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Wohnung geerbt - jetzt ALGII-Antrag - klappt das?

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Sandra28

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#1
Hallo,

Ich habe vor einem Jahr nach dem Tod meiner Mutter die Eigentumswohnung meiner Eltern (70qm) geerbt.
Und das zu 50%, meine Schwester hat die andere Hälfte.

Nun haben wir vertraglich geregelt, daß mein Vater ein lebenslanges Wohnrecht in der Wohnung behält. Ich habe also weder Mieteinnahmen noch Aufwendungen durch die Wohnung.

Weiterhin ist vertraglich geregelt, daß ein Verkauf (Verwertung) nur mit der Zustimmung meiner Schwester zulässig ist (und außerdem sowieso erst nach dem Tod meines Vaters).

Meine Frage: wird die Wohnung bei ALG II in diesem Fall als verwertbares Vermögen angerechnet? Werde ich trotzdem unterstützt?

Ich habe studiert, beantrage jetzt ALG II und bin praktisch Pleite. Muß ich mir wegen der Wohnung sorgen machen?

Danke für Antwort
Sandra
 
E

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#2
Da brauchst du dir keine Sorgen machen, allerdings bekommst du nur ein Drittel der Kosten der Unterkunft. 1/3 muss deine Schwester zusteuern und 1/3 hab ihr eurem Vater vermacht. Siehe dazu mal in den § 12 SGB II auf unserer Startseite nach.

http://www.erwerbslosenforum.de/dv.htm

;)
 

Sandra28

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#3
@Jahnchen: ...ich habe wohl vergessen zu erwähnen, daß NUR mein Vater in der besagten, mir zu 50% gehörenden Wohnung lebt (70qm!).

Ich selbst lebe in einer anderen Stadt in einer "angemessenen" Mietwohnung.

Im §12 hab´ich zu diesem Fall nichts gefunden... oder hab irgendetwas nicht richtig verstanden.

Ich bin eine juristische Fußgängerin... ;o)
Danke!
 
E

ExitUser

Gast
#4
Wenn du die Wohnung nicht selber nutzt, dann hast du durch Vermietung, Verpachtung oder aber sogar durch Verkauf dies zu verwerten. Aus nicht selbstgenutzem Eigentum wird verwertbares Vermögen und ist zu veräußern.

:cry: sorry, aber ist leider so. Entweder selbst nutzen oder verkaufen als letzen Schritt. Bis zur Verwertung kann (kann) dir ein Darlehn als Überbrückung gewährt werden.

:(
 

Sandra28

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#5
Danke Janchen,

Das ist bitter...

Nun ist es so, daß meine Schwester zustimmen muß und außerdem das Vorkaufsrecht hat. Ich weiß jedoch, daß sie finanziell nicht in der Lage ist, meinen Anteil zu kaufen.

Und wie verhält es sich mit dem im Grundbuch verbürgten Wohnrecht meines Vaters?

Danke nochmal
Sandra
 

vagabund

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#6
Weiterhin ist vertraglich geregelt, daß ein Verkauf (Verwertung) nur mit der Zustimmung meiner Schwester zulässig ist (und außerdem sowieso erst nach dem Tod meines Vaters).
Hier schreibst du selbst, dass eine Verwertung selbst mit Zustimmung deiner Schwester im Moment nicht möglich ist!!
Ich würd an deiner Stelle, den Antrag stellen und bei Ablehnung (müssen die ja begründen) sofort zum Anwalt und mit dem die weitere Vorgehensweise besprechen.
Möglicherweise bekommst du ALG2 darlehensweise, was nach Verwertung der Wohnung dann zurückgezahlt werden muß, aber das kann hoffentlich noch viele Jahre dauern.
 

Sandra28

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#7
Danke Jahnchen,

ich hab nochmal im Erbauseinandersetzungsvertrag nachgelesen. Da steht:

5. Übertragungsverpflichtung:

Jeder Miteigentümer (ich)... verpflichtet sich gegenüber (meinem Vater)...sowie gegenüber (meiner Schwester)... seien Anteil an (meinen Vater)... ,und falls dieser sein Recht nicht ausübt an den jeweils anderen Miteigentümer (meine Schwester)... zu übertragen und aufzulassen, wenn er (ich)... oder sein Rechtsnachfolger das Vertragsobjekt (Wohnung)... ganz oder teilweise ohne Zustimmung des Berechtigten (mein Vater oder Schwester)...belastet und/oder veräußert und/oder wenn die Zwangsvollstreckung in das Vertragsobjekt betrieben wird...

Will wohl heißen, das mein Anteil im Falle meiner Insolvenz (Zwangsverkauf) sofort erst an meinen Vater, und wenn der nicht will an meine Schester fällt (ohne einen Verkaufsvorgang zwischen mir und meinem Vater/Schwester)???

Das könnte die Lösung sein, Jahnchen?

Danke nochmal
Sandra
 

Sandra28

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#8
Oh, vagabund, Du hattest ja geantwortet, nicht Jähnchen...

Dank also an Euch beide.

vagabund, wie siehst Du die Lage (nach dieser Übertragungsverpflichtung)?

Danke nochmal speziell an vagabund...
Sandra
 

vagabund

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#9
Hallo Sandra,
wenn du ganz sicher gehn willst vor Beantragung des ALG2, laß dich von einem Anwalt auf Beratungshilfeschein(vom Amtsgericht) dazu beraten.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung -allerdings aus der AlHi-zeit- sagen, daß da bei mir die AlHi darlehensweise gezahlt wurde, da die nicht selbstbewohnte Immobilie in der Verwertung stand (Zwangsversteigerung). Selbst der Verkehrswert stand da noch nicht fest, nur der Neuwert und die Kreditbelastung. Wäre nach Verkauf ein Gewinn übrig geblieben, hätte ich was zurückzahlen müssen.

Aber solange die Immobilie nicht verwertet ist - bist du hilfebedürftig, da dir ja das Geld im moment nicht zur Verfügung steht.

VG
vagabund
 

Sandra28

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#10
Danke vagabund,

woher den Beratungsschein (Arbeitsamt oder Amtsgericht) nehmen?

Und dann einen Anwalt meiner Wahl oder direkt beim Amtsgericht beraten lassen?

Sandra
 

vagabund

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#11
Den Beratungshilfeschein bekommst du beim Amtsgericht. Ruf am besten vorher da an und frage welche Unterlagen du mitbringen mußt. Das spart dir zweimaliges hingehn.
Dann suchst du dir einen Fachanwalt, der sich mit Immobilienrecht und Sozialrecht auskennt. Oft kann der Rechtspfleger dir da einen empfehlen.

:daumen: Viel Glück!
 
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