahren Mietdauer wird es jedoch langsam eng und mir wird zunehmend bewusst, warum der gesetzgeber die 45qm definiert hat.
 

gwenaip

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Lese dich dazu bitte mal hier ein.
Überall (auch in deinem Link) steht nur schwammig das Wort "angemessener Wohnraum". Es ist meiner Kenntnis nach jedoch nicht definiert, dass es sich um nur um einen bzw. "zusammenhängenden Wohnraum" handeln muss.
Demzufolge könnte der "angemessene Wohnraum" auch durch Addierung von mehrerern "Wohnräumen" bzw. Zusammenlegung von mehreren Einzel-Wohnungen hergestellt werden. Ähnlich rechnet das Jobcenter bereits bei Gemeinschaftsunterkünften von Schutzsuchenden.

Ich zitiere aus deinem Link:
Die Verwaltungsanweisungen sind ermessenslenkend um unbestimmte Rechtsbegriffe wie "angemessener Wohnraum" oder "Leistungen zur Erstausstattung der Wohnung" ... auszulegen und das Recht gleich anzuwenden, zumindest theoretisch. Beim Vergleich der Richtlinien wird deutlich, dass es aber von Kommune zu Kommune sehr unterschiedliche Wertigkeiten gibt, in welcher materiellen Höhe Menschenwürde für SGB II/SGB XII - Leistungsempfängern zugestanden wird.
 

AsbachUralt

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Mir haben anfangs auch 35 ausgereicht, nach 10 Jahren Mietdauer wird es jedoch langsam eng und mir wird zunehmend bewusst, warum der gesetzgeber die 45qm definiert hat.

Der Gesetzgeber spricht nicht von 45 qm sondern von bis zu 45 qm.

Nachdem Du aber bereits 10 Jahre diese Wohnung bewohnst, Deine Lebensumstände sich nicht geändert habe ( Kind, Partner/in, bestimmte Erkrankungen) wird das JC auch keine Veranlassung sehen dass Du eine größere Wohnung beziehst und schon gar nicht der Anmietung einer 2. Wohnung zustimmen.
 

gwenaip

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ok... dann zur Alternative...

würde das Jobcenter die Kosten für zusätzlichen Lagerraum übernehmen, damit ich dort, meine nicht täglich benötigte Sachen unterbringen kann?

z.B. Shurgard bietet hier 10 qm Lagerräume für 128 EUR,- an
 

Caramell

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gwenaip, ich denke auch das wird das JC nicht übernehmen.

Es wäre vielleicht mal angebracht, darüber nachzudenken, ob man all die Sachen auch noch wirklich brauch.

Wir mussten vor knapp einem Jahr umziehen und die neue Wohnung ist auch kleiner. Von vielen Dingen habe ich mich getrennt, für andere habe ich Schränke gekauft, die in die Wohnung passen und die Stauraum bieten.
 
E

ExitUser

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Eine angemessene 45 qm Wohnung kostet gem. Mietspiegel 372,60 EUR...
Hallo gwenaip!
Die Angemessenheit ist nur ein Kriterium. Ein Umzug muss zusätzlich notwendig sein. Du kannst also nicht argumentieren, dass dir alternativ zu deinen Erweiterungsplänen ein Umzug zustehen würde.

Die Wohnungsgröße oder zuwenig Platz für deinen Krempel würden meiner Erfahrung nach weder Behörde noch Gerichte anerkennen. Jetzt hast du leider mit 35m² genau die Wohnfläche, die für eine Einzelperson als zumutbar gilt.

Ich hatte gerade ein Urteil vom LSG vorliegen:
Weder attestierte schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen noch Verringerung der unangemessenen Pendelzeit wurden als Umzugsgründe anerkannt. Da halten alle Institutionen zusammen, um die Kommunen vor Ausgaben zu bewahren.

Versuch macht kluch. Reiche einfach ein Wohnungsangebot ein und beantrage die Zusicherung der KdU.

Gruß
 

FrauStahl

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Durch die "bis zu" Regelung sind 45 Quadratmeter wohl eben das Maximum.

Wenn du schon 10 Jahre auf deinen 35 Quadratmetern wohnst wirst du dem Amt wohl nachweisen müssen, woher jetzt der Mehrbedarf kommt.

Krankheit/Kinder/Partnerschaft sind da oft gute Gründe, zum Beispiel wenn du auf einen Rollstuhl angewiesen bist und die Wohnung barrierefrei sein muss etc. Aus deinem Eingangspost lese ich aber irgendwie nur heraus, dass du quasi zu viel Zeug hast?

Ich fürchte als ELO wird es aufs Amt einen etwas seltsamen Eindruck machen wenn du quasi Mehrbedarf wegen zu vielen Besitztümern geltend machen willst. Zumal du ja weißt wie groß deine Wohnung und du dir die Sachen freiwillig anschaffst. Wie gesagt wenn du zu gewissen Anschaffungen gezwungen wärst, etwa aus gesundheitlichen Gründen, oder weil du auf 450 Euro Basis als Videojournalist arbeitest, dann vielleicht. Aber so fürchte ich wird das nix.
 

vidar

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Moin @gwenaip,

Anmieten kannst du was du möchtest. Bedenke aber, dass das Jobcenter dir dann höchstens den Betrag der KDU (gleicher Zuständigkeitsbereich) genehmigen wird, den du momentan bekommst. Ansonsten müsstest du schon genauer darlegen, weshalb du gerade jetzt auf einmal eine größeren Wohnraumbedarf hast, obwohl du bereits 10 Jahre in der jetzigen Wohnung wohnst. Nur weil du jetzt „mehr Zeugs“ hast, ist als Begründung jedenfalls nicht ausreichend.
 

gwenaip

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ok ich hätte da noch einen Denkansatz....

Ich betreibe ein Gewerbe und nutze bisher eigentlich meine Wohnung als "häusliches Arbeitszimmer" ... aber wie oben erwähnt, ist das alles zusammen völlig untauglich in einem Raum.

Wie wäre es denn, wenn ich die Nachbarwohnung als Büroraum anmiete?

Eine Auslagerung des Schreibtisches inkl. Arbeitsmaterialien und Computer, würde sowohl meine Arbeitsfähigkeit erhöhen, als auch das Problem der zugestellten Wohnung beseitigen. Denn das alles hier beginnt aufgrund der Enge, sowohl im privaten als auch geweblichem Bereich, untauglich zu werden.

Bestäde die Chance, die Nachbarwohnung als Bürofläche und abzugsfähige Gewerbeausgabe anerkannt zu bekommen?

Laut dem Link hier, müsste das funktionieren...
https://www.juraforum.de/recht-gese...moegensverwertung-von-eigentumswohnung-492506
 

Doppeloma

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Hallo gwenaip,

Wie wäre es denn, wenn ich die Nachbarwohnung als Büroraum anmiete?
Warum sollte das JC das dann bezahlen wollen, mal abgesehen davon, dass man nicht einfach Wohnraum zweckentfremden und als Gewerberaum nutzen darf.

Da hätte der Vermieter wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden, genau wie bei deiner bisherigen Planung mit Durchbruch ... warum sollte der das bezahlen wollen ?

Nach einer solchen Zusammenlegung von 2 Wohnungen darf der auch die Gesamtmiete erhöhen ... und wozu brauchst du alleine 2 Bäder und 2 Küchen ???

Ach, das wird ja dann"versiegelt" und wen soll das bitte beim Amt interessieren, ob du diese (dann zu große und zu teure) Wohnung nur teilweise nutzen wirst ???

Der Vermieter will sicher trotzdem die volle Miete dafür haben, der kann ja dann schlecht eine "Klo-Küche" separat vermieten ... :doh:

Eine Auslagerung des Schreibtisches inkl. Arbeitsmaterialien und Computer, würde sowohl meine Arbeitsfähigkeit erhöhen, als auch das Problem der zugestellten Wohnung beseitigen. Denn das alles hier beginnt aufgrund der Enge, sowohl im privaten als auch geweblichem Bereich, untauglich zu werden.
Hartz4 ist dafür da dein "Existenz-Minimum" zu sichern bis du dir alles was du so gerne möchtest mal wieder selbst finanzieren kannst, das ist nicht dafür gedacht, dass du dir aus diesen Mitteln eine bequeme Selbstständigkeit aufbauen kannst mit "Gewerberaum" direkt nebenan...

Falls dein Vermieter das alles so akzeptieren würde (und darf, denn es gibt durchaus Gesetze, die das auf Grund Wohnungs-Knappheit verbieten), dann sei dir gesagt, dass man für Gewerberäume auch deutlich höhere Mieten bezahlen muss.

https://www.hannover.ihk.de/ihk-the...ung-einer-wohnung-auf-genehmigung-achten.html

Bestäde die Chance, die Nachbarwohnung als Bürofläche und abzugsfähige Gewerbeausgabe anerkannt zu bekommen?
Auch in deinem Link hast du nur gelesen was dir gerade "gefallen" würde, es geht aber um eine Eigentumswohnung von ca. 80 m², die der Eigentümer aufteilen möchte für Privat und Gewerbe ... :doh:

Du bist aber kein Wohneigentümer, sondern Mieter deiner 35 m² Bleibe, die ja bisher auch ausreichen musste.

Hin und wieder muss jeder mal etwas "ausmisten", sonst kann man auch in größeren Wohnungen irgendwann nicht mehr treten und schon gar nicht arbeiten.

Das ist ganz sicher für das JC kein Grund dir mehr KdU (heißt ja nicht ohne Grund "Kosten der Unterkunft") zu spendieren, damit dein Geschäft besser läuft ... :icon_evil:
Bisher scheint es ja noch nicht genug abzuwerfen und das liegt sicher nicht nur am Platzmangel für PC / Arbeitsmaterial und Schreibtisch ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Spiteri

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Ich verstehe durchaus Deine Situation,
aber die Idee Deine Nachbarwohnung bzw Teile dieser anzumieten erscheint mir sinnfrei.

War früher in einer ähnlichen Situation: 12 Jahre in einer 1Raum- Wohnung gelebt, bis endlich in unserem Haus meine " Traumwohnung" frei war. Allerdings mit 60 m² zu groß und zu teuer für das JC.
Mein Vermieter- ein großes kommunales Wohnungsunternehmen- kannte aber die Problematik und die Chefin der Wohnungsvermietung half mir ganz unpragmatisch:

Ein Schreiben ans JC, daß ich seit 8 jahren auf der Warteliste stehe für diesen Wohnungstyp, eine Absenkung der NK-Vorauszahlung. Lag damit genau 1 € unter den zulässigen KdU.

Erhielt sofort Genehmigung zur Anmietung.

Allerdings mußte ich nach 5 Jahren dort raus, weil dann wegen " Stadtumbau" dieses Haus abgerissen wurde (komplett saniert, mit 120 Mietern und 5 vermieteten Gewerberäumen). Und das Problem begann von vorn.
Wohne jetzt auf 57m², allerdings in einer Genossenschaft. War kein Problem fürs JC, solange sie Umzug ( wurde vom Ex- Vermieter gestemmt) und Genossenschaftsanteile ( habe ich bezahlt, 1560 € + 50€ Eintrittsgebühr in die Geno) nicht übernehmen mußten.

Vielleicht wäre es für Dich einfacher, eine größere Wohnung bei Deinem Vermieter anzumieten und mit ihm Konditionen auszuhandeln, welche für das JC genehm sind. Meist läßt sich wirklich an den NK- Vorauszahlungen drehen- denn bei jeder Neuvermietung werden diese prophylaktisch erhöht.

LG und viel Glück
Spiteri
 
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